Semitische Sprochn

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D semitischn Sprochn san a Zweig vo d afroasiatischn Sprochn u wern am mejran z Viadarasian un am Hurn vo Afrika gredt, owa zwengs an Arabischn a vil z Noadafrika. De grejßtn heiting semitischn Sprochn san, wenn ma af d modeana Sprecherzoln schaugt, es Arabisch mid ebba 300 Mio Sprecha, es Amharisch mid ebba 34 Mio Sprecha, es Tigrinisch mid ebba 9 Mio. Sprecha un es Hebräisch aa mid ebba 9 Mio. Weitare modeana semitische Sprochn san de neiaramäischen Sprochn, d neisidarabischn Sprochn, de iwatn etiosemitschn Sprochn, nem an Amharischn un em Tigrinischn, u es Maltesisch, es wou se vom Arabischn emanzipiad houd. Weitas ghejan zen semitschn Zweig aa vill alta Sprochn. Doudrunta breamtare Sprochn, wej es Akkadisch, es Fenizisch, es Althebräisch un omed es Altsidarabisch, owa aa a Sprochn, d wou ma wenga kennt, wej s Ugaritisch zen Beispill.

Gschicht[VE | Weakln]

De Asbrejtung vo d semitischn Sprochn hengt stoak mid da oanzlsprochlichn Gschicht zamm. Bspw. had von ej es Akkadisch in 3. u 2. Jh. v. Chr. schou an Erfolg un is nou aa fia a iwarregionala Korrespondenz bspw. i Egiptn gnutzt wurn. Dann is s in ejaschtn Joartausnd mejara von Aramäischn als wej a Lingua Franca zrugg drengt wurn, had se owa nu a Weilal als a Schriftsproch haltn kinna. Es Aramäisch houd spada von Altgrichischn u nu spada seit n 7. Jh. n.Chr. von Arabischn a Konkurrenz krejgt. In Mittlmear san indes d Fenizia (u Punia) schou recht frej vill umanand gweng u hom oa d Kistn a Hafenstedt u.A. in heinting Noadafrika grindt. Un af s abessinische Houchland, vo den wos heit Eritrea u Noadetiopia is, san de Alt- u de Neisidaraba scheints spadestns im 1. Joartausnd v.Chr. umme. So hengt d Verbrejtung am Hurn vo Afrika mid da Gschicht vo d etiosemitschn Sprochn seit n 1. Joartausnd v.Chr. zamm, d heintinga Vabrejtung z Noadafrika owa bspw. bsundas mid a Asdejnung von Arabischn, de wou in Noadafrika seitn 7. Jh. n. Chr. stattgfunna houd.

Klassifikazion u Glidarung[VE | Weakln]

A Zeidtaafal, vo umma wann dass wos gnutzt woan is, mid sima Forma fia d vaschidnan Zweigg (von Sanz Ledesma). Vo ǒm nou untn findt se Oustsemitisch, Aramäisch, Kanaanäisch, Noadarabisch, Ṣayhadisch, Neisidarabisch un Etiosemitisch (de Zeidlaff san toalweis gschetzt)

D semitischn Sprochn wean generell af zwou Gruppn aftoalt: D oustsemitischn u d westsemitischn Sprochn.[1] Iwa d Afglidarung von Semitischn had ma owa i da Wissnschaft vill dischkarirt, wal s zer Klassifikazion vo d westsemitischn Sprochn varschidnane Sichtweisn u Viarhaltunga gibt. De heintinga Afglidarung is gwissamaßn, wej fulgt:

Fonologi[VE | Weakln]

Konsonantn[VE | Weakln]

Es Semitisch had vo d Konsonantn neinazwanzg Fonemm ghobt, d wou sih nea in Altsidarabischn u parziell in Frejnoadarabischn daholtn hom. Karakteristisch san d emfatischn Lautt, d wou oanzlsprochle amol glottalisiad un amol faringalisiad san, d faringaln Lautt u d Lateral, de scheints bloußmea in Neisidarabischn daholtn san, historisch owa aa in Arabischn gwej san, wej ma oa altn as n Arabischn iwagnummanen Weatan sigt. D folngad Tabelln stellt d tradizionella Schreibweis doa, mid Steandl san rekonstruiata Lautt, de wou s omed in Protosemitischn gem houd,[2] in Klammern stejt de vamuatlicha Assproch nou an IPA-Alfabet.

bilabial dental alveolar palatal velar faringal glottal
Plosif stimmlos p (p) t (t) k (k) ʾ (ʔ)
emfatisch ṭ (tˀ) ḳ, q (kˀ)
stimmhaft b (b) d (d) g (g)
Affrikatna stimmlos s3 (ᵗs)
emfatisch ṣ (ᵗsˀ)
stimmhaft z (ᵈz)
Frikatif stimmlos ṯ (ᵗθ) s1, š (s) ḫ (x) ḥ (ħ) h (h)
emfatisch ẓ (ᵗθˀ)
stimmhaft ḏ (ᵈð) ġ (ɣ) ʿ (ʕ)
Lateral stimmlos ś, s2 (ᵗɬ)
emfatisch ṣ́, ḍ (ᵗɬˀ)
stimmhaft *ź (ᵈɮ)
Nasal m (m) n (n)
Vibrantn r (r)
Approximantn w (w) l (l) y (​j)


