Lederhosn

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Knopflatz-Ledahosn
Burschn aus Ellbach
Miaschbegga Trocht
Wilhem Leibl: In der Bauernstube

De Ledahosn, aa Lederhosn oda Lederne (dt. Lederhose), is a kuaze oda lange Hosn, de wo aus Leda gmmochd is.

De Lederhosn hod in Bayern und im gnazn Oipngebiet a lange Tradition, de ebba bis as friae Mittloida zruckgähd. Se is scho fias 6.Jh. zum earschdn Moi nochgwiesn. Neba da ganz tradionäin Ledahosn gibts heit freili aa neie Forman: Lederhosn fia de Beika, fia de Ledaszene und fian Oidog.

Gschicht und Tradition[VE | Weakln]

Wos fia an Schottn da Kilt und an Japaner da Kimono, des is fia an Boarn sei Lederhosn. Ois Zeichn bajuwarischer Obstammung und is se vo de Habsburga und Wittelsbacha ois pflegt woarn - aa wens de Lederhosn nua fia eana säiba wor owa aa im Voik diaf vawuazlt.

De Lederhosn is owa vui äita. Se is a archaisches Gwand, meglichaweis de erschde Hosn ibahapts. De Leggins, ledane Hosnhaxn, san scho vo de Reidaväika aus da Antike bekannt, und san vo de Rema, Käitn und Germanen ibanomman worn. Zu de Leggins is spoda a Ledazwickl kema, da Vorlaifa vom Hosnlatz.

In de Oipn ko d Lederhosn bis ins 6. Jh. zruckvafoigt wean. Bei de Bauan worn de Lederhosn recht beliabt. De Hosn hoidn vui aus und san leicht zum Reinign. Noch 1945 san de Lederhosn in ganz Deitschland und Östareich in Mode kemma. Erscht ab de 70er Joar is de Ledahosn vo de Jeans mea und mea vadrängt worn.

De boarische Lederhosn is da Tradition noch schwoaz oda braun. Schwoaze Lederhosn hom greane Stickarein, braune Hosn san weiß vaziad. De klassische boarische Ledahosn, aa Kuaze gnennd, is knialang. Des ermeglicht de lautn Schnoiza beim Schuahplattler. Owa aa de Kniabundlederhosn hod boarische Tradition. A guade Lederhosn hoit se lang. De raue und motte Obaflächn griagt mid da Zeit an Speckglanz. Säichane Hosn nennt ma nacha aa Krachledane.

Trachtla Gwand[VE | Weakln]

In da boarischn Trocht gibts de Lederhosn in zwoa Forma, ois Kuaze und ois Kniabundhosn. De Kuaze is friaa vo de Bauan und Landleid bei da Orwad drogn worn, de Kniabundhosn wor de Festtogshosn. Tippisch fia de Trachlahosn is de Bstickung, da Hosnlatz und des Hosntial, des wo ogebli af de im Middloita vawendte "Schamkapsl" zruckgähd. Aaf da rechtn Seitn is moast a Messatoschn, fia a Jagamessa.

Zu de Lederhosn wean oft ledane Hosndraga mit Queariegl drogn. Zur Kuazn ghean Hafalschuah und Loferl. Des san Strimpf fia de Wadl und de drogt ma oiwei ohne Sockan. Zur Kniabundhosn drogt ma lange Kniastrimpf. De Bundhosn wiad unta de Knia zuabundn.

Traditionäie Variantn[VE | Weakln]

  • Ausseer Lederhosn: kimmt ausm Ausseerland (Östareich) und is aus Gams-Hiaschleda gmochd mid afwendiga greana Stickerei vaziat. De Hosn gibts ois Kuaze und ois Kniabundhosn.
  • Dachauer Lederhosn: de Dachauer Hosn is a Stiafelederhosn. Hosnhaxn san lang und sehr eng gschnittn und wern bei de Fessln zammbundn. Da Hosnbund is hoch gschnidn. Des Hosntial gähd iba de ganze Voadaseitn vo dea Hosn.
  • Erzherzog-Johann-Lederhosn is Lederhosn aus da Steiamoark, de wo afn Erzherzog Johann zruckgähd, dea a passioniater Trachtla wor. De Lederne hod Knepf stott Lederbandl an de Hosnhaxnschlitz und hod aufwendige Stickerein, moast grea.
  • Kisbet: schwoaze Kniabund-Lederhosn ohne Hosndroga vo de tiakischen Äi-Ringer.
  • Krachlederne: Synonym fia Lederhosn. Oide Speck-Lederhosn. Kunnt owa aa wos mid Plattln zdoa hom: Schau a "Schloghosn" weida untn.
  • Leder-Untahosn: San bis Ofang vum 20.Jhd. im Winta in Oberbayern drogn worn.
  • Leggins oda Chaps (vo span. chaparajos): Lederhosn vo de nordamerikanischn Indiana, spoda aa vo de Kuahbuam (Cowboys) ibanomma, deshoib Voalaifa vo de Jeans. Leggins bstänga owa nua aus Haxn ohne Gsäß. De wean voa oim fias Reidn gnumma, damid de Haxn voa de Heandl vo de Rindviecha und voa Dorna gschitzt san. De Stickerein af de Indiana-Leggins soin aa des Voabuid fia de Federkielstickerei vo de boarischn Tratla gwen sei.[1]
  • Schloghosn: a Plattlerhosn: A Lederhosn de fias Schuahplattln gmocht worn is; eng, moast ohne Bstickung und stoak eingfedt (Lautvasteaka).
  • Sepplhosn is da preissische Nam vo Lederhosn.
  • Weiße Ledahosn: Offiziasuniform vo da franzesischn Kavallerie unta Ludwig XVI. Heit no Uniform-Hosn vo dea Spanischen Hofredtschui in Wean.

