NATO

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North Atlantic Treaty Organization (NATO)
Organisation du traité de l’Atlantique Nord (OTAN)

Flaggn vo da NATO
Flagge der NATO
Situation am Joa 2009
Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (seit 2009)
SACEUR (Supreme Allied Commander Europe) US-Admiral James G. Stavridis (seit Juli 2009)
SACT (Supreme Allied Commander Transformation) General (FRA) Jean-Paul Paloméros (seit September 2012)
Grindung 4. April 1949
Mitglieda Grindungsmitglieda:
BäigienBäigien Bäigien,
DanemarkDänemark Dänemark,
FrankreichFrankreich Frankreich,
IslandIsland Island,
ItalienItalien Italien,
KanadaKanada Kanada,
LuxnbuagLuxmburg Luxnbuag,
HollandHolland Holland,
NorwegenNorwegen Norwegen,
PortugalPortugal Portugal,
Vaeinigts KinireichVaeinigts Kinireich Vaeinigts Kinireich,
USAUSA USA

Seit am 18. Feba 1952:

GriachalandGriachaland Griachaland,
TiakeiTiakei Tiakei

Seit am 6. Mai 1955:

DeitschlandDeitschland Bundesrepublik Deutschland[1]
(Die DDR war kein NATO-Mitglied.)

Seit am 30. Mai 1982:

SpanienSpanien Spanien

Seit dem 12. März 1999:

PoinPoin Poin,
TschecheiTschechien Tschechei,
UngarnUngarn Ungarn

Seit am 29. März 2004:

BuigarienBuigarien Buigarien,
EstlandEstland Estland,
LettlandLettland Lettland,
LitauenLitauen Litauen,
RumänienRumänien Rumänien,
SlowakeiSlowakei Slowakei,
SlowenienSlowenien Slowenien

Seit am 1. April 2009:

AlbanienAlbanien Albanien,
KrowozienKrowozien Krowozien

Insgsamt 28

Hauptquartier Brüssel (Belgien)
Website www.nato.int
Da NATO-Gipfl 2002

D' NATO (North Atlantic Treaty Organisation, aa: Nordatlantikvatrog-Organisation, af französisch l’Organisation du Traité de l’Atlantique Nord, kurz OTAN) is a intanationale Organisation, de an Nordatlantikvatrog, a militarischs Bündnis vo eiropäische und noadamerikanische Staatn, umdurt. Da Sitz vom Nordatlantikrat, Hauptorgan vo da NATO, is seit 1967 Brüssel.

Mitgliada[VE | Weakln]

Mitgliadsstaatn da Nato mit Afnahmäiahr

D'NATO hod zurzeit 28 Mitgliada. Zu d'Gründungsmitgliada, de somit seit 1949 da NATO oghörn, zähln Belgien, Dänemark, Frankreich, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Holland, Norweng, Portugal, d'USA und as Vereinte Kenigreich.

1952 san d'Türkei und Griechenland zuragroast, und seit 1955 is d'BRD Mitgliad. Spanien is 1982 zurakemma, seit 1990 is dann ganz Deitschland dabei. Durch d'NATO-Osterweitarung han 1999 Tschechei, Poln, Ungarn und 2004 no Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, d'Slowakei und Slowenien Mitgliada da NATO woan.

Bsundaheitn bsteha wecha Fraunkreich, des seit 1966 nimma inde Militärstukturn da NATO is. Da Grund fürn Austritt vo Fraunkreich is, dass da Charles de Gaulle d'NATO als Instrument da Ami-Intressn ned akzeptiert hod. Er wollt Fraunkreich seî militärische Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit bewaren und si und seine französischen Truppen ned am Ami untaordnen.

Nach da Jugoslawien-Krisn hod d'französische Regierung ihre Position innahalb vo da NATO g'ändat und nimmt seit Ende 1995 an de Sitzungn vom Ausschuss für Verteidigungsplanung (Defence Planning Committee) teil, ohne dabei in de integrierten Militärstrukturn vo da NATO einzutretn.

Emfalls aus dene Strukturen kurzfristig ausgeschien war Griechenland in da Zeit vo 1974 bis 1981 und Spanien vo 1986 bis 1999. A Sonderfall is Island, des koane eigenen Streitkräfte hat. Dene earna Regierung hat si stattdessen zur medizinischen Hilfeleistung verpflicht. Island is nur als Bobachter in da Nuklearn Planungsgruppn (Nuclear Planning Group) und entsendt an ziviln Vertreta zu de Tagungn vom Militärausschuss (Military Committee).

