Boarisch Gmoa

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Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch (Cheamgau) gschrim worn.
Boarisch Gmoa
Wappn der Gemeinde Boarisch Gmoa
Markierung
Deitschlandkartn, Position vo Boarisch Gmoa hervorghom
Koordinaten: 47° 43′ N, 12° 54′ O
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Obabayern
Landkroas: Berchtsgoaner Land
Hechn: 540 m ü. NN
Flächn: 11,40 km²
Eiwohna: 2998 (1. Juli 2008).
Beväikerungsdichtn: 263 Einwohner je km²
Sonstige Datn
Postleitzoi : 83457
Vorwoi: 08651
Kfz-Kennzeichn: BGL
Gmoaschlissl: 09 1 72 115Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Fehler in Gemeindeschlüssel
Adress vo da Gmoavawoitung: Groaßgmainer Str. 12
83457 Boarisch Gmoa
Hoamseitn:
Politik
Buagamoasta: Hans Hawlitschek (CSU)
Log vo Boarisch Gmoa im Landkroas Berchtsgoaner Land
Koartn

Boarisch Gmoa (hoachdeitsch:Bayerisch Gmain) is a Gmoa in Obabayern. Sie zäit zum boarischn Sprachraum und is Teil vom Landkreis Berchtsgoana Land. Sie schliaßt si glei an Bad Reichenhall oo. Blos da kloane Bach Weißbach trennt de Gmoa vom östareichischen Groaßgmoa.

Inhoitsvazeichnis

[drå werkln] Historie

"Auf da Gmoa" is a Jåhrhunderte lang gebrauchte Bezeichnung fia den Siedlungsraum zwischn Untersberg und Lattengebirge, Hallthurm und Kirchholz. Scho de Menschn da Bronzezeit wissn den Reichtum vom Boon und de günstige Lage da Umgebung zum schätzn und lassn si da fest nieder, ebenso wia Jåhrtausende spada de Grafn vo Plain, de de Gengad da Gmoa mit der Erbauung da Plainburg zum Mittelpunkt ihrer oban Grafschaft machan. Ungeachtet da landesherrschaftlichen Grenz, de de weitvastraadn Höfe nåch dem Niedergang vo da plainischen Herrschaft scho vor 1300 in a bayerische und a salzburgische Hälfte teilt , is de dörfliche Gemeinschaft vo da Bevölkerung allawei ois a Einheit vastandn worn. Im Vollzug vom religiösen Lem is de kirchenrechtliche Einheit a Gemeinschaft stiftende Grundlage fia alle Gmoana. Was des wirtschaftliche Gefüge, des kulturelle Lem im Allgemeinen und de Schuiausbildung im Besonderen betrifft, håt de Landesgrenz entlang vom Weißbach kaam a Rolln gspuit. Aa de veifältigen verwandtschaftlichen Verflechtungen drent und herent da Grenz buidn natürlicherweis a starks Bindeglied. Trennend wirkt lediglich de oiwei am Weißbach endende salzburgische und boarische Grichtsbarkeit, de de verschiedene Landeshoheit begründet. Wirkliche Bedeitung håt de staatliche Trennung aba erscht ab 1816 kriagt, ois nåch a kurzen Zeit da Vereinigung vo de zwoa Ortsteile unta boarischer Vawoitung de politischen Unterschiede im 19. Jåhrhundert allawei stärkere Geltung kriang. Trotz da Ausformung vo zwoa eingständige Gmeindn is des Zsammagehörigkeitsgefühl erhoitn bliem. De selm wirtschaftlichn Interessen, vor oim im Fremdnvakehr, trang aa dazua bei wia de Zweckmaßigkeit vo gmoasame technische Einrichtungen. Da bsundare Reiz - und no dazua a Verpflichtung - besteht in da Wahrung vom gmoasama historischen Erbe bei aller inzwischn entwickelter Eigenständigkeit.

[drå werkln] Geographie

Boarisch Gmoa liegt eibett zwischn de Bergmassive Untersberg und Lattengebirge. De Gmoagrenz im Nordn is des Kirchholz; es besteht im Untergrund aus Haselgebirge, a Mischung aus salzhoitigen Ton- und Gipsmergel. Im Ortsteil Leopoldstal is friara daraus Gips gwunna worn. Da Weißbach stellt im Ostn a natürliche und politische Grenz zum östareichischen Groaßgmoa dar.

Blick nåch Groaßgmoa

Boarisch Gmoa håt an eigna Bahnhof an da Bahnstreckn Freilassing–Berchtsgoan, de seit 2006 oi Stund vo da Linie S3 vo da S-Bahn Såizburg befahrn werd.

[drå werkln] Wirtschaft

Wia in vei andern Alpngemeinden is aa da Tourismus da Haupterwerbszwoag vo de Bewohna. Seit dem Einbruch in da Bäder- und Kurbranche, was bsunders im benachbarten Bad Reichenhall zu spüren war und is, werd aa da zunehmad in Wellnessprojekte wia z.B. Spaß- und Erlebnisbäder investiert, de Gesundheit fördernde Sportarten progagiert (z.B. Nordic Walking, Schilanglauf) und aa auf Trendsportarten gesetzt (z.B. Canyoning).

[drå werkln] Sengaswürdigkeitn

Bayerisch Gmain is a beliebter Kurort in da Nachan vo Berchtsgoan und Bad Reichahoi. De oide häizane Soleleitung, de friara des salzhoitige Wassa vom Soizbergwerk in Berchtsgoan zua Saline in Bad Reichahoi transportiert håt, is heit no teilweis erhoitn.

[drå werkln] Religion

De katholische Pfarrkira is dem Heilign Nikolo vo da Flüe gweicht.

[drå werkln] Persönlichkeitn

  • Hans Erlwein (1872–1914), Architekt, Stådbaurat in Bamberg und Dresden.
  • Max Bernuth (1872–1960), Kunstmaler, Buchillustrator.
  • Claire Woidoff (1884–1957), Kabarettistin, Sängerin.

[drå werkln] Weblinks

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