Murnau

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Murnau am Staffesee
(Murnau a.Staffelsee)

Wappn vo Murnau am Staffesee (Murnau a.Staffelsee)
Murnau am Staffesee (Murnau a.Staffelsee)
Deitschlandkartn, Position vo Murnau am Staffesee (Murnau a.Staffelsee) heavoghom
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbeziak: Oberbayern
Landkroas: Garmisch-Partenkirchen
Koordinatn: Koordinaten: 47° 41′ N, 11° 12′ O 47° 41′ N, 11° 12′ O
Hächn: 650–730 m ü. NN
Flächn: 38,05 km²
Eiwohna: 12.051 (31. Dez.. 2006)
Beväikarungsdichtn: 317 Eiw. pro km²
Sonstige Datn
Postleitzoi : 82418
Vorwoi na: 0 8841
Kfz-Kennzeichn: GAP
Gmoaschlissl: 09 1 80 124
Adress vo da
Marktvawoitung
:
Untermarkt 13
82418 Murnau am Staffesee
(Murnau a.Staffelsee)
Hoamseitn:
Politik
Buargamoasta: Michael Rapp, CSU

Murnau am Staffesee (hochdeitsch: Murnau am Staffelsee) is a Markt im oberboarischn Landkreis Garmisch-Partenkira und gehert historisch zum Werdenfelsa Land. Murnau liegt im Bereich vom Alpnvorland ca. 70 km südli vo Minga. Da Staffesee grenzt direkt an den westlichn Oatsrand o.

Inhoitsvazeichnis

[dro werkln] Gschichte

11. Jahrhundert und davoa

De Gengad um Murnau is bereits in vorchristlicha Zeit bsiedelt gwen, wei scho zua Zeit vo de Röma a Handelsweg, de Rottstraß, vo Bozn iban Brennapass und de obere Isar und as Loisachtoi existiert håt, de bis ins 19. Jahrhundert Bstand ghabt håt. Auf dem iatz abtragna Moosberg im Murnaua Moos findn si sogar Zeichn vo keltischa Besiedlung. Damois war Murnau ned mehra ois a befestigte Poststation mit dem Nama Murau oda Mureau. Da Nam, aus dem si spada Murnau buidt håt, war auf des iatzige Murnaua Moos (Mure) und des Loisachdoi (Aue) bezogn.

12. bis 16. Jahrhundert

Murnau werd um 1150 des erste Moi urkundli erwähnt. Um 1300 werd de Kira St. Nikolaus erstmois in am Schriftstück gnennt. De erste urkundliche Nennung vo da Burg Murnau erfolgt 1324. Ludwig da Brandenburga bestätigt 1350 am Markt Murnau an Bluatbann, des Niederlagrecht, den Wochenmarkt am Mittwoch und den Michaelimarkt. Um 1400 erhoit Ettoi fia sei Gricht Murnau de bis dahi vom Landgricht Weilheim ausgübte Hoachgrichtsbarkeit. De erste Oatsansicht (vom Schloss) vo Philip Apian datiert aus'm Jahr 1560.

17. und 18. Jahrhundert

1632–1648: Besetzung durch Schwedn und Franzosn und Eiquartierunga vo kaiserliche Truppn während am Dreißigjährign Kriag. 1634 bricht de Pest aus. De Kira St. Nikolaus werd vo 1717–1734 nei erbaut. 1722 werd da Leonhardi- und da Skapuliarmarkt bewilligt.

19. Jahrhundert

1803 werd des Kloasta Ettal säkularisiert und des Landgricht Murnau aufghom. Murnau werd dem Landgricht Weilheim zuagordnet. Des Rathaus werd 1842 nei baut. Mitte vom 19. Jahrhundert werd fast de komplette Bausubstanz vo Murnau in am Stadtbrand zerstört. Der oschliaßende Wiedaaufbau erklärt des heitige gschlossne Oatsbild. 1879 is de Bahnlinie Weilheim–Murnau eröffnet worn, 1889 de Bahnlinie Murnau-Garmisch. 1900 war de Eröffnung vo da Bahnlinie Murnau-Obaammagau.

20. Jahrhundert

Ofang des 20. Jahrhunderts werd auf Initiative Emanul von Seidls des Oatsbild verändert. Gabriele Münter kauft 1909 des „Russn-Haus“, da Wassily Kandinsky ziagt ei. Von 1923 bis 1933 lebt und wirkt da Schriftstäia Ödön von Hoaváth in Murnau. 1924 werd a private Höhere Mädchenschui (spada Gymnasium) gründet. Des neie Krangahaus, gstiftet von Dr. h. c. James Loeb, werd 1932 erbaut. In da Zeit des Drittn Reichs is in Murnau erstmois a Garnison (Gebirgstruppn) entstandn. Christoph Probst, oa 1919 in Murnau auf'd Welt kemmas Mitglied vo da Weißn Rose, werd 1943 in Minga higricht.

