Geiastoi

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Geiasthoi is a Gmoa im niedaboarischn Landkroas Reng. Da gleichnomige Hauptoat is Sit vo da Gmoavawoitung und a staatlich oerkennta Aholungsoat.

Eadkund[Weakln | Am Quelltext weakln]

Geografische Log[Weakln | Am Quelltext weakln]

De Gmoa liegt in da Region Doana-Woid inmittn vom Boarischn Woid iba dem Doi vom Schwoazn Reng etwa acht Kilometa südeastle vo Viechtach, 22 km neadle vo Degndoaf, 13 km nordwestle vo da Kreisstod Reng sowia nein Kilometa vo Bodnmoas entfernt. Geografisch gseng gheat da Nordteil vo da Gmoa zum Hintarn Boarischn Woid und da Südteil zua sognenntn Rengsenke. Da heachste Punkt im Gmoagebiet is da Franknbeag bei Franknriad mit 748 m ü. NN. De Oate Geiasthoi, Kammersdoaf und Teisnach san fast voistände zammagwachsn. Direkte Nachboagmoa san Draxlsriad im Nordn, Beabrach im Nordorstn, Teisnoch im Ostn, Patersdoaf im Südn, Kollnbuagim Südwestn und Viechtach im Nordwestn.

Gmoagliedarung[Weakln | Am Quelltext weakln]

Es gibt 32 Gmoateile:

  • Oidnußbeag
  • Auhof
  • Berging
  • Eisbeag
  • Felbuag
  • Fernsdoaf
  • Franknriad
  • Furthof
  • Geiasgthoi
  • Grandmuih
  • Gumpnriad
  • Haid am Sand
  • Haidbeag
  • Hartmannsgruab
  • Hintabeag
  • Heafing
  • Hoizhaus
  • Hoizwies
  • Kammersdoaf
  • Linden
  • Mandlhoiz
  • Marienthoi
  • Obaberging
  • Obaleitn
  • Pfranzgruab
  • Piflitz
  • Seigersdoaf
  • Untaberging
  • Viertlweggruab
  • Voadapiflitz
  • Weging

Es gibt nua de Gemarkung Geiasthoi.

Gschicht[Weakln | Am Quelltext weakln]

Bis zua Gmoagrindung[Weakln | Am Quelltext weakln]

De erste nochweisbore Nennung vom Oat stammt aus dem Joahr 1209. Im Pfarreinvazeichnis vom Bistum Rengschbuag aus dem Joahr 1286 werd aa de Pfarrei Geiasthoi awähnt. De Uapfarrei zäjt um 1300 eischließle Geiasthoi 13 Oat, de bis Mitte vom 18. Joahrhundat aaf 50 Oatschaftn ogwachsn. Geiasthoi gheat zum Rentamt Straubing und zum Landgricht Viechtach vom Kuafüstntum Baiern. Im Zug vo da Vawoitungsrefoam im Kinireich Baiern is mit dem Gmoaedikt vo 1818 de heitige Gmoa entstandn.

19. und 20. Joahrhundat[Weakln | Am Quelltext weakln]

Aus Geiasthoi stammt da Jurist Friedrich Freiherr vo Wulffen (1790-1858). Er war vo 1843 bis 1846 Regierungspräsident vo Niedabaiern und hot 1848/49 ois Mitglied vom Zentrum zua Frankfuata Nationoivasammlung gheat. Ab 1855 war er Präsident vom heachstn Gricht in Baiern, vom Obaappellationsgrichtshof in Minga. Seit 1886 san Vahandlunga glaffa, da Pfarrsitz vo Geiasthoi noch Teisnoch zu valeng, do seit Gründung vo da Papierfabrik Teisnoch 1881 zum bedeitanstn Oat vo da Pfarrei gworn is. Schließle baut ma in Teisnoch a neie Pfarrkiach, währand des Langhaus vo da baufällign Geiersthoia Pfarrkiach unta Polizeischutz obgrissn worn. De vabliemne Apsis is zua Friedhofskapöhn umfunktioniert worn. Im Joahr 1903 war de Valegung vo dem Pfarristz noch Teisnoch voizong worn.

Eiwohnaentwicklung[Weakln | Am Quelltext weakln]

Zwischn 1988 und 2018 san de Gmoa vo 2079 aaf 2238 um 159 Eiwohna bzw. um 7,7 % gwachsn.

  • 1961: 1854 Eiwohna
  • 1970; 1852 Eiwohna
  • 1987: 2085 Eiwohna
  • 1991: 2179 Eiwohna
  • 1995: 2230 Eiwohna
  • 2000: 2311 Eiwohna
  • 2005: 2293 Eiwohna
  • 2010: 2235 Eiwohna
  • 2015: 2189 Eiwohna

Politik[Weakln | Am Quelltext weakln]

Gmoarot[Weakln | Am Quelltext weakln]

Da Gmoarot besteht aus dem Erstn Buagamoasta und 14 Mitglieda. De Mitglieda vateiln se seit dem 1. Mai 2020 wia foigt:

  • CSU: 4 Sitz (30,15 %)
  • SPD/Freie Buaga: 3 Sitz (22,79 %)
  • Freie Wählagmoaschaft: 5 Sitz (24,4 %)
  • Buagalistn: 2 Sitz (10,93 %)

Buagamoasta[Weakln | Am Quelltext weakln]

Ersta Buagamosta is seit Mai 2020 Richard Gruber (FWG). Zwoata Buagamosta is Ludwig Weindl (FWG) und dritte Buagamoastarin is Sylvia Augustin (CSU).

