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Wörnitz

Aus Wikipedia

De Wernitz is a ungefahr 132 Kilometa langa linka und nördlicha Nebnfluss vo da Doana in Baiern.

Da Nama is im 11. Joahrhundart ois Werinza ibaliefart, im 12. Joahrhundart hot ma Warinza gschriebn. Fua den Nam gibt's zwoa Eaklärungsansätz. Da Namaforscha Joseph Schnetz hot 1950 den Nama aaf de indogermanischeWurzl vermit da Grundbedeitung "(se) wendn, (se) drahn" zruckgführt, woro die Partizialendung -entia tren is. Demnoch bedeit Wörnitz"de se Krümmende, Windnde". Dem Namaforscha Wolf-Armin vo Reitzenstoa zfolg ligt die indogermanische Wurzl uer, wos Wassa bedeit, zgrund, vo wechana durch a -nt-Suffix obgleit worn is. De Eaklärung war vo Schnetz jedo vaworfa worn. Da Fluss hot mehrare Gmoa ihre Nama gem: Wernitz, Wernitzhofa, Wernitzostheim und Werniztstoa.

De Wernitz endspringd in Schillingsfürst auf da Franknhea am eigfastn Brunna und ziagt vo do in recht beständigam Lauf in südliche bis eastliche Richtunga.

Znächst ziagt sie noch Südn durch de Gmoa Wernitz durch a sehr ländlichs, vo bewoidetn Hiegln begleits Wiesndoi in Richtung Dinkelsbühl und nimmt auf dera Streck vo rechts de Ampfrach und de Zwergwernitz auf. Wene voa dem mittloitalich Stodal mit seina gschlossna Stodmaua fangt a südostwärst grichtata, bis zum Rand vom Neardlinga Rias reichada Obschnitt o, in dem vui vo de Nebnbäch Weiha speisn, de se zuweiln in dichta Folg am Lauf vo de Zuifliss aufreihn. Inzwischn eha eastlich valaafad, erreicht sie znächst Wilburgstettn, wo ihra - wiedarum aus Westn - de Rotach zualaaft. Ab do ziagt sie ostnordeastlich bis noch Wittleshofa am Westfuass vom Hesselbeag, wo da greasste Nebnfluss am oban Lauf, de Suilzach, in sie mindt, deran naha und fast parallela Lauf eastlich vo ihram ihr da bisher greasstn linka Zuifluss vawehrt hot. Vo do ziagt si in da Richtung vo da zulaafadn Suilzach weida noch Ostsüdostn und areicht in da Näh vom andarn End vom kloana Hesselbeag-Massiv Wassatrüdinga, wo's sa se kurz vor da Aufnahm vom Lentersheimer Muihlboch aus'm Nordn abrubt noch Südn kehrt. Auf Südkurs tritt's bei Auhausen in dern Nordostn in de weite flache Landschaft vom Neardlinga Rias ai. No in ihram Nordn bassiert's de kloane Residenzstod Oettingen. Bevor's den Südostfand vom Rias areicht, fliasst ihr noch vo rechts de Eger zua, de den greasstn Teil vo da ebnen Flachlandschaft im Westn entwässart und noch ihrana Entstehung jenseits da wirttmbeagischn Landesgrenz durch Neardlingaheroziagt. Oschliassnd bricht's in am enga, gwundna, südeastlich laafadn Doi durch'n Jura an da Grenz vo eastlicher Schwäbis cha Oib und südwestlicha Franknoib, in dem des Stodal Harburg am Ufa liagt. Bold danoch mindt's, noch am Lauf vo iba 130 Kilometa, in Doanawearth im boarischn Schwoam vo links in de Doana.

De Wernitz entwässart a Gebeit vo iba 1680 Quadratkilometa noch Südsüdostn zu Doana. Es umfasst an groassn Teil vo da westlichn Franknhea, an deram Ostran zum Mittlfräkischn Beckn sie nächst valaaft, eh's no voa Dinkelsbühl durh des Mittlfränkische Beckkn fliasst, noch Wilburgstetten nacha durch des Vorland vo da Südlichn Fanknoib, des sie zletzt auf Südlauf valasst. Sie wechslt do ins Neardlinga Rias und is oschliassnd mit ihram Doi duch den Jura da westlichste Teil vo da Südlichn Franknoib an da Grenz zur Riasoib im Westn, de ihraseits zur Schäbischn Oib rechnat. Im Nordwestn und Nordn vo ihram Einzugsgebiet bei Schillingsfürst konkurriert auf am kloana Stück jenseits vo da Wassascheidn de Tauba zum Moa, auf dem greasstn Teil vo da Nordostgrenz vo ihram Einzugsgebiet de Oidmui, de in ungafähr parallelm Lauf zur Doana fliasst. Im Westn dessejbign ziagt de Jagstzum Neckar. De Wernitz is a Teil vo oidn, südeastlich orientierdn Zuflusssystem zur Doana, wos se in na na sehr gleichmäßinga Gefällkurvn vo dem Fluss und am geringa mittlarn Sohlgefej vo ungafähr 0,7 Promill ausdruckt. De emfoills danubische Oidmui im Nordostn hot da an Wert vo rund 0,5 Promill, währand de rheinsch oriendiertn Nachbarfliss Jagst im Westn und Tauba im Nordwest den doppedn Wert vo da Wernitz erreichan oda ibaschreitn. Sie is da erste greassare, no heit zur Doana noch Südostn entwässarnde Fluss, den ma aus Richtung vom mittlarn Neckar bei Heilbronn kemmad otrifft, wenn ma in eastlicha Richtung des Südwestdeitsche Stufnland durchquert. Vor längara geologischa Zeit san aa de dovoa heit zum Neckar lafadn Kocha und Jagst no in dera Richtung zur Doana hi gflossn. An deitlichn Hiweis auf den Gwinn vom Rhein-System sigt ma beim Schillingsfiasta Ursprung. Rechts und nordwestle vom obarstn Lauf foillt da de Franknhea jenseits vo na kloana Geländewelln im Stodal auf de erstn 2 Kilometa iba die Katznling" vom Davidsboch hi durch de heftig ogreifade rheinische Erosion freiglegte Hohenloha Ebne um iba 80 Hehnmeta steil ob, währand de Wernitz auf ihrn iba 130 Kilometa no ned amoi 100 Hehnmeta Gfej zoigt.

