Östareicha (Voik)

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Der Artikl is im Dialekt Östareichisch gschrim worn.


Östareicha

s Vabreitungsgebiet vo de Östareicha

Bevökarungszoi: ungfea 8,2 Millionen

Signifikante
Bevökarungszoin:
Östareich, Südtiroi
Süddeitschland, USA, Kanada, Brasilien

Sprochn: Deitsch, Windisch, Krowodisch, Ungarisch, Tschechisch, Slowakisch, u. a.

Religionen: remisch-katholisch za. 75 %
ewangelisch za. 5 %
aundare oda kaa Religion za. 20 %

Voiksgrubbm: Deitschöstareicha, Windische, Krowodn, Ungarn, Tschechn, Slowakn, u. a.

De Östareicha san a Nation in Middleiropa von ungfea 8,2 Millionen Laid, de wos vua oim in Östareich söiwa, in Sidtiroul (Italien), in Ungarn (Ödenburg Umgebung) und in a poa Regionen in Rumänien (Landla) lebm. Es Identitätsgfüh spüd dabei a entscheidende Roin, weu ned olle vo dena de östareichische Stootsbiagaschoft bsitzn (bsundas de Südtirola, de Ödnburga und de Landla).

Voiksgrubbm[VE | Weakln]

Vista-xmag.png 'schau aa: Mindaheitn in Östareich

De Östareicha san kaa eiheitlichs Voik, sondan bestengan aus mearan Voiksgrubbm. De gresste Voiksgrubbm vo de Östareicha san de Deitschöstareicha, wöiche rund 7,4 Millionen ausmochn. De untateun se in de Alemannen, de wos in Vorarlberg und im Tirola Aussafern lebm und de Baiern, de im Rest vom Land lebm.

Danebm gibts no de autochtonen Voiksgrubbm wia de Kärntna und Steira Windischn (ungfea 55.000), de Buagnlaund-Krowodn (ungfea 40.000 bis 50.000), de tschechischn Östareicha (ungfea 15.000 bis 20.000), de 'slowakischn Östareicha (ungfea 5.000 bis 10.000), de Buagnlaund-Ungarn (ungfea 30.000 bis 50.000), und de Roma und Sinti (ungfea 10.000 bis 20.000).

Weidas lebm uma 35.000 Jenische sowia uma 30.000 Poin in Östareich de owa no ned ois autochtone Voiksbrubbm aunerkaunnt worn san, obwoihs oideigsessene östareichische Voiksgrubbm san. De zoihnmässige Stärkn vo da jeweiling Voiksgubbm kau owa nur gschätzt wern. Inofizielle Erhebungen weichn gaunz signifikant vo de ofizielln ob. Da Grund dofia is dass se de Aughering vo de jeweiling Voiksgrubbm aufgrund vom storkn Assimilazionsdrugg dem s' ausgsetzt san oftmois gor ned zur Voiksgrubbm bekennan. Bei de Kärnta Slowenen siagt ma des gaunz guad: uma 13.000 Voiksgrubbmongehörige sans laut da letztn Voikszählung; laut ana Befrogung durch de Kirchnvabände sowia laut de Voiksgrubbmvatreta kummt ma owa auf a Zoih vo uma 50.000 slowenischsprochige Kärntna.

De Deitschsüdtirola (uma 300.000) und de Ladina (uma 35.000) wern zum östareichischn Voik zöiht und san laut da Repubblik Östareich de östareichische Mindaheit in Italien. Östareich hod fia de beidn Voiksgrubbm de Schutzmochtfunkzion üwanumma. In Südtiroi söiwa is des owa a sehr heikles Thema, weil se vüi Deitschsüdtirola oftmois vo östareichischa Seitn gnötigt vüin se ois Östareicha z' bekenna. De Südtirola hobm koa Problem domit se ois Deitsche sowia a ois Östareicha z' betitln; beides is in da Südtirola Identität integriart. Fia de Totsoch dass de Südtirola a östareichische Mindaheit san, spricht vo östareichischa Seitn:

  • de launge Zuagherigkeit zu Östareich,
  • de noch wia vua enge Vabindung vo de beidn Lända,
  • dass se Östareich imma stoak fia de Südtirola Soch eigsetzt hod und aa weida duat,
  • sowia de Funktion vo Östareich ois "Muadalaund" (Schutzmocht).

Sprochn in Östareich[VE | Weakln]

In Östareich is d3 Deitsche Sproch d3 offiziölle Stootssproch und is in da Vafossung gsetzlich vaaunkat. Danebm is in a zoireiche Gmoana in Kärntn Windisch bzw. in de krowodischsprochign bzw. ungarischsprochign Gmoana im Buagnlaund de jeweilige Sproch zuasätzlich zum Deitschn offizielle Amtssproch.

De Sprochn vo de andan Mindaheitn hom kaan offiziön Status in Östareich.

Deitsch wiad vo etwoa 98 Prozent vom östareichischn Voik ois Muadasproch gredt. Windisch wiad ofiziö vo ungfäa 13.000 Östareicha ois Muadasproch gredt (inoffiziö vo ungfäa 50.000 Leaid). Wossakrowodisch redn ungfäa 20.000 bis 50.000 Leid und Ungarisch ungfäa 50.000.

