Rotwejsch

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Rotwejsch, aa Rotwelsch, is de Bezeichnung fia a Gauna- und Bettlasproch. Des is a Gruppmsproch (Soziolekt), wo im Mittloita entstondn is. Rotwejsch is ois Geheimsproch vo oana Subkuitua vo Gaunan, Bettlan, Vagantn, foahrandn Hendlan usw. gschoffa worn, de wo vo da biagalichn Gsejschoft ausgrenzt woa.

Rotwejsch untascheidd si voa oim im Woatschotz vom Deitschn und Boarischn. Deshoib is in easchta Linie koa eignstendige Sproch, sondan a Jargon (Sondawoatschotz), wos in vui vaschiedanen - a regionajn - Variantn gibt.

Es san voa oim Lehnweata aus'm Jiddischn, Hebrejischn, aus'm Holländischn und aus de Zigeinasprochn (Sinti, Roma) wo an Sondawoatschotz ausmocha. De Woatschepfung basiat owa aa af vuiseitige Vaendarung und Umdeitung vo Weatan aus dena Sprochn bzw. aus da Umgongssproch.

Da hohe Otei vo jiddischn und hebrejischn Lehnweatan kimmt dohea, doss de Judn vo de moastn biagalichn Beruafn ausgschlossa worn. Deshoib worn vui Judn foahrande Hendla und Hausiera und hom so zua Subkuitua dazuagheat, wo Rotwejsch eafundn und gredd hod.

Beispui[VE | Weakln]

  • baldowan, ausbaldowan: „auskundschoftn“, vo jidd. baal „Mo“, und jidd. dowor „Soch, Woat“
  • Krauda, Kraudara: „Hondweaksmoasta“, Etymologie unsicha (vialleicht oana, wo's Hondweak im Kraut, d. h. af'm „frein Fejd“ ausgibt hod)
  • Stenz: „Steckn, Wondastock“, im Mingara Dialekt eigntli „Zuahejta“, owa a „Weiwahejd“, „kloana Ganov“ und „Lebemo“; woahscheinli vo dt.: „stemmen“; des sejwe wia af Weanarisch a Strizzi.
  • Cognacpumpn[1]: s Heaz
  • Wunnenberg[2]: a scheens Diandl
  • Griffling[2]: Finga

Schau aa[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. Peter Wehle: Die Wiener Gaunersprache, Wean, 1997
  2. 2,0 2,1 Jasmina Čirkić: Rotwelsch in der deutschen Gegenwartssprache, Darmstadt, 2006

Literatua[VE | Weakln]

  • Roland Girtler: Rotwelsch: Die alte Sprache der Diebe, Dirnen und Gauner. Böhlau, Wien 1998, ISBN 3-205-98902-3
  • Siegmund A. Wolf: Wörterbuch des Rotwelschen. Deutsche Gaunersprache. Buske, Hamburg 1994, ISBN 3-87118-736-4
  • Rosemarie Lühr / Klaus Matzel: Zum Weiterleben des Rotwelschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 57,1 (1990), S. 42-53 (z Regenstauf neadli vo Regnschburg)
  • Hansjörg Roth: Barthel und sein Most. Rotwelsch für Anfänger. Huber, Frauenfeld 2007, ISBN 3-7193-1462-6

Im Netz[VE | Weakln]