Zum Inhalt springen

Waldkirchen

Aus Wikipedia

Woidkiach liegt an oam vo de Goidna Steig und is de eiwohnareichste und jiangste Stod im niedaboarischn Landkroas Freyung-Grafanau. De Ahebung zua Stodt is 1972 afoigt.

Woidkiach is oane vo de eastlichstn Städt vo Baiern. De Stod liegt zwischn da Dreiflüssestod Bossa und dem Nationoipark Boarischa Woid.

Bis zum 18. Joahrhundat

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

Dem beideitndn Handlsweg Goidna Steig in Richtung Beahma vadank da Moakt Woidkiach sei Astehung, de woi an die Joahrdausandwend zruckreicht. A Reiseobrechnung vo 1203 vo am Pfarra in oda vo ana "Kiach im Woid" losst erstmois aaf Woidkiach schliaßn. Da Ibaliafarung noch hot Woidkiach 1825 des Moaktrecht und war da Haupt oat im sognanntn Abteiland, dem ehemolign Bsitz vom Kloasta Niedanbuag ob Bossa, dess seit da Wend zum 13. Joahrhundt Eingtum vom Hochstift Bossa war. Da Bossaa Fürstbischof Bernhard vo Prambach hot im Joahr 1300 des Moaktrecht bestätigt, de alloanige Soizniedalog im Bossa Abteiland und den Stroßnzwang, doch es ist de Woidkiachna spada ned glunga, de Rechte fia den domois eiträglichn Soizhandl zu vateidinga. Seit dera Zeit hot der Oat bis zum Joahr 1806 a Moaktgricht mit weitgehande magistratische Eignrecht bsessn. 1458 is Woidkiach vom beamischn Heer unta Kaplirz de Sulewicz mit ana Brandschatzung bedroht. Da Bassaa Bischof Ulrich vo Nußdoaf hot doraafhi um 1460 a Ringmaua mit zehn Türm und zwo Toabautn aricht. Aaf da eatastn Osich vo Woidkiach aus dem Joahr 1720 vo Joseph Haas is de Maua no voistände voahandn, oanige Rest vo da Befestigung san bis heit ahoitn, andare Teile san zum großn Teil zua Aafweatung vom Tourismus rekonstruiert. Da Oat is 1803 mit dem greaßtn Teil vom Hochstiftsgebiet zugunstn vo Erzherzog Ferdinand vo Toskana säkularisiert worn und erst 1805 an Baiern gfoin. Im Zug vo da Vawoitungsrefoam in Baiern is mit dem Gmoaedikt vo 1818 de heitige Gmoa entstandn.

In seina Gschicht ham 1492 bis 1945 sechs vaheerande Stodbränd Woidkiach hoamgsuacht. Da Brand vo 1862 hot 140 Haisa vanicht. Da letzte Brand hot se noch Beschuss duach amerikanische Truppen in de letztn Kriagsdog am 26. Aprui 1945 aeignat. Dobei san achtn Menschn teat worn, 48 Wohnhaisa und de Kiach san zasteat sowia 120 Familian obdachlos worn.

Am 16. Septemba 1972 is da Moakt Woidkiach zua Stod ahom worn.

Am 1. Januar 1968 is de bis dohi söjbständige Gmoa Obafraunwoid eigliedat worn. am 1. Juli 1970 san de Gmoa Ratzing und Schiefweg dazua kemma, Untaheahnstettnis am 1. Aprui 1971 gfoigt. Am 1. Januar 1978 sand no Beahmzwiesl mit am Teil vo der 1946 aafgleastn Gmoa Stodl und de Gmoa Karlsboch dazua kemma. Es gibt 67 Oatsteil:

Eiwohnaentwicklung

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

Woidkiach in de domolign Grenzn

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • 1939: 1.926 Eiwohna
  • 1950: 2.647 Eiwohna
  • 1970: 3.099 Eiwohna

Woidkiach in da heitign Ausdehnung

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • 1961: 5.764 Eiwohna
  • 1970: 6.391 Eiwohna
  • 1991: 9.943 Eiwohna
  • 1995: 10.468 Eiwohna
  • 2005: 10.603 Eiwohna
  • 2010: 10.481 Eiwohna
  • 2015: 10.283 Eiwohna
  • 2016: 10.384 Eiwohna
  • 2020: 10.721 Eiwohna

Zwischn 1988 und 2018 is de Stod vo 9.489 aaf 10.534 um 1.045 Eiwohna bzw. 11 % gwachsn.

