Martinsried

Aus Wikipedia
Wexln zua: Navigation, Suach
Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch gschrim worn.
Martinsried
Kira St. Martin z Martinsried

Martinsried is a Ortstei vo da Gmoa Planegg im Landgreis Minga und hod eppa 3900 Einwohna (Stand 2016).[1]

Eadkund[VE | Weakln]

Martinsried liegt in da Mingara Schottaebene und grenzt ans Stodgebiet vo Minga ba Großhadern. Da Dorfkean is eppa 2,5 km vom Ortszentrum Planegg entfeant.

Gschicht[VE | Weakln]

De Endung -ried steht fia a Rodung und deidd draf hi, dass da Ort im 7./8. Joarhundat entstandn is. Schriftli is Martinsried easchtmois 1180 in ana Urkunde ois „St. Martin im Riedt“ gnennt worn.[2]

1425 eahob da boarische Herzog Wilhelm III. sei Besitzunga Planegg, Martinsried, Gräfelfing und Hadern zua "Vest Planegkh" und schenkte sie seim unehelichn Bua Konrad vo Egenhofen. Seitdem is Martinsried mid Planegg vabundn. Bis 1785 bestand des Doaf aus acht Häusan und im Joar 1950 san lediglich 50 Heislnummern nochgewiesnn.[3]

In den Joarn 1970 bis 1972 wurde in unmiddlbara Nähe zum Klinikum Großhadern des Max-Planck-Institut fia Biochemie und Neirobiologie (friaha Psychiatrie) earichtet. Inzwischn hom si do aa vui andere Unternehma ogesiedelt, aa de Ludwig-Maximilians-Universität Minga hod do a Zwoagstäi. Da Foaschungsstandoat firmiad heid (Stand Ofang 2015) ois Campus Martinsried.[4]

Infrastruktua[VE | Weakln]

Nördlich vo Martinsried führt de Stootsstrass 2343 vo Gräfelfing noch Minga am Oat voabei; im Südn de 2344 vo Planegg zua Autobohanschlussstäi Minga-Fiastenried da A 95.

Voraussichtlich ob 2020 werd Martinsried an des Minchna U-Boh-System ogeschlossn. Am 16. Dezemba 2014 entschied de Boarische Regierung de Minchna U-Boh-Linie 6-West vo da Station Klinikum Großhadern bis Martinsried foatzuführn. De 73,5 Milliona Euro teire, etwa 900 Meta lang Strecke soi ob 2016 gebaut wern und 2020 in Betrieb gengan.[5] De Valängrung da U6 im Südn noch Martinsried wurde bereits am 20. Juli 2009 vom Kreisdog Minga beschlossn, de ursprünglich ogestrebte Eaöffnung 2014/2015 konnte oierdings ned realisiad wern. Noch am Bau da U9-Spange würde de U6 am Klinikum Großhadern endn, de U9 würde noch Martinsried weiderführn. In schbadera Zeid kannt de Drasse aa zum S-Bohhof Planegg weidergeführt wern.

De katholische und de evangelische Kiach unterhoidn im Oat je oan Kindagartn,[6] außerdem gibt 's drei Kinderkrippn bzw. Kinderdogesstätdn.[7] De Arbaderwohlfahrt unterhält oan Kinderhoat.[8] De Gmoa betreibt im Oatsteil Martinsried a Grundschui.[9]

Literatua[VE | Weakln]

  • Heike Werner: Architektur-Ausflüge ab München: Würmtal & Umgebung, München, 2011, ISBN 978-3-9809471-4-5

Beleg[VE | Weakln]

  1. Zahlen, Daten, Fakten bei www.planegg.de
  2. Franz Oßner: Geschichte der Pfarrei Planegg und ihrer Ortschaften Planegg, Steinkirchen, Martinsried, Krailling sowie des Wallfahrtsortes Maria Eich, S. 13
  3. Franz Oßner: Geschichte der Pfarrei Planegg und ihrer Ortschaften Planegg, Steinkirchen, Martinsried, Krailling sowie des Wallfahrtsortes Maria Eich, S. 165
  4. siehe Homepage des Campus Martinsried unter http://www.campusmartinsried.de/
  5. Verlängerung U-Bahnlinie U6 , 16. Dezember 2014. Obgruafa am 26. Februar 2017. 
  6. Kindergärten bei www.planegg.de
  7. Kinderkrippen bei www.planegg.de
  8. Kinderhorte bei www.planegg.de
  9. Grundschule Martinsried

48.10722222222211.453055555556Koordinaten: 48° 6′ N, 11° 27′ O