Südtiroia[VE | Weakln]

Aufgrund vo da historischn, kuituröin und sprochlichn Vabundnhait mid Östareich stöid se fia Taile vo d' boarischsproching Südtiroia in Italien d' Frog, inwiawaid se östaraichischn Nazionsbegriff tail hod. Grundsäzlich bestengan durt no storke deitschnazionale Strömungan. Da Südtiroia Laundeshauptmo Durnwoidna Luis hod owa in oana ORF-Sendung (Pressestunde) de Zuagherigkait vo da deitschsproching Bevökarung in Südtiroi zur östaraichischn Nazion bejoht. D' Südtiroia san fia eam „a östaraichische Mindahait, de in Italiän leebt“.[1] Im Grundsozprogramm vo da Südtiroia Voikspartai (SVP), de im Südtiroia Laundtog zur Zaid üwa d' obsolute Mehrhait vafügt[2], wird festghoidn, dass d' deitschsprochige Bevökarung vo Südtiroi „an Auspruch auf d' gaistige und kuituröie Zuagherigkait vo Südtiroi zum Vodalaund Östareich“ hod.[3] Im Woihprogramm vo da SVP vo 2008 wird Italiän ois „fremdnazionala Stoot“ bezaichnet.[4] Da ehemolige italiänische Stootspräsident Francesco Cossiga hod 2006 mid da Aussog dass de deitschsproching Südtiroia a deitsche und koa östaraichische Mindahait san und dass s eemsowenig a östaraichische Nazion, sowia a östaraichische Litaratur oda Musik gabad, fia Aufsehng gsorgt.[5]. Politisch hod Östareich, gmäs vom Gruawa-De-Gasperi-Obkommen, a Schuzmochtfunkzion üwa d' deitschsprochige und ladinische Mindahait in Italiän üwanumma.

Sprochn in Sidtirol[VE | Weakln]

De Sidtirola hom zirka 69 Prozent Boarisch bzw. Deitsch ois Muadasproch, des san ungefea 300.000 Leid. Ladinisch, a rätoromanische Sproch, redn ungefea 35.000 Leid in Italien. Italienisch wiad vo etwoa 27 Prozent ois Muadasproch gredt.

Italienisch, Deitsch und Ladinisch san ofiziölle Amtssprochn in Siüdtirol.

Auslandsöstareicha[VE | Weakln]

Außahoib vo Östareich lebm ständig uma 400.000 Inhoba vo da östareichischn Stootsbürgaschoft; dazua kemman no einige 100.000 gebürtige Östareicha, de scho de Stootsbürgaschoft vo ihra nain Hoamat ognumma hobm.

De Mehrzoih vo de Auslaundsöstareicha lebt und orbeit in Deitschland (uma 185.000) und in da Schweiz (uma 40.000) in de USA (uma 28.500), in Mittl- und Südamerika (uma 36.000), in Australien (uma 30.000), in Afrika (uma 22.500).

De meistn Auswaundara im 20. Johrhundat hobm Östareich aus wirtschoftlichn Gründn, in de 1930-er Johrn valossn und während da Zeid vom Drittn Reich san a vüi politisch Vafoigte und Judn ins Exil gaunga.

1955 is in Wean ois offizielle Intaressnsvatretung da Varein "Auslaundsöstareichawerk" gründt und gleichzeitig im Außnministerium a Obteilung fia Auslaundsöstareicha eigricht worn.

Nei-Östareicha[VE | Weakln]

De Nei-Östareicha san de Stootsbiaga vo da Repubblik Östareich, de wos an Migrazionshintagrund hom und scho in da zwatn oda drittn Genarazion in Östareich lebm.

De gresstn Grubbm woan amoi de östareichischn Tiakn und de östareichischn Ex-Jugoslawn. Naichadings kumman de meistn Zuagrasdn aus Deitschland[6] und stöin seitn easchtn Jenna 2008 aa de gresste Grubbm vo de Neiöstareicha.[7]

Wissnschoftliche Eioadnung[VE | Weakln]

Im Zaumanhaung midm Vasuach, de östareichische Nazion auf a wissnschoftlichs Fundament z stöin, wiad haifig aufm Begriff vo da "Wüinsnazion" zrugg griffm, de wos se ned ausschliaßlich iwa Sproch, Kuitua und so weida, sondan vuaoim iwa a Identitäts- und Zaumgherigkeitsgfüi definiad. Dea Begriff "Wüinsnazion" is owa umstrittn.

Beleg[VE | Weakln]

Fuassnotn[VE | Weakln]

  1. http://tirol.orf.at/stories/51310/
  2. ORF: „SVP hält absolute Mandatsmehrheit“
  3. SVP-Grundsozprogramm – 4. Südtiroi und Östareich
  4. SVP-Woihprogramm 2008 (PDF)
  5. „Von Quoten und Grenzen“, derStandard.at vom 27. Fewa 2006
  6. ÖIF — Zuwanderung: Strukturen und Trends
  7. de:Österreich#Bevölkerungsbewegung (schädeitsch)