Pinzgauerisch

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Der Artikl is im Dialekt Pinzgauarisch gschrim worn.
Boarisch (Pinzgauarisch)

Gredd in

Östareich
(im Pinzgau, Land Soizburg)
Sprecha za. 85.000
Linguistische
Klassifikation
Amtlicha Status
Amtssproch vo -
Sprochcodes
ISO 639-1:

ISO 639-2: (B) gem (T) –
ISO 639-3:

bar

Da pinzgauerische Dialekt is a Iwagongsdialekt vom Westmittl- zan Siidboarischn und is bekonnt fi sei hoschte Aussprouch.

Wortlistn[VE | Weakln]

Im Onschluß find se a Wortlistn vo Pinzgauarische Wearta und Wortformen. A guate Iwasicht iwa de Pinzgauamundartn kon ma aa im Obschnitt Im Netz findn.

A[VE | Weakln]
  • Abort - Wasser (oder Plumps) Klosett
  • ocha - herunter
  • Ahn - Mutterschaf (auch Lämmerahn)
  • Ahndl - Großvater
  • Ahr - Mutterschaf
  • oiche - hinunter
  • Amper - Eimer
  • a(n)diam - manchmal
  • an Acht gebn (koa Acht geben) - beachten (nicht beachten, ignorieren)
  • an Reim habn - Glück haben
  • antrisch - unheimlich, beängstigend
  • asch(t)ling - rückwärts (auch: aschtleng)
  • Auffaohschtspfinstaog - Christi Himmelfahrt
  • aufzwicken - (jemand) ärgern
  • aofotzn - jemanden schlagen
  • aognaggn - genickbrechen
  • aoschauscheich - nicht schwindelfrei
  • Aschtskitzl - Berberitze
  • ausfisln - aussortieren, abschälen
  • ausgschamb - unverschämt
  • auskahn - verspotten, necken
  • Atschelatschen - beliebte Variante des klassischen Versteckspielens (das Spiel heißt eigentlich: "A" zerlatschen)
B[VE | Weakln]
  • bacheiworm - fein warm
  • Bachi - ganzes Stück (Bachi Speck)
  • Bachikoch - süße Einbrennsuppe mit Zimt und Honig; gibt es nur am Hl. Abend zu Mittag
  • Bahö - Wirbel, Lärm
  • Bamblia - Baumblüte
  • Bamrotz - Eichhörnchen ("Baum Ratte")
  • Bantl - Band
  • Baouscht - Bart
  • Bäschta - Borsten
  • batzig - weich
  • baungitzn - bellen
  • beangatt - spitzbübisch überdreht
  • Bee(d)l - trockene, feste Kotkügelchen; z.B. von Hase, Ziege, Schaf...
  • Bedl - Bitte, Bettel
  • Bedleitbuz - der schwarze Mann
  • Beeweiwi - Beerenpflückerin
  • beggitzn - viel und laut weinen
  • Beidl - Beutel
  • beidln - an den Ohren ziehen
  • Biawei - kleiner Bub
  • Binggl - Beule
  • bizln - quängeln
  • Bix - Gewehr
  • blambban - ausschütten
  • Blambban - dünne, nach nichts schmeckende Brühe (nicht nur Suppe auch Getränke)
  • blannig - adrett
  • Blaodan - eine Blase
  • (mir haots a Blaodan aufzochn)
  • bleamen - labern
  • Bleami - Blumen
  • bleame-brockn - blumenpflücken
  • Bletzn - Kruste auf Hautabschürfung oder Wunde
  • Bleufdan - Mundwerk
  • blizbian - dummkopf
  • bloackn - erbrechen
  • Blunzn - Blutwurscht
  • blunzn - egal (des is ma blunzn)
  • blutschln - einen S-Sprech-Fehler haben
  • Bluza - Kopf
  • boatn - warten
  • Boa - Knochen
  • Bochne Mais - Gebackene Mäuse (Mehlspeise)
  • bofin - rauchen, schlecht drauf
  • Boifn - Felsen
  • Bonnheds - Eichelhäher
  • boisig - launisch
  • Boisl - eine kurze Zeit
  • boisnsgweis - zweitweise
