Diahappn

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Woppn Koartn
Wappen vo da Moakt Diahappn Thierhaupten
Diahappn
Deutschlandkarte, Position vo da Moakt Diahappn Thierhaupten hervorgehoben
48.56666666666710.916666666667430Koordinaten: 48° 34′ N, 10° 55′ O
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regiarungsbeziak: Schwobm (Bayern)
Landkroas: Landkroas AugschburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Häh: 430 m ü. NHN
Fläch: 39,17 km²
Eihwohna: 3995 (31. Dez. 2016)[1]
Dichtn: 102 Eihwohna je km²
Postloatzoi: 86672
Voawoin: 08271, 08276
Kfz-Kennzoachn: A, SMÜ, WER
Gmoaschlissl: 09 7 72 207
Adress vo da
Moaktvawoitung:
Marktplatz 1
86672 Diahappn
Thierhaupten
Hoamseitn: www.thierhaupten.de
Birgamoaschta: Anton Brugger (CSU)
Log vo da Moakt Diahappn
Thierhaupten im Landkroas Augschburg
Karte


Diahappn (Betounung auf da easchtn Süüm, amtli: Thierhaupten) is a Moakt im Regiarungsbeziak schwabischn Laundkreis Augschburg. Diahappn ligg ejschtlich vom Leech und is im schwabischn Laundkreis dia oanzige Gmoa, wo boarisch grejdt werd.

Eadkunde[VE | Weakln]

Geografische Loong und Geologie[VE | Weakln]

Diahappn ligg an da ejschtlichen Leechloatn genau zwischn Augschburg und Doanawüdd. S'Untadarf ligg im Leechtoi, s'Oubadarf scho im Higlland. Dia Ortschaftn Ejtz und Oitnbooch liing in da Leechebne, Kejnigschbrunn hoibert auf da Leechloatn, Naiküücha, Weidn, Höizarn und Spoomasejck liing im Higllond.

Im Wejschtn vom Gmoagebiet grenzt da Leech ou, aba ee ligg außahoi vo da Ortschaft. Düüch Diahappn fliaßt d'Friedberger Ooch va Siidn nooch Nordn. Ausm Weidner Toi va Siidouschtn hee kummb d'Biiz und fliaßt in d'Friedberger Ooch. D'Ooch toit si sidlich va Diahappn in'n Liaßgroom und in'n Müügroom, dia si na im Ort wieda vereinign. 2007  is beschloussn woan, dasss im siidlichen Gmoagebiet a Hoachwossarückhoitebejckn und an Damm an da Ooch errichtn wöjn, dass da Ort nimma vom Hoachwossa hoamgsuacht werd. Oo da Leech hoot in Richtung Diahappn a boar Damm, weis "Pfingschthoachwossa" 1999 fascht zua a Kataschtrophn gfiat hoot.

Am heakschtn z'Diahappn is da Kiahberg (499,1 m NN) z'Naiküücha. Diahappn söwa hoot blouß an Kraizberg (478,7 m NN) mit'm Laundschoftsschutzgebiet "Kraizberg va Diahappn". Hoach sejn oo nou da Winschnberg (453,7 m NN) nerdlich vo Naiküücha und da Ejslsberg (483,7 m NN) sidlich vo Diahappn.

Natuaraimlich gheart Diahappn zur "Doana-Üüa-Leech-Blattn", dia a Toi vom "Oipnvorland" is, oana va dia "Natuaraimlichn Hauptejheitn va Deitschland". Diahappn ligg in dia Unterejheitn "Leechtoi" und "Oaingama Terrassntreppn".

