Dischkrian:Latein im Boarischn

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Kloader, Viach[Weakln]

Oiso des kummt ma scho ser sötsåm vur! Kloada und Viach howe nu nia ned gherd, des glaawe is scho nu Kleid und Viech. --Mucalexx 11:45, 29. Jän. 2011 (CET)

Sers Mucalexx, du bist hoid vom Stod-Soizbuagarischn stoark beeinflusst, owa aa im Ostmiddlboarischn gibts Klaadl fia "Kleid". Im Pongauarischn miassats dees aa no gem, deng I. Und "Kload" wead aa no relativ oft vawendd, wiastdi ba Google iwazeign konst (wannst do es Programm kload iwaspringst; wobei "Gwand" im Boarischn natiale haifiga vawendd wead).
Kload-Beispui: [1], [2], [3]
"Viach" is aa s urboarische Wort und des wead aa no vawendd. Beleg: Härder, Lateinische Überreste..., S. 62 (voistendige Literatua-Ogob, schaug im Artike). Wei: Oidboarisch/Oidhochdeitsch: "fihu", Middlboarisch: "fiahu", Neiboarisch: "Viach" (draus is nacha aa "Viech" worn, owa "Viach" wead aa no vawendd.)
--Bua · faq · 13:00, 29. Jän. 2011 (CET)
Des kå guad sei, is trotzdem voi ungwoont zum åhern. Klaadl kenn i scho im Ostmittlboarischen, Kloadl kummt mir sogor vur, dasse im Pongaurischen amoi gherd hob... Mucalexx 13:16, 29. Jän. 2011 (CET)
"Kload" is sicher möglich, da tatsächlich ein altes "ei" vorliegt. Übrigens schreibt man daher buchsprachlich dementsprechend auch "Klaid" (und nicht etwa "Kleid"). "Viach" dagegen ist eher seltsam. Ich kenne keine entsprechende Form und die ahd. Wurzel "fihu" spricht auch nicht grade dafür (nicht etwa fiuhu, ...) [auch hier buchsprachlich "Vih"].
Kload ist nicht nur möglich, sondern im nordöstlichen Bairisch der Oberpfalz ganz geläufig, als Bezeichnung allerdings nicht für Kleidung allgemein, sondern für das Kleid der Frau. - Zum Viach: Das kenne ich so nicht. Aber ganz gewöhnlich sind die im Hochdeutschen nicht mehr vorhandenen Sammelbezeichnungen Gviachet und Gviacharet, die als Geviech(!) im GRIMM mit Hinweis auf Mundarten noch belegt sind. - Bavarese (dischkrian) 10:58, 19. Jul. 2012 (CEST)

Bücher[Weakln]

Die Bücherliste ist schon beeindruckend lang. Interessant wäre welche Bücher für was als Quelle dienen. Könnte man das noch nachtragen/eintragen. Bei "griawig" kann ich mir die Herkunft immer noch schwer vorstellen. Neben geruowec, gerüewec und gerüewic (ruhig, gelassen, langsam) existieren rüewig (schau bei http://gutenberg.spiegel.de/?id=12&xid=5887&kapitel=2&cHash=c7a75651e02) für ruhig. --Roland 14:19, 3. Few. 2011 (CET)

griawig[Weakln]

Zum Woat "griawig" mecht I nu wås sågn. Bai ins im Hausrukfiatl hoast dés meara so fü wia "liab". A aufgweckts Kind is griawig, a netts Diandl kã griawig sai. Flauschige Ficha, de ma gean schdraichin mechad, san griawig: a Hasal, a Kaiwi, a Katzl. Ma kãn dés Woat a ironisch fawendn, dãn hoast's so fü wia "södsãm" oda "komisch". Zan Baischbü: de Huawa sa a griawig, de foan a Monat foat auf Ualaub und sågn neamt fu de Nåchban nix. --El bes 19:13, 3. Few. 2011 (CET)

Interssant dazu ist auch der Eintrag im Schmeller zu "rüebig/riewig" (Band II, S. 136 unten -137).

Wenn man jetzt den Schmeller zur Hand hätte ;) Ich muß daheim nachschauen oder Du verrätst was da drin steht. --Roland 12:03, 4. Few. 2011 (CET)
Menue : http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/schmeller
Band I: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00005026/images/
BandII: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00005027/images/

MfG And.

Ich find dort nur ruerig/rüerig ... (wird bei uns "riarig" gesprochen). Der Schmeller schreibt auf Seite 137. "Ob diese Formen nach Gramm. 634 und 686 in der Aussprache zu ruawi, gruawi, riawi oder griawi geworden seyn können. Ich zweifle." Ja, das zweifle ich leider auch an. Aber richtig schlau werde ich da aus dem Schmeller net. Interessant ist, dass es rüebig als ruhig im Alemannischen gibt (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchlerdeutsch). Heute scheint sich die Form mit "ia" offenbar durchgesetzt zu haben und beim normalen "ruhig" die Form mit "ua". Bei "rufen" und "bluten" ist der "ia" oder "ua"-Zwielaut wohl abhängig von der Gegend (sowas vermute ich auch bei ruhig bzw. griawig). Das Mittelhochdeutsche hat da ja auch beide Formen "ge-rüewec" und "ge-ruowec" und der Schmeller zitiert auch beide bairische Formen gruawi(g), griawi(g). "ruowe" ist mittelhochdeutsch "Ruhe" und "ruowec" und "ruebig" scheint das normale "ruhig" (quite) zu sein. "geruowec gerüewec" dagegen (ruhig, langsam, gelassen). --Roland 15:12, 4. Few. 2011 (CET)
Zum Beispiel mit griawig für "komisch/södsãm". Es gibt etwas ähnliches auf hochdeutsch "Die Huber haben ja die Ruhe weg, die fahren ein Monat in Urlaub und kümmern sich nicht, daß jemand aufs Haus schaut." --Roland 12:03, 4. Few. 2011 (CET)
"die Ruhe weg haben" ist gar nicht Standarddeutsch sondern umgangssprachlich und kommt aus dem Berliner Schnack. --El bes 18:34, 6. Few. 2011 (CET)
Des ko~ guat sei. De Werta san hoit olle hochdaitsch und desweng hob i hochdaitsch gschrim. Vo da Bedaitung bassts hoit dazua unobhängig obs aus Belin kimmt oda ned. --Roland 13:18, 7. Few. 2011 (CET)

Omeakung[Weakln]

Bis auf "griawig" is ois meafoch belegt. Dees hoasst, dass ois mit KLUGE und DUDEN verifiziat wead. Wenn dees ned geht, weads vameakt. --Bua · faq · 09:32, 7. Few. 2011 (CET)

Merci fir de Omerkung. Grod des mit "griawig" bezweife i (zweng de mittlhochdaitschn Formen de nix miim Latainischn zdoa ham) und do is guat, wenn ma sigt wos "sicha" is und wos ned. --Roland 13:15, 7. Few. 2011 (CET)
I hob sowoi Zweife an da lateinischn ois aa an da (konstruiatn) middlhochdeitschn Eaklearung. I find de middlhochteische Hypothesn um nix bessa. I loss drin, wei vialleicht findd jo jemand driwa wos, wos dees oane oda dees odare wiedalegt oda a bessare Variantn. --Bua · faq · 17:51, 12. Few. 2011 (CET)

fei[Weakln]

Auch da habe ich meine Zweifel an den lateinischen bzw. französischen Wurzeln. Wo in welchem Wörterbuch steht das belegt drin? Ich habe dazu etwas auf Diskussion:Fei#fin geschrieben. Falls es trotzdem passt wäre es schön, wenn man den Werdegang erklärt. Z.B. Lateinisch -> Französisch (fin) im Oberdeutschen (fin mit Bedeutung "fein, schön" => fein => fei/fein. --Roland 13:59, 9. Few. 2011 (CET)

