Oberstdorf
| Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch (Cheamgau) gschrim worn. |
| Oberstdorf |
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| Basisdatn | ||
|---|---|---|
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwååm | |
| Landkroas: | Oberallgäu | |
| Hechn: | 815 m ü. NN | |
| Flächn: | 229,74 km² | |
| Eiwohna: | 9944 (31. Dez. 2006) | |
| Dichtn: | 43 Einwohner je km² | |
| Sonstige Datn | ||
| Postleitzoi : | 87561 | |
| Vorwoi: | 08322 | |
| Kfz-Kennzoachn: | OA | |
| Gmoaschlissl: | 09 7 80 133 | |
| Adress vo da Marktvawoitung: | Markt Oberstdorf Prinzregentenplatz 1 87561 Oberstdorf |
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| Hoamseitn: | ||
| Politik | ||
| Buagamoasta: | Laurent Mies (Freie Wähler) | |
Oberstdorf is a Marktgemeinde in Bayern im Allgai im Regiarungsbeziak Schwååm. Es werd da dort net boarisch, sundan allgaierisch gredt. De Ortschaft liegt im Landkreis Obaallgäi.
Da Markt is de südlichste Gmoa vo Deitschland und vo daher Mitglied im Zipfebund. Mit a Ausdehnung vo 230 Quadratkilometa is Oberstdorf nåch da Landeshauptståd Minga und Lenggrias flächnmaßig de drittgreßte Gmoa im Freistaat Bayern. 17 km südwestlich vom Ortskern liegt vom Haldenwanger Eck, de südlichste Stelle vo Deitschland. Oberstdorf liegt in de Allgaier Alpn und is heilklimatischer Kurort und Kneippkurort. Außerdem dient es mit sein alpinen Schigebieten am Nebelhorn, dem Söllereck und dem Fellhorn/Kanzelwand, den Langlaufloipen, dem Eisstadion und aa den Schisprungschanzen und da Schiflugschanze ois Wintersportplatz und is no dazua a beliebtes Ziel fia Bergsteiger.
Inhoitsvazeichnis |
Geographie [dro werkln]
Ortsteile [dro werkln]
- Kornau liegt auf 915 Meter Höhe. In da Nähe findt ma de Söllereckbahn und de an Kunstschätzen reiche Kapelln St. Fabian und Sebastian. Kornau håt 590 Gästebetten.
- In Reichenbach steht de 450 Jåhr oide Kapelln St. Jakobus und de Moorwasserbadeanstalt. Reichenbach håt 226 Eiwohna und aa 223 Gästebettn.
- Rubi håt 175 Eiwohna und aa 266 Gästebettn.
- Typisch fia Schöllang san de Bauernhäuser um den barocken Zwiebelturm da Pfarrkira. In da Nähe liegt de Burgkira vo 1531.
- Tiefenbach håt sein Nama vo de „Tueffen“, de heit Latschen ghoaßn wern. Da Ortsteil liegt auf a Terrasse üba da Breitach. Tiefenbach ko a jahrhundertealte Kurtradition nåchweisn, de es seiner Schwefelquelle verdankt. Schon im spaden 15. Jåhrhundert kuriern da Grafn und andere hochgstellte Persönlichkeitn eanane Leiden.
Unweit vo Tiefenbach liegt da Eingang zua Breitachklamm.
De Deia [dro werkln]
Vo Oberstdorf aus lassn si a baar Hoachdeia erreicha, de net nur selba landschaftlich recht attraktiv san, sondern aa in da Mehrheit am Anfang vo a ausgedehnten Bergwanderung stengan. De Listn führt de groaßen Deia mit de Nemdeia auf.
Oydoi und Dietersbachadoi wern duach Höfats und Rauheck trennt. Gerstruben, Deitschland hechstglengs Dorf liegt am Oofang vom Dietersbacherdoi. Des Rappenalpdoi is des längste Doi und fihrt an Deitschland südlichstn Ort Oaödsbach vorbei in de Nachan vom Haldenwanga Eck, dem südlichsten Punkt vo Deitschland. Am End vom Doi fihrt da Schrofenpass nåch Östareich.
Historie [dro werkln]
Oberstdorf is erstmois 1141 urkundlich erwähnt worn und kriagt 1495 des Marktrecht vo Kaiser Maximilian I.. 1619 is vom Rathaus errichtet worn. Im Dreißgjahrigen Kriag leidet da Ort unta da schwedischn Soldateska, de'n mehrfach, so 1632, 1634 und letztmois 1647, plündern. In ebba 700 Leit sterm 1634/1635 am Schwarzen Tod. Im Jåhr 1742 werd da letzte Bär im Oydoi erlegt. 1787 baun de Oberstdorfer ihr erschtes Schuihaus. Am 5. Mai und am 6. Mai 1865 wütet a Feiasbrunst, da 146 Häuser zum Opfer fallen. Zwoa Drittel vom Gebaidebestand san vernichtet. Des Rathaus muaß nei gebaut wern. 1885 findn si scho 2.353 Kurgäste im Ort ei. De Eisenbahnverbindung Sonthofen-Oberstdorf is 1888 in Betrieb gnumma. Da Fremdnvakehr is bedeitsamer Wirtschaftsfaktor. De Breitachklamm öffnete 1905 fia Bsuacha. De Schambergschanze erlebt 1926 ihr erschtes Schispringen mit 35 Meter längster gemessener Weite. De Nebelhornbahn transportiert seit 1930 Bsuacha in de Alpnwelt. Im Jåhr 1937 is de Gmoa heilklimatischer Kurort und seit 1964 is sie a leistungsfähiger Kneippkurort. 1950 is auf dem Berg Söllereck de Söllereckbahn baut worn. Im selben Jåhr findt de erschte Schiflugwoche auf da neien Schiflugschanze statt.
