Wertheim

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Wappm Koartn
Woppm vo Wertheim}
Wertheim
Koartn, Position der Stod Wertheim hervorgehoben
49.7588888888899.5175145Koordinaten: 49° 46′ N, 9° 31′ O
Basisdatn
Bundesland: Baden-Württemberg
Regiarungsbeziak: Stuggart
Landkroas: Main-Tauber-Kreis
Häh: 145 m ü. NHN
Flächn: 138,63 km²
Eiwohna: 22.473 (31. Dez. 2012)[1]
Dichtn: 162 Eiwohna je km²
Postleitzoi: 97877
Voawoien: 09342, 09397 (Dertingen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzoachn: TBB
Gmoaschlissl: 08 1 28 131
Stodgliedarung: Kernstod, 15 Gmoana und 5 Stodei
Adress vo da
Stodvawoitung:
Mühlenstraße 26
97877 Wertheim
Hoamseitn: www.wertheim.de
Obabuagamoasta: Stefan Mikulicz (CDU)
Log vo Wertheim im Main-Tauber-Kreis
Kortn
Wertheim oben, Kreuzwertheim unten. Luftbild 2008

Wertheim (in frängisch [taubergrindisch] Wæʁdɘ[2]) is de neadlichste Stod vom Bundeslandes Bodn-Wiattmbeag, direkt an da Grenz zu Bayern, umara 70 km sidestli vo Frankfurt am Main und 30 km westli vo Wiazburg. Se is de grässte vom Main-Tauber-Kreis und a Mittlzentrum fia de umliegendn Gmoana Seit 1. Jenna 1976 is Wertheim Grouße Kroasstod.

Geografie[VE | Weakln]

Blick über Wertheim von der Burg
Blick auf Wertheim und die Burg

Wertheim is die nördlichste Stod vo Bodn-Wiattmbeag und liegt an da Mindung vo da Tauber in den Main, an den Ausläufern des Odenwoids bzw. des Spessarts jenseits des Mains.

Nachbargmoana[VE | Weakln]

D folgendn Städt und Gmoana grenzn an d'Stod Wertheim. Sie wern im Uhrzeigersinn beginnend im Ostn gnennt.

Holzkirchen (Untafrankn), Helmstadt und Neubrunn (Untafrankn) (alle Landkroas Wiazburg, Bayern), Werbach und Külsheim (beide Main-Tauber-Kreis), Neunkirchen (Untafrankn) (Landkroas Miltenberg, Bayern), Freudenberg (Baden) (Main-Tauber-Kreis), Stadtprozelten und Faulbach (beide Landkroas Miltenberg) sowie Hasloch, Kreuzwertheim und Triefenstein (alle Landkroas Main-Spessart, Bayern).

Stodgliedarung[VE | Weakln]

S Stodgebiet Wertheims bsteht aus da Kernstod, 15 Gmoana mit je oam eigena Ortsbeirat und oam Gmoavorsteher sowia 5 Stodeiln mit je oam Stodeilbeirat und oam Stodeilbeiratsvorsitzendn. Historisch wurde da Stodbereich links der Tauber net immer ois Stodeil angsehn. So wird fia diesn ehemals eignständig ummauertn Bereich auf oam Kupferstich aus'm friaren 18. Joarhundat de Bezeichnung „Vorstod“ vawendt. A alternative Bezeichnung lautete „Übertauber“.[3]

Blick von der Burg

De 15 Ortschaftn san ehemals selbstständige Gmoana, de eascht bei da Gebietsreform der 1970er Joar noch Wertheim eigliedat worn. Es handlt si um de Gmoana Bettingen, Dertingen, Dietenhan, Dörlesberg, Grünenwört, Höhefeld, Kembach, Lindelbach, Mondfeld, Nassig,[Reicholzheim, Sachsenhausen, Sonderriet, Urphar (in der Mundart: Orfel) und Waldenhausen. Ihre Kurzporträts findt ma af de Webseitn vo da Stadtvawoitung.[4]

Altstadt

De sechs Stodeile san entweda ehemoss selbstständige Gmoana, de bis 1939 nach Wertheim eigmeindt worn, san (Bestenheid, Eichel/Hofgarten und Vockenrot) oder nei entstandne Gebiete, de noch ihra Aufsiedelung zu eignständign Stodeilen erklärt wurdn (Bestenheider Höhe, Reinhardshof, Wartberg). Reinhardshof entstand eascht Mittn der 1990er Joar, ois noch Abzug da US-Armee aus'm bis dahin militärisch gnutztn Kaserngelände der Peden Barracks der zivile Stodeil Reinhardshof aufgsiedelt worn is. Da jingste Stodeil is d'Bestenheider Höhe, a nei gschoffnes Wohngebiet, des zwischn de Stodeiln Reinhardshof, Wartberg und Bestenheid liegt.