Im Leechtoi bestengan dia Bejn aus Oologerunga va postglazialem Schoutta in am broadn Kauschtntoi. Dia Flussterrassn bestengan aus dia sougenanntn Niedaterrassn und dia Hoachterrassn. Dia Niedaterrassn sejn z'Diahappn mit Auna und dia charakteristischn Heidn mit Koichmoogarosn- und Straawiesnpflaunzngsöischoftn bewochsn. Am Leech sö is nou a Stroaffa Auwoid, der mit da Oitnet zam "Natuaschutzgebiet Leechaun" hoaßt. Vüü Huiz gibts ja schunsch ejt im Leechtoi, nur a poor Hejckn und Wöidlan. Dia "Leechtoiheidn" "Diahoppama Heidn" und "Ejtzama Heidn" stenna unta Schutz. Dia Hoachterrassn, dia sou 8-10 Metta heacha sejn wia d'Niedaterrassn, sejn scha lössbedeckt und gejnga ins Higllound va da "Oaingama Terrassntreppn" iba. Wenn ma d'Lechloatn naufschteig und in'd "Oaingama Terrassntreppn" kummb, find ma scho an Haufa Huiz. Dia Ortschoftn Diahappn und Kejnigschbrunn sejn umgebn vo groaße Huizgebiet (vo Nord nooch Sid: Braund, Naiküüchama Huiz, Wuifschloog, Diahoppama Huiz, Ziaglberg, Ednhausama Forscht). Hinterm Huiz is da Kiahberg vo Naiküücha, mit Weiden, Höizarn und Spoomasejck, hinta dejms na ins Toi vo da Kloan Poor noogeaht. D'Lössschicht is do gaunz schea dick, wejsweeng dejs Laund do si recht guat zum Ackern eignet.

Nachbargmoana[VE | Weakln]

Ortsgliederung[VE | Weakln]

Da Markt hoot acht Ortsteil:

  • Diahappn (Gemarkung)
  • Ejtz
  • Höizarn
  • Kejnigschbrunn
  • Naiküücha (Gemarkung)
  • Oitnbooch
  • Spoomasejck
  • Wein

Gschichtn[VE | Weakln]

Da Nauma kummb vo dia Germanen, dia wo doo an dera Stejn a Siedlung ghoot hobn. Schaug so aus, ois ob de Kepf oda Hapta vo Viecha ausgschtejt hom: Tiahaupt => Diahappn. Im Joo 1776 homs oo nou an Viechschejl aus Saundstoa ausgrobn.

Doo gibts a oite Soong, dass da boarische Herzog Tassilo III., a Agilolfinga, im Joo 750 z'Diahappn a Kloaschta gründet hoot. Er wor in dera Gegnd auf da Jogd und hoot si nimma auskejnnt. Na hoot er gschworn, dass er an dera Stöi, wo er sei Gefolge wieda findt, zum Daunk a Kloaschta wüü baun lossn. Auf oamoi is eahm a Hiaschkuah (d'Jaga sogn do "Tia" dazua) erschiena und hoot eahm wieda zruckgloatt. Sou is nou hejnt aufm Diahoppama Woppn a Hirschkuah drauf.

Im Joo 955 is dia "Schlocht auf'm Leechföjd" gween und do hom hoid oo vüü Oanzlgfechta ejschtlich vom Leech zwischn Diahappn und Mering stattgfuuna. Do gibts oo nou a poor Rejschtlan va dia Wollouloong auf'm Ejslsberg, dia zua a gaunzn Kejn va "Ungarnwoia" ghearn.

S'Benediktinakloaschta z'Diahappn is oans va dia öitaschtn in Bayern und hoot scha im Middloita a ziemli wichtige Ruin in dera Gegnd gschpüüt. S'Kloaschta hoot dia niadare Grichtsborkeit kriagg und da Ort Diahappn s'Morktrecht. Oiso hoots z'Diahappn scha domois Joar- und Viechmorkt gem. Im Joo 1830 homs as Kloaschta in da Säkularisation privatisiat und s'Huiz außnrum is vastaatlicht worn. Da lejtschte Abt, da Schmid Edmund, hod na d'Kloaschtaküücha St. Peter und Paul kafft und da Gmoa va Diahappn gschejnkt. 1983 hoot na dia Gmoa dia ibrign ehemolign Kloaschdogebaid kafft, dia wo bis dohii a Guat worn und hoots saniad.

Diahappn hoot in seina longn Gschichtn scha vüü mitgmocht. Im 10. Joohundat va dia Ungarn und im Dreißgjaarign Kriag hoots gaunz schea woos ookriagg. Oo im 2. Wöjtkriag hobns n'Ort schwaar trouffa.

