Ainring

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Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch (Cheamgau) gschrim worn.
Wappm Koartn
Woppm vo Ainring} Koordinaten fehlen
Huif zu Koartnp1
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regiarungsbeziak: Obabayern
Landkroas: Berchtsgoaner Land
Häh: 459 m ü. NHN
Flächn: 32,97 km²
Eiwohna: 9940 (30. Juni 2008)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Dichtn: 301 Eiwohna je km²
Postleitzoi: 83404
Voawoien: 08654 und 08656Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzoachn: BGL
Gmoaschlissl: 09 1 72 111Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Fehler in Gemeindeschlüssel
Adress vo da
Gmoavawoitung:
Soizburger Str. 48
83404 Oaring
Hoamseitn: www.ainring.de
Buagamoasta: Hans Eschlberger (CSU)
Log vo Ainring im Berchtsgoaner Land
Kortn

Oaring (hoadeitsch Ainring) is a Gmoa in Obabayern. Sie zäit zum boarischn Sprochraum und is Teil vom Landkreis Berchtsgoana Land in da Nachan vo da Stod Soizburg.

Geographie[VE | Weakln]

Nachbargmoana af bayerischa Seitn vo Nord af Sid san Saaldorf-Surheim, Freilassing, Teisndorf, Anger und Piding und af östareichischa Seitn Wals-Siezenheim. De Grenz zu Östareich buidt de Saalach, auf'm Gmoagebiet bestengan lediglich zwoa Fuaßgängerbruckn, de nachstn Grenzibagäng fia Kraftfahrzeig san de Bundesstraß in Freilassing (nördli) oda iba de Autobahn A 8 in Piding (südli).

Ortsteile[VE | Weakln]

Ainring besteht aus de Ortsteile Abfalter, Adelstetten, Ainring, Bach, Berg, Bicheln, Bruch, Buchreit, Doppeln, Feldkirchen, Gehring, Gessenhart, Hammerau, Hasholzen, Hausmoning, Heidenpoint, Hinterau, Höglau, Mitterfelden, Mühlreit, Niederstraß, Ottmaning, Perach, Pirach, Rabling, Schiffmoning, Straß, Heidenpoint, Thundorf, Thundorfer Muih, Rabling, Rain, Sur, Ulrichshögl, Weng, Wiesbach und Winkeln. Außerdem findt ma in da Gmoa Ainring de Oaödn Altmutter, An da Straß, Ed, Eschlberg, Feldwagner, Hort, Langacker, Mühlstatt, Mürack, Oberholzen, Öd, Reit, Schmiding und Wiesbach. Es existiern de foigendn Gemarkunga: Ainring, Straß.

Aussadem gibts a nu de Oaödn Fiaberg obahoib Bicheln, dann a nu Simonhäusl , Hofer und de Kohlstatt, de drei han bei Ulrichshögl.

Gschicht[VE | Weakln]