  • Boppm, Boppn - Messer
  • Boschn - kleiner Nadelbaum
  • Boschn setzn - aufforsten
  • Bosdian - Weibsbild, Frau
  • botschierig - süß (bei Mädchen)
  • botschad - ungeschickt
  • botzn - kleckern
  • Bouscht - Bart
  • Brennlies - Sonne
  • Bria - Brühe
  • briadln - düngen (nur Gülle; Mist = dunga)
  • brialn (dau briadls) - es riecht nach Jauche
  • Brialing - Jauche siehe
  • brimmig - eine empfängnisbereite Sau
  • Brockn - großes Stück
  • brockn - pflücken
  • Brotzn - Hände
  • Brugg - Brücke, Tenne
  • Brunnloch - runde, offene Stellen auf dem zugefrorenen See
  • Brunnsei --> der is ogleg wia a Brunnsei - er ist viel zu warm bekleidet
  • Brunzgschier - Geschlechtsorgan
  • brunzgschierranggln - Geschlechtsverkehr
  • brunzln - verstärktes Urinaroma (häufig bei älteren Personen)
  • brunzn - pieseln, urinieren
  • Brunzbauscht - Schambehaarung
  • budlnockad - nackt
  • Buffn - Gewehr
  • Bugl - Rücken
  • Buusch - Blume
  • Buuschlappin - ausgesprochene Blumenfreundin
D[VE | Weakln]
  • dabantln - ertragen, aushalten (zB. an Hoizbriegl nit dabantln)
  • Daddn - Vater, Papa
  • dafontweng - trotzdem
  • da gneissn - etwas mitbekommen oder etwas fangen
  • Dax - Fichte, Nadelbaum
  • dawaus fleckn - über etwas hinauslaufen
  • deresch - schwerhörig
  • Deufdan - Mundwerk
  • deufdan - viel reden
  • deigei - kleines Gefäß
  • Deggei - Dummkopf
  • deescht - gedörrt
  • dengg - links, linkisch
  • denggndiewi- Linkshänder
  • demi - dämmrig
  • Diwan - Sofa
  • Doggl - handgenähter Hausschuh, aber auch Schimpfwort für einen einfältigen Menschen
  • Dogsluschba - Diarrhö, Durchfall
  • Doifischleichen - verstecktes sich Annähern beim Krampuslauf
  • dongln - die Sense schärfen
  • doscht - damals
  • doscht - dort drüben
  • Dotschn - Hausschuhe, Schlapfer
  • drochtn - denken, überlegen
  • Drangin - weibliches Wesen
  • Dragona - weibliches Wesen festerer Bauart
  • dschergad - kränklich (auch dümmlich)
  • dschnochts - abends, nachts
  • dschoodan - an den Haaren ziehen
  • Duddlkraxn - Büstenhalter (BH - nicht zu verwechseln mit der Bezirkshauptmannschaft)
  • dunga - düngen (mit Mist; Gülle = briadln)
  • Duscha - Knall
  • Dusl - Magenbeschweaden (meistens mit Durchfall verbunden)
E[VE | Weakln]
  • Easchdepfe - Erdäpfel
  • Easchdepfeniedei - Erdäpfel Nudel (so ähnlich wie Gnocchi)
  • Easchbee - Erdbeeren
  • ebban - irgendjemand
  • ebbas - etwas
  • einbleamin - Honig um den Mund schmieren
  • einiknotzen - hineinkuscheln (zB ins Bett)
  • Ehling - Ohr
  • Empa - Eimer
  • enterisch - unheimlich
  • entn - drüben z.B. in China enten (nicht zu verwechselen mit Pekingente)
  • Epfibutzn - Apfelreste (Gehäuse)
  • Epfikiachö - gebackene Apfelräder
  • eschnauerisch - schüchtern (dua nit so eschnauerisch)
  • Eschtag - Dienstag
  • Ewaschl - Ohr bzw. Ohrläppchen
F[VE | Weakln]
  • fain [1] - stinken (von "faulen") --> dau faits - da stinkt es
  • fain [2] - fehlen
  • faits da? - spinnst du? Hast du nicht alle Tassen im Schrank?
