Kafää

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Der Artikl is im Dialekt Österreichisch (Weanarisch) gschrim worn.
A Kafääbaam
Rohe Kafääbaunln
Grässde Kafääbaunln
A Schalerl Kafää

Da Kafää is a stimuliarands, schwoazzes Drangl aus grässdn und gmohlanan Kafääbaunln. Kafää ghead wödweit zu de beliabtastn Drangln. Es gibt sogoa eigane Lokale, de Kafäähaisa, wo bevuazugt Kafää drunga wiad.

De Kafääbaunln kuma vau de Kafääpflaunzn, de wos in mea wia fuffzg Lända vau da Wöd aunbaut wean. Da Kafää, a schwoazzes Goid gnennt, is wödweit - noch Eadö - es zwaatwichtigste Haundlsprodukt.

Gschicht[VE | Weakln]

Es wiad aungnumma, dass da Kafää sein Ursprung in da Region Kaffa im Sidwestn vau Ethiopien hod. Duatn is da Kafää scho im 9. Joahundat eawähnt wuan. Vau Äthiopien is da Kafää woascheinlich im 14. Joahundat duach Sklavnhändla noch Arabien brocht wuan. Grässd und drungn hod man vamutlich do eascht ob Mittn vom 15. Joahundat. Da Kafääaunbau hod Arabien a Monopoiroin eibrocht. Haundlszentrum woa de Hofnstod Mocha, aa Mokka gnennt, des heitige al-Mukha im Jemen.

De äthiopische Mochoat vaum Kafää is woascheinlich de uaspringlichste: Nochm Rässdn vo de Baunln in an grossn Eisnpfandl wean de grob gmoin und im Märsa zastaumpft. Des Moiguad wiad mit Wossa und Zugga in da sog. Jabana (an bauchign Tonkruag) aufkocht und in klaanan Schoin serviat.

Vaum Goethe staumt de Idää, dass ma de Baunln destillian soidat. Da Chemika Friedlieb Ferdinand Rung hod des umgsetzt und hod dabei es Koffein entdeckt.

Osmanisches Reich[VE | Weakln]

Im 15. Jh is da Kafää in Persien sowia im Osmanische Reich populea wuan. Um 1511 san in Mekka de easchtn Kafäähaisa entstaundn, de owa boid wieda gschlossn wuan san, weu da Kafää unta schwaara Strofaundrohung vabotn wuan is. In Kairo is des Drangl um 1532 nochweislich scho do gwen. 1554 is geng de Wiedaständ vaum islamischn Klerus und vo stootliche Stön, es easchte Kafäähaus in da Haupstod Istanbul aufgmochd wuan. Da Murad III. hod am End vom 16 Jh. a Kafäävabot ealossn, des wos owa zeascht nua wenig kontrolliad wuan is. Untan Murad IV. san Kafäähaisa owa daun niedagrissn wuan und Kafäätrinka san deaoatig vafoigt wuan, dass sea vui Todeopfa deswegn gem hod.[1] Kafäähaisa san in dera Zeit efta ois Barbierstubm tarnt wuan. Eascht im Zug vo da Reformpolitik vom Tanzimat ob 1839 is da Kafää wieda ealaubt wuan.

Aunbau[VE | Weakln]

Uaspringlich woan de Kafääpflaunzn nua in Afrika und Arabien vabraat. De easchdn Aunpflaunzungen außahoib vo Afrika und Arabien hods im 17. Joahundat in Indien (Niedaländisch-Ostindien) und auf Ceylon gem. Im 18. Joahundat hom dem Hollända in Kafää noch Surinam brocht und de Franzosn noch Cayenne, Martinique bzw. Guadeloupe und de Portugiesen noch Brasilien. Des is auf de Ausbraadung vo de eiropäischn Kolonien zruggzfian.

Kuriositätn[VE | Weakln]

Da Kafää woa uaspringlich sea teia, deshoib hom si aa nua reiche Biaga und Adlige des aromatische Drangl leistn kena. Eamare Leidln hom mit an Kafääeasotz aus Geaschtn oda Moiz Vualiab nehma miassn. Vo dera Zeit kummt aa da Ausdruck echta Baunlkafää im Untaschied zum Easotzkafää.

