Pülcher

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A Pücha vo de SS Playboys z Yakima, Washington

Unta an Pülcher, aa Pücha oda Büücha, vastäd ma in Österreich an Gauna, Stroich, Asozialn, Hoibstoakn bzw. Proll.[1]

Heakunft[VE | Weakln]

"Pülcher" kummt vaum mittlhochboarischn "bilgerin / pilgerim" (Pilger). Im Middloita haum se vü Vagabundn und Taugenix ois Püga/Pilger ausgem. Des hod de Püga/Pilger in Varuaf brocht. So hod si aus Püga/Pilger da Pücha entwicklt.

Obgrenzung zum Sandla[VE | Weakln]

A Sandla is a Obdochlosa, dea wos in da Regl unfreiwüllig obdochlos wuan is und deshoib sei Loge ois permanente Eaniedrigung ealebt. Mit an "Pülcher" woa zwoa uaspringlich aa a Obdochlosa gmaant, owa ana, dea wos si mea oda weniga freiwüllig fia den Weg entschiedn hod, weu ra orwadscheich woa und ois Vagabund duachs Laund ziagn woit. Heit vastähd ma in Wean drunta vua oim an Hoibstoakn oda Klaakriminön, dea wos vau rechtschoffana Orwad und Lemsweis nix hoit, dea wos owa söbstbewusst und schlau is und an Schmäh drauf hod.

Beischpüsotz[VE | Weakln]

  • A so a Pücha!
  • (Ham Kummst - Seiler & Speer) [...] Tatü Tata, wos wü der Puchna do [...]

Zitat[VE | Weakln]

Im Weanaliad "Die letzten zwa Pülcher" wean de Pülcher guad charaktarisiad.

Die letzten zwa Pülcher
Gschdoin haum ma nix,
gnumma haum ma nix,
mia san de ealichstn Leit!
Nua mit da blädn Orbat haum ma kana a Freid.
Mia trong a blaus Fiata,
san ollaweu fix.
Mia duan ois waun ma dädn, owa duan dan ma nix!
Nua im Winta do miass ma uns plogn,
jo do foan ma mitn Aufspritzwogn!
Im Summa des wissns äh,
do kean ma mitanaund den Schnää!
Ohne Untastaund beschließn,
wir unsan Lemslauf.
Do sengs de letztn zwa Pücha,
do heat si dos Püchalem auf.

Auszug aus: Die letzten zwa Pülcher [2]

Schau aa[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  • Robert Sedlaczek: Wiener Wortgeschichten: Von Pflasterhirschen und Winterschwalben.Haymon Verlag, 2012. ISBN 978-3709970171

Fuasnotn[VE | Weakln]

  1. Wolfgang Teuschl, Wiener Dialektlexikon (3. Auflog), Residenz Verlag, Soizburg, 2007. ISBN 978-3-7017-1464-3
  2. Die Mondscheinbrüder: "Die letzten zwa Pülcher"