Maria Theresia

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Maria Theresia, um 1752
De Maria Theresia mid uma 10–12 Joa.
De Maria Theresia mit iara Famülie. Da Thronfoiga Joseph II. steht am Stean vom Fuaßbodn (um 1754).

De Maria Theresia vau Östareich (* 13. Mai 1717 in Wean; † 29. Novemba 1780 emdo) woara Fiaschtin ausn Haus Hobsbuag. Ois Frau vom remisch-deitschn Kaisa Fraunz I. Stephan is se Kaisarin vau Östareich gnaunnt wuan, obwois se söwa goa ned krent woa. Vau 1740 bis 1780 woa se de regiarande Eazheazogin vau Östareich und Kenigin vau Ungarn, Krowozien und Behmen.

In Kaisa Fraunz I. Stephan haum de Regiarungsgschaftln ned intressiat, desweng hod de Maria-Theresia praktisch gaunz alanich regiat. Sie is aane vo de wichtigstn Monarchn im aufkleatn Absolutismus gwesn.

De Maria Theresia hod bedeitande Reforman duachgsezt. De Stootsorganisation, des Justiz- und des Büüdungswesn hods komplett umkrempet. De Wiatschoftspolitik hods in Richtung Merkantilismus gfiat. De Mocht vo de Ständ hods zruckdrängt und in Zenträustoot gsteakt.

Aussnpolitisch hod de Maria Theresia an Ausgleich mit Fraunkreich gsuacht. Im Östareichischn Eabfoigekriag und im Siemjährign Kriag hod Östareich Schlesien valuan, mit da Easchtn Poinischn Täulung Galizien gwuna.

Nochn Dod vau ian Mau 1765 is ia Bua Josef II. remisch-deitscha Kaisa wuan. Mit eam hod sa si de Regentschoft täut. Des hod Konfliktstoff gem, wäu sie eazkatholisch und ia Suhn progressiva gwesn is.

Junge Joa und Famülie[VE | Weakln]

De Eazheazogin Maria Theresia Walburga Amalia Christina vo Östareich is am 13. Mai 1717 in Wean zua Wöd kumma. Sie woa es zweite Kind vom Kaisa Karl VI. und seina Gemohlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Da Kaisa Karl VI. hod drei Madln ghobt und aan Buam, dea wos owa friah vastuam is. Ea woa da lezte Mau vom östarreichischn Zweig vau de Habsburga. Desweng hod a festglegt, dass sei ötaste Tochta, Thronfoigarin wiad (1713, Pragmatische Sanktion). Fraun woan bis dohii vo da Thronfoige ausgschlossn.

De Maria Theresia hoa a guade Eaziahung ghobt, is owa ned auf de megliche Roin ois Thronfoigarin vuabereitet wuan. Des obwoi ia Bruada, da Thronfoiga, nua wenige Monat glebt ghobt hod. Ia jingste Schwesta, de Anna-Amali, is aa fruah gstuam, mit nua segs Joa.

Zaum mit iara klaanan Schwesta Anna-Amalia is se vau da Karoline vau Fuchs-Mollard, Fuxin gnaunt, eazogn wuan. De Fuxin woa aa ia Amme, Kindafrau und Eaziaharin und hod es hexte Auseng in da kaisalichn Famülie ghobt. Späda is se sogoa in de kaisalichn Kapuzinakruft begrom wuan, wos recht ungwehnlich woa.[1]

Heirat[VE | Weakln]

De Auswoi vom Ehemau is politisch-taktischa Iwalegung gfoigt. Aufgrund vau da eiropäischn Gleichgwichtspolitik is de Woi auf Fraunz Stephan vau Lothringen gfoin. Ea hod scho am Weana Hof glebt und de Maria Theresia hod eam aa gean ghobt. De Hochzeit woa am 12. Feba 1736 in Wean in da Augustinakiachn.

De Ehe kau ma ois recht glicklich bezeichnan, obwoi da Fraunz I. Stephan an Haufn Affärn ghobt hod. Sowos woa owa am Hof nix Ungwehnlichs. Se haum mitananda 16 Kinda ghobt.

De Maria Theresia hod iare Kinda täuweis iwafiasuaglich bemuadad.[2] Se hod owa aa söwa a strengs Schulungsprogramm fia iare Gschroppn ausgoawad.

Regiarungszeit[VE | Weakln]

1740 is da Voda vau da Maria Theresia gstuam. Duach de vau eam ealossane Pragmatische Sanktion hods a Recht auf de Thronfoige ghobt. Am Aufaung vau iara Regiarungszeit hod sa si auf de Berota vau iam Vodan valossn miassn. De woan ned grod begeistad, dass a Frau de Thronfoigarin woa und haum, bis auf aan, ned drau glaubt, dass des guad gäht.

Späda hod de Maria Theresia amoi iwa de Aufaungszeit gsogt: „Alle meine Mitarbeiter ließen, statt mir Mut zuzusprechen, diesen gänzlich sinken, taten sogar, als ob die Lage gar nicht verzweifelt wäre. Ich allein war es, die in allen diesen Drangsalen noch am meisten Mut bewahrte, im kindlichen Vertrauen und oftmaligen Gebet Gottes Beistand anrief.“[1] Nua in Geheiman Stootssekretär Bartenstein hods vau da Kritik ausgnumma: „daß ihme allein schuldig die Erhaltung dieser Monarchie. Ohne seiner wäre Alles zu Grund gegangen.“[3]

Östareichischa Eabfoigekriag[VE | Weakln]

Da oida Kaisa hod ois gmocht ghobt, damit de Pragmatische Sanktion und damit de Thronfoige vau da Maria Theresia aa in Eiropa aunakaunt wiad. Noch sein Dod is owa de Rechtmäßigkeit vau da Thronfoige vau vüü eiropäischn Heaschan auzweifet wuan. Etliche eiropäische Heascha haum an Auspruch auf Täule vau Östareich eahom oda wia de bayerischn Wittelsbacha auf de Kaisakrone. Des hod zu Spaunungan und zu Kriag gfiaht.