Ludwig van Beethoven hod de Gwohnheit ghobt, genau 60 Kafääbaunln obzumzön, um si draus a Schalerl Mokka zmochn.

Des easchte Experiment zua gsundheitlichn Wirkung vo Kafää hod da schwedische Kenig Gustav III. duachgfiat. Ea hod si iwa de gsundheitlichen Gfoan vo Kafää große Suagn gmochd und hod wissn woin, ob Kafää oda Tää gsinda is. In da zwatn Höfte vom 18. Jh. hoda zwa zum Tod vaurteite Vabrecha, de wos eineiige Zwüllinge woan, dazua heraunzong. Da aane hod vü Kafää dringn miassn, da aundare vü Tää. Beide hom des Experiment und in Kenig iwalebt. Da Täädrinka is im Oida vo 83 Joan a weng friacha gstoam ois wia da Kafäädrinka.[2]

Wiakli a Kuriosität:

Da teiaste Kaffää (Alamid) kimmt aus Indonesien oda a kloaweis a aus Vietnam.

Doat fressn de Vichal des Fruchtfleisch und schluckan de Kaffääbauhnal mid. Se duachlaffn in Vadaungsgaung . S´Fruchtfleisch vadauns, de Bauhnal ned. De wean nua Veamantiat und midn Schtuih ausgschiedn. Daun weans eigsaummit, puzt , trukat und eipackot. A kostschpülige Gschicht, den des Kilo kost umma 800 €. Owa Kenna schwoan das dea Kaffää den best Gschmo hod.

Heastölung[VE | Weakln]

Kafääpflaunzn[VE | Weakln]

De Kafääpflaunzn ghean zua botanischen Gattung Coffea aus da Famülie Rubiaceae. Es wean vua oim de zwaa Oatn C. arabica (Arabica-Kafää) und C. canephora (Robusta-Kafää) vawendt, de wos vo Afrika stauma. Sötana aa de Oatn C. liberica und C. excelsa. De Kafääpflaunzn kenna bis zu 4 m wean, in de Plantagen weans owa zruggschniddn. De Bliatn san weiß und de Fricht san bei C. arabica 9 bis 11 Monat noch da Befruchtung reif, bei C. robusta 6 bis 8 Monat danoch. Es buidn se Staafrichtln, de wos in iara Foab ba da Reifung vo grean iwa göb noch rot wexln und zwaa Saumen, de wos Kafääbaunln enthoidn. De easchntn Eaträge hod a Strauch noch 3 bis 4 Joa, noch rund zwanzg Joa gähd da Eatrog wieda zrugg.

Oatn und Suatn[VE | Weakln]

Kafäägschäft in Reutlingen
  • Arabica-Kaffee hod an Wödmoaktaunteu vo rund 60%. De Baunlsuatn is voa oim wegan Aroma beliabt woan. Im Vagleich zu dena Robusta-Suatn hod de Arabica nua rund de Höftn an Koffein.
  • Robusta hod rund 36 % Aunteu an da Wödproduktion. Da optische Untaschied is a groda Eischnitt in da Baunl, während dea vo Arabica gwöd is. Vo de Bauan wiad de Suatn voa oim weng iara Wiedastaundsfähigkeit und weng iara kiazan Reifezeit (im Vagleich zua Arabica) gschätzt.
  • Excelsa güd ois Baunlrarität und is 1904 am Tschadsee gefundn wuan. Se hod vo olle Baunlsuatn an kräftigstn Wux und woxt aa guad auf drockanan Bodn. Trotzdem hods nua an Aunteu vo 1% vo da Wödproduktion.
  • Stenophylla is a bsundas klaablattlte Pflaunzn aus Westafrika (Guinea und Sierra Leone), de wos bis zu 700 m Säähächn aunpflaunzt wean kaun. In Sierra Leone wiad mit dera Suatn da bekaunte „Highland Coffee“ produziat. De Baunln san rund und groß, de Frichtln wean ba da Reifung schwoaz.
  • Maragogype is a Mutation aus da Arabica-Baunl oda noch aundara Theorie a Kreizung aus Arabica- und Liberica-Baunl. De Baunln san um a Drittl grässa ois wia de normaln Kafääbaunln. De Suatn woxd am bestn in ana Hächn vo 400 m bis 1200 m und wiad hauptsächlich in Mexiko und Nicaragua aunbaut. Trotz da Gräss vo da Baunl is da Ernteatrog in da Regl niadriga ois wia ba aundan Kafääsuatn.
  • In Vietnam wird als cà phê sữa đá a Kafäämischung aungebotn, de wos nebm dena bekauntn Oatn Robusta und Arabica aa de Oatn Catimor und Chari enthoidn duat. Es haundlt si dabei um sea dungln Kafää mit a wengal nussig-schokladign Gschmogg. De Kafää-Mischungen enthoidn de gnenndn Suatn in vaschiedenen Mischvahödnissn und beinhoidn sötana aa Excelsa- oda Liberica-Baunln. Wegn da duatign Vuastöllung vom Kafää-Gschmogg deckn duatn de Mischungen den gresstn Tei vom Kafääbedoaf ob. Chari-Kafää wiad wegn seim sea niedrign Koffeinghoid aa ois natialicha Schonkafää aubotn, der wos nimma entkoffeiniad wean muass.