Zua oanign Ortschaftn bzw. Stodeiln ghern zum Teil no weitare separat glegene Wohnplätze mit eignem Naumen, wovon oanige nua sehr wenige Einwohna ham. Drunta foin zum Beispui Bronnbach, Ebenmühle, Ernsthof, Mittelhof, Ödengesäß, Rosenmühle, Schafhof, Steingasse und Wagenbuch.

Religiona[VE | Weakln]

Religionszuaghearigkeit am 16. Juni 1933:[5]

  • Evangelisch: 68,9 %
  • Katholisch: 28,2 %
  • Judn: 2,6 %

Kuitua und Sengswiadigkeitn[VE | Weakln]

Museen[VE | Weakln]

  • S Glosmuseum befindt si in am Fochwerkhaus vo 1577 (Kallenbach'sches Haus) in da ehemolign Löwenstein-Rosenberg'schen Hofhoitung und zagt Produktion und Musta vo Gebrauchsglos, Kunstglos sowia Glos in Wissnschoft und Technik. Es ging aus'm 1973 grindtn „Trägerverein Wertheimer Glasmuseum“ hervoa und is am 29. Mai 1976 mit ana Ausstellungsflächn vo 400 m² eröffnet woan. Zum Museum gheat seit 1998 aa s'Kleine Haus, a Fochwerkbau vo 1588, in dem af 250 m² a Studio- und Lampenglossoumlung, a Glosperlnkabinett aus da Soumlung vo Thea Elisabeth Haevernick souwia d'Ausstellung „Glos fia Wissnschoft und Industrie“ befindn.[6]
  • Grafschaftsmuseum


Vaeine[VE | Weakln]

Fischer- und Schiffergnossenschoft Wertheim e. V.[VE | Weakln]

De Fischer- und Schiffergenossenschaft Wertheim e. V. is ois Rechtsnochfolgarin da ehemolign Fischa- und Schiffazunft oane vo de öitestn Vaeinigunga Wertheims. Ihr genaus Oita is unbekannt; de Zunft bsaß jedoch scho 1478 a grouß Zunfthaus, des bam Houchwossa 1732 zam mit fost m'gaunzn Inventar und oin Aktn zasteat woan is. Da datierte Grundstoa is jedoch erhoitn und ko heit im Grafschaftsmuseum Wertheim ogschaut wern. Da Vaein is Eigntima seiner oidn Fischereirechte, die si am Main iba zwoa Bundeslända eastreggn - in Bodn-Wiattmbeag vo Flusskilometa 168,3 (zwischn Bettingen und Homburg) bis Flusskilometa 148,84 (untahoib vo Grünenwört) und in Bayern vo Flusskilometa 168,3 (zwischn Trennfeld und Kreuzwertheim) bis 149,368 (zwischn Hasloch und Faulbach). Außadem hod da Vaein s Fischereirecht vo da Mindung da Tauber bis zum Mühlenwehr (uma 1,5 km).[7]

Historischer Verein Wertheim e. V.[VE | Weakln]

Af d'Initiative vo Otto Langguth und Pfarrer Georg Kappes geht d Grindung des Historischn Vaeins Alt-Wertheim (damaliger Name) am 25. Aprü 1904 im Wirtshaus „Kette“ zruck. Da Vaein richtete a Museum in da ehemolign Hofhoitung ei und bsorgte aa de Eirichtung am heitign Standort. Außadem ghert zu de Aufgobn de Restaurierung und Konservierung vo kunsthistorisch bedeitendn Grabdenkmälan ausm 16. bis 19. Joarhundat auf 'm Bergfriedhof sowia de Erhoitung vom historischn Stodbuid. Jährlich gibt da Vaein a Joarbuach raus.[8]

Einwohnaentwicklung[VE | Weakln]

