Waldmüllerpark

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Der Artikl is im Dialekt Weanarisch gschrim worn.
Waldmüllerpark
Im Park

Da Waldmüllerpark is a Parkaulåg im 10. Weana Beziak Favoritn de wo 1922 aun da Stöi vom remisch-katholisch'n Matzleinsduafa Friedhof aug'legt wua'n is. Ea håt a Fläch'n von rund 40.000 m² und liegt südlich von da Landgutgåss'n und nöadlich von da Dampfgåss'n. De Südbauhn mit'n Weana Hauptbauhnhof, da Giatl und de Gudrunstråß'n san glei in da Näh. Aa da Pölzerhof-Gemeindebau liegt direkt daneb'n.

G'schicht'[VE | Weakln]

Da Nikolsduafa Friedhof[VE | Weakln]

Des woa da Friedhof von da ehemålich'n Vuastådt Nikolsduaf (hochdeitsch Nikolsdorf; da oide Nauman woa Niclßdorff), de wo 1850 dem neich'n Bezirk Wieden und 1862 dem no neicha'n Margareten zuag'schlåg'n wua'n is. Aa de Tot'n von Matzleinsduaf san auf dem Vuastådt-Friedhof – ea woa'r ana von etliche – begråb'n wua'n, damit net olle Weana Tot'n auf'n Stephansfreythof hikumma miass'n.

1657 håt des Klosta Sankt Laurenz da Gemeinde Nikolsduaf an „öedt geweste Weingartten in Bernhardsthall negst Mätzelsdorf (Matzleinsdorf) zu Nutz und Gwähr“ üwageb'n. Då drauf hau'm de Nikolsduafa „ihren gotts ackher sambt Cappelle“ aug'legt und den neich'n Friedhof mit a Maua g'schützt. Des Areal woa'r ungefäah 20x30 m groß mit an Zuagaung von da heitich'n Landgutgåss'n. 1675 is de Friedhofskiach'n Maria Hilf im Schöff baut wua'n. Bei da Pestepidemie von 1679[1] san hundate Opfa doda begråb'n wua'n. Während da zweit'n Weana Türkenbelågarung von 1683 håt's schwaare Zastörungan geb'n, danåch is de Kiach'n a Wållfoahtsuat wua'n. Duach de 1704 baute Lina is da Friedhof von Nikolsduaf ohg'schnitt'n g'wes'n und woa nuameah mit an Umweg üwa'r ans von de Linator' erreichboa. Drum hau'm se de Matzleinsduafa 1722 an eiganan klaan Friedhof innahoib von da Lina baut und 1725 dazua de Florianikiach'n (im Voiksmund z'eweg'n dera dunklan Fassad' boid Raupfaungkeahra-Kiach'n g'hass'n). 1763 is aum Nikolsduafa Friedhof a'r Ansiadlarei aug'legt wua'n, de bis 1782 – Auflösung von da'r Ansiadlabruadaschåft duach'n Kaisa Joseph II. – bestaund'n håt. Da duatiche Eremit Matthias Käuffler, Frater Hilarion g'hass'n, håt zwoa'r in sein Heis'l bleib'n diaf'n, is olladings zum Kiach'ndiena „degradiat“ wua'n. Boid drauf is a bei an Gewoitvabrech'n umbråcht, sei Möada auf'n Rabenstein[2] in da Rossau hig'richt wua'n.[3]

Bei da'r Auflåssung von de gaunz'n Friedhöf innahoib von da Lina åb 1. Jänna 1784 z'weg'n de „Josephinisch'n Reforman“[4] vom Kaisa Joseph II. woa (scho 1783) geplant, den Nikolsduafa Friedhof zum „allgemeinen Freythof vor der Matzleinsdorfer Linie“ füa gaunz Wean zum ausbau'n und auf's Viafåche zum vagressan. Dazua is owa net kumma, da Nikolsduafa Friedhof is nua'r a weng'l vagressat, um an tiakisch'n Beståttungsbereich eaweitat und zum „neuen Matzleinsdorfer Freythof außer der Linie“ umbenaunnt wua'n.[5]

Da Matzleinsduafa Friedhof[VE | Weakln]

Z'weg'n dera Auflåsuung von de Friedhöf' innahoib von da Lina – da Grund woa'n g'sundheitliche Bedenk'n (Grundwåssa-Brunnan!) – san ois Easåtz fünf „communalen Friedhöfe“ eigricht' wua'n, nämli da der Sankt Marxer, Währinga, Schmelza, Hundsthurma und da Matzleinsduafa Friedhof. Mit rund 40.000 m² woa da im Septemba 1784 aufg'måchte Matzleinsduafa Friedhof da zweitklaanste davau. Ea woa wia sei Vuagänga mit an Mauaweak umgeb'n, de oide Ansiadlarei is es Tot'ngräwahaus g'wes'n und eascht 1974 endgüitich ohg'riss'n wua'n. De Friedhofskiach'n woa g'speat und soittat aa ohg'riss'n wea'n; se is owa no bis ins easchte Joahrzehnt vom 19. Joahrhundat auf Pläne zum sehg'n g'wes'n. 1829 håt's no amoi Vagressarungan vom Friedhof geb'n.

