Boarische Schreibweis
Fia d Boarische Schreibweis gibts no koa Konvention. Es lossn si oba Tendenzn festhoidn. Af da oan Seitn gibts de Schreibweisn fia de Dichtung und fian Oidog (SMS, Facebook, Foren etc.), wo nua weng oda gor koane Sondazeichn vawendd wean, af da ondan Seitn Weatabiachl, Grammatikn und Sprochatlantn, wo moast a Lautschreibung mit Sondazeichn gnutzt wead. Oft orientian si de Schreibweisn fias Boarische aa mehr oda weniga an da deitschn Orthographie.
Inhoitsvazeichnis |
Schreibweisn fia Kunst, Kuitua und Oidog [dro werkln]
Da Literadua-Wettbewerb fia Boarische Sproch vom Stelzhamerbund gibt dazua an Ibablick. Vo de Autorn (aus Esterreich und Bayern), wo 2010 de erschtn 10 Plätz ban renommiatn Leopold-Wandl-Preis fia boarische Dichtung, 2010 belegt hom, wead a oafoche Schreibweis bevorzugt. Nur oana vo de 10 Preisdräga, da Ochtplatziate, vawendd a oanzigs zuasätzlichs Sondazeichn (aussa de Sondazeichn, wo in da deitschn Orthographie gnutzt wean, nemle dees "å").[1]
De Dichda und Autorn wissn intuitiv, dees wo aa Linguistn scho festgstejt hom, dass da Bruch mit vorhandanan Schreibtradtiona s Aussteam vo Sprochn beginstign ko.[2] Obgsegn davo, dass Forschunga vo da "Lesborkeit" mit da Augnkamera in da Psychologie zoagt hom, dass jede Vaendarung vo da Schreibweis sofort de Lesegschwindigkeit und damit de Eafossung und s Vastendnis vazegan.
Beispui aus da Literadua [dro werkln]
mei earinnarung is a gluad
vom Joschi Anzinger[3]
3.Strophm:
mosdmocha
hod da vodda xogd
und i woa nima zan dabremsn
5.Strophm:
saustecha
hod da vodda xogt
und i hob mi vaschdeggd
Wortvagleich [dro werkln]
Z letzt (in kursiv) is jeweis de Schreibweis vom Auburger, wo am "Schreibtisch" konstruiat worn is. Davor jeweis Schreibweisn aus da Boarischn Literadua.
- Kasperl - Kaspal - Kaschpal - Káschhbal[4])
- drodenka - drodenga - drõdenngga[4]
- aa Bestand - á Besdand[4]
So wead augnscheinli, warum Nettle & Romaine davo ausgenga, dass mit so ana konstruiatn und vafremdetn Schreibweis, s Aussteabm vo ana Sproch beginstigt wean ko[2] (s Lesn wead unnedigaweis schwaara gmocht und in jeda "Evolution" fian aa scho kloane Nochtei zan Aussteabm).
Schreibweis fia Weatabiacha, Grammatikn, Sprochatlantn [dro werkln]
- Schaug: Wikipedia:Boarische Umschrift
Beleg [dro werkln]
- ↑ Leopold-Wandl-Preis 2010: Gedichte vo de 10 Preisdräga
- ↑ 2,0 2,1 Daniel Nettle, Suzanne Romaine: Vanishing Voices: The Extinction of the World's Languages, Oxford University Press, 2000
- ↑ Joschi Anzinger: eisn en feia. edition innsalz (Zitat ausm Gedicht: "mei earinnarung is a gluad")
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Leopold Auburger, Boarische Orthographie, 2. Auflog, 2011
Literadua [dro werkln]
- Daniel Nettle,Suzanne Romaine: Vanishing Voices: The Extinction of the World's Languages, Oxford University Press, 2000
- Auburger, Leopold Boarische Orthographie. Orthographia Bavarica, Zweite überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin: book-on-demand, 2011, 342 S., ISBN 978-3-86386-005-9
- Manfred Renn, Werner König: Kleiner Bayerischer Sprachatlas, Deutscher Taschenbuch Verlag, Minga, 2006, ISBN 3-423-03328-2
- Ludwig Merkle: Bairische Grammatik. Buch & Media, Minga 2004, ISBN 3-86520-078-8.
- Franz Ringseis: Ringseis' Bayerisches Wörterbuch, Verlagsanstalt Bayerland, Dachau, 2004, ISBN 3-89251-350-3
- Wörterbuch zur oberösterreichischen Volksmundart, gesammelt v. Otto Jungmair ; f. die Drucklegung bearb. v. Albrecht Etz ; hrsg. vom Stelzhamerbund d. Freunde Oberösterr. Mundartdichtung. 1978, Stelzhamerbund, Linz.
- Ludwig Zehetner: Das bairische Dialektbuch, Verlag C.H.Beck, Minga , 1985, ISBN 3-406-30562-8
- Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch, Heinrich Hugendubel Verlag/edition vulpes, Kreuzlingen/Minga/Rengschburg, 2005, ISBN 3-9807028-7-1