Carl Franz Stenzl

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Carl Franz Stenzl (* ? in Wean; † 12. November 1864 eb'ndå) woa'r a östarreichischa Musika, Kapömasta und Komponist füa Theatamusi.

Leb'n und Weak[VE | Weakln]

De eascht'n Lebensjahrln vom Stenzl lieg'n im Dunk'ln. Fix is, dass a seah guat Geig'n g'spüit und drum de musekalische Laufbauhn eig'schlåg'n håt. Füa'r etliche Joahr woa'r a Geig'nspüla im Orchesta vom Theater an der Wien, daunn is a Kapömasta aum Carltheater in da Leopoldstadt wua'n, wo'r a bis zu sein Tod blieb'n is.

Da Stenzl woa zwo'r a duachaus talentiata Komponist, håt owa leida net vüi Fantasie bei seina Tätichkeit entwick'lt. Des woa da Grund, warum seine Kompositeaunan häufich Melodie-Wiedaholungen in nua weniche Variateaunan zagt hau'm. Zu seine Weak zöih'n de Musi zum Anton Langer (1824–1879) sein Oesterreicher in Schleswig, zum Gustav von Moser (1825–1903) seina Poss'n Aus Liebe zur Kunst, zum Karl Hickel (1811–1855) sein Ein Gaukler, zum Friedrich Kaiser (1814–1874) seine Poss'n Nichts!, Unrecht Gut!, Wer zuletzt lacht lacht am besten und zum Johann Nestroy seine Stückln Alles will den Prophet'n seh'n, Verwickelte Geschichte! und Mein Freund. Zu seina Zeit recht bekaunnt und beliabt woa de Melodie zum Spielmannslied vom Emanuel Geibel (1815–1884).

In sein musekalisch'n Saummeweak Flore théâtrale. Nouvelle Collection de Fantaises élégantes ou Potpourris brillantes, sur des Thémes d’Operas modernes er fav. san seine Fantasien zu etliche Opan vom Jacques Offenbach easchiena, zum Beispüi Daphne und Chloë, Meister Fortunio und sein Liebeslied, Mesdames de la Halle, Une Demoiselle en loterie, Le Pont de Soupirs, Choufleuri, Tromb-al-ca-zar, Herr und Frau Denis, und aa vaschiedane Taunz-Melodien, eb'nfois nåch'n Offenbach seine Ideen.

1864 håt da Stenzl in Gablenz-Marsch füa'n Kavallerie-Genaräu Ludwig Karl Wilhelm von Gablenz (1814–1874) komponiat. Da Gablenz woa da siegreiche Kommandant im Deitsch-Dänischen Kriag 1864 und da spätare Siega in da Schlåcht bei Trautenau im Deitsch'n Kriag 1866. Da Grund füa de Kompositeaun woa da Eisåtz vom k. u. k. steirisch'n IR „Albert I. König der Belgier“ Nr. 27 in Schleswig, dem sei Traditeaunsmarsch des daunn wua'n is. Da Gablenz-Marsch woa'r in Stenzl sei letzt's Weak vua sein Tod, dea wo nåch ana laungan Kraunkheit erfoig is.

im Netz[VE | Weakln]

  • Constantin von Wurzbach: Stenzl, C. F.. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 38. Verlag L. C. Zamarski, Wean 1879, S. 204.
Normdatn: GND: 1019151552 | LCCN: nr2006032555 | VIAF: 121562174