Seidm 1. April 2009 sand Albaanien und Krowozien a fix dabei.

Inhalt vom Nordatlantikvatrog[VE | Weakln]

Da Nordatlantikvatrog siagt a Defensivbündnis ohne automatsche militärsche Beistandspflicht vo de Mitgliada vor. De erstn Artikl vom Vatrog vapflichten d'Mitglieder zur friedlichen Konfliktbeilegung und freindschaftlichen Ausgstaltung vo internationale Bziehunga. A d'Wahrung vo da westlich-liberalen Gesellschaftsordnung mit politscha, ökonomscha, soziala und kulturella Zusammenarbeit und Anerkennung vo demokratische Prinzipien ist Bstandteil. Fürn Fall, dass´s an bwaffnetn Angriff auf oans vo de Mitgliada gibt, verpflichtet da Vertrag de übrigen Mitgliadstaaten zur so genonntn kollektiven Selbstverteidigung. Zur Umsetzung vo de durchn Vertrag vorgemna Mechanismen und Verpflichtungen is d'Gründung vo da Nordatlantikvatrog-Organisation, bstead aus Nordatlantikrat und de nachglagertn Stellen, vorgseng.

Afbau und Organe[VE | Weakln]

D'NATO is a mehrstufige und komplexe Organisation, de sowohl militärische als a zivile Verwaltungsstrukturen afweist. Alle Entscheidunga innahalb vo da Organisation wern nachm Konsensprinzip troffa.

Oberstes Gremium vo da NATO is da Nordatlantikrat mit Sitz in Brüssel, de einzige Institution da NATO, de explizit im Nordatlantik-Vatrog genannt wird. Er bfasst si mit alle Bereiche vo da Bündnispolitik – mit Ausnahme vo da Verteidigungsplanung und da Nuklearpolitik. Höchstes militärisches Entscheidungs- und Beratungsorgan, dem Nordatlantikrat untastellt, is da NATO-Militärausschuss.

Organe[VE | Weakln]

Den operativen Oberbefehl hod da Supreme Allied Commander Europe, welcher imma a US-amerikanischer General oder Admiral is. Seit 2006 is des da General Bantz J. Craddock. Daneben gibts a parallele Kommandoebene für d'Transformation vo da NATO, den Supreme Allied Commander Transformation, des is zur Zeit da General Lance L. Smith. Die Leitung über die NATO hat der NATO-Generalsekretär.

Generalsekretäre der Nordatlantikpakt-Organisation
Nr. Nam Land Beginn vo da Amtszeit Ende vo da Amtszeit
1 Hastings Ismay, 1. Baron Ismay Vaeinigts KinireichVaeinigts Kinireich Vaeinigts Kinireich 4. April 1952 16. Mai 1957
2 Paul-Henri Spaak BäigienBäigien Bäigien 16. Mai 1957 21. April 1961
3 Dirk Stikker HollandHolland Holland 21. April 1961 1. August 1964
4 Manlio Giovanni Brosio ItalienItalien Italien 1. August 1964 1. Oktober 1971
5 Joseph Luns HollandHolland Holland 1. Oktober 1971 25. Juni 1984
6 Peter Carington, 6. Baron Carrington Vaeinigts KinireichVaeinigts Kinireich Vaeinigts Kinireich 25. Juni 1984 1. Juli 1988
7 Manfred Wörner DeitschlandDeitschland Deitschland 1. Juli 1988 13. August 1994
8 Sergio Balanzino ItalienItalien Italien 13. August 1994 17. Oktober 1994
9 Willy Claes BäigienBäigien Bäigien 17. Oktober 1994 20. Oktober 1995
10 Sergio Balanzino ItalienItalien Italien 20. Oktober 1995 5. Dezember 1995
11 Javier Solana SpanienSpanien Spanien 5. Dezember 1995 6. Oktober 1999
12 George Robertson Vaeinigts KinireichVaeinigts Kinireich Vaeinigts Kinireich 14. Oktober 1999 17. Dezember 2003
13 Alessandro Minuto Rizzo ItalienItalien Italien 17. Dezember 2003 31. Dezember 2003
14 Jaap de Hoop Scheffer HollandHolland Holland 1. Jenna 2004 31. Juli 2009
15 Anders Fogh Rasmussen DanemarkDänemark Dänemark 1. August 2009

Kursiv hand de Leid, wo as Amt grod Kommissarisch woagnumma hamd.

