Evangelischer Friedhof Matzleinsdorf

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Da Friedhof mit da Christuskiach'n

Da'r Evangelische Friedhof Matzleinsdorf is a Friedhof im 10. Weana Beziak Favoritn, aum Aufaung von da Triester Stråß'n und da Gudrunstråß'n beim Matzleinsduafa Plåtz. Ea håt a Gress' von beinåh 50.000 m² mit 7.330 Gräba.

G'schicht'[VE | Weakln]

Da russische Soldat'nfriedhof
Innanraum von da Christuskiach'n

Von 1783[1] bis 1858[2] håt ma de evangelisch'n Christ'n auf de katholisch'n Friedhöf von Wean begråb'n, daunn is a eigana evangelischa Friedhof aug'legt wua'n. Dafüa is a Grundstück'l vua da Lina aum Raund von da ehemålich'n Vuastådt Matzleinsduaf kauft und aum 7. April 1858 da neiche Friedhof eig'weiht wua'n. Z'eascht håt da Friedhof zua Wieden g'heat, nåch 1861 zum neich'n Beziak Margareten und seit 1874 zua Favoritn. Da evangelische Teu vom Weana Zentralfriedhof is eascht späda aug'legt wua'n, owa trotzdem gibt's in Evangelisch'n Friedhof Matzleinsdorf bis heutz'tågs, so dass seitdem olle zwaa Friedhöf belegt wea'n.

Wia im Zweit'n Wödkriag da net weit weg davau g'legene Südbauhnhof, da heitiche Weana Hauptbauhnhof, bombadiat wua'n is, haum etliche Bomb'n aa den Friedhof troff'n.

Aum Evangelisch'n Friedhof Matzleinsdorf gibt's an russisch'n Soldat'nfriedhof; dea von 1945 bis 1947 in Vawendung woa, duat'n san a Massengråb und 32 Einzelgräba.

De Christuskiach'n[VE | Weakln]

Da Plan füa de heitiche Friedhofskiach'n is vom bekaunnt'n Architekt'n Theophil Hansen, von dem aa des Heeresgeschichtliche Museum[3] und des Weana Parlament[4] san. Se is in da Zeit von 1858 bis 1860 im orthodox-byzantinisch'n Stil baut wua'n, mit ana groß'n Kuppl und Sichtziagl'n auf de Auss'nmauan. Üwa'n Eigaung is jetzt'n a Mosaik-Imetateaun auf Goidgrund zum sehg'n, wo da Christus mit an Spruchbandl drauf is. Drinnan san insgesaumt 35 Engelsfigua'n, Fresk'n von de Evangelist'n und zwaa Büda von da Kreuzigung und von da Auferstehung.

De Kiach'n is aum 27. September 1860 g'weiht wua'n. Z'eascht nua'r ois Friedhofskiach'n vawendt, is se 1899 zua Filialkiach'n eahob'n und seit 1924 da Sitz von ana evangelisch'n Gemeinde A.B. (lutharisch) wua'n.

Gräba von bekaunnte Peasonan[VE | Weakln]

Auf'n Evangelisch'n Friedhof Matzleinsdorf san weit üwa 80zg Prominent'ngräba, wia zu Beispüi de foigend'n:

  • Baron Karl, Favoritna Origenäu
  • Carl Binder, östarreichischa Kapömasta und Komponist (Z.B. füa'n Johann Nestroy)
  • Konrad Adolf Hallenstein, Buagschauspüla, da Gründa von da Schlaraffia „Vindobona“ in Wean
  • Friedrich Hebbel, deitscha Schriftstölla
  • Adele und Wilhelmine Sandrock, bekaunnte Schauspülarinna (de Adele woa de Freindin vom Arthur Schnitzler)
  • Moritz Gottlieb Saphir, östarreichischa Schriftstölla, Theatakritika und launge Zeit da Gegna vom Johann Nestroy

schaug aa bei[VE | Weakln]

Waldmüllerpark

Literatua[VE | Weakln]

  • Prominentengräber auf dem evangelischen Friedhof Matzleinsdorf. Evangelischer Pressverband, Wien 1998, ISBN 3-85-073-277-0.
  • Evangelische Christuskirche Wien-Favoriten. Peda, Passau 2001.
  • Werner Schubert: Favoriten, Verlag Beziaksmuseum Favoritn, Wien 1992; S. 147.
  • Christine Klusacek/Kurt Stimmer: Favoriten. Zwischen gestern und morgen, Mohl Verlag, Wien 2004, ISBN 3-901781-38-1; S 55-58.
  • Maria Kinz: Lebenswertes Favoriten, J&V Edition Wien, Wien 1992, ISBN 3-85085-083-0; S 97.

im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Evangelischer Friedhof Matzleinsdorf – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. duach a Dekret vom Kaisa Joseph II. vom 22.11.1783
  2. weu duach de Konkordatsvahaundlungan von 1854 de Belegpflicht aufg'hob'n und von da katholisch'n Kiach'n wiedarum untasågt wua'n is
  3. schaug bei Arsenal
  4. schaug bei Österreichisches Parlament

48.17833333333316.360277777778Koordinaten: 48° 10′ 42″ N, 16° 21′ 37″ O