Infanterie

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Soidatn vom Friedrich dem Groaßn

Infanterie is de Bezeichnung fia Soidatn, de z'Fuaß kämpfn und mit Handwaffn bewaffnet han. In da Antike und im Middloida warn de Einheitn fast ausschliaße mit Nohkompfwaffn (unta ondam Schwert, Speer und Axt) ausgrüst, heitzedog hingegn nua no mit Schusswaffn. Dea Begriff Infanterie, wos sie ausm italienischn Woad infante (= Fuaßsoidat) healeidt, wead in Deitschland as easte Moi 1616 eawähnt. Heitige Heere bestehnan zum Groaßteil nua no aus Infanterie.

Gschicht[VE | Weakln]

Landsknecht und sei Frau

In da Antike warn de meistn Fuaßtrubbm nua wejde Haufa vo Stammeskriaga ohne Disziplin, de noch eigena Entscheidung kämft ham. Vo de Griechen is dann de Phalanx kemma, de aus mehrane Dutznd Hopliten bstandn hod, des san Fuaßtrubbm, de mit uma vier Meta lange Speere, Schäidl und Brustpanza grüst warn. De Hopliten san fia a Phalanx in enga Reih newaananda gstandn, und eanane Speere warn noch voan oda auf de Schuida vom Voadamo ausgricht. Es hot teilweise awa scho aa andane Einheitn gem, de in Reih und Gliad in a Schlacht zogn han, so de Röma oda andane antike Hochkuiturn.

Im Middloita is dann de Infanterie imma unwichtiga woan, wei ma fast ausschliaßle nua no auf de Ridda gsetzt hot. Im Hochmiddloita han dann de Landsknechte aufkemma. Ausgrüst mit Spieß und Streitaxt und guad ausgbejdt warns dann de Ridda iwalegn. Da Kaisa Maximilian I. und da Georg von Frundsberg gejtn im Allgemoana ois Grinda vo da deitschn Infanterie und de bedeitenstn Fira vo Landsknechtheere.

De imma poplära werne Feiawaffn ham dann Eizug ghoitn, so dass dann im Spädmiddloida de Musketiere enstandn san. Da Schwednkine Gustav II. Adolf hot de Wehrpflicht eigfiad, wei ea sie koa groaßes Söldnaheer leistn hot kina, um mit seine Gegna mithoitn zu kina. Ea hot de Trubbmvabänd in kleane aufteilt, woduach ea mehr Offiziere braucht hod. Damit warn seine Trubbm beweglicha und hom mehr Feiakroft erreicht. Zuadem hot ea Uniformen und Rangobzeichn eigfiad, wos zua Vaoaheitlichung beitrogn hot.

In da zwoatn Heiftn vum 17. Johrhundat is as Bajonett (a Art Messa, wos vorn auf a Gwahr montiert wead) eigfiad woan, woduach de Pikeniere iwaflissig gwoan han. Wei man de schware Infanterie nimma benötigt hot, is ma a vom Luntnschlossgwahr zum Stoaschlossgwahr iwaganga. Wei de Stoaschlossgwahra no ziemle ungenau warn, hot ma vej Gwahra auf a groaße Flächn braucht, de gleichzeitig schiaßn. So is dann mit da Zeit de Lineartaktik eigfiad woan.

Im Amerikanischn Unobhängigkeitskriag warn dann a Groaßteil vo da Trubbm Freiwillige, da de ned ausgebildet warn, oiso hot ma ned mid da iblichn Lineartaktik agiern kinna. In zeaschtreida Ordnung und in Kolonna ham de schlecht ausgebildetn Trubbm daduach an enorma Voateil ghabt gegeniwa de guad ausgebildetn Trubbm mit dea Lineartaktik. Da Napoleon Bonaparte hot de Taktik dann perfektioniert und spädastns 1813 ham dann aa olle andan europäischn Nationa des iwanomma. Noch und noch is dann de Infanterie zua Hauptwaffn vom Kampf woan, so wias heitzedog ible is.

Siehe aa[VE | Weakln]

Literadua[VE | Weakln]

  • E. v. Conrady: Die Ausbildung der Infanterie auf dem Exerzierplatze. Mittler und Sohn, Berlin 1886 (Digitalisat, PDF)
  • E.M. Earle (Hrsg.): Makers of Modern Strategy: Military Thought from Machiavelli to Hitler. 1948
  • Cyril Falls: The Art of War. 1961
  • Basil Liddell Hart: The Ghost of Napoleon. 1933
  • Gustav von Kessel: Die Ausbildung des Preußischen Infanterie-Bataillons im praktischen Dienst. Mittler und Sohn, Berlin 1863 (Digitalisat, PDF)
  • Bernard Montgomery: Kriegsgeschichte. Weltgeschichte der Schlachten und Kriegszüge. Komet, Frechen 1999, ISBN 3-933366-16-X (Originalausgabe: A History of Warfare, 1968)
  • Michael Roberts: The Military Revolution 1560–1660. 1956

Im Netz[VE | Weakln]