Biedermeier

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Biedermeier is de Period'n vom End' vom Weana Kongress[1] 1815 bis zur Märzrevolution 1848[2] in Deitschlaund und Östareich. Mid'm Nauman Biedermeier is in dera politisch'n G'schicht da Begriff von da Restauration[3] vabund'n, de Entwicklung nåch da napoleaunisch'n Zeid und nåch'n Weana Kongress. Und aa kultuag'schichtlich is Biedermeier a Begriff aus'n späta'n 19. Joahrhundat, b'sundas im bessag'stöit'n Büagatum[4].

Ois Vormärz wiad füa desöibe Zeit de entgeg'ng'setzte Bewegung g'hass'n, de wo a revoluteaunäre Vaändarung g'suacht håt. Da bekaunnte Voiksdichta Johann Nestroy is mit seine Theatastückl'n sowoi füa's Biedermeier ois aa füa'n Vormärz a wichtiche Figua g'wes'n. In da Kunst- und Literaduagschicht' wiad owa meist'ns da Begriff Biedermeier füa de Zeit vawend't.[5]

de fiktive Figua Gottlieb Biedermaier aus de Fliegenden Blätter

Naumansg'schicht'[VE | Weakln]

Da Nauman Biedermeier geht z'ruck auf de Figua von an g'wiss'n Gottlieb Biedermaier, dea wo nua'r a Eafindung von de Münchna Fliegenden Blätter uma 1855 woa, treuheazich, owa spießbüagalich.

Entstaundn is da Nauman (Nama) aus zwaa Gedicht' mit de Tit'ln Biedermanns Abendgemütlichkeit und Bummelmaiers Klage vom Joseph Victor von Scheffel aus 1848 in dera Zeidung. Duach'n Herrn Biedermaier is de Biedakeit, da Klaageist und de unpolitische Hoitung von greßt'n Teu vom Büagatum vaspott't wua'n.

Vormärz nennt ma de Zeit z'weg'n da Tåtsåch', dass mit'n Aufbegeah'n geg'n de Restaurateaun duach de Heuliche Allianz[6] zwisch'n Preiss'n, Russlaund und Östarreich direkt zua Revoluteaun vom März 1848 hig'füaht wiad.

Politik[VE | Weakln]

A wichtiche politische Figua von dera Zeid woa da Fiascht Metternich, a Rheinlända, dea wo im Dienst vom östareichisch'n Kaisa g'staund'n is. Auf eahm gengan de so genaunnt'n „Karlsbader Beschlüsse“[7] vo 1819 z'ruck, de wo a stoake Eischränkung vo jeda politisch'n Tätichkeit bedeutet haum. A strenge Zensua is eig'füaht wua'n.

Außahoib von Deitschlaund, Östareich und Skandinavien gibt's drum aa de Begriff' Biedermeier und Vormärz net, weu de g'söischåftliche Entwicklung in de übrich'n Lända aundas g'wes'n is.

Mode und Wauhna[VE | Weakln]

De Damenmode is zwoa afåcha wua'n, owa gleichzeidich aa unbequema. Z'weg'n dera engan Taille san des Korsett und da Reifrock gaunz wichti g'wes'n. Weu aa de Männa a gaunz a'r enge Taille tråg'n haum, is sogoa bei denan des Korsett übli wua'n. Im G'sicht haum's Back'n- Lipp'n- und Kinnbäat', sowia launge Kotlett'n – de Favoris – tråg'n.

Des Büagatum håt se gaunz in sei Privat- und Famülienleb'n z'ruckzog'n. Net de Repräsentateaun woa wichtich, sundan des „häusliche Glück“ in de eiganan via Wänd'. De Biedermeier-Wauhnstub'n woa da Vualäufa vom heutich'n Wauhnzimma, de beliabteste Zeidung woa de Wiener allgemeine Theaterzeitung vom Adolf Bäuerle.

Gean san in da Hausmusi de Liada vom Schubert Franzl g'spüit und g'sunga wua'n. Da liabste Taunz woa da Weana Woiza und de bekaunnteste Ballettänzarin woa de Fanny Elßler.

Literadua[VE | Weakln]

  • Marianne Bernhard: Das Biedermeier: Kultur zwischen Wiener Kongreß und Märzrevolution. Econ, Düsseldorf/Wien 1983. ISBN 3-430-11313-X.
  • Renate Krüger: Biedermeier. Eine Lebenshaltung zwischen 1815 und 1848. Wien 1979.
  • Friedrich Sengle: Biedermeierzeit. Deutsche Literatur im Spannungsfeld zwischen Restauration und Revolution, 1815–1848. 3 Bände. Metzler, Stuttgart 1971; 1972; 1980. ISBN 3-476-00182-2; ISBN 3-476-00242-X.

Beleg[VE | Weakln]

  1. schaug bei Wiener Kongress
  2. schaug bei Deutsche Revolution 1848/1849
  3. schaug bei Restauration (Geschichte)
  4. schaug bei Bürgertum
  5. schaug bei Vormärz
  6. schaug bei Heilige Allianz
  7. schaug bei Karlsbader Beschlüsse