Adolf Müller senior

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Adolf Müller sen., Lithographie von A. Decker, 1842

Adolf Müller senior (eigentli Matthias Schmid) (* 7. Oktoba 1801 in Tolnau (heit Tolna[1] (Ungarn); † 29. Juli 1886 in Wean) woa'r a östarreichisch-ungarischa Schauspüla und Komponist. Ois Zeitgenoss' vom Johann Nestroy san a Menge von dem seine Stückln von eahm vatont wua'n.

Leb'n und Weak[VE | Weakln]

Da Voda vom Adolf woa'r a Tonsetza mit'n Nauman Schmid. Weu da Voda und de Muada früahzeitich g'stua'm san, is da Adolf bei sein Onk'l, dem daumois recht bekaunnt'n Bühnandichta Meddlhammer und seina Tant' aufg'wåchs'n. Warum ea sein Nauman auf Müller g'ändat håt, is net bekaunnt. Sein eascht'n Musikuntarricht håt da junge Adolf beim Joseph Rieger, in Domorganist'n von St. Jacob in Brünn, g'håbt wo'r a scho mit åcht Jahrln Konzertna auf'm Pianoforte geb'n håt. Seine eascht'n Schauspüla-Vaträg' woa'n auf de Bühnan von Prag, Lemberg, Brünn, und seit 1823 in Wean.

In Wean woa'r a Schüla beim Joseph von Blumenthal mit groß'n Eafoig, so dass a von eahm Komponiate Kantate, „Österreichs Stern“, zua Feia vom 57. Gebuatsfest vom Habsburga-Kaisa Franz I. aum 27. Februar 1823 auf da Uneveasetät in Wean mit groß'n Beifoi aufg'füaht wua'n is. Sei easchtes Singg'spüi woa „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“, aufg'füaht aum 13. Dezemba 1825, sei easchte komische Opa „Die schwarze Frau“ (da Text woa vom Carl Meisl, da Wenzel Scholz håt dabei sein eascht'n groß'n Eafoig ois Komika g'håbt)[2]. Seit 1825 is da Adolf Müller aun olle drei Weana Vuastådttheata[3] tätich g'wes'n. Åb 1826 woa'r a insb'sundas 20 Joahr laung ois Sänga, Komponist und Kapömasta aum Theater an der Wien beschäfticht. Beim duatich'n Direkta Carl Carl håt a in dera Zeit allanich füa des Theata de Musi von rund 240 Theatastückln komponiat. Insgesaumt woa'r a mit ungefäah 650 Kompositeaunan ana von de fruchtboast'n Komponist'n im 19. Joharhundat. Ea woa sichalich ana von de wichtichst'n Schöpfa vom Weana Couplet.

In da Zeit von 1828 bis 1847 san praktisch olle Stückln, de da Johann Nestroy g'schrieb'n håt, von eahm vatont wua'n. Ana von seine greßt'n Eafoig' woa des Waundaliadl „Wir wollen in die Stadt marschieren“ aus'n Nestroy seina Poss'n Der böse Geist Lumpacivagabundus (1833), des wås daumois a richticha Schlåga woa und se in beinåh olle Lända vabreit't håt.

Sei gleichnaumicha Sohn Adolf Müller junior (* 15. Oktober 1839 in Wean; † 14. Dezember 1901 eb'ndå)[4] woa'r eb'nfois a Komponist und b'sundas im Bereich von da Weana Oparett'n recht eafoigreich.

Literatua[VE | Weakln]

  • Unvaöffentlichte Dissertation vom Anton Bauer in da Wienbibliothek im Rathaus (Die Musik Adolph Müllers in den Theaterstücken Johann Nestroys. Ein Beitrag zur Geschichte des volkstümlichen Theaters in Wien. Diss. Wien 1935) * * Infoamateaunan üwa'n Adolf Müller in dera Nestroy-Gesaumtausgåb' von Jürgen Hein/Johann Hüttner: Johann Nestroy, Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe, 40 Bände. Jugend und Volk, Wien/München.
  • Otto Biba: Müller, Adolf. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 18. Duncker & Humblot, Berlin 1997, S. 341 f. (Onlinefassung)
  • Peter Branscombe: Erstveröffentlichungen von Adolf Müllers Gesängen zu Nestroy-Stücken. Aus dem Verlagsverzeichnis Anton Diabelli & Co. (1824 bis 1840), in: Nestroyana 23 (2003), S. 101–105.
  • Constantin von Wurzbach: Müller, Adolph (Vater). In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 19. Verlag L. C. Zamarski, Wean 1868, S. 328–338.
  • Dagmar Zumbusch: Komponist oder Notensetzer? Ein musikalisches Intermezzo mit Instrumentalmusik Adolf Müllers sen., in: Nestroyana 15 (1995) S. 49–67.

im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Adolf Müller senior – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. schaug bei Tolna
  2. schaug bei Die schwarze Frau
  3. Theater an der Wien, Theater in der Leopoldstadt, Theater in der Josefstadt
  4. schaug bei Adolf Müller junior
Normdatn: GND: 103789928 | LCCN: no92007580 | VIAF: 161705254