Vawoitungsgmoaschaft[Weakln | Am Quelltext weakln]

De Gmoa gheat ab 1. Mai 1978 mit Beabrach und Teisnach zua Vawoitungsgmoaschoft Teisnach, de aba zum 1. Januar 1980 aafghom worn is.

Wappn[Weakln | Am Quelltext weakln]

Blasonierung: "In Suiba aaf rodm Dreibeag stehand a gstürzte oagschweifte rode Spitzn, dorin a goidan bewehrta suibana Geia." Wappngschicht: Da Geia redt fia den Gmoanama. De gstürtzte Spitzn aaf rodm Dreibeag entspricht dem seit 1444 nochweisborn Wappn vo da Zisterziensaobtei Oidasboch, de 1299 des Patronatsrecht iba de scho 1209 gnennte Pfarrkiach in Geiastoi ahoitn hot. Vo 1325 bis zua Säkularisation 1803 war de Pfarrei noch Oidasboch inkoaporiert. 1903 is da Pfarrsitz noch Teisnach valegt worn. Des Gotteshaus Geiastoi war aa ois Grundherrschoft in da Gmoaflua und doriba naus vo Bedeitung. Des Wappn werd seit 1951 gfiaht.

Baudenkmäla[Weakln | Am Quelltext weakln]

Wirtschoft[Weakln | Am Quelltext weakln]

Es hot 1998 noch da amtlichn Statistik im produzierandn Gewerbe 87 und im Bereich Handl und Vakeah 79 soziovasicharungspflichte Bschäftigte am Oabatsoat gem. Soziovasicharungspflichte Bschäftigte am Wohnoat hot's insgsamt 770 gem. Im vaoabatdn Gwerbe hot's zwoa Betriebe, im Bauhauptgwerbe vier Betriebe gem. Zudem ham im Joahr 1999 55 landwirtschoftliche Betriebe mit ana landwirtschoftlich gnutztn Flächn vo 781 ha gem, dovo warn 528 ha Dauagreaflächn. Im Joahr 2013 hot's 521 soziovasichate Bschäftigte in Geiastoi gem. Greaßta Oabatgeba is de Kuchler Service GmbH, de in de Bereich Entsorgung, Transport, Industriereinigung und Agrarhandl tätig is.

Vakeah[Weakln | Am Quelltext weakln]

Straßnvakeah[Weakln | Am Quelltext weakln]

Wichtigste Straßnvabindung aaf dem Gmoagebiet is de B 85, de duach den Oatsteil Lindn fiaht. De fiaht vo Bossa iba de Kroasstod Reng in Richtung Cham. Unweit vo da Gmoagrenz zweigt bei Patersdoaf vo dera de B 11 noch Degndoaf ob. De zwoa greaßtn Oatsteil Geiastoi und Kammersdoaf san iba de Kroasstroß REG 19 mit de Staatsstroß 2136 und 2636 mit de Bundesstroßn vabundn. De zwoa Staatsstroßn vabindn de Gmoa aa mit de Nachboaoat Bodnmoas, Draxlsriad, Patasdoaf und Teisnach.

Bahnvakeah[Weakln | Am Quelltext weakln]

Iba des Gmoagebiet fiaht de Bahnstreck Gotteszell-Viechtoch vo da Ländabahn. Zwischn 1991 und 2016 is de nua no im Sondavakeah bfahrn worn. Aaf dem Gmoagebiet befindn se de Hoitestöjn Teisnoch Rhode & Schwoaz (Oatsteil Berging), Beabrach, Gumpnriad-Asboch und Nußbeag-Scheanau. De befindn se jedo obgleng im Rengdoi. Nachstglengna Bahnhof vom Hauptoat is Teisnach. Im Rahma vo dem am 8. Septemba 2016 gstartetn Bahnprobebetrieb hoitn wieda reguläre Personanzüg an de Hoitepunkte. Da sonst nachstglengne reglmäße bediente Bahnhof mit Vabindunga entlang vo da Bahnstreck Plattling-Boarisch Eisnstoa duach Züg vo da Woidbahn befindt se in zweaf Kilometa entferntn Gotteszell.

Buidung[Weakln | Am Quelltext weakln]

Es gibt foigande Eirichtunga (Stand: 2012):

  • Kindagoatn mit 50 Kindagoatnplätz mit 45 Kinda
  • Voiksschui (Grundschui) mit vier Lehra und 63 Schüla

Freizeit[Weakln | Am Quelltext weakln]

Im Oatsteil Berging existiert a Großraumdisco und a Freizeitcenter mit Kartbahn, Lasertag und Bowling-Bahn.

Perseanlekeitn[Weakln | Am Quelltext weakln]

  • Michael Dachs (1876-1941), Komponist und Musitheaoretika, is im Oatsteil Grandmuih geborn. Er hot a weit vabreitate und no heit erhäjtliche Harmononielehre vafasst und hot u. a. mehrare Messn komponiert.
  • Franz Xaver Glasschröder (1864-1933), boarischa Historika und Archivar.