88 % vo de Eiwohna san reamisch-katholisch, weidare 6 % evangelisch, 0,3 % oidkatholisch, da Rest bekennt se zu andane Religionsgmoaschaftn oda gheat koana Glaubansgmoaschaft o. Im Umkroas vo da Stod gibts neba de Kirchn vo de vaschiedana Pfarreien aa no zoireiche Fluakapöjn, Buidsteack und Wegkreiz.

  • 1.Buagamoasta: Heinz Pollak, UCW FW
  • 2.Buagamoasta: Christian Zarda, UCW FW
  • 3.Buagamoasta: Hans Kapfer, BP

Blasionierung:"In Blau aaf greanam Bodn in Seitnosicht a suibane Kiach mit grea decktm Zwiewetuam und rotm Doch; rechts davao stehand a greana Nodlbaam."

Stodpoatnaschoftn

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

ILE Abteiland

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

De Gmoa is Mitglied vo der im Aprui 2011 vo 11 Kommunan gründtn Aobatsgmoaschaft "Integrierte Ländliche Entwicklung Abteiland" (ILE Abteiland), dern Motto es is, den Natua-, Kuitua- und Wirtschoftsraum Abteiland ois lemswerte Hoamat zu ahoitn und zum gstoitn.

Kuitua und Sehnwiadekeitn

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • Museum Goidna Steig
  • Museum im Emerenz Meier Haus, Schiefweg
  • Haus da Natua, Kuitua, Kunst und Jugand (HNKKJ) in da ehemolign Kittlsäg am Marktmühlnweg in Woidkiach
  • Kunstraum Jahnstrass
  • Stodpfarrkiach St. Peter und Paul, aricht vo 1857 bis 1861 noch Plän vo Leonhard Schmidtner. Dea ois "Dom vom Boarischn Woid" bezeichnate dreischiffige neigotische Pfeilabau is im Zwoatn Wöjtkriag schwar bschädigt und donoch wiedaheagstöjt worn.
  • Nemkiach St. Karl Borromäus (Karoli-Kapöjn), um 1665 abaut, 1756 umgstoit. De Ausstattung is barock, aaf den restauriertn Decknfreskn werd de Vita vom hl. Karl Borromäus dogstöjt.
  • De evangelisch-lutharische Aleasakiach is 1955 in da Näh vo da Stodpfarrkiach abaut worn.
  • Da historische Moaktplot mit seine mittloitalichn Hausfassadn und de stoanan Radobweisan is de geignate Kulissn fia Feste olla Oat.
  • De Aussegnungshalle in Woidkiach am Friedhof is a Stättn des Abschieds und da Traua.
  • Des Bodndenkmoi Goidna Steig Woidkiach ainnat an des 1000-jahrige Jubiläum vom Goidna Steig.
  • De Zwieslhoizkapöjn aus dem Joahr 1830 steht am Fuaß vom Karolibeag.
  • Entlang vom "Griaß God"-Weg befindn se vui Sehnswiadekeitn wia de Gedenksäule fia Maria Schmid, des Normannendenkmoi und des Mahnmoi vo da Jagdgnossnschoft Woidkiach/Obafraunwoid.
  • An da nördlichn Seitn vom sog. Saußwoid, hoch iba da Saußbochklamm befindt se aaf ana Stoasailn des Buidnis vo da "Maria vom Guadn Rot".
  • Stodpark. Vom 29. Juni bis 2. Septemba 2007 war Woidkiach Ausrichta vo da Gartnschau "Natua in Woidkiach". De Vaanstoitung is zua bishea afoigreichstn "kloana" Landesgoatnschau vo Baiern seit Bestehn vo da Vaanstoitungsreih.