  • Falott - Gauner (Schimpfwörtlich gebraucht)
  • feascht - voriges Jahr
  • Feischtaug - Feiertag
  • fengst - ziemlich, nicht schlecht
  • Fetzn - schmutziges Tuch, Lumpen
  • fetzen - übersiedeln
  • fiahn - liefern
  • Fiabinda - Schürze für die Schürze
  • Fichtnmepsei, Fichtenmoped - Motorsäge
  • fisln - in den Stromkreis kommen
  • fladan - stehlen
  • flaggisch - obszön
  • Flankei - kleines Teilchen
  • Flietschn - leichtes Mädchen
  • Floig - Fliege
  • floschn - verprügeln
  • foast - dick
  • Fock - Schwein
  • foppn [1] - in höchsten Tönen loben, schwären
  • foppn [2] - verarschen, auf den Arm nehmen
  • Foz - Mund
  • Fozbletzn - Fieberblase,Herpes
  • Fozhowi - Mundharmonika
  • freiaso (frei a so) - ziemlich
  • Frein - Frau Lehrerin
  • froasln - Krampfanfälle erleiden
  • fruatleng(st) - nicht einmal (fruatlengst seig nit = nicht einmal das)
  • fruatleng - Ausruf des Erstaunens, überhaupt
  • Frotz - schlimmes Kind
  • Funsn - eingebildete Frau
G[VE | Weakln]
  • gaama - auf etwas aufpassen (z.B. auf ein Kind, Haus, etc.)
  • gach - schnell
  • die Gachzrittn - Jähzorn, jmdn hat die ~ packt - ist zornig geworden
  • ga(d)ln - mit dem Rad (schnell) fahren
  • gaschtln - gartenarbeiten
  • Gatzl - Suppenschöpfer
  • Gfepp - übermäßiges Lobvele
  • gfierig - toll
  • Gedn - Tauf- oder Firmpate
  • Glagglboppm - Klappmesser
  • glanggan - (die Füße) hängen lassen ?
  • glangglduddat - hängebusig
  • Glass - Aufhebens machen - moch koa soa Glass niit
  • Gloabbat - Reste
  • G'lumpat - wertloses Zeug
  • gmoa - gemeinde
  • gnagg - Genick; augnaggn - Genick brechen
  • Gnaggitz(weach) - unstabiles Gerät
  • gneddig - eilig
  • Gned - Eile
  • Goas - Ziege
  • Goas eigeh - von den eigenen Kräften verlassen weaden
  • Godan - Doppelkinn
  • Godan - Zauntor
  • Godn - Tauf- oder Firmpatin
  • Goggei - Mädel, Dirndl (auch Hühner, zB. du dumms Goggei du!)
  • Goggn - Pickel, Hautkrankheit
  • Gohn - Fahrzeug, schäbiger Wagen
  • Goita - warme Decke
  • gorig - gerade bzw. sowieso (zB. wennst des gorig mochst)
  • goritzn - jammern, sich aufregen, nörgeln, kritisieren
  • guritzen - quietschen durch Reibung (zb Türschanier)
  • Gotz - Schöpfkelle
  • Graffi - unbrauchbares Ding, Unrat
  • Grame (Grami) - kleiner Bach
  • Gränaggn - Sandmänchens Sand
  • a Grü - magere, kleine Person
  • Grangn - Preiselbeeren
  • Grangnseussen - Preiselbeermarmelade
  • Grangnsoisn - Preiselbeermarmelade
  • griawig - lieb, nett zum anschaun
  • Griffi - Finger, Hand
  • Gridl - im Schritt
  • Groamat - zweite Heuernte (erste Heuernte = Vomaohd)
  • Groamahtkatzei - Katze, die im Herbst zur Welt gekommen ist (meist kränklich und schwach)
  • Granl - Schmuck aus Murmeltierschneidezähnen
  • Grenaggn - Absonderung an den Augen (am Morgen)
  • Gretlfrisur - geflochtene Haarzöpfe
  • Gropfiza - Rülpser,Bäuerchen
  • gschaftig - neugierig
  • Gschaftloch - neugieriger Mensch
  • gschamig - scheu
  • gschbiedan - leicht und trocken schneien
  • Gschea; Gscher - Schwierigkeiten
  • gscheckat - gefleckt
  • gschpezig - niedlich, nett
  • gschreamst - rückwärts, von der gegenüberliegenden Seite
  • Gschropp - schlimmes Kind
  • Gschnagga - Kinder
  • gsöcht - geräuchert
  • Gstaid - Gebüsch
  • gschtiascht - niedlich
  • Guatslwerch - Süßigkeit(en)
  • Gugg - Aug
  • Gugga - Feldstecher
  • gu na - "oba geh"
  • gut gutter am guttesten - gut (incl Komparativ und Superlativ)
  • guretzn - quitschen Türangel, aber auch sehr kalter Schnee)
  • gweangetzn - quietschen
  • Gwoura - Feingefühl
H[VE | Weakln]
  • ha? - bitte?
