Lusern

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Lusern
Luserna
Wappen
LusernLuserna (Italien)
LusernLuserna
Stoot: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Trient (TN)
Koordinaten: 45° 55′ N, 11° 19′ O45.92305555555611.3219444444441333Koordinaten: 45° 55′ 23″ N, 11° 19′ 19″ O
Häh: 1.333 m s.l.m.
Flächn: 8,24 km²
Eiwohna: 276 (31. Dez. 2012)[1]
Dichtn: 33 Einw./km²
Postleitzoi: 38040
Vuawoi: 0464
ISTAT-Nummer: 022109
Schutzpatron: Sankt Antonius
Hoamseitn: Lusern

Z Lusern (aa Lusern oda olt Laasern), wejsch Luserna wonand 297 (Stand 22. Oktoba 2009) Leid, si ligd z Oubr-Idalien in Wejschdiroi. Sou lewenddig wia z Lusern is as Zimbrische in koana andan zimbrischn Sprochinsl nimma.

Log[VE | Weakln]

Luserna Gmoaplan mit dejdsche Flurnamm vo n[2] außa
Lusern

S Lusern is ungfeer 1350 Meeda [m] iwan Mear, auf an esdlichna Auslaiffa vo da Lavrouna Leiddn und de is 600 m iwan Hastachdoj am Sidn von n ouban Burgndoj (auf Wejsch: Valsugana, Dejdsch: Suganertal, Zimbrisch: Burgntaal) un vom Gristoffarsä (lago di Caldonazzo, Gallnetschsee, Gallnötschsee).

D Luserna Leiddn hod fasd 6000 Doogwerk. 235ge davo ghean da Gmoa Lusern, an Rest toaln si de Gmoanan vo Lafrou, Lefeckh and Gallnetsch. Es is a rechd a bucklige Leittn und da heechste Bearg an nordern Endd is da Wiseleschbiz mit 1908 m.

Auf Lusern hintre kimmst enddweda von Sidoschdn iwa Schleng (Asiago, Schlägen, Sleghe) und ofd as Wieselejooch (Passo di Vezzena, Wiesenjoch, Wieselejoch). Awa da oafacha Weg is von Nordoschdn hea iwa Fersn (Pergine), Plaiff (Calceranica, Kalkrain) un Lafrou (Lavarone, Lafraun). Sinschd gangs aa no vo Lefeckh (Levico Terme, Löweck) hea iwan Koasajagasteig (Monterovere, Kaiserjägersteig) auffe den wo d esdareichischn Barrassla am 19. Joorhundad auffebaud hom. Da Koasajagasteig is a narrisch gache Sau und eng isa no dazua. Ausweicha kusd grod an a boor oanzejna Schdejna und boj oan ebban enddgegn kimmt, geets wida arschling. A de Dunäia is koa Liachd drinn, awa teert is da ganz Schdig und mia hod a rechd a scheene Aussicht auf s Burgndoj un an Gristoffarsä. Des is da kirza Weg, aba vor da Häch deaf mia si nix scheissn, wenn mia denn forn mecht.

Wias z Lusern hint is[VE | Weakln]

Boid da greßa Doal von Dorf is a da Haubdschdross hebei und sunsd gibds hoid no a boor kleanane Weila zu dene wo de doosign Baiten song. Da gressa Hauffa von dene Weila hoassd Bisele, do ghead Oubrhaisa (Oberhäuser), Unddrhaisa (Unterhäuser) und Galen dazua. De Baura hom im Lauf vo da Zeit vui „terassenartige“ Fäida und Gmiasgardl ogleggd.

As Weda is wia s in de Berg hoid is: Regna duads fast andadhojb Lidda auf n Kwadraddmeeda oj Joor und d Windda gengan lang her und es haut iana gscheid vui Schnä hi. Da drundda Woid is a Mischwoid vo Weiss- und Rouddana und Buachan und an droban stangan meras Lerchan un Foachdna. S Kout is loame und freile aa kojche und Schwammerl gibts grod gnua. Wega dem hand aa recht fui Fremde zun Schwammerlbrocka undawegs, wora de Luserna oft ned schlecht stinggd.

Gronigg vo Lusern[VE | Weakln]

Wejn Waas
friare Stoazeid vo do findd ma de äidestn Sachan von Leidd, nemlich Oidaar- und Obfaschdeana droban Wiselejooch
Broosezeit Donscherm und Schmäizeefa in da Nach vo Tetsch
danoch findd ma erschd wida Sachan und Zeig von Ofang von 13 Joorhundat wegg, es gibt aa koane friaran Urkunddn und sunst nix.
anno 1208 Vilgereut (Folgaria) kimmt easchmojs in ana Urkundn aus m triendda Houchschdiftsuarkunddnbiache fia
16. Feba anno 1216 schdähd an Codex Wagnerianus drinn: „Bischof Friedrich von Trient … dem Odolrico und Henrico de Posena [da Ulrich un da Heinrich vo Bouzen] die Höhen von … Folgaria bis Centa [gibd] … um dortselbst wenigstens 20 neue Höfe zu gründen und Arbeiter dahin zu berufen, welche das ganze Gebiet auftheilen, urbar machen und davon dem Bischof Zins zahlen sollen“. Oiso is de Sidlung z Lafrou grindd worn (ital.: Lafarone, zimbr.: aafrain des hoassd so fej wia „am Rand“) auf da Leiddn zwischen am Samerjooch (Paso di Sommo, Saumpass) und am Khatzldoj (Val di Centa di sopra, Katzental)
ofd S Lusern is gee vo Lafrou aus bsidlt worn
24. Jenna anno 1422 is s Lusern zon erschn Moj urkundlich worn (a gewissa Ser Biagio vo Schleng hod do festhoiddn lossn, das a 55 Gojddukatn griagt hod, de wo eam da Herzog lare Daschn Fritz vo Eschdreich un Grof vo Diroj für 4 Baurahef gschujdt hod)
anno 1454 Baura vo Lafrou hom Fäida auf da Luserna Leiddn bachdd
anno 1487 Fenedig is z Lusern ejmarschiad, ofd hod d Lafrouna Gmoa ogfrogd: „di poter godere ancora il monte di Luserna“, ajso obs ebban „an Luserna Bihi weida bewirdschaften deafadn“.
anno 1698 hand in ana Karddei z Undabearg (Brancafora, Unterberg) an Doj (Piedemonte, Thal) wo an Hasdochdoj drinn liggd (val d'Astico, Hastichtal) de Nama Nicolussi, Gaspari und Oseli aufgschriem worn (Lusern hod lange Zeid zu dera Gmoa Undddabearg ghead). Z Lafrou hand de sibn Nam aa Hausnam. Und heid no schreim se 90% vo de Luserna Niklosch (Nicolussi) oda Kaschbarn (Gaspari). Grod dass iadz no an Beinam hom das mas ausanandakena ko. De Bedara (Pedraza) hom wohscheinds easchd spada von Loamdoj (Terragnolo, Leimtal) z Lusern eigheired.[3]
7. Weĩmonad anno 1715 d Luserna Antonikerch is eĩgweicht worn
anno 1745 is Pfarrgmoa Lusern grindd worn
7. Weĩmonad anno 1745 Luserna Daffmadrikl is aufkemma
4. Heimonad anno 1780 Lusern vowoidd si säim, 250 Sejn wern zejd
anno 1910 Lusern hod 940 Sejn
anno 1911 Lusern is fasd ganz owbrennd d Esdareicha hom bein Widraufn midghoiffa [4]
24. Wonamonad anno 1915 wia d Iddagga a no an Griag eaglead hom hmd Beemen ugfehr 900 Luserna aufgumma (z.B. z Aussig). Die hand erschd in Windda '19 wida hoamganga.
erscha Weidgriag bis Mai 1916 b Frondd und Grenz geet a da Mitt durch d Luserna Leiddn durche [5]
noch an erschdn Wejdgriag is wean fast 1200 Leid de z Lusern wonan
anno 1935 wia d Wejdwirdschafd owegrudschd iis geed a d Einwonazoj bis auf 850 zrugg
bein Hiddla hod Lusern mid Sidtiroj und Esdareich zam firs Deidsche Reich „optiert"
nochm 2. Wejdgriag is d Einwonazoj fesd bei ugfeer 650 blim. Fej Luserna hand Baraba oda Wirtsleidd z Sidtiroj oda a da Schweiz worn
anno 1964/67 hods a Schujreform gem un z Lafrou homs a Mittlschui gmachd. Fej Familian han aber auf Triendd ganga (uma 100 zwischen 1967 und 1971) und danach ieds Joor non guaading oa, zwo Familian
seid anno 2001 Lusern wead a Pardnagmoa vo Diaffaboch bei Landshuad
heid wonan unda da Woch ugfeer 100 Leidd z Lusern, gmäidt hand 340. Es lebm aber momentan ugfeehr 500 Leid de wo z Lusern auf d wejd kemma hand und vui Ausgwanderte ren dahoam bei eanane Leidd voja Schdojz und Beharrlichkeit eana Hoamadsproch egal ob z Idalien, Esdareich, Dejdschland oda sund wo auf dera Wejd
Lusern Panorama

D Luserna Mundart[VE | Weakln]

D Luserna ren neba eanane wejschn Dialekta (venetisch, trentinisch) an uroidn deidschn Dialeggd, wo zwengs seina oidn Heakumft narresch indressant fir Schbrochforscha is. De Mundart is amoi gwiss a Art vo Fria-neihouchdeidsch [wej ja de neihouchdeidsche Lautvoschiabung (Min niuwes hus -> 's main neuss Haus) praktisch komplett durchgfiad is]. Und gwiis is aa amoi no, dass a obadeidsche Mundart is, wo dominante Ondoale vom Boarischn (zB. oide Sidtiroia Mundart) nochweisle hand. Oiss weidane is umstrijn, unsicha oda zumindeschd so vozwickdd das ma narrisch aufbassn muass. Es geed damiid o, das ned grod allamannische, sundan aa langobardische und sogar gotische Einfliss diskutiad wean [6].

Dees gonze is recht vazwiggd, wei vo Wejschdiroi bis a d Adria owe ja quasi seid fosd zwoadauset Joor germannische/deidsche Voika sidlnd und de Bevoikarung nia homogen ned wor. Mid de germannischn Kriaga und Odligna, de wo ja nochweisle seid de Rema drundd gwen hand, is gwiss a eana Gsind midkemma und Baura wohscheinds aa. Es wimmed in da Trienta Ebna grod aso vo gotische und ur-deidsche Flurnam. Dazua kimmd, dass in da Zeid vo da urkundlich nochgwisna boarischn Bsidlung 1200 und eppas as Alemannische und as Boarische no ned so voschiadn worn wia heidingdogs und driwahinaus de Unddascheidung Sid- und Mittlboarisch no iwahaupts ned im heidinga Sinn gmochd hod wean kinna. Dann warn de Sidlunga nadirle a ned komplett isoliad - des triffd ja auf gor koa „Sprochinsl“ zua - ned amoi auf Island. Es hod woscheinds a oiddeidschs Substrat gem, an Hauffa Eiwanderungsweijna ausm heidign Tiroi am Boarnlandl, awa aa vo de Alemanna hea und vielleicht aa vo altdeidsche Stämm aus da Poebna. Bessa ois wia ois „fria-neihouchdeidsch“ mit „spad-middlhouchdeidsche“ Archaismen und (sid)boarischem Gepräge ko ma as Luserna un as Sibm- und Dreizenngmoann Zimbrische woj ned karaggdarisian.

Gnau aso schwiarig ois wia de Sisdemaddig, is a fasd de Bennenung vo dera woj äidesdn deidschn Mundard. As gengigste is Zimbirisch, un des Wordd wead a vo de Leidd drundd säim guad ognumma und is undadessn scho a „Marknnam“ mit wirtschafts- und kujduabolidischa Bedeiddung. Truzdem is s Woj a Fremddbezoachnung - wenn a a sea oide (nochgwisn scho zua Renaissance wo de easchdn wejschn Forscha si mid de Zimban bscheftigt hom). Oa Gengbart zu den Wordd war de Oagnbezoachnung Slambrot oda wejsch „slambrotto“ wo „Lombardisch“ und a Hauch vo 'Mischmasch' miidschwingd und wo friaras a ebban a bissl owschazig gween iis. Danebn gibts aa no den Wojschbruuch as-pi-bia (aso wia mia) wo a a gean akzeptiade Oagnbezoachung iis, und wo da Schdoiz vo de Leid auf eana oide Kujdua aufkimmd.