No im Dodesjoa vom Kaisa is da Friedrich II. vau Preißn in Schlesien eimaschiad und hod so in easchtn Schlesischn Kriag ausglest, dea wos bis 1742 dauat hod. Gleichzeitig hod a Allianz vau Spanien, Fraunkreich, Bayern, Saxn, Schwedn, Neape, Kuapfoiz und Kuaköln in Östareichischn Eabfoigekriag augfaungt. Nua Großbritannien und Hollaund haum de Maria Theresia untastizt.

Es hod si boid zagt, dass de Maria Theresia im Untaschied zu iam Ehemau Fraunz I. Stephan a Kämpfarin woa. Da Fraunz wuit imma nua an Ausgleich und is so ins politische Obseits kumma. De Maria Theresia hod so boid de Hosn aughobt.[4]

Es End vom Eabfoigekriag woa da Friedn vau Aachn 1748. Damid woa Schlesien fia Östareich an Preißn valuan una zwoa kloane Heazogdima (Parma & Piacenza und Guastalla) san an Spanien gaunga. Östareich woa owa wieda stabilisiad und de Maria Theresia ois Throneabin vaum Karls VI. aunakaunt.[5]

Theresianische Stootsreform[VE | Weakln]

De Maria Theresia hod in iara gaunzn Regiarungszeit de Mocht und de Vaschwendungssucht vaum Odl und vau de Ständ systematisch zruckdrängt. Des hod dozua gfiaht, dass da Stootsapparat gsteakt und de Zasplittarung vau da Stootsvawoitung noch und noch aufglest wuan is. Do hods aa vüü vau Preissn gleant, aa in da Büdungspolitik und in da Organisation vaum Mülitär. Des woa da Geist vaum aufgekleatn Absolutismus, wo si do duachegsezt hod. De Maria Theresia hod söwa driwa gschriem: „So ist ein Landesfürst schuldig, zu Aufnahme oder Erleichterung seiner Länder und Unterthanen wie auch deren Armen, alles anzuwenden, keineswegs aber mit Lustbarkeiten, Hoheiten und Magnifizenz die einhebenden Gelder zu verschwenden.“[6]

Stootsorganisation[VE | Weakln]

1942 hod de Maria Theresia de Haus-, Hof- und Staatskanzlei" aufbaut, de wos vua oim außnpolitische Kompetenzn ghobt hod.

De massivn Reforman haum owa eascht nochn östareichischn Eabfoigekriag augfaungt. De hochn Kriagskostn haum a grundlegande Neiuadnung vau da Steiapolitik nedig gmocht. Es is de Steiapflicht fia jedn eigfiaht wuan, aa fian Odl und fiad Pfoffn.

Heeresreform[VE | Weakln]

Da östareichische Eabfoigekriag hod zagt, dass de Armee dringand reformiat hod wean miassn. De Maria Theresia hod de Streidmocht vadopped und vau Grund auf reformiat. De "kaisalische Armee" is in a "östareichisches Heer" umgwaundlt wuan. De preissische Armee woa fia de Reform es Vuabuid. 1751 hod de Maria Theresia in Weana Neistod de Theresianische Mülitärakademie aufbaun lossn.

Justizreform[VE | Weakln]

De Maria Theresia hod aa es Justizwesn vau Grund auf saniat. Es Reichshofrotswesn is vabessad und a obasta Grichtshof eingfiaht wuan. De Grichtsboakeit vau de odlign Grundherrn is eingschränkt wuan (Patrimonialgrichta) genauso wia de Kompetenz vau de Stodgrichta.[7] Es Recht in de Habsburga Lända is stoak vaeinheitlicht wuan.

Schau aa[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Maria Theresia – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. 1,0 1,1 Walter Pohl, Karl Vocelka: Die Habsburger. Eine europäische Familiengeschichte. Herausgegeben von Brigitte Vacha, Graz 1992, S. 288.
  2. Walter Pohl, Karl Vocelka: Die Habsburger. Eine europäische Familiengeschichte. Herausgegeben von Brigitte Vacha, Graz 1992, S. 289.
  3. Zitat nochn Franz Herre: Maria Theresia, S. 47.
  4. Alois Schmid: Franz I. und Maria Theresia. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519–1918. Heiliges römisches Reich, Österreich, Deutschland. München 1990, S. 235.
  5. Walter Pohl, Karl Vocelka: Die Habsburger. Eine europäische Familiengeschichte. Herausgegeben von Brigitte Vacha, Graz 1992, S. 295.
  6. Walter Pohl, Karl Vocelka: Die Habsburger. Eine europäische Familiengeschichte. Herausgegeben von Brigitte Vacha, Graz 1992, S. 300.
  7. Helmut Reinalter: Maria Theresia. In: Ders. (Hrsg.): Lexikon zum Aufgeklärten Absolutismus in Europa: Herrscher – Denker – Sachbegriffe. Wien 2005, S. 404.