A tradizionellare Doastellung vo da Dreiareia oda Triadn "stimmhaft, emfatisch, stimmlos" is de folngad.

stimmhaft emfatisch stimmlos
Labial b (b) p (p)
Dental d (d) ṭ (tˀ) t (t)
Intadental ḏ (ᵈð) ẓ (ᵗθˀ) ṯ (ᵗθ)
Sibilant z (ᵈz) ṣ (ᵗsˀ) s3 (ᵗs)
Lateral *ź (ᵈɮ) ṣ́, ḍ (ᵗɬˀ) ś, s2 (ᵗɬ)
Plosifa Velar g (g) ḳ, q (kˀ) k (k)
Frikatifa Velar/Uvular ġ (ɣ) ḫ (x)
Faringal ʿ (ʕ) ḥ (ħ)

Assaholb davo waradn da Sibilant s1, de Glottallautt ʔ u h, de Liquidlautt m, n, r u l u d Halbvokal w u y. Wal in Hebrejschn de Intadental za Sibilantn wean, es owa mid en s1 u ned mid en s3 zamfollt, kannt ma moana, da s s3 u s s1 vatauscht wean meja.

Morfologi[VE | Weakln]

D semitischn Sprochn san a wurzlflektirade Sprochfamil, des hoißt, daß sih a Wurt gwenle in a Wurzl un an Schema zaleng loud, wou d Wurzl den Si u s Schema d Grammatik widagit. Um a Beispil zen nenna, hebr. "mäläḵ" Kine, "gäbär" Mo, "šämän" Ial (Eel), "ṣämäd" Joch, "šämäš" Sunn hom alzom oa Schema 1ä2ä3 u san Substantiva, hom owa vaschidnane Wurzln nämle mlk, gbr, šmn uaw... hebr. "mālaḵ" a hod gherrscht, "zāḵar" "a hod gadenkt", "ṣāmad" a hod zambundn uaw. hom alzom oa Schema 1ā2a3 u san d Perfektfurma i da 3.m.Sg... A Untaschid zou de stammflektiradn indogermanischn Sprochn wej en Deitschn warad, daß ma d Vokaloltanaziona ned af an Ablaut von oinn oinzing Vokal an oana Stöll reduzirn ko.

Vaweiss[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. Vgl. zer internan Klassifikazion Alice Faber: "Genetic Subgrouping of the Semitic Languages", in: Robert Hetzron (Hrsg.): The Semitic Languages, London 1997, S. 3–15, u John Huehnergard, Aaron D. Rubin: "Phyla and Waves: Models of Classification of the Semitic Languages", in: Stefan Weninger et al. (Hrsg.): The Semitic Languages, Berlin 2011, S. 259–278.
  2. Vgl. Voigt, R.: "Die Lateralreihe / ś ṣ́ ź / im Semitischn", i: ZDMG 142 (1992), S. 39ff.

Weitane Literatua[VE | Weakln]

  • Baasten, Martin: "A Note on the History of 'Semitic'". In: Hamlet on a Hill: Semitic and Greek Studies Presented to Professor T. Muraoka on the Occasion of His Sixty-fifth Birthday, Leuven: Peeters 2003, S. 57–73.
  • Bennett, Patrick R. Comparative Semitic Linguistics: A Manual, Winona Lake (Indiana): Eisenbrauns 1998.
  • Bergsträsser, Gotthelf: Introduction to the Semitic Languages: Text Specimens and Grammatical Sketches, 1928.
  • Brockelmann, Carl: Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen, Bd. 1–2, Berlin 1908/1913.
  • Dolgopolsky, Aron: From Proto-Semitic to Hebrew, Milano: Centro Studi Camito-Semitici di Milano 1999.
  • Garbini, Giovanni: Le lingue semitiche: studi di storia linguistica, Naples: Istituto Orientale 1984.
  • Garbini, Giovanni; Durand, Olivier: Introduzione alle lingue semitiche, Paideia: Brescia 1995.
  • Goldenberg, Gideon: Semitic Languages: Features, Structures, Relations, Processes, Oxford University Press: 2013.
  • Hetzron, Robert: The Semitic Languages, London: Routledge 1997.
  • Lipiński, Edward: Semitic languages. Outline of a comparative grammar, Leuven: Peeters 1997.
  • Moscati, Sabatino: An introduction to the comparative grammar of the Semitic languages: phonology and morphology, Wiesbaden: Harrassowitz 1969.
  • Ullendorff, Edward: The Semitic languages of Ethiopia: a comparative phonology, London: Taylor's (Foreign) Press 1955.
  • Woodard, Roger D. (Hrsg.): The Ancient Languages of Syrio-Palestine and Arabia, Cambridge University Press 2008.
  • Weninger, Stefan: The Semitic Languages: An International Handbook, Berlin: de Gruyter 2011.
  • Wright, William; Smith, William Robertson. 1890: Lectures on the comparative grammar of the Semitic languages, Cambridge University Press 1890.

Weatabiacha

  • Cohen, David. 1970-: Dictionnaire des racines sémitiques ou attestées dans les langues sémitiques, Fasc. 1 u 2, Paris: Mouton, 1970; danou (mid Mitorwad von F. Bron u A. Lonnet), Leuven: Peeters 1993ff. (unvollstendi).
  • Militarev, A.; Kogan, L: Semitic Etymological Dictionary, Alter Orient und Altes Testament 278, Münster: Ugarit 2000ff.