Aunbau[VE | Weakln]

Kafää-Straicha (und -Baam) brauchn a ausglichans Klima ohne extreme Temperatuan und ohne zvü Sunn bzw. Hitz. De Duachschnittstemparatuan soin zwischn 18 und 25 °C liegn, de Temperatua soi 30 °C ned iwaschreitn und deaf 13 °C ned haifig untaschreitn, de Pflaunzn vatrongn kaane Temperatuan unta 0 °C.

De jäaliche Niadaschlogsmenge muass 1500 bis 2000 mm betrogn, bei unta 1000 mm/a wiad bewässad, bei unta 800 mm/a wiad Kafää ned aubaut. Robusta-Kafää braucht hächara Niadaschlogsmengen ois Arabica-Kafää. Vü Wind und vü Sunn schodn, desweg wean gean Heckn und Baam ois Schutz aupflaunzd. Dea Bodn muass tiafgrindig, locka und durchlässig (guad „duachlüftet“) sowie leicht saua sein.

Kafää wiad duach Sauman, Stecklinge oda duach Pfropfn vamead, meistns duach Sauman. De Kafääbaunln (Sauman) hom 8 Wochn noch da Fruchtreifn de hexte Keimfähigkeit, danoch nimmts wieda ob. Se wean vom Pergamenthaidl befreit und in Keimbettn ausgsaat. De zwoa easchdn Blattln vom Keimling kumma noch 5 bis 6 Wochn zum Vuaschein. Daun wean de Jungpflaunzn in Behötan umpflaunzt und in Pflaunzschuirabattln weida kultiviat. Im Oita vo 8 Monatn weans in de Plantage pflaunzt, je noch Suatn in Obständ vo 1 bis 4 Meter. Ban weidan Woxdum weans in da Hächn beschnittn, je noch Bedoaf auf 1,5 bis 3 Meter. Im Oita vo 3 bis 5 Joan is da Ertrog optimal und bleibt 10 bis 20 Joa maximal, danoch sinkta.

Ernte[VE | Weakln]

In da Regl wiad amoi im Joa geeantet. Neadlich vom Äquator gähd de Eantezeit vo Septemba bis in an Dezemba, sidlich vom Äquator von Aprü bis August. In da Nachn vom Aquator kaun de Ernte aa in jeda Joareszeit sein. De Ernte dauat bis zu 10 oda goa 12 Wochn, weu de Frichtln aa am söm Strauch untaschiedlich laung fia de Reife brauchn. Waun mit da Haund pflicht wean, so dann nua de jeweus reifn Fricht gerntet wean, is as Eagebnis qualitativ bessa. Bsundas da Arabica-Kafää wiad auf de Weis selektiv haundpflickt (Picking-Methode). A schlechtare Qualität kriagt ma, waun de Fricht unobhängig vom untaschiedlichn Reifegrad mit da Haund oda mit Maschinen obgstaft wean (Stripping-Methode). Duach Nochsoatian kaun ma do owa aa no de Qualität a weng vabessan. De Obstraf-Methodn wiab ban Robusta-Kafää angewendet und ban Arabica-Kafää in Brasilien und Äthiopien aungwendet. Auf dena großn Plantagen in Brasilien wean Erntemaschinen eigsetzt.