Lerna ko ma in Luserna Dialakt zon Baischbui vo do:[7].

Da Nam Lusern[VE | Weakln]

Zua Heakumft von Nama 'Lusern' gibts voschiadene Earklärunga:

Ladeĩn[VE | Weakln]

Noch n Tyrolla Hans[8] – an esdreichischa Germanist – hod da Naam „Lusern“ an ladeĩnischn Uaschbrung. Seina Analyse vo fenezianischne Uakunddn noch is da Ordd oiwei ois „Liserna“ bezoachnet worn (de zwoode Suim bedound). Z Ladinisch hoassd lize (oda wejsch lisico) heĩ oda heĩa Bodm wiara z Lusern a iis (a des boarische lizum kand damid zammhenga wei s Koud a de Berg drom ee oiwei loame und heĩ is, bojs naas wead, und a de Bedounung auf da zwodn Sujm passad mid den zam).[9]

Kejdisch[VE | Weakln]

Zo da säim Lauddung liserna gibts aa no a Erglärung wo aufs Kejdische zruggegäd: Lis Erna dad do 'Jooch' oda 'Pass' hoassn.

Wejsche Mundartn[VE | Weakln]

Heĩd hoassd 'slusar no in da fenediga Mundart 'Scheina' oda 'Schdrojn' wos zwengs da scheena Log auf da houchn Sunnaleiddn und am Weda a guad bassd [10]

Oida Flurnam[VE | Weakln]

D oidn Luserna kennan oiwej no den Flurnam „Laas“ oda „Las“ fir des Eck wo da Koasajagersteig owegäd. Und es hoassd a das d Leid friaras Laasern oda Lasern gsogd hom.[11]

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Lusern – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2012.
  2. Baliari-Soust, Roberto E.: Nicht nur Trient … Deutsche Orts- und Flurnamen zwischen der Salurner Klause und der Wiesentheiner Ebene = Toponimi germanici fra la Chiusa di Salorno e la pianura vicentina – säimvolegd, Köln 1987. 400 Seiddn. 6 Karddna.
  3. Codex Wangianus: Urkundenbuch des Hochstifts Trient, No. 132, Folgaria und Centa, pp. 304-306' Reich, Desiderio: Notizie e documenti su Lavarone e dintorni, Trient, 1910, pp 127/128, p 216, p 222 Anm. 159. Bacher, Josef: Die Deutsche Sprachinsel Lusern, Innsbruck, 1905, S. 25.
  4. Bacher, Josef: Die Deutsche Sprachinsel Lusern, Innsbruck, 1905, S. 25. Prezzi, Christian: Luserna Isola Cimbra, Lusern, 2002; Die Einwohnerzahl von Lusern stieg bis 1910 auf 940 an. Reich, Desiderio: Notizie e documenti su Lavarone e dintorni, Trient, 1910, pp 228-229.
  5. Bacher, Josef: Von dem deutschen Grenzposten Lusern im wälschen Südtirol. In: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde 1900 pp. 151ff, 306ff, 407ff, 1901 pp. 28ff, 169ff, 290ff, 443ff, 1902 pp. 172ff.
  6. Bacher, Josef: Die deutsche Sprachinsel Lusern. Wagner'sche Universitäts-Buchhandlung, Innsbruck, 1905.
  7. R.A. Trentino - Alto Adige, Istituto Cimbro (Hrsg.): „Bar lirnen z' schraiba un zo reda az be biar. Grammatik der zimbrischen Sprache von Lusern“ (ital. / deutsch - zimbrisch). Lusern, 2006. ISBN 978-88-95386-00-3
  8. Tyroller, Hans: Grammatische Beschreibung des Zimbrischen von Lusern (Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2003). ISBN 3-515-08038-4
  9. Reich, Desiderio: Notizie e documenti su Lavarone e dintorni, Trient, 1910, p 160. Tyroller, Hans: Grammatische Beschreibung des Zimbrischen von Lusern, Stuttgart, 2003, p 6.
  10. es is gwis wor das an scheene Dog z Lusern a ganz a bsundas weiss und hells Liachd hod
  11. Prezzi, Christian: Luserna Isola Zimbra, Pergine Valsugana TN, 1998, Publistanpa Arti grafiche, S. 20.