Maina Mainung nåch kommt das, wie da Roland schon gsågt håt, vom Französischn und is woaschainli im 17. oda 18. Joahundat zu ins kema. Im langen historischen Kontext, kommt das Französische Wort natürlich auch wieder vom Latein, allerdings hat es eben in den 1000 Jahren dazwischen mehrere Bedeutungsveränderungen durchlaufen, weshalb man nicht sagen kann, es kommt direkt vom Latein. In da Linguistik untaschaidt ma déswéng a zwischen de ganz alten Erbwörter, de scho in da Antike iwanuma woan san, Lehnwörter, die im Mittelalter oder der frühen Neuzeit übernumma woan san, und Fremdwörter. "fei" warad in dém Fall a boarischs Lehnwort aus'n Französischn. --El bes 16:32, 10. Few. 2011 (CET)
Hmm "fin" existiert schon seit dem Mittelalter in der Bedeutung "fein"/"schön". Wenn es aus dem Französischen bzw. Lateinischen kommt, dann hat es schon bei der Übernahme im Mittelalter seine Bedeutung verändert. Es wäre demnach ein Lehnwort mit geänderter Bedeutung. --Roland 17:01, 10. Few. 2011 (CET)
In der Einleitung steht, dass auch lateinische Wörter aufgenommen werden, die über eine andere Sprache ins Boarische gekommen sind. Das ist eine Definitionsfrage sonst nichts. Mir ist wichtiger, dass eher typische boarische Begriffe enthalten sind, die ihre Wurzel im Lateinischen haben, wie immer sie dann zu uns gekommen sind.
Das Wort "fei" ist von einer Würzburger Wissenschaftlerin intensiv untersucht worden (leider sind im Artikel fei, wie ich gerade gesehen habe, einige wichtige externe Links tod, da ist das drin zu lesen gewesen; vermutlich kann man über archive.org diese Links wiederherstellen). Das Ergebnis aus meiner Erinnerung: Das Wort "fei" ist das Wort "fein". Früher wurde "fein" im Hochdeutschen zum Teil auch ähnlich verwendet wie im Bairischen, dafür gibt es Belege. "Fein" kommt aus dem Altfranzösischn, wo es u.a. auch "fein, schön" bedeutet hat. Auch der Zusammenhang mit dem Lateinischen ist viel näher als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Weil: Etwas was zu Ende geht, kann auch als "vollendet" interpretiert werden und damit auch als "fein und schön".
--Bua · faq · 18:03, 12. Few. 2011 (CET)
Dankschön für die Antwort. Das hört sich schlüssig an. Vielleicht könnte man die Information im Artikel fei noch einbauen. --Roland 09:10, 14. Few. 2011 (CET)

„rar“[Weakln]

Im Aufsåtz ſteht wos vo „rar“, ower ſogat man do nit af Boariſch eher „roar“, „rår“ oder „ror“ (bzw. wia ma‘s ah ritzen woim... is jo Nebensåch)? Oiſo i ſog in da Mundort gwieß nit „rar“ (obgſeng davo, daß i ſowiaſo „ſötn“ ſogat), ſundern eher „rår“. Kimma des austauſcha? Deitſchvöłkiſcher, 14:51, 15. Ernting 2011 (MEZ)

rar is ned fåisch. Des wiad a so gsågt. Natiali gibt's dafã a nu faschidane ãndane Ausschbråchvariantn, wia oiwai. --El bes 15:23, 15. Aug. 2011 (CEST)
Des ko i bestätign: bei uns z'Rosnham heast des Wort "rár" recht oft und des a wead hell ausgsprocha wia in áá(auch), ná(nein), dáhoam, Rádler(Biermischgetränk), stáád(still). Schlizbaeda (dischkrian) 20:31, 30. Jul. 2013 (CEST)

"Kload" die Zweite[Weakln]

Auf "Kload" '(eigentlich ja "Gload") als Bezeichnung für das Kleid der Frau im Nordostbairischen (Oberpfalz) habe ich kürzlich hingewiesen.

Dazu habe ich ein sprachliches Problem: Als Plural höre ich dort "Kloeder" (nicht: "Kloada"). Falls das nicht ein rein mikrogeographischer Befund ist, müsste für diesen Vokalwandel ein Sprachgesetz vorliegen, vermutlich etwas schon im Ahd Vorfindliches. Auch das Deminutiv "Kloedl" (Plural "Kloedla") zeigt diesen Abwandlung. Ich wäre dankbar, wenn jemand dazu etwas Erhellendes mitteilen würde, selbst wenn es nur Parallelen wären.