  • Gartenheitl - Gartengerät zum Auflockern der Erde
  • Haöfdagod! - Gesundheit! (Helfgott!)
  • hantig - herb
  • hawan - essen
  • Hechai - "so ähnlich wie gib mir fünf" "gib ma a hechai", dabei wead eine eigene Handbewegung gemacht
  • Herest - Herbst
  • hescht - hart
  • heescht - hörst
  • Heascht - Herd
  • hei - eisig, rutschig
  • Hei - Heu
  • heign - heuen
  • hei(n)t - heute
  • Heita - bemittleidenswerter Mensch
  • heitn - schlafen
  • hetzig - lustig
  • die Heut - steile Hutweide
  • hi - kaputt
  • hiandau - manchmal
  • hinig - kaputt
  • hint - hinten
  • hintaschadig - schwer von Begriff, einfältig, neiv
  • hoabuachat - will nicht raus aus dem Tal, urig (hoabuachan)
  • Hoagascht - Unterhaltung
  • Hoanzlbank - bankartige Vorrichtung zum Einklemmen von Werkstücken, die bearbeitet weaden
  • hoata - heiter, wolkenlos
  • Hodern - Gebrauchstuch / Putztuch (in Embach eher ein besserer Huttn)
  • da Hoiz - die Lustigkeit
  • Högrami - mächtiges Rinnsal
  • Hoija - Holunder
  • hoizig sein - lustig drauf sein
  • Hoizhittn - Spaßvogel
  • hoppan - auf dem Schoß wiegen
  • hoscht - schwierig
  • Hou - Haare, die Frisur
  • Hougmoar - Sieger beim Ranggln auf dem Hundstein
  • Howagoaß - Fabelwesen, das ab 17:00 Uhr sein Unwesen treibt und kleine Kinder holt
  • Howan - Hafer
  • Hozat - Hochzeit
  • hucka - sitzen
  • Hundsdoggl - Köter
  • hundsmoschtan - gerade noch, eben so (hundsmoschtan no dawischt)
  • Huntling - Hundesohn, Frechdax
  • husig - gschwind, eilig
  • Huttn - Tuch (auch Fetzn, zB. wisch da ao 'n Foz min Huttn)
  • Huttnzuzl - Schnuller
I[VE | Weakln]
  • Iachtaug - Dienstag
  • Iaxlbaschtei - Achselbehaarung
  • Iaxn - Achsel oder Dachverschneidung
  • Imp - Biene
  • Imphitten - Bienenhaus
J[VE | Weakln]
  • juchezn - sich über etwas freuen
  • Juhuihaxn - freudiger Ausruf
  • justamend - gerade eben
K[VE | Weakln]
  • kaiweziachn - Geburtshilfe bei einer Kuh leisten (Kalb ziehen)
  • Kammbe - Kamm
  • Kaasa - Almhütte
  • kaasig - nett, liebreizend
  • kaasig - bleich
  • Keschz - Kerze
  • keschzngrechn - kerzengerade
  • Kiedl - Rock
  • kinnzn - Babysitten
  • Kipfi - Dummerchen
  • Kitah - Gitarre
  • kleckhescht - sehr hart
  • (Holz) kletzn - (Holz) hacken ?
  • (Hoiz) kliam - (Holz) spalten
  • Kl(a)otzn - gedörrte Birnen
  • Kneiffe - siehe Easchdepfeniedei
  • kniabais - kitzelig sein am Knie (bei Kindern)
  • knoschzen - in unangenehmer Lage (am Boden) kauern
  • knotzen - kuscheln, siehe einiknotzen
  • Koche - Topf oder auch als Schimpfwort gedacht
  • Köatie - Kellertür
  • Kona - streitbarer Mensch
  • konan - in derber Ausdrucksweise miteinander streiten oder schreien
  • Krattler - Asozialer
  • krawuttisch - böse; aggressiv
  • Krax - Transportbehälter, korbähnlicher Behälter, der wie ein Rucksack getragen wead
  • kraxln - klettern
  • Kroh - Rabe
  • Kropfn - Pinzgauer Süßspeise oder eine korpulente, unschöne Frau
  • kutschewan - kutschieren
  • a Kuschza - der Kurzschluss
L[VE | Weakln]
  • Laa - Lawine
  • laafeschtig - umsonst, leichtfertig
  • laagfeala - lawinengefährlich
  • Laaschatza - Aufschneider
  • lächitzen - fertig sein, außer atem, röcheln
  • Lächitzer - abschätzige Bezeichnung einer anderen Person
  • Laffn - jemand, der sehr häufig ausgeht
  • Lappin - Idiotin
  • Lassing - Frühling
  • laub/loub - schlecht
  • Launa, Launarin - Kaufmann, Kauffrau
  • Lausamötz - schlimmes Mädchen
  • Leitn - Hang
  • leitscheich - schüchtern
  • lettig - pur
  • Lettn - Dreck
  • letz - schlecht
  • Leggn - Zaunöffnung einer Hutweide
  • Lexai - Lamm
  • Lingaling - Lunge
  • Lingal - Beuschel
  • Loahmsiada - phlegmatischer Mensch
  • Lontan - Zaun
  • Loosa - Ohren
  • oh loosn - anhören
  • Lopp - Idiot
  • Loppnzoon - Blutrausch
  • Looda - Großer starker Mann
  • Luadooscht - schwierige Stelle (zB. im Gebirge)
  • lu(d)ln - urinieren
  • lunzn - dösen bis schlafen
M[VE | Weakln]
  • Manggei - Murmeltier
  • mau - mürb
  • modan - mähen, Heuernte
  • Meach - Karotte, Möhre
  • meschzig - eine empfängnisbereite Katze
  • Mettn - sehr laute Musik
  • migla - - möglich z.B. dass glei migla ist - kaum zu glauben
  • mindln - urinieren
  • Minggi - Katze
  • moana - glauben
  • Moitn - gatschiger Schnee oder Dreck
  • Moas - Kar, Gländeschlucht in den Bergen
  • Moosbee - Schwarzbeere, Heidelbeere
  • Mötz - Mädchen
  • Muas - einfaches Pfannengericht (Mehl, Wasser, Salz)
  • Muasa - Küchenfreund (das Teil zum Umrühren und Wenden...)
  • Mugg - Mücke
  • Muggifugg - zu leichter, zu dünner Kaffee
N[VE | Weakln]
  • Neiwi - Kalb
  • nochn untan - später Nachmittag
  • Nochmittog - Nachmittag
  • Nosnputzn - Nasenmann
  • Nidei - Nudel
  • ninascht - nirgends
  • nochand - nachher
  • nopfetsn - einschlafen, kurzer Schlaf
  • nowi - toll, super; von "nobel"
  • neamb - niemand
  • neidig - neidisch
  • netta - eben, gerade (zeitlich)
  • Nul - Kuchen (oder Buchteln = Rohnul)
  • a Neil - ein Küsschen
  • Nulaug - Nudelaug = wead als Schimpfwort verwendet, von der Herkunft her aber nicht aus dem Pinzgau
O[VE | Weakln]
  • Oa - Ei
  • oi - alle
  • oanawegst - sowieso, auf alle fälle
  • oafoitig - einfältig
  • Oas - Geschwür, Abszess
  • Ochaglabm - Aberglaube
  • ochezn - stöhnen
  • oft/aufd - also, denn (Bsp.: wo bist oft du her?)
