Theräsienthoi

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Theräsienthoi
Theresienthal
Stod Zwiesl
49.03190833333313.232844444444580Koordinaten: 49° 1′ 55″ N, 13° 13′ 58″ O
Häh: 580 m
Postloatzoi : 94227
Voawoi: 09922
Karte
Willa vo Poschinger ausm Joa 1880, heid Glosmusäum

Theräsienthoi (amtli: Theresienthal) is a Oatstei vo da Stod Zwiesl im nidaboarischn Landkroas Reng.

Log[VE | Weakln]

Es ligt im Noadn vo Zwiesl am Groußn Reng, glei an da B 11. Nerdle vo Theräsienthoi ligt Ludwigsthoi, wos zua Gmoa Lindberg kead.

D Gloshittn Theräsienthoi

Gschicht[VE | Weakln]

Im 19 Joahundat[VE | Weakln]

Am 26. Meaz 1836 hod da behmische Gloshandla Franz Steigerwald a Konzässion fia an Bau vo a Kristoi-Hoiglos und a Dofeglosfabrik bei Zwiesl griagt. Am 19. Septemba im sejm Joa, hoda de Ealaubnis griagt, de Gloshittna no da Kenigin Theräs, da Gmahlin vo Ludwig I. znenna. In da Hoigloshittn is no im sejm Joa broduziat woan, d Oawat in da Dofegloshittn, am Hammafejd gnennt, hod 1837 ogfangt. Nem Fensdaglos homs duat a Uaglos heagstejd.

oide Dofegloshittn

Zeaschd is do s obare Hilz-Haus gstandn, wos Biabrauarei und a Wiatsrecht kobt hod. Da Steigerwald hod des gsamde Owesn am 21. Jenna 1837 kafft und no am 1. Mai 1837 an de easchde AG in Nidabaian, de Aktiengdejschofd da Kristoiglosfabrik Theräsienthoi vokafft. Vo do o is de Gschicht voum Glosmochadoaf eng mid dea vo da Kristoiglosmanufaktua Theräsienthoi vabundn.

Spada hom se de Aktionäre und da Steigerwald zgriagt. Da Franz und sei Bruada Wilhelm Steigerwald han ausgschtieng und de Gloshittn is znexd vo an Massekuratel vowoit woan, is owa 1840 in Konkuas ganga. Am 11. Juli 1849 woa da Kine Max II. und sei Kenigin Marie in Theräsienthoi z Bsuach. 1857 hod de kenigliche Bank vo Niamberg d Gloshittn kafft. 1861 is d Fabrik und s Umadum vo da Niamberga Bank fia 32000 Guidn an Michael vo Poschinger vo Owafrauenau vokafft woan.

De Poschingers hom de Hittn vo 1861 bis 1973 kobt und za an groußn Afschwung vahoifa. 1880 hod da Johann Michael vo Poschinger de Dofeglosbrodugtion afgehm und grod no Hoiglos gmochd. Da Afstieg da Theräsienthoia Hoiglosmocharei hod midm Historismus ogfangt. Se hom middloidalich wiakande Drinkglasl, wia Rema, Neorenaissance - Pokoin oda reich vaziade Dofeafsetz gmochd. Kafft hod des Zeigl nem an Ludwig I., sei Bua Otto, spada Kine Ludwig II. und da Prinzregent Luitpold. A andare Kenigsheisa hom se ned lumpn lossn, a da Kine Albert von Sachsen und Wilhelm II., Kine vo de Breissn und Deitscha Kaisa, hom Glos vo Theräsienthoi kafft. Kristoiglos vo Thräsienthoi is u.a. af da Oigmoana Indusdria- Ausstejung 1840 z Niamberg, af da Deitschn Geweabausstejung z Berlin 1844 und af da Wejdausstäung 1867 z Paris bremiad woan.

Des 1836 dabaude Gloswoschheisl is 1870 zan Zangl, a Hittnwiadshaus, umbaud woan. D Glosmocha hom im Zangl grod vo ere numariadn Glasln drunga. 1981 woas baufelle und is afgehm woan.

oide Schleifarei

Am 11. Novemba 1873 hods brennd und an Voabau vo da Gloshittn hie gmochd. 1875 homs a eigane Freiwillege Feiawea griagt. 1880 is da Thräsienthoia Teadda-Diledandn-Vaein grind gwen. Im Septemba 1881 is vo an ois Wiats- und Wohnhaus gnuzdn Gebaide, s Schloss, heid Musäumsschloss gmochd woan.

Thräsienthoia Glosmocha hom am 13. Mai 1883 d Liadadofe Theräsienthoi grind, spada is draus d Liadadofe Zwiesl woan. 1883 is in da Schreinarei a Feia gwen und hod im undan Neibau vui dabrennd. Zwischa 1890 und 1900 is d Schleif obrennd, owa se is glei wida afbaud und no drobaut woan.

