Boarisch Gmoa

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Wappen der Gmoa Boarisch Gmoa
Boarisch Gmoa
Deutschlandkarte, Position der Gmoa Boarisch Gmoa hervorgehoben
47.71944444444412.896666666667540Koordinaten: 47° 43′ N, 12° 54′ O
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regiarungsbeziak: Obabayern
Landgreis: Berchtesgadener Land
Häh: 540 m ü. NHN
Fläch: 12,34 km²
Eihwohna: 3045 (31. Dez. 2014)[1]
Dichtn: 247 Einwohner je km²
Postloatzoi: 83457
Voawoi: 08651
Kfz-Kennzoachn: BGL
Gmoaschlissl: 09 1 72 115
Adress vo da
Gmoavawoitung:
Großgmainer Str. 12
83457 Boarisch Gmoa
Hoamseitn: www.bayerisch-gmain.de
Buagamoasta: Hans Hawlitschek (CSU)
Log der Gmoa Boarisch Gmoa im Landkreis Berchtesgadener Land
Karte


Boarisch Gmoa (hoachdeitsch: Bayerisch Gmain) is a Gmoa in Obabayern. Sie zejt zum boarischn Sprachraum und is Teil vom Landkreis Berchtsgoana Land. Sie schliaßt si glei an Bad Reichenhall oo. Blos da kloane Bach Weißbach trennt de Gmoa vom östareichischen Groaßgmoa.

Gschicht[VE | Weakln]

"Auf da Gmoa" is a Johrhunderte lang gebrauchte Bezeichnung fia den Siedlungsraum zwischn Untersberg und Lattengebirge, Hallthurm und Kirchholz. Scho de Menschn da Bronzezeit wissn den Reichtum vom Boon und de günstige Lage da Umgebung zum schätzn und lassn si da fest nieder, ebenso wia Johrtausende spada de Grafn vo Plain, de de Gengad da Gmoa mit der Erbaung da Plainburg zum Mittelpunkt ihrer oban Grafschaft machan. Ungeachtet da landesherrschaftlichen Grenz, de de weitvastraadn Höfe noch dem Niedergang vo da plainischen Herrschaft scho vor 1300 in a bayerische und a salzburgische Hälfte teilt, is de dörfliche Gemeinschaft vo da Bevölkerung allawei ois a Einheit vastandn worn. Im Vollzug vom religiösen Lem is de kirchenrechtliche Einheit a Gemeinschaft stiftende Grundlage fia alle Gmoana. Was des wirtschaftliche Gefüge, des kulturelle Lem im Allgemeinen und de Schuiausbildung im Besonderen betrifft, hot de Landesgrenz entlang vom Weißbach kaam a Rolln gspuit. Aa de veifältigen vawandtschaftlichen Vaflechtungen drent und herent da Grenz buidn natürlicherweis a starks Bindeglied. Trennend wirkt lediglich de oiwei am Weißbach endende salzburgische und boarische Grichtsbarkeit, de de vaschiedene Landeshoheit begründet. Wirkliche Bedeitung hot de staatliche Trennung aba erscht ab 1816 kriagt, ois noch a kurzen Zeit da Vaeinigung vo de zwoa Ortsteile unta boarischer Vawoitung de politischen Unterschiede im 19. Joarhundad allawei stärkere Geltung kriang. Trotz da Ausformung vo zwoa eingständige Gmeindn is des Zsammagehörigkeitsgefühl erhoitn bliem. De selm wirtschaftlichn Interessen, vor oim im Fremdnvakea, trang aa dazua bei wia de Zweckmaßigkeit vo gmoasame technische Einrichtungen. Da bsundare Reiz - und no dazua a Vapflichtung - besteht in da Wahrung vom gmoasama historischen Erbe bei aller inzwischn entwickelter Eigenständigkeit.

Geografie[VE | Weakln]

Boarisch Gmoa liegt eibett zwischn de Bergmassive Untersberg und Lattengebirge. De Gmoagrenz im Nordn is des Kirchholz; es besteht im Untergrund aus Haselgebirge, a Mischung aus salzhoitigen Ton- und Gipsmergel. Im Ortsteil Leopoldstal is friara daraus Gips gwunna worn. Da Weißbach stellt im Ostn a natürliche und politische Grenz zum östareichischen Groaßgmoa dar.

Blick noch Groaßgmoa

Boarisch Gmoa hot an eigna Bahnhof an da Bahnstreckn Freilassing–Berchtsgoan, de seit 2006 oi Stund vo da Linie S3 vo da S-Bahn Soizburg befahrn werd.

Wirtschaft[VE | Weakln]

Wia in vei andern Alpngemeinden is aa da Tourismus da Haupterwerbszwoag vo de Bewohna. Seit dem Einbruch in da Bäder- und Kurbranche, was bsunders im benachbarten Bad Reichenhall zu spüren war und is, werd aa da zunehmad in Wellnessprojekte wia z.B. Spaß- und Erlebnisbäder investiert, de Gesundheit fördernde Sportarten progagiert (z.B. Nordic Walking, Schilanglauf) und aa auf Trendsportarten gesetzt (z.B. Canyoning).

Sengswiadigkeitn[VE | Weakln]

Bayerisch Gmain is a beliebter Kurort in da Nachan vo Berchtsgoan und Bad Reichahoi. De oide hejzane Soleleitung, de friara des salzhoitige Wassa vom Soizbergwerk in Berchtsgoan zua Saline in Bad Reichahoi transportiert hot, is heit no teilweis erhoitn.

Religion[VE | Weakln]

De katholische Pfarrkira is dem Heilign Nikolo vo da Flüe gweicht.

Persönlichkeitn[VE | Weakln]

  • Hans Erlwein (1872–1914), Architekt, Stodbaurat in Bamberg und Dresden.
  • Max Bernuth (1872–1960), Kunstmaler, Buchillustrator.
  • Claire Woidoff (1884–1957), Kabarettistin, Sängerin.

Im Netz[VE | Weakln]