Einwohnazoin nach'm jeweilign Gebietsstand. De Zoin san Schätzunga, Voikszählungsergebnisse (¹) oda amtliche Fortschreibunga vo de jeweilign statistischn Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Joar Einwohna
1542 2.078
1617 3.670
1792 3.373
1810 3.154
1833 3.633
1. Dezemba 1871 3.328
1. Dezemba 1880¹ 4.567
1. Dezemba 1890¹ 3.535
1. Dezemba 1900¹ 3.670
1905³ 3.800
1. Dezemba 1910¹ 3.648
16. Juni 1925¹ 3.673
16. Juni 1933¹ 3.679
Joar Einwohna
17. Mai 1939¹ 5.434
Dezember 1945 5.534
13. Septemba 1950¹ 9.789²
6. Juni 1961¹ 11.329
27. Mai 1970¹ 12.029
31. Dezemba 1975 20.942
31. Dezemba 1980 19.972
27. Mai 1987¹ 20.377
31. Dezemba 1990 21.627
31. Dezemba 1995 24.432
31. Dezemba 2000 24.332
31. Dezemba 2005 24.474
31. Dezemba 2010 23.552

¹ Voikszählungsergebnis
² Bis 1950 hatte Wertheim 3.854 Flichtlinge und 1.294 Evakuierte aufgnumma.[9]
³ entnommen aus Nordisk Familjebok

Politik =[VE | Weakln]

Gmoaroud[VE | Weakln]

Kommunalwahl in Wertheim 2009
 %
40
30
20
10
0
37,9 %
23,8 %
17,0 %
13,1 %
8,3 %
keine
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   2
   0
  -2
  -4
-3,4 %p
+0,2 %p
-2,5 %p
+5,0 %p
+2,4 %p
-1,6 %p
Sonst.

Da Gmoaroud vo da Stod Wertheim hod seit da letztn Kommunalwoi vom 7. Juni 2009 insgsamt 26 Mitglieda, de n Titl „Stadträtin/Stadtroud“ fiahn. De Woih brachte foigends Ergebnis:

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
CDU 37,9 % −3,4 11 +1
SPD 23,8 % +0,2 6 ±0
FWG 17,0 % −2,6 4 −1
FDP 13,1 % +5,0 3 +1
GRÜNE 8,3 % +2,4 2 +1

Weiters Mitglied vom Gmoaroud und sei Vorsitzenda is da Obaburgamoasta.

Buagamoasta[VE | Weakln]

An da Spitzn vo da Stod stand da Stodschultheiß ois Vorsitzenda vom Gricht. Iam standn da rechtskundige Stodschreiba und de zwöif Schöffn zur Seitn. Ferna gabs nen m'Stodschultheiß zwoa Buagamoasta. Da Stodschultheiß woa Vorsitznda vom Rat, dea si in oan innern und oan äußern Rat mit jewois zwöif Mitgliedan afteilt hod. De Mitglieda vom Rat wurdn in da Regl af zwöif Joar gwählt. Da Schultheiß woa meist af Lemszeit gwählt, de Buagamoasta wechseltn jährli. Im 18. Joarhundat wurde ausm biagalichn Stodschultheiß a gräflicha Beamta mit da Amtsbezeichnung Stodamtmann. Noch m'Ibagang an Badn leitete a Buagamoasta de Stodvawoitung, anfangs hod ea sogoa n Titl Obabuagamoasta, doch fihrn de Stodoberhäupta diesn Titl eascht wieda seit 1976, ois Wertheim Grouße Kroasstod worn is. Heit wird da Obabuagamoasta vo da wahlberechtigtn Bevökarung af ocht Joar gwählt. Er is Voasitzenda vom Gmoaroud.

Stodpartnerschaftn[VE | Weakln]

Wertheim unterhält a Stodpartnerschaft mit folgendn Städt:

In der Wendezeit gab es Bestrebungen, a Stodpartnerschaft mit dem thüringischn Ilmenau z gründn. Dei scheitertn owa.