1899 hom d Oawata vo Thräsienthoi afn Kejabeag a Glosmochakapain dabaut. Zan 21. August 1899 is gweihd woan.

Glosmochakapain Theräsienthoi

s 20. Joahundat[VE | Weakln]

1918 is fia de finfazwanzg Gfoina voum 1. Wejdgriag a Griagadenkmoi baut woan. 1925 hod Feiawea ia fuchzgjarigs mid a Fahnaweih gfeiad. Da Schtuam voum 4. Juli 1929 hod Heisa odachld und Fenstascheim eigschlong.

1937 hod Thräsienthoi, wida z Paris, mid an Glosseawie de hexde Medain wos af da Wejdausstäung kobt hom, de Médaille d’Or griagt. Nom zwoatn Wejdgriag han zan Griagadenkmoi no zwoa Sejna mid wida 25 Gfoine dazua kumma. D Blechbudn, s Heazschdiggl vo Thräsienthoi, wos ois Kantin, Laaga oda fia Festln gnutzd woan is, is bei da Schnäkadasdrof 2006 schwa dadruckd gwen.

Max Gangkofner, is 1963 in d Hittn kemma und hods 1973 ibanumma. 1975 hoda im Schloss s Glosmusäum Theräsienthoi eigrichd. 1982 is d Gloshittn vo da Fiama Hutschenreuther kafft woan. Zan 100-jarign Jubeläum vo da Glosmochakapain 1999, hom d Glosmocha hisdorische Unekate vo da Kenigskollektion gmochd.

1997 hod da Hutschenreuther ois vokafft, neie Inwestoan hods gehm owa koana hod wos zrissn.

s 21. Joahundat[VE | Weakln]

s Schmejzahaus, in da Midd voum 19.Joahundat dabaut

2000 und nomoi 2001 is d Gloshittn Konkuas ganga, d Brodugtion is eigstejd woan. 2003 is s ganze Hittnzeigl unta Denkmoischutz gstejd gwen. Im August 2004 is de Gloshittn unta da Brojektdrägaschaft da Eberhard von Kuenheim Stiftung wida afgmochd woan.

Seit Aprui 2006 keads wida an Baiawoidla, Max Freiherr von Schnurbein, vo Zwiesl. Ea is da Gschäftdfira und Meaheidsgsejschafda vo da Kristoiglosmanufaktua Theräsienthoi GmbH.

2008/2009 is in da emoign Dofegloshittn a Feia ausbrocha und hod an dem eiglaagadn Grädschafdn an groußn Schon ogrichd.

Literatur[VE | Weakln]

  • St. Buse, Römer aus Theresienthal, Band 1, Reprints aus Preislisten von uma 1890, 1903 und 1907, Gifhorn 2007
  • St. Buse, Römer aus Theresienthal, Band 2, Reprint einer Preisliste von uma 1840, Gifhorn 2008
  • St. Buse, Römer aus Theresienthal, Band 3, Reprints von Preisliste zwischen 1870 und 1882, Gifhorn 2009
  • Das Böhmische Glas 1700-1950 (hrsg. v. Georg Höltl), Band III Historismus, Band V Jugendstil in Bayern und Schlesien, Passau.
  • Dering, Florian (Hrsg.), Das Münchner Kindl, eine Wappenfigur geht eigene Wege, München 1999
  • E. Gropplero di Troppenburg, Das bayerische Glas des Historismus dargestellt an der Hütte Theresienthal; Kunstgewerbe und Kunsttheorie im 19. Jahrhundert, München 1988
  • Chr. Glaser und D. Wessely: Unternehmen statt Unterlassen - Von einer ungewöhnlichen Rettung eines Traditionsbetriebes, Berlin 2006
  • M. Gümbel, Theresienthaler Gläser erfreuten Kaiser und Könige, in: Charivari Februar 1983 (Nr. 1, 1983), Seite 17ff.
  • Christian Jentsch, Licht und Rausch, Weingläser aus vier Jahrhunderten, Wien 2004
  • Eberhard von Kuenheim Stiftung (u.a. Hrsg.), Theresienthal, München 2005
  • G.H. Merker, Glaswelt Ostbayern. Trinkgläser der Gegenwart, 1987
  • D. Struss, Trinkgläser vom ausgehenden Mittelalter bis zur frühen Moderne; Augsburg 1998
  • A.-E. Theuerkauff-Liederwald, Der Römer, Studien zu einer Glasform, in: Journal of Glass Studies, 10, 1968, S. 114 -155 und 11, 1969, S. 43 -69.
  • K.-W. Warthorst, Die Glasfabrik Theresienthal, Freiburg 1996
  • Marita Haller, Gerhard Pscheidt: Theresienthal in alten Fotos. Bayerisch-Böhmische Glashüttengeschichte, Ohetaler Verlag, Riedlhütte 2008, ISBN 978-3-937067-90-2

Im Netz[VE | Weakln]