Eduard Klischnigg

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Eduard (von) Klischnigg (* 12. Oktoba 1813 in London; † 17. März 1877 in Wean) woa'r a gaunz a bekaunnta Viecha-Imetatoa und Akrobat im 19. Joahundat.

De Menagerie van Aken, wo da Eduard Klischnigg aug'faungt håt

Leben[VE | Weakln]

Da Eduard Klischnigg woa'r a geburana Englända. In seina Zeit ois Matros' auf an Seg'lschiff håt a seine füa eahm späda so wichtich'n Kunststickln im Klettan und im Keapavabiag'n g'leant. Späda is a in da Waunda-Menagarie vom Herrn van Aken beschäfticht g'wes'n. 1835 is da Klischnigg nåch Wean kumma und håt beim Direkta Carl vom Theater an der Wien vuag'sproch'n. Obwoi da Klischnig daumois kaum a Wuat Deitsch kenna håt – wås jå fia'r an Akrobat'n eh net so notwendich g'wes'n warat –, woittat ea'r a Aungaschmau' und håt bitt', eahm ois „Affen auftreten zu lassen“. Da Carl woa olladings aum Aufaung goa net wiakli intaressiat und eascht, wia da Klischnigg si scheinboa gaunz traurich und valeg'n mit'n Fuaß hintan Uahwasch'n kråtzt håt, woa'r a beeindruckt.

Drum håt da Klischnigg de Ealaubnis kriagt, auf da Bühne seine Kunststickl'n zum zag'n. Owa ea is net auf de Bühne gaunga, sundan duach's Fensta eineg'hupft, auf'n Carl sein' Tisch g'sprunga und duat ois wia'r a Knäulal z'saummg'roit lieg'n blieb'n. Nåch an scheinboa'n Stuaz von da Vuahaungstaungan is a daunn ois peafekta steabata Åff' auf de Brettln g'leg'n – und sei Vatråg mit'n Direkta Carl woa peafekt.

Ois Kautschukmau aukindicht, is da Klischnigg a Attrakteaun füa's Theater an der Wien wua'n und da Johann Nestroy håt für den neuch'n Schauspüla safuat a passend's Stückl schreib'n miass'n. Bis da Nestroy damit featich woa, håt da Klischnigg in Deitschlaund etliche Gåstauftritt' absolviat. Des Stückl woa Der Affe und der Bräutigam, a riesicha Eafoig mit üwa hundat Vuastöllungan. Da Klischnigg is üwa d'Nåcht da Liebling von de Weana g'wes'n, ma håt eahm in de feinst'n Salauns, jå sogoa aunan Kaisahof eig'låd'n und olle woa'n begeistat von seine Kunststückl'n. Weu owa in Nestroy sei Stückl schee laungsaum nimma so intaressaunt füa's Publekum g'wes'n is, håt da Carl Dolt a neich's zweite mit'n Tit'l „Affe und Frosch“ g'schrieb'n, des wås owa im Vagleich mit'n Stückl vom Nestroy wiakli schlechta woa, und aussadem håt des Publekum von de Åff'ng'schicht'n eh scho gnua g'håbt.

Da Klischnigg woa'r owa a recht guada Vawoita von seine Gasch'n und is drum gaunz wohlhåbend wua'n. Späda håt ea daunn a Kollegin aus'n Choa vom Theata g'heirat' a g'wisses Fräulein Peschl. Aa bei seine vüi'n Gåstspülreis'n hau'm de Gasch'n imma g'stimmt. Imma wieda woa'r a aussadem in Wean aum Carltheater und aum Theater in der Josefstadt zum sech'n. In dene 1850a-Jahrl'n san owa a etliche riskant'n Spekulateaunan ins Aug' gaunga und ea håt sei gaunz' Vamög'n valua'n und woa'r ois oida Maa wiedarum zwunga, auf da Bühne seine Kunststückl'n zum zag'n. Weu des Publekum owa inzwisch'n vawöhnta woa'r und de afåche Åff'nimetiararei nimma valaungt woa, is nix meah zum vadiena g'wes'n. Wia da Klischnigg in sein' 65. Leb'nsjoahr g'stua'm is, woa daunn aa nimma vü Vamög'n då.

Literatur[VE | Weakln]

  • Klischnigg Eduard von. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wean 1965, S. 414.
  • Constantin von Wurzbach: Klischnigg. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 12. Verlag L. C. Zamarski, Wean 1864, S. 107.
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