Im Glossarium Ratisbonense* finde ich nur das Deminutiv "Kleidel" als "idiom. Dim. zu Kleid". (Dou ham d Waewa koa(n Gload mejnnara oa(n; naja: Schdtoodlaedt hoaldt!) - Bavarese (dischkrian) 11:20, 20. Jul. 2012 (CEST)

  • Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen. Regensburg (edition vulpes) 2008 [= Regensburger Dialektforum Bd. 14]. ISBN 978-3-939112-23-5.

Frage: Sollte der Plural statt Kloada nicht Kleada lauten? Da der Umlaut von "ai"[1] ja "äi" ist. Nimm das Beispiel "Stein" also im Bairischen "Stain" mit altem "ai" ausgesprochen Stoa~ und davon der Plural lautet eigentlich korrekt-Bairisch "Stäiner" also ausgesprochen Stea~n(a) (oder ähnlich halt je nach Region). Könnten die Formen die du anführst von dieser konsequenteren(?) Umlautung kommen?

Die "oa" Formen sind regional offenbar unterschiedlich. Im südmittelbairischen gibt es "boade", in den mir geläufigen südbairischen Dialekten "boade/beade" und im regionalen Dialekt FFB "beide". Rein von der Logik müßte es immer "boade" heißen, tut es aber nicht. Bei den nord- und nordmittelbairischen Dialekten sind manche mhd. "ai" zu "oi" geworden z.B. "Loita", "broit" (siehe Nordboarisch#Lautliche_Bsunderhaitn). Es kann also durchaus im Nordbairischen "Kloida" heißen. Ich bild mir ein, dass ich Kload schon mal irgendwo gehört hab (vielleicht hab ich es auch nur gelesen...). In meiner Gegend heißt es "Gwandt" oder "Kleidl". "Kleid" oder "Kload" sind hier im regionalen Dialekt unüblich auch wenn das "oa" schön ausschauen würde. Selbiges gilt auch für den Monat "Mai" und "heilen". --Roland (dischkrian) 15:06, 20. Jul. 2012 (CEST)
  1. ich verwende einfach die sehr praktische etymologische Konvention (wie zB auch beim Schmeller) "ai"=altes ei
Im zimbrischen gibts "poade" und "peede" nebeneinander. Die Erklarung dafür die ich mal gehört habe, ist eine komplett andere und hat nix mit dem "alten-ei" zu tun. Was ich gehört habe ist, dass es unterschiedliche Geschlechter sind (deren Beudetung bzw. korrrekter Grammatischer Gebrauch sich im Zimbrischen im Lauf der Zeit verloren hat) genau wie bei bairisch "zwee/zwoo/zwoa" (m./f./n.). --141.201.116.182 15:19, 20. Jul. 2012 (CEST)
Das kann gut sein. Im Südbairischen wären/waren die Formen von 2 "zwean/zwoa/zwoa". Das ist dort aber meist schon veraltet. Jetzt muß ich das nächste Mal direkt aufpassen, ob da bei "beide" zwischen Geschlechtern unterschieden wird. ;) --Roland (dischkrian) 16:09, 20. Jul. 2012 (CEST)
Das ist, scheint mir, so: Auf dem Dorf kann man die sprachliche Differenzierung nach den drei Genera gelegentlich noch hören. Sie wird aber immer mehr abgelöst durch zwoa. Und das ist auch nicht ganz unlogisch; denn das indogermanische Neutrum ist nicht nur neutrum (= keins-von-beiden), sondern auch der Oberbegriff für männlich+weiblich (also eigentlich utrumque/beides) gewesen. - Bavarese (dischkrian) 17:00, 20. Jul. 2012 (CEST)

Grüeß di, Bavarese,

also, daa seind ietz vier Sachenn durchaynandergflossn:

  1. D Fraag, wann myn wo dös alte "ai" wie ausspricht,
  2. wann und wo dös alte "ai", wenn myn s "oa" spricht, önn Umlaut "ea" bilddt,
  3. wie weit däß d Statspraach yn de altn Lautgsötzer überhaaupt non folgt und -
  4. dyrvon unabhöngig, zwö däß s für s Zalwort (lutterisch) "zwei" drei bairische Formenn, nömlich "zween", "zwo" und "zwai" geit.