Da Eatrog bezogn auf a Flächn betrogt ban Rohkafää im Wöddurchschnitt rund 680 kg/ha, in Angola 33 kg/ha in Costa Rica 1620 kg/ha, neie Plantagen in Brasilien mochn 4200 kg/ha. Fia aan Sock mit 60 kg Rohkafää is de Eantn vo 100 guad trogendn Arabica-Baam notwendig.

Aufbereitung[VE | Weakln]

Ba da Aufbereitung wean zua Gewinnung vom Rohkafää de Fruchhaut, es Fruchtfleisch (Pulpe), da Schleim aufm Pergamenthaidl, es Pergamenthaidl und soweit wia meglich aa es Sübahaidl entfeant. Des kaun auf trockene ois wiara auf nosse Oat erreicht wean. Robusta-Kafää sowia brasilianischa und äthiopischa Arabica-Kafää wean trockn aufbereitet, in de iwrign Regionen eazeigta Arabica-Kafää wiad noss aufbereitet. De Nossaufbereitung eagibt Kafää vo hächara Qualität.

Trocknaufbereitung[VE | Weakln]

Ba da Trocknaufbereitung wean de Kafääfrichtln („Kafääkiaschen“), de wos rund 50 bis 60 % Wossa enthoidn, ausgbraat und ob und zua umdraat, bis zu aan Wossagehoit vo rund 12 % trocknet san. Des dauat rund 3 bis 5 Wochen. Danoch wean s trockene Fruchthaidl und as trockene Fruchtfleisch mechanisch obgschöd.

Nossaufbereitung[VE | Weakln]

Mit da Nossaufbereitung wiad meglichst innahoib vo 12 Stundn, spätastns 24 Stundn noch da Ernte augfaungt. Zeascht wiad mit Wossa vuagreinigt (Haund oda Maschin) und duach Schwemmen vuasuatiat. Daun wiad inan „Entpulper“ de Fruchthaut und de Puipn obquetscht, es Pergamenthaidl inklusive Schleim bleibt an de Kafääbaunln. Duach aan Schwemmkaneu und duach Siebe wean de Baunln in Fermentationsbehöta transportiat. Duat findt a Gärung (Fermentation) stott. Dabei wiad da Schleim vaflüssigt und damit obwoschboa. Noch 12 bis 36 Stundn Fermentation wean de Baunln gwoschn und daun zan Trocknen (Sunn, Luft, fois notwendig aa Haaßluft) ausbraat und bis zu an Wossagehoit vo rund 12 % trocknet. Fia de Nossaufbereitung wean je Kilogramm moaktfeatign Rohkafää 130 bis 150 Lita Wossa benedigt.

Hoibtrockene Aufbereitung[VE | Weakln]

Um Wossa zspoan und um a hächare Qualität ois wia ba da Trocknaufbereitung zum dazüün, wiad a hoibtrockene Aufbereitung aungwendet: Nochn Woschn wiads Fruchtfleisch weitgehend obquetscht, daun wiad owa ned fermentiat sundan glei trocknet. Danoch wean wia ba da Trocknaufbereitung de trockene Fruchthaut und es trockene Fruchtfleisch vo de Kafääbaunln owegschöd.

Pergamenthaidl wegmochn[VE | Weakln]

Noch da Aufbereitung san de Kafääbaunln no vom Pergamenthaidl umgem, deswegn sogt ma dazua „Pergamentkafää“. Duach Schöön wiads Pergamenthaidl und soweit meglich aa s Sübahaidl weggmochd.

Reinigen, Sortian[VE | Weakln]

In aana Schlussbehaundlung wean de letztn Vaunreinigungen beseitigt und de Baunln – bei aan hochweatign Kafää mit da Haund - valesn, des bedeit noch Gräß und Qualität sortiat. Des eagibt aan moaktfeatign Rohkafää.

Rästn[VE | Weakln]

Vaschiedane Räststufn – vo ungräst bis zua Italienischen Rästung

Zua Gschmocksoptimiarung wean de Kafääbaunln gräst. Hölle Röstungen fiahn zu an eha saialichn, owa weniga bittan Gschmock, während dunklare Rästungen leicht siaß, owa bitta schmeckn.

