Demel

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Der Artikl is im Dialekt Weanarisch gschrim worn.
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH
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Rechtsfoam GmbH
Grindung 1786
Siitz Wean
Loatung Do & Co
Branchn Kaffee-Konditorei
Produkte Kafää, Tee, KuchnVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Hoamseitn www.Demel.at
De Thekn im Demel in Wean

Da Demel is woascheinlich de bekauntaste Weana Konditorei. Des Gschäft is aum Koimoakt Numero 14 im 1. Weana Gemeindebeziak Innare Stod. Da Demel woa a k.u.k. Hofzuckabäcka und fiat den Titl no imma.[1]

Nem da Konditorei betreibt da Demel aar a Liefasörvis (Catering), so wia aa scho zua Zeit vau da Monarchie. Da Liefasörvis is heit so wias Loga im 22. Weana Gemeindebeziak (Donaustod) aungsiedlt. In Soizburg und in da Stod New York gibts inzwischn aa Demel-Gschäftn (dafia san eigane Gsöschoftn gründt wuan).

Gschicht[VE | Weakln]

Da Ludwig Dehne, a deitscha Zuckabäckagsö aus Wiattnbeag, is anno 1786 noch Wean kumman und hod im 1. Hieb am Michaelaplotz a Konditorei aufgmocht. Do draus is boid a „k.u.k. Hofzuckerbäckerei“ wuan. Da Louis, wia s eam ghaassn haum, is 1799 aun Schwindsucht gstuam. Sei Witwe und späda sei Sohn August Dehne haum de Konditorei weida gfiat. Da Gustl hods domit zu an großn Reichtum brocht. Da berihmtaste Gsö vaum August Dehne woa da Ferdinand Raimund. Ois Numero hod a im oidn Burgtheata Spezialitätn vau da Zuckabäckarei vakauft und is so iwahaupt eascht zum Theata kumman.[2]

Wäu da Bua vaum August Dehne Jurist wuan is, hod dea de Konditorei 1857 aun sein Ghüfn Christoph Demel vakauft. Noch seim Dod haum seine Buam Josef und Carl de Kondiorei ob 1867 weidagfiat und seitdem hassts "Ch. Demel's Söhne".

Nochm Dod vaum Joseph und vaum Carl Demel hod ob 1891 de Witwe vaum Carl, de Maria, de Zuckabäckarei weidagfiat. Vau 1911 bia 1917 woa daun da Carl Demel junior Gschäftsfiara, gfoigt vau da Anna Demel, de wos a strengs Regiment gfiat hod und zua Legendn wuan is.

Anno 1888 is des oide Burgtheata ogrissn wuan und in gaunzn Michaelaplotz hams aa umbaut. Draufhi is des Demel-Gschäft aufn Koimoakt 14 valegt wuan. Des neie Gschäft is vaum Hofliefarantn Portois & Fix aufwendig eingricht wuan; im Stü vaum Neo-Rokoko, mit Mahagonihoiz und vüü Spiagln. Staumkundn woan weida de Mitglieda vaum Weana Hof wia de Kaisarin Elisabeth ("Sisi") und de gaunze Weana Hotwolee. De Hofburg hod si bei großn Festln sogoa des Personäu unz Gschia vaum Demel ausglichn.

1932 hod da Künstla Baron Friedrich Ludwig vau Berzeviczy-Pallavicini neiche Schochtln fias Demel entwuafn und hod drauf 1935 de Klara Demel gheirat, de adoptiate Nichtn vua da Anna Demel. Im Zweitn Wödkriag hod da Bezeviczy Östareich valossn und de Konditorei is vau seina Frau Klara und vau da Anna Demel weida gfiat wuan. De Anna Demel is 1956 gstuam und de Klara Demel 1965. Drauf hod da Berzeviczy de Zuckabäckarei iwanumma.

1974 hod da Udo Proksch de Zuckabäckarei Demel kauft. A Lemskünstla, dea wos späda ois Meada und Betriaga zu lemslaungan Häfn vaurtäut wuan is. Da Proksch hod im Demel in Club 45 grindt, an gaunz exklusivn Club mit einflussreicha Prominenz aus Politik und Kunst.[2] Da Proksch is 1989 vahoft wuan und des Gschäft is an an Günter Wichmann gaungan. Da Proksch is iwrigns 2001 an de Foign vo ana Operaziaun gstuam.

1994 is de Raiffeisen Bank Besitza vaum Demel wuan. Des Gebaide is daun 1,5 Joa renoviat bzw. umgestoitet wuan. Dea Betrieb is trotzdem weidagrennt. Da barocke Innenhof is mit ana Gloskonstrukziaun iwadocht und zu ana Oat Schanigoatn ausbaut wuan. Jetzt wiad ned nua des Eadgschoß gnutzt, sundan aa da zweite Stock, des wos de Wohnung vau da Demel-Famülie woa und aa da dritte Stock, do, wo fria de Raimlichkeitn vaum Club 45 gwesn san. Beim Umbau vaum Köla hod ma remische Mauan und a Zisterne gfundn.[2]

2002 hod Do & Co, a Caterer, in Demel iwanumma.

