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Cheamsee

Aus Wikipedia
Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch gschriem worn.
Cheamsee
"s Boarische Meer"
Chiemsee
Geografische Log Oipnvorland
Zuaflüss Tirola Achn, Prean
Åflüss Oiz
Datn
Koordinaten <span style="background:#FFC" id="Cheamsee
"s Boarische Meer"
Chiemsee" class="coordinates">Koordinaten fehlen! Hilf mit.
Hechn üwan Meeresspiagü f1518,19 m ü. NN
Flächn 79,9 km²dep1
Volumen 2,04784 km³dep1
gresste Diafn 72,7 m
(Stand: Mai 2005)
"Unschuidige-
Kinda-Gruam
"
durchschnittliche Diafn 25,6 m

Bsundaheitn

zwoatgressta innadeitscha See

An Cheamsee oda Chiemsee hoasst ma aa „s Boarische Meer”. Er ligd so um de 25 Kilometa estlich vo Rousnam, oiso im Sidosten vo Obabayern. Er is da gressde See in Bayern, und aa in ganz Deitschland san grod da Bodensee und d' Müritz no gressa. Es is obar aso, dass vaglicha mim Cheamsee da Starnberger See des meara Wossa hod, wei dea vui tiafa is.

Da Cheamsee hod an Rauminhoit vo 2.047.840.000 Kubikmeta. Sei Ufa is 63,96 Kilometa lang, und boi ma de Insln aa mit dazuarechnad sans 83 Kilometa. S Einzugsgebiet is 1.398,56 Quadratkilometa groß. An da tiafstn Stej is da Cheamsee 72,7 Meta tiaf (gmessn im Mai 2005).

Dea Nama vom See gehd zruck af an Odlign im Mittloita, dea wo Chiemo ghoassn hod. Und do davo kemman aa de Nama vo da Gmoa Cheaming und vom ganzn Cheamgau. Des „Ch“ in de Nama is aa friahas scho oiwei wiar a „K“ ausgsprocha worn. Und deszweng is aa heit no de Aussproch [Keamsee] oda [Kiemsee] – oba af koan Foi [Schimsee] oda [Chimsee].

Entstehung und Entwicklung

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Da Cheamsee is - wia vui andane Voroipnseen - am End vo da letztn Eiszeit entstandn, des wor vor eppa 10.000 Joar. A Gletscha hod im Zug vo da Glazialerosion des Beckn vom See aussagschom. Nachm Obschmelzn vom Cheamseegletscha hod se des Stammbeckn mit an Eissee gfuit. Am Ofang wor da See um de 200 Quadratkilometa gross, oiso eppa dreimoi so gross wiara heint is. De urspringliche Gress losst se no aufgrund vo Restseen und Nasszona a weng erahna.[1]

Ned nur de Gress vom See aa de Diafn varringat se Joar fia Joar. Da Grund fia de Valandung liegt in da stendign Zuafua vo Sand und Grej duach de Zuafliss. De letztn 100 Joar hod af de Weis de Wossaflächn so um de 200 Hektar obgnumma. Vor 100 Joar is da Wossaschpiagl um guad oan Meta obgsengt worn, durch dees hodma wieda vui Land gwonna.

Neadlich vom See is meglichaweis in vorchristlicha Zeit (uma 500 v. Kr.) a Komet oda a Meteorit niadaganga, a Ereignis des wo Cheamgau-Impakt gnennd wead. Unta Wissnschoftan is de Thesn owa no sea umstrittn.[2]

Gliedarung (Topografie)

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Kennzeichnend fian See san de drei Haptinsln (Herrninsl, Frauninsl, Krautinsl) und durch sei heterogene Ufagstoit mit vui Buchtn. Untaseeisch hod da See zoireiche Beckn und Gräbm.[1]

Bekannt is da See vor oim durch zwoa vo seine Insln. Af da Frauninsl is a berihmds Nonnenklosta und a oids Fischadorf, des wo heint a Oziahungspunkt fian Fremdnvakeah is. Af da Herrninsl san zwoa Schlässa. S "Oide Schloss" wor a ehemoligs Klosta (Augustiner Chorherrenstift) und s neie Schloss "Herrenchiemsee" is des Schloss vom "Märchnkini" Ludwig II., des wo heint ois oanzigortige Sengaswiadigkeit guit. Dazua gibts no de unbewohnte Krautinsl sowia drei kloanare Insln: An Schalch westli vo da Fraueninsl sowia zwoa namenlose Zwerginsln 54 bzw. 80 Meta sidlich vo da Krautinsl, mit nur a por Quadratmetan Flächn.