Freizeit und Tourismus

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • Im Septemba 1973 is in Woidkiach-Dorn da erste Spatnstich zua erstn eaffantlichn Goifanlag vo da Bundesrepublik afoigt. Im Herbst 1975 hot de etwa 3 Kilometa eastle vo Woidkiach glengne 9-Loch-Anlag mit ana Fläch vo iba 25 Hektar aeaffnat wern kenna. 1997 und 1998 is dea Plotz noch de Plän vo dem Architektn Keith Preston um de 18-Loch-Turnieranlag in Poppnreit aweitat worn, so dass jetzt a etwa 90 Hektar umfassande Anlag voahandn is.
  • 2,5 Kilometa eastle vo Woidkiach liegt da Kuapark Erlauzwiesla See. Do befindn se a Kuapavillon mit Seebühne sowia weidare Sehnwiadekeitn. Im See san vaschiedane Oatn vo Wassaspoat meagle.
  • Da Klettawoid Woidkiach werd vo Einheimische und Touristn gern bsuacht.
  • großa Bewegungspacours (seit 2014) am Kuapark Erlauzwiesla See
  • Gäste- und Buagahaus mit Vaanstoitungssoi und Konfarenzräum fia Tagunga
  • Karli-Bodepark im Hallnbod, Sauna, Freibod, 100 Meta Rutschn und Mediterraneum
  • Saußbochklamm südle vo Woidkiach
  • Stodpark mit nei arichtata Stodparkbühne im Joahr 2016
  • Zaubawoid am Karoli
  • Kneipp-Anlag am See
  • Schilift am Obafraunwoid
  • Mehr ois 100 Kilometa Radl- und Wandaweg
  • Eishalle am Karoli Beag
  • Aussichtstuam am Obafraunwoid
  • mehrare Tennisplätz
  • Minigoif-Anlag

Da ESV Woidkiach is a Eishockeyvarein (de Karoli Crocodiles), dea 1999 anstoi vo da aafgleastn Eishockeyobteilung vom TSV Woidkiach den Spuibetrieb aafgnomma hot, und gheat unta de Spoatvareine zu de Aushängeschuida vo da Stod. Er nimmt am Spuibetrieb vom BEV teil, wobei er seine Hoimspui in da Eisspoathalle Karoli austrogt. Ab de Saison 2018/19 spuin de Crocodiles in da Boarischn Landesliga. Da greaßte Afoig in da Vareinsgschicht hot da ESV 2011 noch da Boarischn Landesliga-Vizemoastaschaft areicht, ois a se fia de viertklassige Regionoiliga (BYL) qualifiziert hot. Da ESVW hot sei Aafstiegsrecht ned woanemma kenna und hot deshoib in da Foigesaison weida in da BLL gspuit. Weidare Afoig warn de viermolige Moastaschaft vo da Boarischn-Bezirksliga Ost bzw. Nord und de zwoamolige Moastaschaft vo da Boarischn Landesliga 1995 und N/O 2011. Da TSV Woidkiach umfasst mehra aktive Abteilunga, z. B. fia Fuaßboi oda Volleyboi. De Gwichtheba vom TSV ham 2020 de Baiernliga gwonna und san in de 2. Bundesliga aafgstieng.

Reglmäßige Vaanstoigunga

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • 5. Januar: Rauhnacht
  • Foodtruck-Festival im Mai (seit 2016)
  • Juni: Buagafestival
  • Juni: Ringmauafest
  • Juli/August: Voiksfest
  • Juli-Septemba: Blosmusisomma (seit 2015)
  • Doafmoakt Schiefweg
  • Woifstoana Heabst
  • Heabstmoakt
  • Ostamoakt
  • Weihnachtsmärkt in de Deafa vo da Stod und aaf dem Moaktplotz