Da Kafäägschmock wiad vo zwaa Faktoan am stäakstn beeinflusst:

  1. de Rästtemparatua
  2. de Rästdaua

In großen Rästarein wean de aanzlnan Chargen meistns fia zwaa Minutn bei rund 500 °C gräst. Des erzeigt owa deitlich meah Bittastoffe ois wiara langsamare und schonendare Rästung. Klaane Rästarein rästn iare Kafääbaunln nua ba rund 200 °C – dafia 15–18 Minutn laung. Des eagibt wesentlich müdare, voimundigare Kaffääs.

Kafääkochn[VE | Weakln]

Kafää wiad meistns mit Wossa kocht. Dabei is wichtig, dass as Wossa untam Siadepunkt bleibt. Waun as Wossa z haaß is, daun wean zvü Bittastoffe freigsetzt, wauns zweng haaß is, daun is da Kafää z schwoch.

Es gibt vüle vaschiedane Oatn wia Kafää kocht wiad:

  • Beim Fütakafää gibt ma zeascht a Kafääpuiva in de Dütn und daunn kumt a haaß Wossa drauf. So wiad da Kafää gfütad. De Wossatemparatua soit zwischn 80 und 90° Celsius liegn. Des gaunze kaun händisch oda mit ana Kafäämaschin gmocht wean. Des Vafoan is 1908 vom Bentz Melitta eafundn woan.

Kafääspezialitätn[VE | Weakln]

Es gibt sea vü Oatn wia ma an Kafää kochn bzw. servian kaun. Bsundas Wean hod a launge Tradition im Entwickln vo Kafääspezialitätn. A klane Auswoi:

A Einspänna klassisch im Glasl serviat.
  • Einspänna – grossa Mokka im Henglglasl mit Schlogobashaubm (wiad ned variat, sundan duach de Haubm drungn; Obashaubm hoid den Kafää länga woam)
  • Eiskafää – Kafää, Eis und Obas
  • Fiaka – a grossa Mokka im Glasl mit vü Zugga und an Stampal Rum
  • Großa Brauna – doppeda Mokka mit Obers in da grossn Schoin
  • Großa Schwoaza (aa großa Mokka) – doppeda Mokka in ana grossn Schoin
  • Klana Brauna – afocha Mokka mit Obas in da klanan Schoin
  • Klana Schwoaza (aa klana Mokka) – afocha Mokka in ana klanan Schoin
  • Kopi Luwak - Kotznkafää (vawendt wean Kafääbaunln, de wos vo Schleichkotzn ausgschiedn wean
  • Melange – hoib Kafää und hoib Müch
  • Separee – Kafää und Müch wean trennt seaviat
  • Valängada – a klana Schwoaza wiad mit doppeda Wossamenge gmocht

Kafää und Gesundheit[VE | Weakln]

A Hefal mit 125 ml Fütakafää enthoit rund 80–120 mg Koffein.[3] In Kafää wiad zwengan Koffeinghoit z Recht a aktiviarende Wiakung zuagsogt, weura de Wiakung vom schloffeadandn Botnstoff Adenosin blockiat. Damit ma de aufmuntande Wiakung vom Kafää voi ausschepfn kaun, is noch an Artikl in da Fochzeitschfift Sleep (Vol. 27, Nr. 3)[4] sinnvolla, vü klaane Schluckal Kafää iwan Dog (bzw. iwa de Nocht) vateut z drinkn, ois wiara a gross Hefal in da Fruah.

Nem oidn Studien, de wos auf Gsundeitsgfoan hiweisen, zagn in letzta Zeit imma mea Studien, dass Kafää meglichaweis goa ned so ungsund wia manche aungnumman hom, sondan im Gegntei sogoa gsundheitsfeadande Eignschoftn aufweist. Thomas Hofmann, Direktor vom Institut fia Lemsmittlchemie aun da Westfälischen Wilhelms-Universitet in Münster hod gsogt: „Die Aussage, dass Kaffee generell schädlich sei, ist heute nicht mehr haltbar, früher hat man zum Teil negative Wirkungen einzelner Kaffeeinhaltsstoffe auf den Gesamtkomplex Kaffee übertragen“. Aktuölle Studien zagn aa, dass de oft aungenummane entwässande Wiakung vom Kafää wissenschoftlich unhoitboa is.

