Schibboleth

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A Schibboleth (Plural: Schibboloth, vo hebr. ‏שבולת‎) is a sprochliche Bsondaheit, mit dea wo ma an Sprecha ana sozialn Gruppm oda ana Region zuaoadna ko.

Schibboleth is a hebräisches Wuat (‏שבולת‎) und bedeit weatli ‚Droadehan‘ [Getreideähre], werd owa in da Bedeidung vo ‚Kennwuat‘ vawendt.

Beispui[VE | Weakln]

  • Nidabayern: Is heid Koaprob? Naa, heid is koa Prob! [dt. Ist heute Chorprobe? Nein, heute ist keine Probe.]
  • Noadbayern: Is des woua, daß a Groua in an Joua hindan Oua a Schebbal Houa wagsn kho loua? (bayrisch Is des wor, das a Krana in oan Joor hintan Ohr a Schibbal Hoor woxn lossn ko?; dt. Ist es wahr, dass sich eine Krähe innerhalb eines Jahres hinter dem Ohr ein Büschel Haare wachsen lassen kann?)[1]
  • Obaöstareich: Ödögidöggi [bayrisch Ejdegaldeggl; dt. Öltiegeldeckel]

Literadua[VE | Weakln]

  • Jacques Derrida: Schibboleth. Hrsg. von Peter Engelmann. Passagen, Wean 1986, ISBN 3-85165-544-3.
  • Achim Geisenhanslüke: Das Schibboleth der Psychoanalyse. Freuds Passagen der Schrift. Transcript, Bielefeld 2008 ISBN 978-3-89942-877-3.
  • Werner König und Hans-Joachim Paul (Grafiken): dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Tafeln und Texte. Mit Mundart-Karten. Deutscher Taschenbuch Verlag, Minga 1978 (1. Auflage) und 1989 (7. Auflage), ISBN 3-423-03025-9.
  • Peter Wehle: Sprechen Sie Wienerisch? Von Adaxl bis Zwutschkerl. Ueberreuter, Wien und Heidelberg 1980, ISBN 3-8000-3165-5.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Eberhard Wagner: Das fränkische Dialektbuch, München 1987, ISBN 3-406-31800-2, S. 51f.