Erschte nochgwiesene Besiedlung im Neolithikum, da Jungstoazeit (in ebba 5000 v. Chr.), am Auhögl bei Hammerau. In da Remerzeit duachlafft de Handelstraß vo Iuvavum (Soizburg) noch Augusta Vindelicum (Augschburg) des Gmoagebiet in ebba am Valauf vo da heitign Bundesstraß 304. Erstmalig erwähnt werd Ainring uma 790 ois Ainheringa in a Schenkungsurkund vo Herzog Theodebert vo den Agilolfingern an des Stift Nonnberg in Soizburg. Da Ortsbezeichnung lieng da Leitnam Einher und des Zugehörigkeitssuffix -ing zu Grunde. Historisch und wirtschaftlich bedeitend war de Grindung vo da „Privat-Eisengewerkschaft Achthal-Hammerau“ im Johr 1537 auf Initiative vom Soizburger Erzbischof Lang. Im Bereich da Gmoa Ainring is des Hammerwerk da Eisengewerkschaft in Hammerau gleng, wo des in Achthal gwunnane Eisn weidavaarbat worn is. Aus dem friaran Hammerwerk entwickelt si des Stahlwerk „Annahütte“, heit oana da bedeitendsten Arbatgeba da Gmoa. Ois Teil vom damois zum Erzstift Soizburg gherign Rupertiwinkel is Ainring bei da Säkularisation 1803 an Erzherzog Ferdinand vo Toskana gfoin, 1805 (Friede vo Preßburg) an Östareich. Seit dem Friedn vo Schönbrunn 1809 ghert da Ort zu Bayern. Im Zug vo de Vawoitungsreformen im neia Kinereich Bayern is mit am Gmoa-Edikt vo 1818 de heitige Gmoa entstandn. aIm heitign Ortsteil Mitterfelden is 1933 a Flugfeld baut worn, des am Naziregime dazua deant hod, a Landemeglichkeit zum ham, um ins südli glenge Berchtsgoan zum kemma. Nach End vom Kriag is auf dem Flugfeld a DP-Lager fia so ghoaßne Displaced Persons errichtet worn. 1947 werd des DP-Lager geschlossen. De Bewohner san ins Lager Lechfeld bei Augschburg verlegt worn. Noch da Auflösung vom Laga san in de Baracken Hoamatvertrieme untabracht worn. Aus da Barackensiedlung is da Ortsteil Mitterfelden entstandn. Zum 1. Jenna 1970 is de Gmoa Straß eigmeindet worn.

Eiwohnaentwicklung[VE | Weakln]

Auf'm Gebiet vo da Gmoa san 1970 6.483, 1987 dann 8.099 und im Johr 2000 9.570 Eiwohna zäit worn. Middlawein zäit Ainring weit mehra ois 10.000 Eiwohna; damit is Ainring de drittgreßte Gmoa (nach de Städt Bad Reichenhall und Freilassing aba no vor da Stod [[Laufen (Salzach)]|Laffa]]] und aa de Marktgmoa Berchtsgoan und Teisendorf) vom Landkreis Berchtsgoana Land.

Politik[VE | Weakln]

Buagamoasta is Hans Eschlberger (CSU). Gwäit worn is er im Johr 2002 ois Nochfoiga vom Johann Woidhutter (Ibap. Wählergr./Fr. Wählergem.).

De Gmoasteiaeinahma warn im Johr 1999 umgrechnet 4.622 000 €, davo warn de Gwerbesteiaeinahma (netto) umgrechnet 1.193 000 €.

Wappn[VE | Weakln]

In da Wappnbeschreibung hoaßts: Geteilt vo Goid und Schwarz; oom nemanander schräg kreizt a schwarza Hammer und a schwarza Schlägel und aa a roat gezungter schwarza Löwenkopf; unten a goidna Ring mit suibanem Stein. Hammer und Schlägel deitn auf de Bedeitung vom Eisenwerk Hammerau hi. Da Löwenkopf und de Farben Goid und Schwarz warn Bestandteile vom Soizburger Wappn und vaweisn auf de Joarhundatelange Zuaghearigkeit vom Gmoagebiet zu Soizburg. Da Ring am End is dem Familienwappn vom Ainringer Pfarrer Friedrich vo Rüsenbach entnumma, der fia de Errichtung vom Pfarrhof vaantwortlich gwen is.

Ökonomie und Infrastruktur[VE | Weakln]

Wirtschaft mitsamt Land- und Forstwirtschaft[VE | Weakln]

Es hot 1998 im Bereich vo da Land- und Forstwirtschaft 12, im produzierenden Gwerbe 752 und im Bereich Handel und Vakea 479 sozialvasicherungspflichtig Bschäftigte am Arbatsort gem. In sunstige Wirtschaftsbereiche warn am Arbatsort 589 Leit sozialvasicherungspflichtig beschäftigt. Sozialvasicherungspflichtig Bschäftigte am Wohnort warns insgesamt 2.741. Im vaarbatenden Gwerbe (und aa Bergbau und Gewinnung vo Stoana und Erdn) hots 4 Betriebe, auf'm Bau 9 Betriebe. Im Johr 1999 warns 123 Bauanhöf mit a landwirtschaftlich gnutzten Flächn vo 1.967 ha. Davo warn 633 ha Ackaflächn und 1.331 ha Wiesn.

Vakea[VE | Weakln]

Ainring liegt an da Bahnstreckn Freilassing–Berchtsgoan, de seit 2006 vo da Linie S3 da S-Bahn Soizburg befahrn werd. Ebenso führt de Bahnstreckn Minga–Soizburg duach des nördliche Gmoagebiet iba Straß, Niederstraß, Mühlreit und Perach bis zum Freilassinger Bahnhof.

Südli führt de A 8 vorbei, mit der Ainring duach de B 20 und de B 304 vabundn is. Vor oim de Industriegebiete in de Ortsteile Mitterfelden, Feldkirchen und Hammerau profitiern vo dera günstign Vakeaslagn.

Buidung[VE | Weakln]

Im Johr 1999 ham de foigendn Eirichtunga existiad:

  • Kindagärtn: 225 Kindagartnplätz mit 225 Kinda
  • Voiksschuin: 3 mit 37 Lehra und 723 Schuikinda

Weiterbildung[VE | Weakln]

  • Fortbildungsinstitut vo da Bayerischen Polizei in Ainring Ortsteil Mitterfelden

Religion[VE | Weakln]

Katholische Pfarreien[VE | Weakln]

  • Pfarrei Ainring
  • Pfarrei Feldkirchen
  • Pfarrei Thundorf

Evangelische Pfarrei[VE | Weakln]

  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Freilassing

Persönlichkeiten[VE | Weakln]

in Ainring geborn[VE | Weakln]

mit Ainring vabundn[VE | Weakln]

  • Eugen Sänger (1905–1964), Ingenieur und Pionier auf dem Gebiet vo da Luft- und Raumfahrt; während am Zwoatn Weltkriag hot er ois Abteilungsleiter in da Versuachsanstalt fia Segelflug in Ainring as Staustrahlrohr (Ramjet) weitaentwickelt, mit dem a mehrfache Schallgeschwindigkeit erreicht wern hot kinna

Literadua[VE | Weakln]

  • Thomas Döring: Die Arbats- und Lemsbedingungen vo Industriearbatan im 19. Johrhundert im südostbayerischen Raum – dargstellt am Beispiel der Keniglichen Saline Reichenhall und der Privat-Eisengewerkschaft Achthal-Hammerau, Diss., Berlin 2005.
  • Kurt Enzinger: Högl - Bauernland und Sandsteinbrüche,Ainring 2006.
  • Gmoa Ainring (Hrsg.): Hoamatbuach Ainring, Brauchtum - Kira - Kultur - Vereine, Ainring 2005.
  • Gmoa Ainring (Hrsg.): Ainring, Hoamatbuach, Tittmoning 1990.
  • Georg Lapper: 400 Johr Hammerau. A Buach der Hoamat und der Arbat, (1. Band), Dießen 1940.
  • Georg Mussoni: Die Eisengewerkschaft Achtal. A altsalzburgische Aktiengesellschaft 1537 – 1919. In: Mitteilungen da Gesellschaft fia Soizburger Landeskunde, 60. Vereinsjahrr, Soizburg 1920, S. 1-34.
  • Max Wieser: Festschrift 450 Johr Eisenwerk. Stahlwerk Annahütte, Berchtsgoan 1987.
  • Josef Wysocki: Lem im Berchtsgoaner Land 1800-1990, Bischofswiesen 1991.
  • Eberhard Zorn: De Eisengewerkschaft Achthal-Hammerau 1537 – 1919, in: Des Salzfass. Hoamatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel, 23. Johrgang, 1989 / Heft 1, S. 1 – 56

Im Netz[VE | Weakln]