Wirtschoft und Infrastruktua

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

Woidkiach is iba an Autobahnzuabringa (Staatsstraß 2131) (zwischn Aicha vorm Woid und Hutthurm) sowia Röhrnboch iba de B 12 an de A 3 obschlossn. A Staatsstroß - da oide WOS 1 : vabindt Woidkiach mit Freyung Außadem is Bossa iba de B 12 noch 30 Kilometa zum areicha. 1892 ham de Keaniglich Boarischn Staatseisnbahnan de Bahnstreck Bossa-Freyung, an der se etwos ausßhoib im Stodteil Richardsreit da Bahnhof Woidkiach (Niedabaiern) befindt, in Betrieb gnomma. Ab 1910 hot am Bahnhof Woidkiach de Bahnstreck Woidkiach-Haidmuih obzweigt, de a Direktvabindung vo Bossa noch Budweis in Beahman hergstöjt hot. Bis 1995 is de Streck noch Haidmuih stillglegt worn und donoch zum Adalbert-Stifter-Geh- und Radswandaweg umfunktioniert worn. Des im neohistorischn Stui errichtete Empfangsgebäude vom Bahnhof Woidkiach steht heit unta Denkmoischutz. Nochdem de Bahnstreck Bossa-Freyung vom August 2002 o nimma befahrbar war, is sie am 1. Aprui 2002 stuiglegt worn. De Stuillegung hot bis August 2009 dauat, ois de Ilztoibahn GmbH, untastitzt duach den Feadavarein Isztoibahn e.V., mit da Reaktivierung vo da Streck begonna hot. Seit dem 12. Septemba 2010 is de Teilstreck Woidkiach-Freyung wieda in Betrieb, und seit dem 16. Juli 2011 is aa da Obschnitt Woidkiach-Bossa fia den eaffantlichn Vakeah freigem. Seitdem werd im Rahma vo dem Freizeitvakeahsprojekt Doana-Ils-Moidau wieda an Samsdog, Sonndog und Feiadog im Sommahoibjoahr und zu Sondafoahtn ganzjahrig Zugvakeah duachgfiaht. Donem hot Woidkich an Busbahnhof unweit vom Oatskean. Do fahrn de Stodbuslinian sowia de Busse vo da RBO, de de Stod an des Nahvakeahssystem vom boarischn Woid oschliaßn.

Zu de wichtigstn Oabatgeba zäjt des Modehaus Garhammer und aa da Weakzeigheastella Gedore, dea in Woidkiach a Zweigweak hot.

Eaffantliche Eirichtunga

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

De Klinikn vom Landkroas Freyung-Grafanau gGmbH betreim neba Kranknhaisa in Freyung und Grafanau seit Ende 2018 nua no a Medizinischs Vasoagungszentrum in Woidkiach.

Buidung und Forschung

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • St. Peta, Woidkiach
  • Woidkindagoatn "De Woidbochkinda", Woidkiachn-Fischahaisl
  • Woidkindagoatn im RSC Gebäude
  • Woidkindagoatn an da Augnweide
  • Woidkindagoatn Dorn
  • Arche Noah, Beahmzwiesl
  • St. Paul, Hoizfreyung
  • St. Josef, Karlsboch
  • Maria-Ward-Grundschui Woidkiach
  • Grundschui Beahmzwiesl
  • Grundschui Karlsboch
  • Grundschui Hoizfreyung
  • Feadaschui im Erlnhain

Weidafiahrande Schuin

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

Perseanlekeitn

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]

Seahne und Deachta vo da Stod

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]
  • Ludwig Liebl (1874-1940), nationoisozialistischa Ärztefunktionär und Zeitungsvalega, Ehrnbiaga
  • Emerenz Meier (1874-1928), Voiksdichtarin
  • Svatava Ohme-Fiedler (1921-2010), Kunstmolarin
  • Assumpta Schenkl (1924-2009), Äbtissin
  • Heinrich Schmidhuber (*1936), ehem. Buagamoasta, Landdogsobgordnata, Präsident vom boarischn Sparkassn- und Girovaband, DFB Schatzmoasta, Ehrnbuaga
  • Nicolaus A. Huber (*1939), Professor, Komponist
  • Jutta Graf (*1954), von 2003 bis 2012 Leitarin vom Standoat Obapfaffnhofn vom Deitschn Zentrum fia Luft- und Raumfahrt
  • Rudolf Gallist (*1964), Gschäftsfiahra Microsoft Deitschland
  • Andrea Holzner (*1964), eastareichische Politikarin (ÖVP)
  • Stefan Binder (*1978), Fuassboispuia und -traina

Personan mit Bezug zua Stod

[Werkeln | Am Gwëntext werkeln]