Supreme Allied Commanders Europe der Nordatlantikpakt-Organisation
Nr. Nam Land Beginn vo da Berufung Ende vo da Berufung
1 Dwight D. Eisenhower Vereinigte Staaten 48USA USA 2. April 1951 30.Mai 1952
2 Matthew B. Ridgway Vereinigte Staaten 48USA USA 30. Mai 1952 11. Juli 1953
3 Alfred M. Gruenther Vereinigte Staaten 48USA USA 11. Juni 1953 20. November 1956
4 Lauris Norstad USAUSA USA 20. November 1956 1. Jenna 1963
5 Lyman L. Lemnitzer USAUSA USA 1. Jenna 1963 1. Juli 1969
6 Andrew J. Goodpaster USAUSA USA 1. Juli 1969 15 Dezember 1974
7 Alexander Haig USAUSA USA 15. Dezember 1974 1. Juli 1979
8 Bernard W. Rogers USAUSA USA 1. Juli 1979 26. Juni 1987
9 John R. Galvin USAUSA USA 26. Juni 1987 23. Juni 1992
10 John M. Shalikashvili USAUSA USA 23. Juni 1992 22. Oktober 1993
11 George A. Joulwan USAUSA USA 22. Oktober 1993 11. Juni 1997
12 Wesley K. Clark USAUSA USA 11. Juli 1997 3. Mai 2000
13 Joseph W. Ralston USAUSA USA 3. Mai 2000 17. Jenna 2003
14 James L. Jones USAUSA USA 17. Jenna 2003 7. Dezember 2006
15 Bantz J. Craddock USAUSA USA 7. Dezember 2006 2. Juni 2009
16 James G. Stavridis USAUSA USA 2. Juni 2009

Aufgam[VE | Weakln]

De im Nordatlantikvatrog formulierten Ziele ham si im Verlaf vo seim Bsteha ned gändert, denn da Vatrog an si is in seim Wortlaut seit 1949 unverändert. Allerdings han d'Aufgaben vo da NATO an d'verändertn sicherheitspolitischn Gegebenheiten angepasst und wern aktuell anders interpretiert.

Während dem Kalten Krieg is d'Hauptaufgab da NATO gwen, d'Freiheit und Sicherheit vo de Mitglieder durch Abschreckung, Aufrüstung und ständige Abwehrbereitschaft zu garantieren.

D'Wiedervereinigung vo Deitschland, da Zerfall vom Warschauer Pakt und vo da UdSSR sowie d'Demokratisierung vo de ehemaligen Ostblock-Lända waren Auslöser vo orna grundlegenden Änderung vom sicherheitspolitischen Umfeld in Europa. D'Aufgaben vo da NATO san an d'neue Lag anpasst worn, und gmäß am Nordatlantikvatrog san Abschreckung und Verteidigung zwar Hauptaufgabm bliem, han jedoch in an Hintergrund graten. Vamehrt is af Dialog und Zammarwat mit de "alten Gegner" gsetzt worn und verschiedne Partnerschaftsprogramme hom schließli d'NATO-Osterweiterung brocht.

Afm Washingtoner Gipfl am 24. April 1999 is as derzeitige strategsche Konzept billigt worn. Es bschreibt Ziele und Afgaben, analysiert dsicherheitspolitische Lagn und leitet davo strategische Perspektiven und Aufgaben ab. Durch as Bsteha und d'Stärkung vo da transatlantischen Bindung sul a möglichst enge transatlantische Bindung d'Sicherheit vo Europa und Noadamerika verknüpfa. Mit da Afrechterhaltung und Weiterentwicklung vo effektive militärische Fähigkeiten wird de Verteidigungsbereitschaft vo de Mitgliada sichagstellt.

Wichtigste Änderung awa is d'Feststellung, dass zur Konfliktverhütung und Krisenbewältigung a militärische Operationen außerhalb vom NATO-Gebiet zur prophylaktischen Gefahrenabwehr mögli san sulten (so gnonnte „Out-of-Area-Einsätze“). Weiterhin bhält si d'NATO as Recht vor, a ohne Mandat vo da UNO in Krisengebiete zu intervenieren (so genonnte „Out-of-United-Nations-Einsätze“, siegst an Kosovo 1998). NATO-Eingriffe in internationale Konflikte, bei denen koa Mitgliedstaat unmittelbar als Konfliktpartei bteiligt is, geha über an ursprünglichen Verteidigungsaftrag hinaus und wern daher oft a als „Out-of-Defence-Einsätze“ bezeichnet.