  • ofta - also dann (Bsp.: ofta gemma)
  • oft noand - na dann
  • ogsche(d)lt - dumm, idiotisch
  • ogsöcht - dumm
  • og'waht - verrückt
  • ohgangig - ungut anhänglich; aufdringlich
  • oiche - runter
  • oichewixn - runterfallen/runterschmeißen
  • oichestingln - runterfallen
  • oichebotschn - runterfallen
  • oi ried - siehe -> oi gebuht
  • oi gebuht - "alle nase lang" (Fauscht jo ai, oi-gebuht a bus...)
  • oiglabm (auch ochiglabm) - jemanden bezirzen, anmachen
  • Oim - Alm
  • Oimkaasa - Almhütte
  • onla - ziemlich (viel)
  • osudln - sich dreckig machen
  • Ontlastaug - Gründonnerstag
  • Oosta-Oa - Osterei
  • Ohwaschl - Ohr
  • oschauscheich - Höhnenangst haben
  • osche(d)ln - (mit offenem O) ohrfeigen
  • Ouschbouschtmoudara - Rasierer für Behaarung am Hintern
  • Oxnaugn - Spiegeleier
P[VE | Weakln]
  • pfiati - tschüss
  • pfiatsmigod! - Ach du meine Güte
  • Pfinstaug - Donnerstag
  • pfischtsln - furzen
  • Pflasaling - Schuhzunge
  • pflutschln - lispeln
  • pfnasen - stark atmen
  • Pfoad - Hemd
  • Pfoosn - Quaste, Franse
  • Pfuschts in da Blaudan - Furz in der Blase
  • präig - aufgedonnert
  • Printschn - Kruste bei Pfannengerichten, wie Kasspazei
  • Poppa(n)decke - Pappe, Karton
R[VE | Weakln]
  • Raib - Kurve
  • Raid - Kurve
  • Raatschbeil - Verräter
  • raatschn - schwätzen, plaudern
  • raala - uma, de Bann kimb aufa raala zwoa
  • ranzn - herumlungern
  • rauch - rauh, grob, behart
  • rauchzaschtig - überempfindsamkeit rauhen/groben Dingen gegenüber
  • rauma - Weidepflege (nach Muren- u. Lwinenabgängen)
  • Raumhaufn - Hügel von Holz, Steinen, Gestrüpp (siehe rauma)
  • Reamei - Riemen, Gürtel
  • Rehl - Rohr
  • Rei(d)l - kleine Pfanne
  • reimig sei - Glück haben
  • Riapi - Rüpel
  • Riegel - starker großer Mann/Junge (des is schon a Riegel her - kleiner Junge der schnell herangewachsen ist)
  • riegelsam (Adj. siehe Riegel)
  • Roa - Hang
  • Robbn - dreckige oder rauhe Haut, Ausschlag
  • roogl - locker (Gestein)
  • rommig - schmutzig
  • rommsichtig - gut sichtbarer Schmutz an z.B. heller Kleidung,...