Des Nationale Herz-, Lungen- und Blutinstitut vo de USA hod 2003 a Empföhlung zruckgnumma, noch dea Patienten mit hochn Bluaddruck hechstns moderat Kafää dringa soitn. De Harvard School of Public Health in Boston hod de Eischätzung gstitzt: Im Journal of the American Medical Association hod Wolfgang Winkelmayer a Studie mit Datn vo 150.000 Fraun präsentiat. Hiweis auf an Zaummanhang zwischn Kafääkonsum und hochm Bluaddruck hod ma dabei ned gfundn. In ana aundan Studie vo Trine Ranheim und Bente Halvorsen san in anzlnan Fön owa hechare Cholesterinspiagl nochn Genuss vo ungfütatn Kafää nochgwiesn wuan. De fütaboan Diterpene Cafestol und Kahweol bewiaken den Effekt.

Vü vo de positivn Efffekte vom Kafää wean auf de drin enthoidanen Antioxidantien zruckgfiat. Noch ana US-amerikanischen Studie ausn Joar 2005 is de mit Obstand wichtigste Quön fia gsundheitsfeadande Antioxidantien aus da täglichn Noarung vom Genussmiddl Kafää.[5] Aufgrund vo vagleichboan Eanearungsgwohnheitn is aunznehma, dass aa in Eiropa Kafää a Hauptquön fia Antioxidantien doastöd.

Neiare Studien[6] lossen aussadem an genetischn Zaumahaung fia de Foign vom Kafääkonsum eakennen. Je noch Genvariantn kauns dabei zu ana schnön oda laungsaumen Elimination vom Alkaloid Koffein kumma, wos wiederum Auswiakungen auf a Infarktrisiko hom kaun.

A umfossande Doastöllung vo jingan Faschungseagebnissn zum Thema Kafää und Gsundheit is in da Monographie Le café et la santé vaeffentlicht.[7]

Des Deitsche Greane Kreiz fosst 2009 de untaschiedlichn Foaschungseagebnis so zauman: Der regelmäßige Genuss von drei, vier oder mehr Tassen Kaffee übt auf zahlreiche Organe und Körperfunktionen einen positiven Einfluss aus. Bei manchen Erkrankungen scheint Kaffee sogar einen deutlichen vorbeugenden oder schützenden Effekt zu haben. Grundsätzlich muss also in den meisten Fällen aus medizinischen Gründen nicht auf Kaffee verzichtet werden. Im Einzelfall sollte man aber noch einmal mit einem Arzt Rücksprache halten. Insbesondere gilt dies fia Frauen in der Schwangerschaft.[8]

Inhoitsstoff vom Kafää[VE | Weakln]

Die Inhoitstoffe variian zwischen de Kafääsuatn und vaändan si aa im Vaoarbatungsprozess.[9]

Substanz Rohkafää Restkafää
Wossa (Feichtigkeit) 9,5 % 2 %
Saccharose (Zucka) 6 - 7 % 0 %
Rohfaser 27,2 % 17,5 %
Coffein 1,1 – 4,5 % 1,1 – 4,5 %
Fett 10 - 16,4 % 11 - 17,5 %
Chlorogensaire 4,5 - 11,1 % 0,2 - 5,6 %
ausgschmäizte Derivate vo de Kohlenhydrate - 30 %
Proteine 6,7 12,2% 0 %
Oschn 4,0 % 4,4 %

Kafääsud[VE | Weakln]

Kafääsud aus ana Espressomaschin

Kafääsud oda Kafääsotz nennt ma de Restln vo de gmohlanan Kafääbaunln, de wos nochn Kafääkochn iwrig bleim. Vua da Eafindung vo de Fütadütn hod se as Kafäämöh bei Kochn im Kafääkaunal obgsetzt, de feinan Aunteule sogoa eascht in da Kafäätassn.

Da Kafääsud güt ois vüseitigs Haushoitsmiddl. Zweng seim hochn Nährstoffghoid (Stickstoff, Kalium, Phosphor und aundare Mineralstoffe) is a guad fian Pflaunznwux. Vü Gärtna schwöan aufn Kafääsud ois Rosndünga. Sogoa da Kompost wiad bessa, weua a guads Fuada fian Kompostwuam is.