Ledahosn heit[VE | Weakln]

De traditionäie Lederhosn wead heit vor oim vo de Trachtla pflegt. Af Voiksfestn und afm Oktoberfest in Minga siacht ma a vui Lederhosn, des is owa mehr Landhausmode. De boarische Lederhosn is ob de 70er Joah vo de Blue Jeans vadrängt worn und ausn Oidog fost ganz vaschwundn. Da Erfinda vo de Blue Jeans wor ibrigens a Bayer, da Levi Strauss, dea in de USA ausgwandat is.

Seit de 70er Joar wead de Kuaze im Oidog nua no vo Pfodfindan drogn, mit Giatl und ohne Droga. In Noadfrankreich gibts in Riaumont in da Stod Lievin bei Lens no a Oart katholisches „Pfodfindainternat“, wo olle Schuila a kuaze Ledahosn drogn.

Lederhosn-Biker mid seina boarischn Maschin
Zwoa Mechatgean-Bayern mid Ledahosn in Texas

De Lederhosnmacha mochn heint owa ned nur Trachtlaledahosn, sondan aa de graun "Sepplhosn", de Knickerbocka, de "Breeches" (urspringli Reidahosn, spoda Hosn fia Motorradlfoara) und olle Variantn vo Beruafs- und Sportgwand sowia Freizeithosn.

Moderne Variantn[VE | Weakln]

  • Freizeithosn im Jeansschnitt
  • Handwerkahosn
  • Lederhosn fia Biker, a praktischa Schutz
  • Lederhosn fia de Lederszene (de Lederhosn ois Fetisch)

Heastäiung[VE | Weakln]

Zur Herstellung vo de traditionelln Lederhosn wead wegam Tragekomfort in easchta Linie Hirsch- und Gamsleder vawendt, manchmoi aa Bockleda. Zua Vaorbatung wean de Haidln sämisch geabt. Ban sognendn Irchn wead as Leder gwoigt und mit Äi oda Fischtran behandlt. So wean de Hosn schee woach und schmiegsam. Des bleibt de Hosn dann sogoa, wendt damit in an Regn kimmst. As Irchn und as Färbm hom de Bauan friaa vuifoch säiba gmochd. Ban Feabn wead aus Öi, Wossa und an Zuaschlogstoff (Blauhoiz zan Schwoazfeabn, Braunhoiz zan Braunfeabn) a Sud braut, mit dem wo mas Leder zeascht grundiat. Nacha wead de Hosn mit Kupfervitriol- oda Eisnvitriolsaire eingfärbt. De Prozedur wead dann via- bis fimfmoi durchgfiaht. Um am Leder dann no a bsondare Patina z gebm, hod ma no spezielle Tricks ogwendt, beispuisweis s Owschobm oda mit ana Speckschwoartn behandln (vgl. heint "Stonewashing" etc. vo Jeans).

Gstanzln[VE | Weakln]

De Ledahosn hod friaa de Roin vo de heitign Blue Jeans gspuit, deshoib wead se aa imma wieda in Gstanzln thematisiad:

Und de Bauernbuam
de miassn afn Bauern losn,
wann a ummasumpert
in da Lederhosn.

In da Hosn in da ledan
mit nackate Knia,
afn Hiatal a Fedan,
so keman hoit mia.

Den mecht i kena,
dea mia eppas dad,
jo, dem waschat i s Leda
und wixat eam d Nahd.

Sunstigs[VE | Weakln]

A Ledahosn fias Handy

Ledahosn gibt aa ois Toschna fias Handy.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Lederhosn-Lexikon im Lederhosenmuseum

Literadua[VE | Weakln]

  • Franz J. Grieshofer, Christian Brandstätter und Franz Hubmann: Die Lederhose – Kleine Kulturgeschichte des alpenländischen Beinkleids. Verlag Fritz Molden Edition, Wien/München/Zürich 1978, 120 S. ISBN 3-217-00928-2. Neuausgabe Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1996. ISBN 978-3-88042-762-4.
  • Hans W. Stoermer: Leder in der bayerischen-alpenländischen Tracht. 1986. ISBN 3-7787-3273-0

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Lederhosen – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien


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