De Eaöffnung vom Weana Zentralfriedhof im Joahr 1874 woa gleichzeidich des End von de „communalen Friedhöfe“, aa vom Matzleinsduafa Friedhof. 1879 is a daunn endgüitich füa Begräbniss' g'speat und åb 1922 in an Park umg'waund'lt wua'n.

1874 is dea Teu von Margareten, dea wo aussahoib von da Lina g'leg'n is, z'saummt'n Friedhof aun den neich'n 10. Beziak Favoritn kumma.[6]

Da Waldmüllerpark[VE | Weakln]

Aum 23. Oktoba 1923 is da Waldmüllerpark – benaunnt nåch'n prominentest'n von de doda Begråbanan – vom Büagamasta Jakob Reumann eaöffnet wua'n.

Ois Erinnarung, dass des a Friedhof g'wes'n is, san Stickl'n von da Friedhofsmaua und aundare Bauteu (a Staalaub'n und a Staapergola beim Haupteigaung) steh blieb'n. Aa de oid'n Baam san blieb'n. De Gewey-Famüliengruft („Gewey-Kapöi'n“), des Prunkstickl vom Friedhof, is ohg'riss'n wuan und zwoa z'weg'n ana voag'sechanan Stråß'n, de daunn owa goa net kumma is; heutz'tågs is duat'n a Hndeauslaufzone. Aus da ehemålich'n Friedhofsgäatnarei is a Kindatågesheim von da Stådt Wien wua'n.

Gräbahain, Blick zum Rondeau mit'n oid'n Friedhofskreiz
Gråbstaa vom Carl Adam Kaltenbrunner

Da Gräbahain[VE | Weakln]

Rund 100 Gråbstana, de wo historisch-künstlarisch weatvoi woa'n, san zua'r an Gräbahain z'saummg'stöit wua'n. Dazua håt ma de betroffanan Tot'n exhumiat und unta de Gråbstana no amoi begråben.[7]

Auszugsweis' san zum eawähna:

  • da Måla Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld (1788–1853)
  • da Franz von Pillersdorf (1786–1862), da Schöpfa von da Pillersdorfschen Verfassung von 1848[8]
  • da Johann Michael Vogl (1768–1840), da bekaunnteste Sänga vom Schubert Franzl seine Liada
  • da Franz Xaver Gewey (1764–1819), da Vafåssa von de seinazeit bekaunnt'n Eipeldauer-Briaf[9], Gewey-Kapöi'n (ob'n)
  • da Obast Franz Xaver Hackher zu Hart (1764–1834), da eafoigreiche Vateidiga vom Graza Schlossbeag geg'n de Franzos'n
  • da Nikolaus Johann van Beethoven (1776–1848) da Bruada vom Ludwig van Beethoven
  • da Dichta Carl Adam Kaltenbrunner (1804–1867), a wichticha Foascha zum Thema östarreichische Mundoat'n
  • da Biedermeier-Måla Ferdinand Georg Waldmüller (1793–1865), nåch eahm is da Park benaunnt
  • unta'r an Staa mit ana Schlaungan und ana Ros'n lieg'n 14 Zögling' vom Theresianum auf da Wiedn, de wo aunan Typhus g'stuab'n san[10]

schaug aa bei[VE | Weakln]

Literatua[VE | Weakln]

  • Werner Schubert: Favoriten, Verlag Beziaksmuseum Favoritn, Wien 1992.
  • Walter Sturm: ...außer der Linie. Favoriten am Wienerberg. Favoritner Museumsblätter Nr. 30, Museumsverein im Bezirksmuseum Favoriten, Wien 2004.

im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Waldmüllerpark – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. de Pestepidemie woa da Grund füa'n Bau von da Weana Pestsäul'n aum Graben in da Innaran Stådt
  2. schaug bei Wiener_Hinrichtungsstätten#Zivilpersonen
  3. Franz Maurer: Die ehemalige Wiener Vorstadt Margareten, Wien 1910, S. 70.
  4. schaug bei Josephinismus
  5. Sturm: ...außer der Linie, S. 21–26 (füa's gaunze Kapit'l Nikolsduafa Friedhof)
  6. Sturm: ...außer der Linie, S. 25–27 (füa's gaunze Kapit'l Matzleinsduafa Friedhof)
  7. Akt der Magistratsabteilung 57/R, Zahl 22/425/21.
  8. schaug bei Pillersdorfsche Verfassung
  9. schaug bei Eipeldauer-Briefe
  10. Werner Schubert: Favoriten, S. 157–171.

48.1804516.36534Koordinaten: 48° 10′ 50″ N, 16° 21′ 55″ O