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Lateinische Phrasn/D

Aus Wikipedia


Initiale D
Bei da Peason links untn (Koasa Geta) is da Schädl glescht.
Damnatio memoriae
„Vadommung vo da Eainnarung“: Wenn jemond ausn Gmiak gleschi wean soi. Vahosste Typn san aus de Annaln tuigt woan, olle Buida und Inschriftn, de wo auf de Peason hingwiesn hom, san zasteat woan.
Dat census honores.
Ovid, Amores 3,8,55.
„Reichtum bringt Oseng.“ „Da Diridari machd honorig.“
Dat, dicat, dedicat.
„Er gibt, weiht und widmet.“ - Weiheforme fia Opfagengständ, obkiazt mit D. D. D. A ondare Version is „Dat, donat, dedicat“.
De nihilo nihil fit.
„Aus nix werd nix.“[1] Des glaubm de Natuawissnschoftla.
Da Baua sehgd des aa und glaubd an des umgkead Rezept: „Vöj hejft vöj.“
De Homeopatn glaubm wieda ebbs andas, wia d'Gruawarin in oam vo iarene Programme moand. Da gehd da Baua iwa n Agga, loßt an Schoaß und sagt: „So, jezz is dungd.“
deleatur
„Weg damit!“ Des is de Bedeitung von am Korrekturzeichen für Manuskripte: Ma schtraecht den Buachstabm oder den Texttoj, der wegghert, durch und schreibt danebm ann Rand, – fia deleatur! – a kloans d in der deitschn Kurrentschrift.
Delirant isti Romani.
„De spinna, de Rema.“ - Aus da lateinischn Version vo da Asterix-Serie; Standardspruch vom Obelix.
Demon est deus inversus.
„Da Deifi is da Hintan vom God.“
Den Satz, der in de Theosophie und in de sunstige Esoterik ghert, den hat die Helena Petrovna Blavatsky in oam vo ihrane Hauptwerk (Die Geheimlehre) bekannt gmacht[2].
Deorum vitam apti sumus.
„Wia God in Frankreich lebma jetz.“[3]
Diem perdidi.
„I hob an Tog valoan!“ - A Spruch vom remischn Kaisa Titus, wia eam beim Essn eingfoin is, dass a an im Tog no nix Guads gmocht ghobt hod.
Siegl vom Bundesstoot Maine
Dirigo.
„I loat enk.“ Motto aufm Stootssiegl vom amerikanischen Bundesstoot Maine, vo 1820. Da Polarstean ois Loatstean vo de Seefoara is domit gmoant.
Doctor
„Leara“ - A Doktor is imstond, jemond ondan wos beizbringa.
Ducunt volentem fata, nolentem trahunt.
„S Schicksae waest den, dea wo se waesn losst; dea wia se ei(nspraezt, den zarrt s mid eam fuat.“
Des is a lataenischa Tragedienvers, den wo ma baem Seneca[4] lest. Herstamma tuat a entweda vom Philosophm Seneca (dea hod aar a Stucka nae(n Tragedien gschriebm) oda vo dem griachischn Dichta Kleanthes.[5]
Des woaß ma deswegn ned, wae da Seneca an deara Stell a boa Vers vo dem Kleanthes auf Lataenisch iwasetzt und dann hängt a den zitiatn Vers, den wia ma sunst ned kennt, no dra(n.
Dura lex sed lex
„Des Gsetz (is) hoat, oba (es is) des Gsetz.“
Durum patientia vincit.
„Geduld gwinnt geng Härte.“
Des is a Kuazfoam von a-r-am ganzn Versal (an Hexameter):
Dura pati virtus, vincit patientia dura. (S Harte datrogn is Tapferkaet, übers Harte werd Herr die Geduid.) - Des is a Wahlspruch auf a-r-am Stammbuachbladdl vo oam vo dene Herzög vo Lauenburg.
  1. Lukrez, De rerum natura (Iwa d'Natua) 2,287: „de nihilo quoniam fieri nil posse videmus“ („Wae ma sehgn, das aus nix nix werdn ko(n“).
  2. Vgl. dort: Bd. I (Kosmogenesis), Zweiter Teil (Die Entwicklung der Symbolik), Abteilung XI (Demon est deus inversus)
  3. Terenz, Heauton timorumenos 693
  4. Epistulae morales 107,11
  5. frg. phys. 527 Arnim