Im Doi lign meist nur kloane Dearfa und Ghöfte, de oanzinga Städt vorm Mindungsort Doanawerth an da Doana mit unta 20.000 Eiwohna san Dinkelsbühl mit unta 12.000 sowie Wassatrüdinga, Oettingen und Harburg mit zwischn 5.000 und 6.000 Eiwohna. Sejbst vo dene lebt a merklicha Teil aussahoi vo de Zentren in voi kloane Weila und Oinzlgheft, denn de Gmoa und Städt umfassn in dera dünn besiedldn Landschoft weide Flächn in land- und forstwirtschaftlicha Flua.

Wörnitzquej in Schillingsfürst an da Dombühla Strass auf etwa 490 Meta. Obalauf noch Südsüdostn bis zum Ostknick bei Wilburgstettn:

Ostlauf bis Wassatründinga:

Südlauf bis zum Rand vo da Franknoib:

, vo links bei Bühl im Rias .

Südeastlichs Durchbruchsdoi durch de Franknoib zur Doana:

  • Ellaboch, vo links bei Ebernmergen auf unta 403 Meta.
  • Kaiboch, vo links in Doanawerth.

Mindung vo da Wernitz in Doanawerth auf ungafähr 395,1 Meta vo links in'd Doana.

Da mittlare Obfluss betrogt am Pegl Hartburg (Fluss-Kilometa: 19,3) 11,3 Kubikmeta pro Sekundn. Da heachste Obfluss hot am 21. Dezemba 1993 444 Kubikmeta pro Sekundn betrong. Derartige Wassaständ führn zu weitn Ausufarunga, de a Sperrung vo da B 25 nötig macha kennan. An da Mindung in de Doana hat de Wernitz an mittlarn Obfluss vo guad 12 Kubikmeta pro Sekundn.

Fluss- und Doinatur

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Des obn gnennde gringe Gfej vo am oidn Flus aklärt aa den Charakta vo dem Wassalauf und seim Doi. De Wernitz ziagt auf groisse Streckn vo ihram Lauf mit zoahlreiche Mäandarn durch a flache und feuchete Wiesnmuldn, oft begleit vo zruckglassane Oidwassa und schnurgrod zongne Entwässarungsgräbn, die die Auenflächn vo da Landwirtschaft nutzbar macha solln. De Obaflächn vo dem Fluss ligt dobei oft spiaglglatt und lasst auf den erstn Blick konalei Bewegung erkenna. Zualafade Bäch san oft zu Teichn aufgstaut, mancha davo löst se auf in a Kettn vo solchane Wassaflächn. Manchaorts stehnan oide Muigebäude am Ufa oda an Seitnkanoi. Auf den de Flussmuidn begleitendn niedringa Heahn zu de Nachbardoia wachst oft Woid; nur auf da Streck duch des flache Rias bleibt de rechte Seitn durchgead offn. Erst kurz zletzt im Durchburchdoi durch den Jura bei Harburg tren ertmois hohe und steile Doiflankn auf.

Freizeit und Tourismus

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De Wernitz is fia ihran mändrierandn Lauf aus ana Vuizoal vo Schleifn und Beng bekannt, sie werd deshoib aa "Schlangafluss" gnennt. Weng ihram reina Wassa und ihram gemächlichn Fliassgschindigkeit gibt's an da Wernitz mehrare Flussschwimmbäda und Bodestejn, unda andarm in Dinkelsbühl (Wernitzstrandbod), Wassatrüdinga (Wernitzbod) und Oettingen (Wernitzfreibod). Weil vui Muin am Fluss ling und derane Wehre andars ois etwa bei da Oidmui nur schlecht zum umtrong san, is de Wernitz nur schwar mit Kanus zu befahrn.