Listn vo de Burgamoasta und Obaburgamoasta[VE | Weakln]

  • 1810–1827: Johann Christoph Schlundt
  • 1827–1829: Christoph Michael Platz
  • 1829–1832: Johann Georg Weimar
  • 1832–1839: Johann Friedrich Bach
  • 1839–1840: Christoph Wilhelm Müller
  • 1840–1845: Johann Jakob von Runkel
  • 1845–1852: Ludwig Haas
  • 1852–1860: Johann Jakob von Runkel
  • 1860–1866: Ludwig Haas
  • 1866–1871: Philipp Frank
  • 1871–1880: Lorenz Meyer
  • 1880–1890: Philipp Amthauer
  • 1890–1895: Philipp Mayer
  • 1895–1905: Michael Müller
  • 1905–1933: Hans Bardon
  • 1933–1938: Friedrich Bender
  • 1938–1943: Hans Mensler
  • 1944–1945: Hermann Dürr
  • 1945: Carl Roth
  • 1945–1946: Michael Beck
  • 1946: Otto Hoog
  • 1946–1961: Carl Roth
  • 1961–1981: Karl Josef Scheuermann
  • 1981–2003: Stefan Gläser
  • seit 2003: Stefan Mikulicz

Berihmtheidn[VE | Weakln]

Ehrnbiaga[VE | Weakln]

Laut Satzung der Stod soll die Zahl der Ehrenbiager net mehr als vier lebende Personen betragen.[10] Folgenden Personen wurde das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1829: Venantius Arnold, Erbauer der katholischen Kiachn St. Venantiuis
  • 1933: Paul von Hindenburg, Reichspräsident, und Adolf Hitler, Reichskanzler (Verleihung wurde für beide durch Gemeinderatsbeschluß vom 7. Dezemba 1945 für nichtig erklärt)
  • 1946: Hans Bardon, Bürgermeister a. D.
  • 1960: Karl Bär, Stadtpfarrer i. R.
  • 1961: Carl Roth, Bürgermeister a. D.
  • 1963: Alfred Zippe, Unternehmer
  • 1966: Walter Schüßler, Pastor i. R.
  • 1973: Kurt Lutz, Architekt
  • 1975: Karl Leiß, Werkmeister a. D.
  • 1975: Dr. Hans Löber, Unternehmer
  • 1978: Rudolf Brand, Unternehmer
  • 1981: Karl Josef Scheuermann, Oberbuagamoaster a. D.
  • 2003: Stefan Gläser, Oberbürgermeister a. D.
  • 2004: Gerhard Schwend, Unternehmer
  • 2010: Helmut Schöler, Unternehmer

Echte und woschechte Wertheima[VE | Weakln]

Schau aa:

Literadua[VE | Weakln]

  • Thomas Ellwein, Ralf Zoll: Die Wertheim-Studie, Verlag Leske und Budrich, Opladen 2003, ISBN 3810035157
  • Erich Keyser (Hrsg.): Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages“, Stuttgart, 1959
  • Erich Langguth: Aus Wertheims Geschichte. Verlag des Historischen Vereins Wertheim e. V., Wertheim 2004
  • Jörg Paczkowski u. a.: Wertheim – Stadt an Main und Tauber. Kunstschätzeverlag, Gerchsheim 2007, ISBN 3-934223-27-3
  • Kurt Zimmermann: Obrigkeit, Bürgertum und Wirtschaftsformen im Alten Wertheim, Würzburg, 1975

Beleg[VE | Weakln]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)  (Huif dazua)
  2. Karl Platz: Wertheimer Mundart-Wörterbuch, Verlag E. Buchheim, Wertheim, 1990, ISBN 3-9246-1112-2
  3. Michael Geringhoff: Lädiert, aber ein wichtiges Zeugnis. In: Wertheimer Zeitung vom 13./14. März 2010
  4. Stadtverwaltung Wertheim, "Ortschaften", abgerufen am 7. Oktober 2013
  5. Zahlen aus den amtlichen Bekanntmachungen in den entsprechendn Jahresbändn der Tauber-Zeitung und des Tauber- und Frankenboten sowie aus Angaben des Statistischen Landesamts
  6. Website des Glasmuseums
  7. Uwe Bauer: „Ich fühle mich hüwwe wie drüwwe wohl“. In: Fränkische Nachrichten vom 11. August 2012
  8. Peter Riffenach: Der Liegestuhl von Anna Seghers. In: Wertheimer Zeitung vom 22. März 2012
  9. Bernd Dorbath: Aufstieg nach dem Krieg. In: Wertheimer Zeitung vom 23./24. Oktober 2010
  10. Merkblatt der Stadt Wertheim zu Ehrungen (PDF, 65 KB)

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Wertheim – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
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