1972 san de Gmoa Tiefenbach und de Orte Schöllang, Reichenbach und Rubi da ehemaligen Gmoa Schöllang eigmeindet worn. De Fellhornbahn nimmt den Betrieb auf. Weida is da Bau vo da Heini-Klopfer-Schiflugschanze oogfanga worn. A Jåhr spada findn de erschtn Schiflug-Weltmoastaschaftn in Oberstdorf statt. 1988 und 2008 kemman de Schifliaga erneut nåch Oberstdorf. Seit 1992 is des Ortszentrum fia den Autovakehr gesperrt. Mit am Pkw Anreisende kinnan rund 1.000 Parkplätz am Ortseingang nutzn und mit a Buslinie in de Ortsmittn kemma. A Fuaßgängerzone umfasst groaße Teile vom Dorfzentrum, de restlichen Bereiche san großteils vakehrsberuhigt.
Tourismus [dro werkln]
Mit 17.000 Bettn und 2,5 Millionen Übanachtungen im Jåhr ghert da Ort zu de Tourismus-Magneten in Deitschland. Da dazua trang 200 Kilometa Wanderwege, 85 Kilometa Loipen, 20 Schilifte an Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck und aa 44 Kilometa alpine Abfahrtsstrecken bei. In ebba 75 Prozent vom Gmoagebiet stengan unta Naturschutz.
Vakehr [dro werkln]
Oberstdorf håt zwoa Pendelbahnen, de Fellhornbahn und de Nebelhornbahn, de an den Startpunkt vom Hindelanger Klettersteig fährt, und aa zwoa Umlaufkabinenbahnen, de Fellhornbahn2 und de Söllereckbahn. Aufgrund seiner grenznahen Lage is Oberstdorf Ausgangspunkt zu zoireiche Zwoa-Länder-Bergtouren zwischn Deitschland und Östareich. Vo Oberstdorf her besteht de oanzige Zufahrtsmöglichkeit mit dem Auto in's östareichische Nachbardoi, des Kloawalserdoi. Da Bahnhof Oberstdorf is ois Kopfbahnhof Endpunkt da eingleisigen und net elektrifizierten Eisenbahnstreckn Immenståd – Sonthofen – Fischen im Allgai – Obastdorf. Er is vo da Allianz pro Schiene ois bester Kloastådbahnhof vom Jåhr 2006 ausgezeichnet.
Sehenswertes [dro werkln]
- Seelenkapelln aus'm 15. Jåhrhundert
- Bauernhäuser aus'm 17. und 18. Jåhrhundert
- Breitachklamm bei Tiefenbach
- Schattenbergschanze (Erdinger Arena)
- Heini-Klopfer-Schiflugschanze, oane da drei greßten Schanzn da Welt
- Illerursprung
- Gerstruben, valassens Bergdorf unta Denkmalschutz
- Einödsbach (südl. Siedlung vo Deitschland)
- Christlessee
- Moorweiher mit Naturlehrpfad
- Sturmannshöhle bei Obermaiselstein
- Rathaus
- Schrattsche Schuahsammlung mit greßtem Bergschuh da Welt im Hoamatmuseum
- Bundesleistungszentrum fia Eiskunstlauf
Sport [dro werkln]
Dem Sport, speziell dem Wintersport, kommt in Oberstdorf a bsundare Bedeitung zua. Duach a dort oogsiedltes Eissportzentrum mit Olympiastützpunkt und Sportinternat wern de Sportarten, Curling, Eiskunstlauf, Schilanglauf, Schisprung gefördert. Da zweimalige deitsche Moasta im Eiskunstlauf vo 2001 und 2003 Silvio Smalun und de Curling-Europameister 2002 und 2004 um Schip Sebastian Stock trainieren dort.
Vierschanzentournee [dro werkln]
Alloi Jåhr findt in Oberstdorf da Auftakt fia de Vierschanzentournee im Schispringen statt. Den Wettbewerb gibt's seit 1953. Damois war Oberstdorf aba zwoate Station nåch Garmisch-Partenkirchen.
Internationale Schiflugwochen [dro werkln]
gab es 1950, 1951, 1952, 1955, 1958, 1961, 1964, 1967, 1970, 1976, 1979.