Bis 1972 hoot Diahappn zum Laundkreis Naiburg an da Doana gheart, is na aba bei da Kreisreform zum Laundkroas Augschburg dazuakejmma. Bis hejnt is Diahappn dia oanzige Gmoa vom Landkroas, de wo rechts vom Leech ligg und wou ma oo boarisch rejdt. Da Rejscht vam Laundkreis rejdt schwabisch.

Politik[VE | Weakln]

Da Gmoarot hod 16 Mitglieder:

(Stand: Kommunalwoi 2014)

Biagamoaschta is seit 2014 da Anton Brugger vo da (CSU).vo da SPD.

Friahare Biagamoaschta (seit 1946)[VE | Weakln]

  • Edmund Hölzl (1946-1949)
  • Xaver Brugger (1949-1969)
  • Heinrich Schieder (1969-1978)
  • Fritz Hölzl (1978-1996)
  • Franz Neher (1996-2014))
  • Anton Brugger (seit 2014)

Woppn[VE | Weakln]

Blasoniarung: Untam Schüddhapt mit dia boarischn Rautn in Blau da Rumpf va oana roatzungtn guiddign Hiaschkuah.

Kultua und Sengswiadigkeitn[VE | Weakln]

Musäen[VE | Weakln]

  • Hoamat- und Trachtnmusäum
  • Kloschtamüümusäum, mit Moimüün, oam Hadanstampfwerk, oana Öjmüü und am Modej va oana Sejgmüü.

Bauwerka[VE | Weakln]

  • Kloaschta Diahappn, a ehemoligs Benediktinakloaschta
  • Kloaschtaküücha St. Peter und Paul
  • Pforrküücha St. Vitus Neikirchn

Fejschte und Feian[VE | Weakln]

  • "Fejschtwoucha Diahappn", Vuiksfejscht mit Fejschtzug mit Rejssa und Bloamawoong (um an 15. Auguscht)
  • Leonhardiritt Höizarn
  • Kunschthaundwerkahouf mit Gortnfejscht in da Kloaschtaouloog va Diahappn
  • Gortnfejscht vom Musikvaraii (meischtns oa Woucha vorm Kunschthaundwerkahouf)
  • Fischafejscht vom Fischavaraii im Kloaschtakuahstoi, mit vüü Fischspezialitätn (meischtns in da easchtn Novembawoucha)

Büddung[VE | Weakln]

  • Akademie fia Haundwerkafortbüddung
  • Bayrisches Bauarchiv
  • Grund- und Haptschui
  • Jugendfreizeitstejttn
  • Kindagortn Naiküücha
  • Kindagortn St. Peter und Paul
  • Pforrgmoabiacharei St. Peter und Paul
  • Schui fia Darf- und Landesentwicklung

Literatua iba Diahappn[VE | Weakln]

  • "Kleiner Kunstführer Nr. 829: Thierhaupten" von Hugo Schnell, Schnell & Steiner (1966)
  • "Topographische Karten Bayern, Bl. 7431: Thierhaupten" Bayerisches Landesvermessungsamt (1988)
  • "Mein Thierhaupten" Gedichte von Gerlinde Ortegel Rita Fischer, (1998)
  • "Geschichte, Sanierung und heutige Nutzung des Klosters Thierhaupten. Dauerausstellung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben. Katalog." vo Peter Fassl, Bezirk Schwaben (2000)
  • "Thierhaupten. Ehemaliges Benediktinerkloster" von Karin Hösch, Gregor Peda (Illustr.), Kunstverlag Peda Gregor (2001)
  • "St. Peter und Paul Thierhaupten, ehem. Benediktinerabteikirche, heute kath. Pfarrkirche" von Gertrud Roth-Bojadzhiev und Anton Brandl, Schnell & Steiner (2005)
  • "Der oide Hos" vo Adalbert Mayr
  • "Halbzeit" vo Adalbert Mayr (2005)

Beleg[VE | Weakln]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Diahappn – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien