Ainring

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Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch (Cheamgau) gschrim worn.
Oaring
Wappn vo da Gmoa Oaring
Markierung
Deitschlandkartn, Position vo Oaring hervorghom
Koordinaten: 47° 49′ N, 12° 57′ O
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Obabayern
Landkroas: Berchtsgoaner Land
Hechn: 459 m ü. NN
Flächn: 32,97 km²
Eiwohna: 9940 (30. Juni 2008).
Dichtn: 301 Einwohner je km²
Sonstige Datn
Postleitzoi : 83404
Vorwoi: en 08654 und 08656
Kfz-Kennzoachn: BGL
Gmoaschlissl: 09 1 72 111Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Fehler in Gemeindeschlüssel
Adress vo da Gmoavawoitung: Såizburger Str. 48
83404 Oaring
Hoamseitn:
Politik
Buagamoasta: Hans Eschlberger (CSU)
Log vo Oaring im Landkroas Berchtsgoaner Land
Koartn

Oaring (hoadeitsch Ainring) is a Gmoa in Obabayern. Sie zäit zum boarischn Sprachraum und is Teil vom Landkreis Berchtsgoana Land in da Nachan vo da Ståd Såizburg.

Inhoitsvazeichnis

Geographie [dro werkln]

Nachbargmoandn auf bayerischer Seitn vo Nord nåch Süd san Saaldorf-Surheim, Freilassing, Teisndorf, Anger und Piding und auf östareichischa Seitn Wals-Siezenheim. De Grenz zu Östareich buidt de Saalach, auf'm Gmoagebiet bestengan lediglich zwoa Fuaßgängerbruckn, de nachstn Grenzübagäng fia Kraftfahrzeig san de Bundesstraß in Freilassing (nördli) oda üba de Autobahn A 8 in Piding (südli).

Ortsteile [dro werkln]

Ainring besteht aus de Ortsteile Abfalter, Adelstetten, Ainring, Bach, Berg, Bicheln, Bruch, Buchreit, Doppeln, Feldkirchen, Gehring, Gessenhart, Hammerau, Hasholzen, Hausmoning, Heidenpoint, Hinterau, Höglau, Mitterfelden, Mühlreit, Niederstraß, Ottmaning, Perach, Pirach, Rabling, Schiffmoning, Straß, Heidenpoint, Thundorf, Thundorfer Muih, Rabling, Rain, Sur, Ulrichshögl, Weng, Wiesbach und Winkeln. Außerdem findt ma in da Gmoa Ainring de Oaödn Altmutter, An da Straß, Ed, Eschlberg, Feldwagner, Hort, Langacker, Mühlstatt, Mürack, Oberholzen, Öd, Reit, Schmiding und Wiesbach. Es existiern de foigendn Gemarkunga: Ainring, Straß.

Aussadem gibts a nu de Oaödn Fürberg oberhoib Bicheln, dann a nu Simonhäusl , Hofer und de Kohlstatt, de drei han bei Ulrichshögl.

Gschicht [dro werkln]

Erschte nåchgwiesene Besiedlung im Neolithikum, da Jungstoazeit (in ebba 5000 v. Chr.), am Auhögl bei Hammerau. In da Römerzeit duachlafft de Handelstraß vo Iuvavum (Såizburg) nåch Augusta Vindelicum (Augschburg) des Gmoagebiet in ebba am Verlauf vo da heitign Bundesstraß 304. Erstmalig erwähnt werd Ainring ca. 790 ois Ainheringa in a Schenkungsurkund vo Herzog Theodebert vo den Agilolfingern an des Stift Nonnberg in Såizburg. Da Ortsbezeichnung lieng da Leitnam Einher und des Zugehörigkeitssuffix -ing zu Grunde. Historisch und wirtschaftlich bedeitend war de Grindung vo da „Privat-Eisengewerkschaft Achthal-Hammerau“ im Jåhr 1537 auf Initiative vom Såizburger Erzbischof Lang. Im Bereich da Gmoa Ainring is des Hammerwerk da Eisengewerkschaft in Hammerau gleng, wo des in Achthal gwunnane Eisn weidaverarbat worn is. Aus dem friaran Hammerwerk entwickelt si des Stahlwerk „Annahütte“, heit oana da bedeitendsten Arbatgeba da Gmoa. Ois Teil vom damois zum Erzstift Såizburg gherign Rupertiwinkel is Ainring bei da Säkularisation 1803 an Erzherzog Ferdinand vo Toskana gfoin, 1805 (Friede vo Preßburg) an Östareich. Seit dem Friedn vo Schönbrunn 1809 ghert da Ort zu Bayern. Im Zug vo de Vawoitungsreformen im neia Kinereich Bayern is mit am Gmoa-Edikt vo 1818 de heitige Gmoa entstandn. Im heitign Ortsteil Mitterfelden is 1933 a Flugfeld errichtet worn, des am Naziregime dazua dient håt, a Landemeglichkeit zum ham, um ins südli glenge Berchtsgoan zum kemma. Nach End vom Kriag is auf dem Flugfeld a DP-Lager fia so ghoaßne Displaced Persons errichtet worn. 1947 werd des DP-Lager geschlossen. De Bewohner san ins Lager Lechfeld bei Augschburg verlegt worn. Nåch da Auflösung vom Laga san in de Baracken Hoamatvertrieme untabracht worn. Aus da Barackensiedlung is da Ortsteil Mitterfelden entstandn. Zum 1. Jenna 1970 is de Gmoa Straß eigmeindet worn.

Eiwohnaentwicklung [dro werkln]

Auf'm Gebiet vo da Gmoa san 1970 6.483, 1987 dann 8.099 und im Jåhr 2000 9.570 Eiwohna zäit worn. Mittlerweile zäit Ainring weit mehra ois 10.000 Eiwohna; damit is Ainring de drittgreßte Gmoa (nach de Städt Bad Reichenhall und Freilassing aba no vor da Ståd [[Laufen (Salzach)]|Laffa]]] und aa de Marktgmoandn Berchtsgoan und Teisendorf) vom Landkreis Berchtsgoana Land.

Politik [dro werkln]

Buargamoasta is Hans Eschlberger (CSU). Gwäit worn is er im Jåhr 2002 ois Nåchfoiga vom Johann Woidhutter (Überp. Wählergr./Fr. Wählergem.).

De Gmoasteiaeinahma warn im Jåhr 1999 umgrechnet 4.622 000 €, davo warn de Gwerbesteiaeinahma (netto) umgrechnet 1.193 000 €.

Wappn [dro werkln]

In da Wappnbeschreibung hoaßts: Geteilt vo Goid und Schwarz; oom nemanander schräg kreizt a schwarza Hammer und a schwarza Schlägel und aa a roat gezungter schwarza Löwenkopf; unten a goidna Ring mit suibanem Stein. Hammer und Schlägel deitn auf de Bedeitung vom Eisenwerk Hammerau hi. Da Löwenkopf und de Farben Goid und Schwarz warn Bestandteile vom Såizburger Wappn und verweisn auf de jahrhundertelange Zuagherigkeit vom Gmoagebiet zu Såizburg. Da Ring am End is dem Familienwappn vom Ainringer Pfarrer Friedrich vo Rüsenbach entnumma, der fia de Errichtung vom Pfarrhof verantwortlich gwen is.

Ökonomie und Infrastruktur [dro werkln]

Wirtschaft mitsamt Land- und Forstwirtschaft [dro werkln]

Es håt 1998 im Bereich vo da Land- und Forstwirtschaft 12, im produzierenden Gwerbe 752 und im Bereich Handel und Vakehr 479 sozialvasicherungspflichtig Bschäftigte am Arbatsort gem. In sunstige Wirtschaftsbereiche warn am Arbatsort 589 Leit sozialvasicherungspflichtig beschäftigt. Sozialvasicherungspflichtig Bschäftigte am Wohnort warn's insgesamt 2.741. Im verarbatenden Gwerbe (und aa Bergbau und Gewinnung vo Stoana und Erdn) håt's 4 Betriebe, auf'm Bau 9 Betriebe. Im Jåhr 1999 warn's 123 Bauanhöf mit a landwirtschaftlich gnutzten Flächn vo 1.967 ha. Davo warn 633 ha Ackaflächn und 1.331 ha Wiesn.

Vakehr [dro werkln]

Ainring liegt an da Bahnstreckn Freilassing–Berchtsgoan, de seit 2006 vo da Linie S3 da S-Bahn Såizburg befahrn werd. Ebenso führt de Bahnstreckn München–Såizburg duach des nördliche Gmoagebiet üba Straß, Niederstraß, Mühlreit und Perach bis zum Freilassinger Bahnhof.

Südli führt de A 8 vorbei, mit der Ainring duach de B 20 und de B 304 vabundn is. Vor oim de Industriegebiete in de Ortsteile Mitterfelden, Feldkirchen und Hammerau profitiern vo dera günstign Vakehrslagn.

Buidung [dro werkln]

Im Jåhr 1999 ham de foigendn Eirichtunga existiert:

  • Kindagärtn: 225 Kindagartnplätz mit 225 Kinda
  • Voiksschuin: 3 mit 37 Lehra und 723 Schuikinda

Weiterbildung [dro werkln]

  • Fortbildungsinstitut vo da Bayerischen Polizei in Ainring Ortsteil Mitterfelden

Religion [dro werkln]

Katholische Pfarreien [dro werkln]

  • Pfarrei Ainring
  • Pfarrei Feldkirchen
  • Pfarrei Thundorf

Evangelische Pfarrei [dro werkln]

  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Freilassing

Persönlichkeiten [dro werkln]

in Ainring geborn [dro werkln]

mit Ainring vabundn [dro werkln]

  • Eugen Sänger (1905–1964), Ingenieur und Pionier auf dem Gebiet vo da Luft- und Raumfahrt; während am Zwoatn Weltkriag håt er ois Abteilungsleiter in da Versuachsanstalt fia Segelflug in Ainring as Staustrahlrohr (Ramjet) weitaentwickelt, mit dem a mehrfache Schallgeschwindigkeit erreicht wern håt kinna

Zum Lesn [dro werkln]

  • Thomas Döring: Die Arbats- und Lemsbedingungen vo Industriearbatan im 19. Jåhrhundert im südostbayerischen Raum – dargstellt am Beispiel der Keniglichen Saline Reichenhall und der Privat-Eisengewerkschaft Achthal-Hammerau, Diss., Berlin 2005.
  • Kurt Enzinger: Högl - Bauernland und Sandsteinbrüche,Ainring 2006.
  • Gmoa Ainring (Hrsg.): Hoamatbuach Ainring, Brauchtum - Kira - Kultur - Vereine, Ainring 2005.
  • Gmoa Ainring (Hrsg.): Ainring, Hoamatbuach, Tittmoning 1990.
  • Georg Lapper: 400 Jåhr Hammerau. A Buach der Hoamat und der Arbat, (1. Band), Dießen 1940.
  • Georg Mussoni: Die Eisengewerkschaft Achtal. A altsalzburgische Aktiengesellschaft 1537 – 1919. In: Mitteilungen da Gesellschaft fia Såizburger Landeskunde, 60. Vereinsjahr, Såizburg 1920, S. 1-34.
  • Max Wieser: Festschrift 450 Jåhr Eisenwerk. Stahlwerk Annahütte, Berchtsgoan 1987.
  • Josef Wysocki: Lem im Berchtsgoaner Land 1800-1990, Bischofswiesen 1991.
  • Eberhard Zorn: De Eisengewerkschaft Achthal-Hammerau 1537 – 1919, in: Des Salzfass. Hoamatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel, 23. Jåhrgang, 1989 / Heft 1, S. 1 – 56

Im Netz [dro werkln]