Schifliang [dro werkln]
Oberstdorf is oane da wenigen Orte weltweit, de Wettbewerbe im Schifliang ausrichten kinnan. Ausgetragen wern de Wettkämpfe auf da Heini-Klopfer-Schiflugschanze. In de Jåhr 1984, 1992, 1995, 1998, 2001, 2004 und 2007 richt Oberstdorf oiwei den Schiflug-Weltcup aus. Feba 2008 war da Ort nåch 1973, 1981, 1988 und 1998 bereits zum fünften Moi Veranstaltungsort da Schiflug-Weltmoastaschaftn.
Nordische Schi-WM [dro werkln]
Oberstdorf war Austragungsort da Nordischen Schiweltmoastaschaftn vo 1987 und 2005. Derzeit bewirbt si Oberstorf erneut fia a FIS Nordische Schi-WM im Jåhr 2013.
Andere Sportarten [dro werkln]
- Eiskunstlauf
- 1982 – Junioren-WM
- 2000 – Junioren-WM
- 2006 - Deitsche nåchwuchsmoastaschaft
- 2007 – Junioren-WM
- Langlauf-Weltcup: 1986, 1996, 2004, 2006
- Curling
- 1988 – Curling-Europamoastaschaft
- 1992 – Curling-Junioren-WM
- 1994 – Curling-WM
- 2000 – Curling-EM
- Snowboard-Weltcup: 1998, 1999, 2001
- Sonstige
- 1999 – Short-Track EM
- 2002 – Freestyle Weltcup auf da Buckelpiste
- 2004 – Weltcup in da Nordischen Kombination
- 2005 – Freestyle Weltcup auf da Buckelpiste (Fellhorn)
- 2007 – Tour de Schi, Zwoa Weltcups im Schispringen (als Ersatz fia des plante Schifliang), Weltcup Nordische Kombination
- 2008 – Weltmoastaschaft im Schifliang
Bekannte Sportler aus Oberstdorf [dro werkln]
- Andreas Bauer (Schispringer)
- Max Bolkart (Schispringer)
- Toni Brutscher (Schispringer)
- Peter Leitner (Schispringer)
- Frank Löffler (Schispringer)
- Thomas Müller (Nordisch Kombinierer)
- Katrin Zeller (Schilangläuferin)
- Oliver Rössel (Gleitschirmflieger)
- Norbert Schramm (Eiskunstläufer)
- Georg Späth (Schispringer)
- Hans-Jörg Tauscher (Abfahrtsläufer)
- Sepp Weiler (Schispringer)
- Curling Team Oberstdorf mit Sebastian Stock (Schip), Daniel Herberg, Markus Meßenzehl, Patrick Hoffmann und Stephan Knoll
- Heini Ihle (Schispringer)
- Thomas Ihle (Schispringer)
Fernwanderweg [dro werkln]
Da europäische Fernwanderweg E5 führt duach Oberstdorf. De erschte Alpnübaquerung mit am Mountainbike duach Andreas Heckmair start da und is seit dem a beliebter Einsteigt fia an Transalp (schaug unta Heckmair-Route).
Kultur [dro werkln]
Wuide-Mändles-Tanz [dro werkln]
Des Wilde Mändle is a Symbolfigur aus'm Wuide-Mändles-Tanz. Des is a üba 2000 Jåhr oida Tanz aus da Keltenzeit und guit ois ältester Kulttanz da Alpnländer. Allein no in Oberstdorf håt si da Tanz erhoitn und werd dort alle 5 Jåhr aufgführt. Bekannt is aa vom Klausentreiben, a Brauch am Nikoloabend jedn Jåhres.
Städtepartnerschaftn [dro werkln]
Es besteht a Städtepartnerschaft mit dem französischen Dorf Megève in Hochsavoyen. Es is genau wia Oberstdorf a Fremdnvakehrsdorf mit vei Schi- und Wandertourismus.
Wichtige Persönlichkeitn [dro werkln]
- Fritz Geiger (1924–1980), Kurdirektor (1956-1980), Präsident Deitsche Eislauf Union (1968-1980), dreimalige Olympiateilnahme ois Mannschaftsführer da Eiskunstläufa.
- Heini Klopfer (1918–1968), Architekt und Schispringer, Erbauar vo vei olympische Schisprungschanzn, und aa da nåch eam benannten Heini-Klopfer-Schiflugschanze.
- Anderl Heckmair (1906–2005); Extrembergsteiger, Erstbesteiger da Eigernordwand, Gründa vom deitschn Bergführerverband, lebt in Oberstdorf
- Gertrud vo Le Fort (1876–1971), Schriftstellarin: Ehrnbiargain vo Oberstdorf und aa Namensgeberin vom örtlichen Gymnasium.
- Joseph Meyer (1796–1856), Verleger, erbaut 1862 des Sachsenhaus nåch dem da Sachsenweg benannt worn is
- Johann vo Schraudolph (1808–1876), Historienmaler
- Claudius Schraudolph da Ältere (1813–1891), Historienmalar und Lithograph
- Carl Zuckmayer (1896–1977), Schriftsteller: häufige Urlaube bei seine in Oberstdorf lebenden Eltern
Im Netz [dro werkln]
- Markt Oberstdorf - Offizielle Internetseitn da Marktgemeinde Oberstdorf
- Oberstdorf: Woppmgschicht vom Haus der Bayerischen Geschichte
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