De Legend vo da Vanille-Prinzessin

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De Vanille ghead za de Orchideen
Megli das de Prinzessin a so ausgschaud hod? A Madlkopf aus El Tajin
A kloans Denkmoi vo de zwoa Valiabtn, Veracruz

De Legend vo da Vanille-Prinzessin, [dt. Die Legende der Vanille-Prinzessin] vazöt de sagnhofte Endeckung vo da Vanille duach a totonakische Prinzessin. Iwaroi wiad da easchte Gebrauch vo da Gewiazvanille dena Totonakn zuagschriebn. Wos owa so ned schtimma kau. Den de Totonakn san eascht umma 1200 in de Huasteca zuazogn. Oiso gebiat de Endeckung dea Pflaunzn de Huaxtekn. Den waun Leid in oa Gebiet zuziagn, wean olle Pflaunzn af eanane Vaweatboakeit untasuacht. Und do soins grod aun da duftandn Vanille ignorirand vuabeigaunga sei?

De Vanille[VE | Weakln]

De Vanille kead za de Orchideengwex. Mid wundascheene göbwoaße Bliah. Des Weatvoiste vo Ia san de Kapsln (Schotn) und do davo de Sauman und des ölige Moak. De spodan Aztekn, (bessa de Mexica) homs Tlilxochitl (schwoaze Bliah) gnennd. Owa ia Nam is ausn Kastilischn za ins kema. Vanille is a Diminuitiv vo Vaina-de Scheidn, Kapsl, vom Indogermanischn, Wag - hohl, oda schteckn. Dea kastilische Naum kennt vo da Ehnligkeit vo da Schotn mid ana Schweatscheidn heakema. Dagegn beziagt se da botanische Oartnaum Planiafolia auf de bsundane Fuam vo de Bladdln (planus = floch und folium = Bladdl). Ois da Cortes des easchte Moi noch Tenochtitlan kema is, hod ma eam, af Ghoaß vom Moctezuma Gaugau mid Vanillegschmo zan Dringa viagsezt.

De Mäa vo da Vanille-Prinzessin[VE | Weakln]

Vua launga Zeit hod zwischn Papantla und El Tajin a Kini glebd. Sei Kinireich soi Totonacpan und ea soi Tenitzli II ghoassn hom. Mid sein Weiwal soid ea a wundaschens Mensch (Madl) ghobd hom. Midn Naum Tzacopontziza (Muagnschtearn). Ois Vodda woa ea eifasichti und hod den Gedaunkn ned dadrogn das sei liabs Diandl amoi heiratn kunnt. Dahea hod a bschlossn, das sei Madl Priestarin vo da Geddin Tonoacayohu wean soid. De Geddin woa fias Erntewoxtum und aa fia de Moizeitn zuaschtendi. De brave Tochta is oiso im Kloschta vaschwundn und hod da Geddin ois Opfagobn tegli Bleamal und s`Essn brocht.

Beim teglign Bleamalpflickn im Woid, fia de Geddin, hod se aa junga Prinz da Zkatan Oxga (junga Hiasch) gsegn. Es is kemma wias kemma muaß, ea woa hin und weg und hod se unschteabli in de Prinzessin valiabt. Obwoi ea gwißt hod, daß eams Lebm kostn kau hod as tegli gsuacht und augschaud. Noch a boa Tagl hod a se a Heaz gfoßt und hods augred. A ia is glei de Liab eigschoßn und so sans midanaunda gflücht. Grod wias scho fost de rettandn Beag daroacht haum hod eana aa grausligs Monsta den Weg vaschpead. Des hod Feia gschpukt und hods aso zan Umkehrn zwunga. Doat haum owa scho de Priesta vo da Geddin Tonocayohua gwoat. De hom de zwoa Valiabdn gschnappt und hom eana nochanaund de Kepf ogschnittn und daun eana aa des nu zuckande Heaz aus da Brust gschnittn und se haums daun im Tempö vo da Geddin gopfad.

Am Oat vom Tod is scho des Bluad eitrikat, owa noch a boa Tag hod aun dera Schtö a großa Schtrauch zwoxn augfaungt. Und nu aa boa Tog spoda is nu a Triab aus da Eadn gwoxn. Dea is in d Häh gschoßn und hod se smaragdgrea, am Buschn ummegraunkt. So ois wia waun des fesche Mensch ian Gliabtn schmochtant umoarma mecht. A nu a Wengl spoda hod de Pflaunzn wundascheen aufbliahd und noch da Bliah san de zeascht greana und daun schwoaze launga Kapsln kemma, de so narrisch guad duft haum. Do haums aa de Priesta gneißt, das se da Prinz in den Schtrauch und de Prinzessin in de Orchidee vawaundld haum und se hom da Geddin de Schotn ois Opfa doabrocht.

Und zweng dea Legend hoaßt de Vanille bei de Totonakn nu Heid Caxixanath (des gjogde Bleaml). Waun ma znagst a Vanilleeis schleckan, megli das se daun da Oa oda Aundane an de Prinzessin Tzacopontziza und ia kuaze und tragische Liab erinnat.

Litaradua[VE | Weakln]

  • Annemarie Wildeisen: Vanille, Gewürz der Göttin. AT Verlag, Aarau 2001, ISBN 3-85502-751-X.
  • Tim Ecott: Vanilla – Travels in Search of the Luscious Substance. Penguin Books, London 2004, ISBN 0-8021-1775-9.
  • Katja Chmelik: Vanille – Die schwarze Königin. Geschichte 3/2007, ISSN 1617-9412, S. 56–57.
  • Elisabeth Vaupel: Gewürze – Acht kulturhistorische Kostbarkeiten. Deutsches Museum, München 2002, ISBN 3-924183-85-6.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Vanille – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien