Knofe

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Der Artikl is im Dialekt Ostestareichisch gschrim worn.
Knofe
Garlic.jpg

Gschlossane und aufbrochana Zwüfe vo an Knofe (Allium sativum)

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Famij: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamij: Lauchgewächse (Allioideae)
Tribus: Allieae
Goddung: Lauch (Allium)
Oart: Knofe
Wissnschoftlicha Nama
Allium sativum
L.

Da Knofe oda Knofl (D. Knoblauch, E. Garlic, wissnschoftlicha Naum Allium sativum) is a Nutzpflaunzn aus da Goddung Lauch (Allium). Ma vawendt eam sowoi ois Gwiaz ois aa medizinisch. Sein Uasprung hod a in Zenträu-Asien. In Estarreich baud man klassischweis ois Weigoatnknofe zwisch de Weistäck. Is easchte Moi beschriem wuan is a vom Carl von Linné anno 1753 in sein Weak Species Plantarum, 1, S. 296–297.

Da Naum[VE | Weakln]

Da Naum kummt vom oidhochdeitschn „Klioban“ (spoitn), wos aa heid nu im Boarischn sei Entsprechung im Wuat „kliabn“ fia „Hoiz spoitn“ hod. Beziang tuat si des auf den in vüle anzlne Zechn gspoitanan Zwüfe. Im Deitschn gibts no in Zusotz –lauch, d. h., „Knoblauch“ maant so vü wia „gspoitana Lauch“.

Beschreiwung[VE | Weakln]

Da Knofe is a ausdauands Kreidl, des wos 30-90 Zantimeta hoch wiad. De laungzoganan Bladdln wean bis 15 Müllimeta braad. Bsundast aufföllig is da Zwüfe, dea wos in an Haupt- und etliche Nebmzwüfen aufgspäudlt is. De weißn oda rosaroten Bleah san steril. Danebm gibts aa no Bruatzwüfen, de wos nebm de Bleah sitzn.

Da Wüüde Knofe (Allium ursinum) is zwoa midn Kuituaknofe vawaundt, owar aa aundare Pflaunzoart.

Bleah
Bruatzwüfen

Suatn[VE | Weakln]

Es gibt zwaa Variationan:

  • Da klassische Kuitua-Knofe: Allium sativum var. sativum
  • Da Schlaungan-Knofe: Allium sativum var. ophioscorodon (Link) Döll (Syn.: Allium ophioscorodon Link)

Aunbau[VE | Weakln]

Genaröö[VE | Weakln]

Ma kau in Knofe auf zwaa vaschiedane Suatn aubauhn: amoi iwa anzlne Zechn, de wos ausn großn Zwüfe aussagnumma wean, und amoi iwa de Bruatzwüfen. In dem Foi brauchts owa oft zwaa Joa, bis dass man eantn kau. Nochm easchtn Joa kriagt ma aus an Bruatzwüfe zmeist nuar an großn, aanzlnn, net gspäudlten Rundling, in so gnenndn „Oansaknofe“ [1], den wos ma no amoi auspflonzn muaß. De Zechn san glei im Joa nochm Auspflonzn ausgwochsn. Sowoi de Zechn ois aa de Bruatzwüfen legt mar aum Bestn im Septemba in d Ead, daun hod mar an guatn Eatrog. Es geht owar aa no im Meaz oda Aprüü. Eantn losst si da Knofe im Fruahsumma, waun ca. 2/3 vom Bladdlweak gööb und ausdrickat san.

Im 2014na Joah san wöödweit 25 Mülleonan Tonnan Knofe produziad wuan. Umara 80% davo san allaanich in China produziad wuan. Auf Plotz Zwaa woa Indien, aundare Lända haum grod amoi 05 Mülleonan Tonnan pro Joa produziad.

De 5 greßten Knofe-Produzentn anno 2014
Laund Produktion

(in Mülleonan Tonnan)

KinaKina Kina
20.0
IndienIndien Indien
1.25
Korea SudSidkorea Sidkorea
0.35
EgyptnEgyptn Egyptn
0.26
RusslandRussland Russland
0.26
Auf da Wööd
25.0

Quöön: UN Food & Agriculture Organisation[2]

Weigoatn-Knofe[VE | Weakln]

A bsundare Lokalfuam vom Aunbau im boarischn Sprochraum is da so gnenndn Weigoatn-Knofe, den wos ma in de Weigegandn vo Estarreich findt. Da Weigoatn-Knofe wiad zwischn de Rebzeun vo de Weistäck glegt. Oft haum friacha de Weigoatn-Hackla daun in Knofe direkt aus da Ead aussa auf a Schmoizbrot auffegschniddn. Zmeist gheat da Weigoatn-Knofe zua Variation Schlaungan-Knofe. Weu da Weigoatn-Knofe kaa bsundare Pfleg net kriagt, is a bsundast guat auns regionäule Klima und in duatign Bodn aupasst. Guat wochst da Weigoatn-Knofe in Niedaestareich, Wean und im Buagnlaund, weu da Bodn vo de Weigegandn duatn tiafgrindig is und an neitraln pH zwischn 6 und 7 hod. In da Steiamoak is da Bodn vo de Weiriadn zmeist saua und moga, zweng dem gibt’s de Tradition duatn net.

Bekaunnte regionäule Fuaman san:

  • Da Laaer Weigoatn-Knofe: is seid 1997 im Suatnkatalog vo da EU, kummt aus Laa aun da Thaya
  • Da Laungenloisa Weigoatn-Knofe: ausm untan Kaumptoi, Laungenlois und Umgewung
  • Da Pädaschduafa Weigoatn-Knofe: vo da Thermanlinie aus Pädaschduaf

Im Netz[VE | Weakln]

Biachln[VE | Weakln]

  • Eric Block: Garlic and Other Alliums: The Lore and the Science. Royal Society of Chemistry, Cambridge 2010, ISBN 978-0-85404-190-9.
  • Kurt Heyser: Die Alliumarten als Arzneimittel im Gebrauch der abendländischen Medizin. In: Kyklos. 1 (1928), S. 64–102.
  • Heinrich P. Koch, Larry D. Lawson: Garlic. The Science and Therapeutic Application of Allium sativum L. and Related Species (Second Edition) Williams & Wilkens, Baltimore 1996, ISBN 0-683-18147-5.
  • Ted J. Meredith: The complete book of garlic – a guide for gardeners, growers, and serious cooks. Timber Press, Portland 2008, ISBN 978-0-88192-883-9.
  • Avril Rodway: Kräuter und Gewürze. Tessloff, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.
  • Johanna Schaal: Knoblauch – eine ganz besondere Knolle. Seehamer, Weyarn 1998, ISBN 3-932131-49-5.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Bernd Kajtna: Weingartenknoblauch auf da Seitn vo Arche Noah
  2. "Garlic production in 2014: Crops/Regions/World (list)". Food and Agriculture Organization of the United Nations, Statistics Division (FAOSTAT). 2017. http://www.fao.org/faostat/en/#data/QC. Retrieved on 21 January 2017.