Carl Carl

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Carl Carl, Lithographie von Josef Lancedelli d. Ä. um 1820

Carl Carl, Pseudonym füa'n Karl Andreas von Bernbrunn (* 7. November 1787 in Krakau, Poin; † 14. August 1854 in Bad Ischl) woa a östareichischa Schauspüla und Theatadirekta und a wichtiga Vatreta vom Alt-Wiener Volkstheater.

Inhoitsvazeichnis

Leb'n[VE | Weakln]

Karl Andreas von Bernbrunn woa da Sohn von Karl Andrä Bernbrunn und da g'schiedanan Ehefrau von dem Weana Schriftstölla Johann Baptist von Alxinger. De Muatta woa de Tochta von an Hoflieferant'n, der wo 1777 in' Freiherrnstaund erhob'n wua'n is. Obwoi weda in Carl sei Voda no ea söwa a Recht drauf g'hobt hätt'n, haum sa se olle zwaa eahna Leb'n laung ois Freiherrn bezeichn't.

Noch da Schuizeit is da Karl Kadett aun da k.u.k. Technischen Militär-Akademie[1] wua'n. Ois Fähnrich håt ea 1809 bei da valuranan Schlåcht von Abensberg gengan Napoleon Bonaparte mitg'focht'n und is dabei g'faungan wua'n. Nåcha håt a sein Åbschied von da Armee g'nomma und warat gean Schauspüla wua'n, wås owa fia an Offizia in Östareich daumois net meglich woa.

In München håt ea daunn aum Herzoggarten-Theater ois soichana au'g'faungt, is nåcha aun's Isartortheater kumma und duat boid aa G'schäftsfüahra wua'n. Neb'nbei håt ea de Schauspülschui „Schauspieler-Bildungs-Institut“ gründ't. Weu owa in Münch'n geg'n eahm intrigiat wua'n is, håt da Carl Carl se 1826 mitsaumt sein gaunz'n Ensemble nåch Wean ohg'setzt. Duat håt ea des Theater an der Wien påcht't, wås ea bis 1845 g'fiaht håt. Während dera Zeit håt ea 1838 no dazua des Leopoldstädter Theater kauft, håt's umbaut und 1847 in Carltheater umtauft. In seina Weana Zeit håt ea se hauptsächlich mit da Voikskomödie ohgeb'n und dabei woa'n seine best'n Schauspüla da Johann Nestroy und da Wenzel Scholz. Ea söwa håt dabei aum liabst'n de Roi'n vom Staberl (sowos wia a Kasperl-Figua) g'spült.

Mit 67 Jahrln is da Carl Carl aum 14. August 1854 in Bad Ischl g'stuab'n.

Literatua[VE | Weakln]

  • Franz Gämmerler: Theater-Director Carl: sein Leben und sein Wirken Wallishauser, Wien 1854 (inklusive Downloadmöglichkeit als *.pdf)
  • Friedrich Kaiser: Theaterdirektor Carl. Sallmayer, Wien 1854. (Internet Archive)
  • Constantin von Wurzbach: Bernbrunn, Carl. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 1. Verlag L. C. Zamarski, Wean 1856, S. 327–331.
  • Constantin von Wurzbach: Karl, André. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 10. Verlag L. C. Zamarski, Wean 1863, S. 477.
  • August Förster: Bernbrunn, Carl. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 410 f.
  • Adolf Bäuerle: Direktor Carl. Verlag des Wiener Extrablatts, Wien 1890.
  • Joseph Kolarsky: Direktor Carl Carl. Ein Beitrag zur Theatergeschichte Wiens. Selbstverlag, Wien 1928.
  • Bernbrunn Karl. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wean 1957, S. 76.
  • Hansjörg Schenker: Theaterdirektor Carl und die Staberl-Figur. Eine Studie zum Wiener Volkstheater vor und neben Nestroy. Dissertation, Universität Zürich 1986.
  • W. Edgar Yates: Briefe des Theaterdirektors Carl Carl und seiner Frau Margarethe Carl an Charlotte Birch-Pfeiffer (Hrsg. mit B. Pargner, 2004)

im Netz[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. schau bei k.u.k. Technische_Militärakademie
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