De vüseitige Vawendboakeit woa scho im 19. Joahundat bekaunt. Im Meyers Konversationslexikon (1888) kaun ma lesn: „Man benutzt den Kaffeesatz ferner zum Reinigen der Nachtgeschirre und beim Abfegen braun gestrichener Fußböden. Kocht man den Kaffeesatz mit Sodalösung aus, so erhält man durch Zusatz von Alaun zu der filtrierten Flüssigkeit einen braunen Niederschlag, welcher als Malerfarbe benutzt werden kann. Verkohlt gibt der Kaffeesatz eine Art von Kohlenschwarz. Der beim Brennen des Kaffees sich entwickelnde Geruch verdeckt in ausgezeichneter Weise die üblen Gerüche frisch getünchter Kalkwände, frisch lackierter Thüren, beim Räumen von Düngergruben, in Kinderstuben etc.“.

As Lesn im Kafääsotz is a bsundare Fuam vo Voiksspiritismus zum Woasogn iwa de Zukunft und wiad in Aunlehnung an de Geomantie Kafäädomantie gnennt.

Wiatschoftliche Bedeitung[VE | Weakln]

Noch Eadö is da Kafää es zwatwichtigste Haundlsprodukt.

Wödproduktion 2007[VE | Weakln]

De 14 gräßten Kafääproduzentn (2004), 10 Staatn produzian 79,8 % vom Gsaumtvolumen

Brasilien woa da gräßte Kafääproduzent vo da Wöd mit 2,178 Mio. Tonnen greanan Kafääbaunln, des wos uma 28,1 Prozent vo da Wödeante ausgmochd hod, de wos 2007 bei 7.742.675 Tonnen pro Joa glegn is.

De zehn gräßtn Kafääproduzentn 2007
Land Tonnen Kafää
Brasilien 2.178.246
Vietnam 1.060.000
Kolumbien 710.000
Indonesien 665.500
Äthiopien 325.800
Mexiko 320.000
Indien 275.000
Peru 230.000
Guatemala 216.600
Honduras 200.000

(Quelle: FAOSTAT 2009 [10])

Handl[VE | Weakln]

44,9 % Steian, Zölle, Frochtkostn
23,7 % Aazelhandl
17,8 % Händla und Rästa
08,5 % Plantagenbesitza
05,1 % Löhne vo de Orbata

De Kafääindustrie is in Deitschland a Oligopol: Sechs Aunbieta teun se 85 % vom Moakt. De Großrästarein konzentrian si im Hamburga und Brema Raum. Da Hamburga Hofn is da wödweit grässte Umschlogplotz fia Rohkafää.

Vabrauch[VE | Weakln]

Kafäävabrauch pro Kopf wödweit
Zaumensetzung vom Kafääpreis
a schwoazza Kafää

In greßtn Kafääkonsum vo da Wöd hom de Skandinavia. Spitznreida in da Vabrauchsranglistn is Finnland mit 12 Kilo Kafää pro Joar, wos rund 5 Tassen pro Dog und Peason san. Deitschland liegt an 12. Stö mit 6,4 Kilo und Österreich an 13. Stö mit 6,1 Kilo, des entspricht knopp drei Tassn. Kafää gheat damit in Österreich und Deitschland zu de beliabtastn Drangln.

Intressant is da Zaumanhaung zwischen Kafäävabrauch und da Zoi vo de duachschnittlichn Sunstundn in an Laund. Kafää duat in Pegel vom stimmungsvabessandn, lichtobhängign Botnstoff Serotonin im Hian in de Heh bringa, genau so wie wia de Sun.[11]

Litararisches Kafää Zitat[VE | Weakln]

„di zigrädtn bringa di um
da schweinzbrodn bringdti um
da schnobbs bringdti um
da kafää bringdti um
es liing fuan feanzän bringddi um
sonxma dauand in feanzän“

El Awadalla: GEDICHTLN etcetera 27/Letzte Dinge/März 07 [12]

Schau aa[VE | Weakln]

Literadua[VE | Weakln]