Im Westn, nerdlich vo da Herreninsl, is da Cheamsee durch Buchten tiaf gliedat, vo West nach Ost:

  • Schafwaschna/Aitabacha Winkl (do drin im Siden Greanmanndl Winkl)
  • Kailbacha Winkl
  • Muilna Winkl

Zwischen dena Buchtn liegn Hoibinsln.

Da Cheamsee gliedat si in an grässan, offanan Weitsee im Nordostn (mit da Chieminga Bucht im Ostn) sowia in an Inslsee im Sidwestn.

De drei großn Inseln san midnand de Gmoa Cheamsee, de kloanste Gmoa vo Obabayern. De Gmoa Cheamsee ghead zan Landkroas Rosnham. Zum Landkroas ghean aa de Gmoana am Westufa vom See: Bernau, Prean, Rimsting, Broadbrunn und Gstadt. Ois andane, de ganze Wossaflächn und de Gmoana im Nordn, Sidn und Ostn, ghean zum Landkroas Traunstoa. De Kroasgrenz valaft genau am Westufa vom See. Nur a poar Seitnbuchtn in da Näh vo Rimsting zejn zan Landkroas Rosnham.

De Krautinsl liegt zwischn Frauninsl und Herrninsl

De gressan Insln san: De Herrninsl (amtli: Herrenchiemsee), de Frauninsl (amtli: Frauenwörth, "Frauenchiemsee") und de Krautinsl (amtli: Krautinsel). De liegt zwischn dene andan zwoa Insln. Dazua kema no a boa kloanare Insln.

De Herrninsl is mit 240 ha de gresste Insl im "Boarischn Meer". Se is zum gresstn Tei vo am Woid bedeckt. 1873 hod da Kini Ludwig II vo Bayern de Herrninsl fir 350.000 Gulden vo Hoizhändlan kaft. Es soit da Standort fir sei neies Schloss Herrenchiemsee wern. Am 21. Mai 1878 is da Grundstoa firs neie Schloss glegt worn. S Vorbuid dazua wor s Schloss vo Versailles in Frankreich. Nachm Tod vom Kini, am 13. Juni 1886 san olle Orbatn am Schloss sofort eingstejt worn. Zum 100. Todestog vom Kini 1986 is s Kini-Ludwig II.-Museum in de unausbautn Raime vom Sidfligl vom Schloss wiedaeaeffnet worn. Ob 1979 san a Schritt fir Schritt de Gortnologn vom Schloss erneiat worn. De restliche Insl is a Naturpark mit Laubmischwoid und vuin Wandawegn. In guad zwoa Stundn ko ma de Insl afm offizielln Rundweg umwandan (7 km).[3]

De Frauninsl gehd bis zu 8 m iwan Seespiagl ausse. Se is uma 12 ha groß und in 20 Minutn ko ma am Ufaweg rundumadum gäh. Af da Frauninsl is a Dorf mit 50 Haisln und 222 Eihwohna und a uroids Inslklosta, des wo 782 baut worn is. Etwa a Drittl vo da Gsamtflächn vo da Insl mocht da Klostabereich aus. De Benediktinarinnenabtei Frauenwärth is 860 vom Kini Ludwig am Deitschn grindt worn. De easchte Äbtissin wor sei Tochta Irmingard, de wo 1929 seliggsprochn worn is und heint de Schutzpatronin vom Cheamgau is.[4]

De Krautinsl is mit ana Flächn von 3,5 ha de kloanste vo de drei Insln, de wo im Cheamsee liegn. De Krautinsl is unbewohnt. Im Summa weads ois Woad fir de Viecha vo Bauan gnutzt, de wo um an See umadum wohna. Im Hiabst weads Viech per Schiff wieda ans Festland vafrocht. Im Mittloita hom Nonna vom Benektinarinnenklosta vo da Fraueninsl Gmias und Kraita obaut, do draus is da Nama entstandn.

A Schduckara drei kleanane Sandbänk, de wo ma bei normaln Wossaschtand ned siegt, ko ma kaam Inseln hoassn. De grässte davo is no da Schalch zwischn da Fraun- und da Krautinsl, wo diam amoi a kloane Weidn drauf gwachsn is.

Einzugsgebiet

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S Einzugsgebiet vom See is 1398,56 Quadratkilometa groß. Obgseng fo a por kloanare Bachal hod da See zwoa Zuafliss: De Tirola Achn (67,9% vo da Wossafracht) und de Prean.[1] Oi zwoa kemans ausm Sidn, aus de Berg – de Tirola Achn ausm Achntoi und de Prean ausm Sachranga Toi. Und oi zwoa schwoabms Joar fia Joar an Haffa Sand und Grej inan See eini, und zwengs dem wead dea oiwei kleana und flacha. De Tirola Achn hod af de Weis im Sidosten vom See a richtgs kloans Delta inan See eini aufgschitt, a vakloanate Ausgob vom Mississippidelta. Des is heint a schääns Natuaschutzgebiet, wo haptsächli Wossavägl eanane Bruad- und Rastplätz ham. De Prean fliassd af da Westseitn inan See eini, und zwor in de Schafwaschena Bucht im Norden vom Ort Prean, dea wo sein Nama vo dem kloana Fluss hod.

Da oanzige Abfluss is de Oiz, de wo am närdlichstn End vom See, in Seebruck, aussakimmt. D Oiz fliaßd nach Norden und Nordosten. Se is a Nebmfluss vom Inn, den wos a Stickl obahoib vo Marktl erreichd.

De Landschaft um an Cheamsee hoasst Cheamgau und is oans vo de beliabtastn Erholungsregiona vo Bayern. Da landschafdliche Reiz vom Cheamsee wead aa durch de Cheamgaua Berg prägt. Dazua ghean: Hochfejn, Hochgern, Hochplottn und Kampnwand.

Am 24. November 1989 is de Ringkanalisation um an Cheamsee eräffnet worn. Voam Bau vom Ringkanal jährli rund 115 Tonna Phosphat in an See einegflossa. Da Knotnpunkt vo de boadn Rohrleitunga is Prean. Vo dortn wead s Obwossa zu oana Kläaolog gleit, de wo 4,5 Kilometa entfeant is. S greinigte Wossa rinnt dann in an Inn eini.

Kunst und Kuitur

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Da Cheamsee hod oiwei wieda Künstla inspiriat. In da Molarei gibts an Haffa Werke iwan Cheamsee und an Cheamgau. Um an Preana Mola Paul Paulus hod se a Kroas vo Mola buidt, de ma de Cheamseemola nennt. Mehrare Künstlakolonien und Moasta wia Wopfner, Raupp, Maier-Erding, Exter, Haushofer hom se am Cheamsee eanare Inspirationa ghoid. Ständige Auställunga gibts dazua voa oim z Prean und im Augustiner-Chorherrenstift (oids Schloss) af da Herrninsl. In da "Galerie am Alten Rathaus" z Prean gibts nebman Schwaapunkt Cheamseemolarei aa no Gemejde und Plastikn ausm 19. und 20. Joahundat z segn. Im Augustiner-Chorherrenstift gibts a Dauaausställung vo da Bayerischen Schlösserverwaltung iwa s Werk vo de Cheamseemola. Dazua gibts do drin aa a umfossende Gemejdegalerie Julius Exter. Des Bauanhaus, des wo da Exter 1902 in Iwasee-Fejdwies (amtli: Übersee-Feldwies) kafft ghobt hod und des wo da Standort fir sei Moischui gwen is, is heint ois Musäum zuagängli.[5]

In vuin Ortn rund um an Cheamsee gibts eigane Hoamatmusään, wia zum Beispui z Prean, wo Traditiona und Gschicht vo da oidn boarischn Bauankuitua präsentiat wern. Im Hoamatmusäum Prean ko ma se oschaugn wia de Bauan friaha gwohnt hom; mit voiständig eingrichtn Zimman, wia Bauanstubm, Schlofkamma, Kuchl und Speis. Dazua wead zoagt, wia Handwerka friaha gorbat hom und de Gschicht vo da Cheamseefischarei; sogoa a uroida Oanbam is zum segn, dea wo am Cheamsee gfundn worn is.[6]

De "Herrenchiemsee Festspiele" prasentian unta da Leitung vo Enoch zu Guttenberg jährli im Summa klassische Musik, equisite Konzerte sowia internationale Künstla und Ensembles im bsundan Ambiente vom Märchnschloss vom Kini Ludwig II und da Naturlandschoft vom Cheamsee.[7]

Peter von Hess: Am Cheamsee, Mitte 19. Jh.

Sport und Freizeit

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Da See is a wichtigs Erholungsgebiet fia de umliegandn Regiona. Um an See gibts an Haffa Bäda und afm See an regn Seglbetrieb. Mitm Motorboot deaf ma nur mit Ausnahmegenehmigung und unta strengan Aflogn foarn. Elektroboote san dageng erlaubt.

Rund um an See fiaht a Ufaweg, wo vo Radla und Spaziagänga gnutzt wead und herrliche Ausblicke afn See eameglicht.

Seit 2005 entstengan rund um an Cheamsee a Reihn vo Naturbeobachtungsstationa zur Umwejdbuidung. Des san Aussichtsplattforma bzw. Hoiztiam, vo dena wo ma Vegl, Fisch und de ganze Landschaft guad beobochtn ko. Es gibt do aa reglmäßige Fiahrunga durch Ornithologn und Naturfiahra.[8] Wei s am Cheamsee aa sejtane Viecha und Pflanzn gibt, is des Gebiet aa durch vaschiedane Vaordnunga ois Schutzgebiet ausgwiesn.

A bsondas guade Aussicht hom Bergwandara vo da Kampnwand afn Cheamsee. Do fiaht aa a Seibohn affi. Bei guadn Wetta hod da Bsuacha von dera Bergstation a Sicht vo bis zu 50 Kilometan. De scheene Aussicht losst se bsondas guad bei ana Brotzeit mit Lebakaas und Weißwiaschtln geniaßn.[9]

Schau aaa unta

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  1. 1,0 1,1 1,2 Umweltforschung: Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands, Teil 11 Bayern, S. 17 iwan Cheamsee (Memento des Originals [1] vom 23. Fewer 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www-docs.tu-cottbus.de
  2. Kritische Omerkunga zum Cheamsee-Impakt vom Wissnschoftla Dieter Heinlein; obgruafa am 18. Juli 2009. Archiviert vom Original [2] am 27. Septemba 2007; abgerufen am 18. Juli 2009.
  3. chiemsee.bayern-online.de Herrenchiemsee. Archiviert vom Original [3] am 20. Dezemba 2009; abgerufen am 15. Juli 2009.
  4. chiemsee.bayern-online.de Fraueninsel. Archiviert vom Original [4] am 3. August 2009; abgerufen am 15. Juli 2009.
  5. chiemsee.de - Galerien@1@2Vorlage:Toter Link/www.chiemsee.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  6. pointoo.de - Kuitua in Prean am Cheamsee. Archiviert vom Original [5] am 22. Oktoba 2009; abgerufen am 16. Juli 2009.
  7. www.herrenchiemsee-festspiele.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.herrenchiemsee-festspiele.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  8. Naturerlebnisstationen af chiemsee.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.chiemsee.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  9. Spiegel Online: "Leberkas und Weißwürschtln"
  • Kurt Schubert, Hans Heyn, Michael Lohman: Der Chiemsee, Rosenheimer Verlagshaus, Rosnham 1991. ISBN 978-3-475-52674-9
  • Andrea Strauß, Andreas Strauß: Chiemgauer Alpen: Der Chiemsee und seine Berge, Bergverlag Rother, Ottobrunn 2007. ISBN 978-3-7633-7034-4
  • Michael Lohmann: Chiemsee-Naturführer. Landesbund für Vogelschutz, Prean ²1988.
 Commons: Category:Chiemsee – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
 Commons: Chiemsee – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien


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