Fud

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A Fud ohne Schamhoor: 1. Kiitzlavoahaud, 2. Kiitzla, 3. Innane Fudlippn, 4. Fudeingang, 5. Äissane Fudlippn

De Fud, aa Vagina oda Bixn, is a scheidnfeamigs primärs Gschlechtsorgan vo weiblichn Saigetian. S liegt zwischn am Muadda-Mund und am Scheidnvorhof. Ban Gschechtsvakea wiad da Zipfe in d Bixn eigfiat. Ba da Gebuat wiad d Fuf ois Gebuatskanal vawendt.

Wortgschicht[VE | Weakln]

Vagina (lateinisch), Scheidn (hochdeitsch) und Fud (boarisch) kemma wortgschichtlich woahscheinli olle vom säim urspringlichn Wortsinn Schwertscheide, des wo a treffenda, oschaulicha Vagleich is. De genaue Wortherkumft vo Fud is no ned sicha geklärt. A Zammahang mit Futta (im Sinn vo Kloadafuadda, ned Fuada fiad Viecha) und damit a Toschn (a Schwertscheidn is aa a Oat vo Toschn) kennt besteh: Des kimmt vum idg. *pah- „schitzn“ (altind. pā-, heth. pahs-); vgl. ahd. fuotar, mhd. vuoter, mittelniederdt. voder, vōr, got. fodr „Scheide“, altnord. foðr „Scheide, Futteral, Kleiderfutter“, altengl. fōdder, altfries. fōder, altind. pātra- „Behälter, Gefäß“, heth. pattar, pattur „Korb“, gr. poma „Deckel“).

Anatomie[VE | Weakln]

De Fud is ban Menschn a ungefäah 8–10 cm langa Musklschauch aus glotta Muskulatua und hod a rosaroute Foab. S is de Vabindung vom Schlitz (Vulva) midda Gebärmuadda (Uterus). Während da sexuelln Erregung wiad de Vagina weida und länga.

Ba Jungfraun is da Fudeigang durchs Jungfanhaitl (Hymen) vaengt, des wo normalaweis ban easchtn Gschlechtsvakeah zarissn wiad.

Funktion[VE | Weakln]

De Fud wiad ba sexuella Erregung ausm Epithel (Hautzäin aus da Bixnwand) befeichtet. Gleichzeiti duan de Bartholinschn Drüsn, de am Fudeigang sitzen, a schleimoatigs Sekret obsondan. Ban Gschlechtsvakea wird da Penis in de Fud eigfiat und s aussegspritzte Sperma vo da Vagina afgnumma. De Spermien wandan dann duach an Muadda-Mund zua Gebärmuadda (Uterus) und weida in de Oaloata. Duach de Vagina wean aa de Menstruationsbluatunga obgleit und ba da Gebuat wiad de Vagina zum Gebuatskanal fia s Neigeborane.

Literadua[VE | Weakln]

  • Friedrich Kluge (Hg.), Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, bearbeitet von Elmar Seebold, 23. Auflage, de Gruyter, Berlin/New York 1999 ISBN 3-11-016392-6 (Artikl Futter, Futteral, Fotze)