  • Roock - Jacke
  • Rohmviech - Mistvieh
  • Rohnul - Buchtel
  • Rozbua, Rozleffe, Rozpippn - schlimmer Junge
  • ruaschn - stöbern, anderer Sachen durchwühlen
  • ruassln - schnarchen
S[VE | Weakln]
  • Sahs, Sans - Sense
  • sakkrisch - sehr
  • Sonkt Moschta - St. Martin bei Lofer
  • Saubriah - ekelhafte Brühe
  • Saugschoatn - Sägespäne
  • Schafedoipnbria - Gasteiner Mineralwasser
  • Schafehax - Schimpfwort ("Schafbein")
  • Schaffi - Schüssel, Wanne
  • schedawenggat - scheif, wackelig
  • Scheikei - (dünne) Jacke
  • scheickig - unfassbar, unglaublich
  • schepsn - Rinde vom Holz trennen oder onanieren
  • Schepsas - Lamm- Schaftsbraten
  • Scher - Maulwurf
  • Scherhaufn - Maulwurfshügel
  • Scherm - kleiner Stall, Hütte (landwirtsch. genutzt)
  • schewan - klappern
  • schiaga - beinahe
  • Schintl unta'n Dach - Aufforderung das Gesprächsthema wechseln (z.B. wenn Kinder den Raum betreten)
  • Schlaaz - Schleim
  • a Schlaffei doa - ein Nickerchen machen
  • schlodan - zittern, stark regnen
  • a Schmatzer - Schlag mit flacher Hand auf einen nackten Körperteil
  • schmeckn [1] - riechen
  • schmeckn [2] - schmecken
  • Schmiaglpapier - Schleifpapier
  • Schmürm - Schmutz
  • Schmürmteigl - Schmutzfink
  • Schneeridl - Schneehaufen
  • Schneid - Mut
  • Schneid aukaffn (ebban de ...) - mutiger sein, als der andere
  • schneizn - die Nase putzen
  • Schoaß - Furz
  • Schoaßtromme - jemand, der laut furzt
  • Schraugn - magere, hässliche Frau
  • Schteschzer - Stümper
  • schteschzen - herumstümpern
  • Schuachnougldoip - Mond
  • Schursch - Georg
  • Schuwa - Schublade
  • schuftig - geizig
  • Schuschz/Schischz - Schürze
  • Schwedenreiter - Art des Gras trocknens (Heu machen)
  • schwentn - Weidepflege, roden
  • Schwoschzbenockn - Schwarzbeernocken
  • schwoschz schwäschzer am schwäschzesten - schwarz (incl Komparativ u. Superlativ)
  • seichn - sehen
  • Seichei - kleines Sieb
  • seig - das, jenes, ...
  • sempan - meckern
  • Seussen - Marmelade, siehe Grangnseussen
  • simseidan - seltsam
  • Soach - blödsinn
  • Soachgotz - Siebschöpfer
  • soachn - urinieren
  • Soissn - Marmelade
  • späh - hart; derb
  • Spähbirn - äußerst saure Birne
  • spaichn - unbeobachtetes schauen
  • speim - sich übergeben
  • Spekuliereisn - Brille
  • Spiwittn - Spinnweben
  • spocken - mit Murmeln spielen
  • Spockekugl - Murmel
  • spru(d)ln - viel Alkohol trinken
  • stad - still
  • Stanggn - kahles Geäst
  • stassn - stehlen
  • Staudtinga - Stadtbewohner (also aus Salzburg Stadt)
  • stian - verletzen (des stiascht ma - das verletzt mich)
  • sticke - steil
  • Stromizl - ein Papiersackerl oder eine Tüte
  • Struzen - Laib
  • suchtig - verschnupft
  • sudan - meckern
  • suln oder sudln - schmieren
  • sul - Schmutzfink
  • Sur - Gülle
  • "da" Sunn - "die" Sonne
T[VE | Weakln]
  • Taflappin - eine Person, die aussieht, als wäre sie mit Wasser übergossen worden
  • Tog - Tag
  • Tie - Tür
  • toschat - ungeschickt
  • Toschdn - Torte
  • tratzn - ärgern
  • Triemei - Stück (z. B. Kuchen, Brot, ...)
  • trenzn - sabbern
  • Trinzpattei - Sabberlatz
  • tschoggln - dahintrotten
  • Tschaggei - jemand, der geistig zurückgeblieben ist
  • tscheanggn - Grimassen schneiden
  • tscheaggat - niedergeschlagen? so halb krank
  • Tschedei - Trottel, meist unbeholfen und ungeschickt
  • Tschesn - altes Fahrzeug ?
  • Tuchand - Bettdecke
  • tschigg - fertig, müde
  • Tschigg - Zigarette
  • Tuscha - plumpe Frau mit schlechtem Benehmen
  • Trotoa - Gehsteig (wissn ebn nua de buachebner ;) ) vom franz. Trotoir
  • Tittieren - Frauen in da Ausschnitt schaue
  • Tschesn - mitteinander schlafen
U[VE | Weakln]
  • U - Uhr
  • udongs - unabsichtlich
  • umme - hinüber
  • ummadum - rundherum, herum
  • Irg - Georg
  • uplannig -unmöglich (für Personen)
  • uplannigi Gsöin - eine unmögliche Frau
  • iwaroi - überall
V[VE | Weakln]
  • vafiwitzn - aufgeben, keine Ausdauer haben
  • Vagaötsgodtausndmoiinhimmeaufiundwiedaocha - Danke!