Da Wickl um de Sacherduatn[VE | Weakln]

De Sacherduatn is vaum Sacher Franz eafundn wuan. Da Bua vaum Franz, da Sacher Eduard woa beim Demel bschäftigt und hod s Rezept an an Demel vakauft. De Umständ san owa ned so genau bekaunt. Jednfois isses ob 1938 zu an joarelaungen juristischn Streit um de Sachaduatn zwischn da Konditorei Demel und in Hotöö Sacher kumman. Eascht 1963 is a außagrichtliche Einigung zstaund kumman. Da Nauman „Original Sacher-Torte“ is in Hotel Sacher zuagstaundn wuan, des Demel hod in Nauman „Eduard Sacher-Torte“ vawendn diafn. Heit haasd de Demel Duatn „Demel's Sacherduatn“ und im Weana Voiksmund „Echte Sacherduatn“; im Demel is jo aa zua Markn wuan. Dazua kummt, dass de Demel Duatn no in Haundorwat heagstööt wiad.

Bsundaheitn[VE | Weakln]

A Demelarin aun da Kafää-Thekn
Schaufensta vaum Demel
Bonbon-Schochtln im Demel

De Demlarinnen[VE | Weakln]

Im Demel regian de Fraun, vaum Management owe bis zum Seawierpersonäu. Es gibt do kaan Oba, sundan nua Obarinnen (Könarinnen), zu denen ma „Demlarinnen“ sogt.

De Demlarinnen trogn a schlichte schwoaz-weiße Trocht mit ana Schiazn. De Tradiziaun is entstaundn, wäu de Obarinnen friara aus da Klostschui im 18. Hieb (Wearing) kuman san. Beim Servian songs no imma des berihmte Gsatzl: "Haben schon gewählt?", a uaoide Ausdrucksweis aus da Kaisazeit.[2]

Demel Kafää[VE | Weakln]

Da Demel is aa a klassischs Kafäähaus, wos de Weana Kafäähauskuitua pflegt. Do kriagt ma ned nua an Espresso sundan aa an tradizionön Fütakafää, noch da Oat vau da Karlsbada Kafääheaschtölung. Do gibts Kafää in da gaunzn Weana Vüfoit und imma klassisch seaviat auf an süban Tablett mit an Wossaglasl. Des Kafäägschäft rennt so guad, dass im Demel sogoa zwa Kafääkuchln gibt.[2]

Schaufenstadekoraziaun[VE | Weakln]

A außagwehnliche Schaufenstadekoraziaun hod beim Demel Tradiziaun. Es gibt an ständign Wexl, dea wos si aun dem orientiat, wos aktuöö is: aun de Joareszeit, an politische oda künstlarische Eaeignisse usw. De bsundare Tradiziaun vau da Dekoraziaun hod da Kinstla und Diseina Baron Berzeviczy-Pallavicini begründet, dea wos 1960 de Klara Demel gheirat hod. Im drittn Stock hod da Baron a Modöö vau an Demel-Schaufensta in Originalgress aufgstöd. wor a de neichn Dekorationen imma zeascht ausprobiat.[2]

Glosane Bockstubm[VE | Weakln]

Im Innenhof woa fria de Bockstubm. Heit is da Innenhof iwadocht und damit zu an Wintagoatn wuan. Do gibts oba heit no wos bsundas zum seng: A glosane Schau-Bockstubm. Hinta ana Gloswaund kaun ma zuaschaun, wia Zuckabäcka de Duatn vazian dan.[2]

Berihmte Bonbonschochtln[VE | Weakln]

Da Demel is aa weng seine Bonbonvapockungen berihmt. De Diseins kumman oft vau bekauntn Kinstlan.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Roland Mischke: Hier war der Kaiser Kunde. Handelsblatt. 12. Juli 2003, obgruafa am 4. Feba 2009.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 "Café Demel" auf www.viennatouristguide.at

Literadua[VE | Weakln]

  • Federico von Berzeviczy-Pallavicini, Christian Brandstätter, Franz Hubmann: Die k.k. Hofzuckerbäckerei Demel. Ein Wiener Märchen. Mit einem einleitenden Essay von Gotthard Böhm, 74 Farb- und 28 Schwarzweiß-Abbildungen nach Photographien von Franz Hubmann und 76 Abbildungen nach Zeichnungen und Vignetten von Federico Pallavicini. Molden, Wean 1976, ISBN 3-217-00766-2.
  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 2. Kremayr & Scheriau, Wean 1993, ISBN 978-3-218-00544-9, S. 9
    Band 6. Kremayr & Scheriau / Orac, Wean 2004, ISBN 978-3-218-00741-2 , S. 41.
  • Ingrid Haslinger: Kunde – Kaiser. Die Geschichte der ehemaligen k. u. k. Hoflieferanten. Schroll, Wean 1996, ISBN 978-3-85202-129-4.
  • Ingrid Haslinger, Erika Patka, Marie-Luise Jesch: Der süße Luxus. Die Hofzuckerbäckerei und die ehemaligen k. u. k. Hofzuckerbäcker Demel, Gerbeaud, Gerstner, Heiner, Rumpelmayer, Sluka. Eine Ausstellung des Kulturkreises Looshaus. Agens Werk Geyer + Reisser, Wean 1996, ISBN 3-9500302-4-7.
  • János Kalmár, Mella Waldstein: K.u.K. Hoflieferanten Wiens. Stocker, Graz 2001, ISBN 3-7020-0935-3. S. 16-21.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Ch. Demel’s Söhne – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

48.20861111111116.367222222222Koordinaten: 48° 12′ 31″ N, 16° 22′ 2″ O