  • Stewart Lee Allen: Ein teuflisches Zeug. Auf abenteuerlicher Reise durch die Geschichte des Kaffees. Campus, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37290-8
  • Daniela U. Ball (Hrsg.): Kaffee im Spiegel europäischer Trinksitten. Johann-Jacobs-Museum, Zürich 1991. ISBN 3-906554-06-6
  • Rolf Bernhardt, Simone Hoffmann: Die Welt des Kaffees. Umschau, Neustadt an der Weinstraße 2007, ISBN 3-8652-8604-6.
  • Gérard Debry: Le café et la santé, John Libbey Eurotext, Paris 1993, ISBN 2-7420-0025-9
  • Oskar Eichler: Kaffee und Coffein, 2. Aufl. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 1976. ISBN 3-540-07281-0
  • Ulla Heise: Kaffee und Kaffeehaus. Eine Geschichte des Kaffees. Insel, Frankfurt am Main 2002, ISBN 978-3-89836-453-9
  • Ernesto Illy: Von der Bohne zum Espresso. In: Spektrum der Wissenschaft, ISSN 0170-2971, Mai 2003, S. 82–87
  • Heinrich Eduard Jacob: Sage und Siegeszug des Kaffees. Die Biographie eines weltwirtschaftlichen Stoffes. Rowohlt, Berlin 1934 (Neifossung untam Titl Kaffee. Die Biographie eines weltwirtschaftlichen Stoffes, Oekom Verlag, Minga 2006. ISBN 978-3-86581-023-6
  • Jean de La Roque: Gründliche und sichere Nachricht vom Cafee und Cafee-Baum. Nach dem französischen Exemplar übersetzt. Boetius, Leipzig 1717 (Digitalisat)
  • Cornelia Teufl, Stephan Clauss: Coffee. Zabert Sandmann, Minga 2004, ISBN 978-3-89883-077-5
  • Maritsch, Fritz; Uhl, Alfred (1989): Kaffee und Tee in: Scheerer, Sebeastian; Vogt, Irmgard; Hess, Henner: Drogen und Drogenpolitik. Campus, Frankfurt/New York 1989, ISBN 3-593-33675-8, auch als PDF auf de Seitn vom Ludwig-Boltzmann-Instituts für Suchtforschung
  • Dirk Selmar, Gerhard Bytof: Das Geheimnis eines guten Kaffees – Biochemische Grundlagen der Nacherntebehandlung. Biologie in unserer Zeit 38(3), S. 158 – 167 (2008), ISSN 0045-205x

Heabiacha

  • Kaffee – Eine coffeinhaltige Literaturmischung, mit Beiträgn vo Jean Anthelme Brillat-Savarin, Heinrich Eduard Jacob, Joseph Roth, Honoré de Balzac, Ralf Kramp, Hermann Harry Schmitz und Eugen Roth. Gsprochn vo Brita Sommer und Till Hagen, Spüdaua: 79:40 Minutn. Berlin: O-Ton-Produktion, 2007. ISBN 978-3-9810256-7-5.

Füme[VE | Weakln]

  • „Black Gold.“ Dokumentarfüm, 78 Min., USA, 2006, Buach und Regie: Marc Francis und Nick Francis [13]

Beleg[VE | Weakln]

  1. Sebastian Scheerer, Irmgard Vogt: Drogen und Drogenpolitik Campus Verlag, 1989
  2. Coffee – rat poison or miracle medicine? - Linné on line - Universität Uppsala (schwedisch und englisch)
  3. test.de – Koffeinhaltige Getränke – Meldungen – Essen + Trinken – Tests + Themen – Stiftung Warentest
  4. Wyatt JK; Cajochen C; Ritz-De Cecco A et al. Low-dose repeated caffeine administration for circadian-phase–dependent performance degradation during extended wakefulness. SLEEP 2004;27(3):374-81.
  5. Coffee is number one source of antioxidants
  6. Department of Nutritional Sciences, University of Toronto, 2006
  7. Gérard Debry: Le café et la santé, John Libbey Eurotext, Paris (1993), ISBN 2-7420-0025-9
  8. Kaffee: Wirkungen auf die Gesundheit, Herausgeber: Deutsches Grünes Kreuz, Marburg 2009
  9. Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer, 2000
  10. FAOSTAT-Statistik
  11. DER SPIEGEL: Bohnenkaffee statt Sonnenschein; obgruafn am 08.09.2010
  12. Portal vo da Literarischen Gesellschaft St. Pölten
  13. Stephen Holden: „The Global Coffee Trade, a Bitter Brew for the Poor“ – Movies Review, New York Times, 6. Oktober 2006
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