1953 werd de Berufsgenossenschoftliche Unfoiklinik im Südostn vom Oat eröffnet, de seitdem ständig erweitert worn is. Des Goethe-Institut öffnet 1954 sei Pfoatn. Des Staffesee-Gymnasium werd 1967 zua Voischule ausgebaut. 1972 werd Murnau vom Landkreis Weilheim åtrennt und Garmisch-Partenkirchn zuagordnet. Des Murnaua Moos werd 1980 Naturschutzgebiet. 1993 werd des Schlossmuseum eröffnet. Von 1998 bis 2000 werd da historische Oatskern saniert. Des umgstaltete Münterhaus werd 1999 wiedaeröffnet. 2000 wern Fußgängazone und Diafgarag eigweiht.

Murnau war zuadem Garnisonsstådt da Bundeswehr und Standoat vo da Gebirgsjagerbrigade 22, ab 1981 Panzergrenadierbrigade 22, spada Panzerbrigade 22, de da 1. Gebirgsjagerdivision in Garmisch-Partenkirchn unterstäit war. Am 21. März 1993 is de Oaheit aufglöst worn.

21. Jahrhundert

2001 folgn de Eiweihung vom neia Kurpark und vom Münter-Platz sowia vom neia Staffesee-Gymnasium.

[dro werkln] Infrastruktur

Verkehrsverbindunga

  • Bahnstrecke Minga–Garmisch-Partenkira
  • Ammergaubahn nach Oberammergau
  • Busverbindunga mit dea RVO Regionalverkehr Oberboaern GmbH
  • Bundesstraß 2
  • Bundesautobahn 95

Schuin

  • Staffesee-Gymnasium
  • Emaul-von-Seidl-Grundschui Murnau
  • James-Loeb-Grundschui Murnau
  • Max-Dingla-Hauptschui

Krankenhäusa

  • Berufsgenossenschoftliche Unfoiklinik Murnau
  • Interne Klinik des Kreiskrankenhauses Garmisch-Partenkirchn in Murnau
  • Klinik Houchried (Fachklinik fia Kinda- und Jugendmedizin)

[dro werkln] Tourismus

[dro werkln] Sehenswürdigkeitn

  • Denkmalgschützta Oba- und Untamarkt mit Mariensäule
  • Pfarrkira St. Nikolaus
  • Ramsachkircherl
  • Schlossmuseum
  • Münter-Haus
  • Freilichtmuseum Glentleitn (Groaßweil, 5 km)

[dro werkln] Persönlichkeitn

[dro werkln] Buam und Töchta vo da Stadt

  • Placidus von Camerloha (1718–1782), Komponist
  • Johann Michael Wittma (1802–1880), Mala
  • Christoph Probst (1919–1943), Widastandskämpfa, Mitgliad dea Weißn Rose
  • Thomos Oida (1932–1968), Schauspiela
  • Wolf Nöhrn (* 1944), Architekt und Designa

[dro werkln] Andane Persönlichkeitn

  • Wassily Kandinsky (1866–1944), håt zeitweis in da Stådt glebt
  • Gabriele Münter (1877–1962), Kandinskys Lebensgefährtin, is in Murnau gstorm
  • Walta von Molo (1880–1958), Schriftstäia, is in Murnau gstorm
  • Oifred Fischa (1881–1950), Architekt, is in Murnau gstorm
  • Fritz Windgossn (1883–1963), Tenoasänga, is in Murnau gstorm
  • Else Hueck-Dehio (1897–1976), Schriftstäierin, is in Murnau gstorm
  • Erna Sog (1898–1972), Kammasängarin, håt 1956–1966 in Murnau glebt
  • Ödön von Hoaváth (1901–1938), Schriftstäia, håt in de 1920a Jahr bei seine Eltern in Murnau glebt
  • Hans Baumann (1914–1988), NS-Liadschreiba und Jugendbuchautoa
  • Josef Ertl (1925–2000), Bundeslandwirtschaftsminista, is in Murnau gstorm
  • Wolfgang Ecke (1927–1983), Schriftstäia, is in Murnau gstorm
  • Kurt Sontheima, (1928–2005), Politikwissnschaftla, is in Murnau gstorm
  • Nikolaus Lang (* 1941), Künstla
  • Wilhelm Manske (* 1951), Schauspuia
  • Julia Palma-Stoi (1984–2005), Schauspuiarin, is in Murnau nach am Unfoi gstorm
  • Bernhard Künzl

Da Filmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau (eigentli Friedrich Wilhelm Plumpe) håt si nach dem Oat gnennt.

[dro werkln] Sonstigs

In Murnau is 1989 des erste Elektronische Stellwerk in Deitschland in Regelbetrieb gnumma worn. In Murnau is aa de Werdenfelsa Kasern, de des ca. 500 Mann starke Führungsunterstützungsbataillon 293 beherbergt. De Kemmelkasern is 1935 erbaut worn. Da Nam stammt vom Kemmelberg in Belgien. Murnau is Schauplatz vo da SAT1-Serie Stådt, Land, Mord.

[dro werkln] Literatur

[dro werkln] Weblinks


Peasönliche Weakzeig