  • vaputzn - ertragen --> den ko i nit vaputzn - ich ertrag ihn nicht
  • vaschantln - etwas (bildlich) Schönes versauen
  • vaschewan - billig verkaufen
  • vaschuastan - verlieren, liegen lassen
  • vieche - vor
  • Vofeascht - das Jahr vor dem vorigen
  • voigeigei - tolle Sache
  • Vomaohd = erste Heuernte
  • Voschtl - Vorteil, Geschick
W[VE | Weakln]
  • wache'n - wehen, winken
  • Waps - Wespe
  • Waschtz - Warze
  • Watschn - Ohrfeige
  • Wattn - Kartenspiel
  • Waul/Wauli - Kosewort; klein, weich und kuschlig
  • wax - rauh, arg
  • Weachtaug - Werktag
  • Weionken - Trübsal blasen
  • Weisat - Geschenk zur Geburt eines Kindes --> weisn geh
  • Wescht - Wörth
  • wiach - fett (zB. da Kaffee is z'wiach = zu viel Rahm)
  • wiatig - gesellig, lustig
  • Wiaschtl - Würstchen
  • woitan - ziemlich
  • Wompn - Bauch
  • wompad - bauchig, dick
  • wous/waus - was
  • wöchana - welcher
  • Wuschtz - Wurzel
  • Wuzl - dicker Mensch
  • z'wuzln - zusammenknüllen
X[VE | Weakln]
  • Xö - Geselle
  • Xöin - Gesellin, Mädel
Z[VE | Weakln]
  • zaach - arg, schlimm; auch zäh (bei z.B. Fleisch)
  • Zaachling - Pfifferlinge, Eierschwammerl
  • Zaachei, Zaacher - Tränen
  • Zachai - Fohlen
  • Zaichnkas - Fußschweiß
  • zapfig - kalt
  • zaschtig - empfindlich, zimperlich
  • zau-dih - extrem dünn
  • zbledascht - geschmissen
  • ziezeiweiß - stückchenweise
  • ziewizn - ungeduldig sein
  • zoddeln - an den haaren ziehen
  • Zodn - Haare
  • zottig - verfilztes Haar
  • Zapeè - Geierschnabliges Spitzhackenähnliches Holzarbeitsgerät
  • zapee gschpitzt - bereit sein
  • zeascht - vorher
  • zettn - Getränke verschütten
  • zidsn - teil des euters der Kuh
  • zizeiweis - in kleinen Mengen
  • z´keid - enttäuscht, traurig
  • znaxt - gar nicht allzu lange her
  • zniacht - klein, dünn, mager (Beschreibung für Person)
  • Zniachtleng - dünne, magere Person
  • zniachts biabei - kleiner Junge
  • zonig - zornig Steigerung: loppnzonig
  • Zowi - Fäkalie
  • Zridaling - Durcheinander
  • zritt - fuchsteufelswild
  • Zrittleng - Choleriker
  • z'rupft - unordentlich
  • zuawebleamin - dem anderen Geschlecht schön tun
  • z'Untern - Jausenzeit am Nachmittag
  • zugbaschtig - in Eile sein
  • zupp-baschtig - ungeduldig, widerborstig, hartnäckig
  • Zuz - Schnuller
  • zuzln - saugen
  • zwaong / zwauchn - oberflächlich waschen
  • Zwaogschaffi - Waschschüssel (Vorgänger vom Waschbecken)
  • zwee - zwei (für Männer)
  • zwo - zwei für Frauen
  • zwoa - zwei
  • z´jausn - Zeitangabe für (späten) Nachmittag
  • zwida - ungut
  • zwifen - strafen, züchtigen, ermahnen
  • Zwidawuschz - ungute Person

Im Netz[VE | Weakln]