I mecht ietz aber dös nit daader allss lang und brait schainen, sundern verweis di grad auf dö Seitt daader [4], daa wost recht guete Antwortn drauf finddst.

--Hellsepp (dischkrian) 12:59, 21. Jul. 2012 (CEST)

Butzal vo pusillus?[Weakln]

I woaß, es is e a Quejn mid ogeem, owa i glab dera ned so. Des is jo voi obwegig. Wia im Leem kimt ma vom remischn 'pusillus' afs boarische 'butzal'? Des widerspricht oin Lautgsatzln. Des lateinische Wurt miassad heind im Boarischn 'pfuasl', oda - wonn's noch da zwoaten Lautvaschiawung (u.a. p im Onlaut zu pf) wor - 'buasl' hoaßn. Hoaßt's owa ned, drum findi des seeeer obwagi. --Obduihomid-i_Sois, 19:30, 5. Raumadau 1434 n.d.H. / 13. Heiad 2126 n.N. / 13. Juli 2013 n.Chr.

Da möcht ich dem Obduihomid-i_Sois Recht geben, und wenn man im Zehetner seinem Bairischen Deutsch unter Butzerl nachliest, wirkt das dort recht überzeugend: "Dim. zu Butz ...". Und ich tät's lieber mit einfachem -z- schreiben, weil das -u- doch als lang gesprochen wird, was sich vor dem -tz- ja verbietet. - Bavarese (dischkrian) 10:40, 8. Aug. 2013 (CEST)
Wen des recht umstriddn is, moch I des wegga. Ois Latein-Liabhowa foid da vialeichd a Easodz ei. --Matthias Klostermayr (dischkrian) 12:42, 8. Aug.2013 (CEST)
Na dann, vielleicht: stràwànzn vom Partizip Präsens extravagans des (mittel-)lat. extravagari sich draußen herumtreiben. Das Wort ist auch deswegen interessant, weil es eine ganz andere Bedeutungsentwicklung hat als das hdt. extravagant. - Bavarese (dischkrian) 21:21, 8. Aug. 2013 (CEST)
Habs aufgenommen. Kannst du aber auch selber machen. Hast wahrscheinlich von Latein eh mehr Anhnung wie die meisten anderen Nutzer hier, mich eingeschlossn. --Bua333 (dischkrian) 09:36, 10. Aug. 2013 (CEST)

törggelen[Weakln]

Is törggelen mehr hochdaetsch oder ea boarisch? - Bavarese (dischkrian) 19:24, 14. Aug. 2013 (CEST)

Des Woat is mia unbekonnt gwen. Hob nochgschlong und gleant, dass des aus Sidtirol kimmt. Desweng af jedn Foi eidrong.
PS: I deng ma, dass ma aa deitsche "Fremdweata" eidrong kina, wens im Boarischn aa oft vawendt wean.
--Matthias Klostermayr (dischkrian) 08:42, 15. Aug. 2013 (CEST)

Flugga Lusti[Weakln]

Flugga Lusti kann man als abfällige Bezeichnung für ein schlecht gekleidetes oder gesittetes Mädchen oder eine solche Frau (oder Puppe) heut noch hören. Der Schmeller (s. v. Fucken) tut's zu Federn, schlechtes Bett, was mir aber wenig einleuchtet. Weiß wer, ob es nicht vom lat. floccus (Wollflocke, -faser) kommt? Und zwar über die mittellat. Bedeutung von floccus, wie bei Grimm (s. v. FLOCKE Nr. 4) angegeben: mönchskutte. Die abfällige Schattierung der Bedeutung im Sinn von wertlos, nichtig findet sich schon im antiken Wort. - Bavarese (dischkrian) 12:11, 27. Okt. 2013 (CET)