Gschicht und Entwicklung[VE | Weakln]

Vorgschicht[VE | Weakln]

Nachm End vom Zweitn Wöidgriag san schnell d'Gegensätze zwischen d' ehemaligen Alliierten offenkundig worn. Mimm Brüssler Vatrog vom 17. März 1948 hom si d'westeuropäischen Länder Frankreich, Großbritannien, Holland, Belgien und Luxemburg zu am Bündnis zwecks wirtschaftlicha, soziala und kulturella Zammarwat sowie zur kollektiven Selbstverteidigung zusammengschlossn. Während des Bündnis no vor allm im Fall vo da Wiederaufnahm vo oarna deitschen Aggressionspolitik greifen sullt, so is mit da Berlinblockade und da kommunistischen Machtergreifung in da CSSR d'Sicht af dsowjetische Expansion gelenkt worn.

In da weitern Entwicklung is statt zu oarna einseitign Garantie vo da USA für d'europäischen Verbündeten ausm Zweitn Wöidgriag zu am wechselseitigem Abkumma kemma, dem Nordatlantikvatro, der am 4. April 1949 durch d'Gründungsmitgliada untazeichnet worn is und am 24. August vom söim Johr in Kraft tretn is.

Entwicklung vo 1949 bis 1989[VE | Weakln]

Truppenstärkn vo de NATO-Mitgliedsstaatn mit Kontingente aus de USA un Kanada un de Staatn vom Warschauer Pakt in Europa 1959
Truppenstärkn vo de NATO-Mitgliedsstaatn mit Kontingente aus de USA un Kanada un de Staatn vom Warschauer Pakt in Europa 1973
Corps sectors of military responsability in NATO's central region.

In de erstn Jahr is d'Gemeinschaft unterm Eindruck vo da Berlin-Blockadn, vo da Zündung vo da erschtn sowjetischen Atombombe am 23. September 1949 und am Korea-Krieg gstondn; als Grundsatz hod in der Zeit d'Abwehr vo am Angriff durch d'Rote Armee möglichst weit im Osten goin.

Am 7. Feba 1951 hod d'US-Regierung den Pleven-Plan zur Afstellung vo oarna europäischen Armee akzeptierd. Auf der vom 10. bis 14. September 1951 tagenden Außenministerkonferenz vo da USA, Frankreich und Großbritannien in Washington is d'Aufstellung vo westdeutsche Streitkräfte geplant worn, de in a europäische Armee eingliederd wern sullten. Am 26. Mai 1952 is d'Unterzeichnung vom Vatrog über d'Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) erfoigt, der am 30. August 1954 gscheitert is, wei d'französische Nationalversammlung dem EVG-Vertrag nicht zuagstimmt hod.

Durch d'Unterzeichnung vo de Pariser Vaträg am 23. Oktober 1954 is d'Bundesrepublik Deutschland zum Beitritt eiglan und am 6. Mai 1955 Mitgliad vo da NATO worn. Am 19. Mai 1955 is weng ihrm NATO-Beitritt da Warschauer Pakt gegründet worn.

Am 13. März 1957 hod as US-Hauptquartier in da Bundesrepublik bekannt gem, d'US-Streitkräfte mit Nuklearbewaffnung auszurüsten. Am 19. September 1958 san d'ersten US-Mittelstreckenraketen vom Typ Thor in Großbritannien afgstellt worn. Am 10. November 1958 hod da Nikita Chruschtschow as Berlin-Ultimatum mit da Forderung vo da Umwandlung vo West-Berlin in eine entmilitarisierte „selbstständige politische Einheit“ afgstöid.

Entwicklung vo 1990 bis 1999[VE | Weakln]

Mit de friedlichan „Volksrevolutionan“ af'm Gebiet vom Warschauer Pakt is d'Hauptbedrohung für d'NATO-Staaten entfoin. In da drauf folgenden Übergangszeit san neie Idean und Strukturn entstondn, wia zum Beispül d'Partnerschaft fürn Frieden. Mit dem in Brüssel 1994 vereibarten Programm hat d'NATO intressierte mittl- und osteuropäische Staaten a Zsamaarbeit in militärische und sicherheitspolitische Frang und im Hiblick af a Beitrittsperspektivn eröffnd. Draus folgt beim Gipfeltreffa 1997 in Madrid d'Einladung zum NATO-Beitritt vo Polen, Ungarn und da Tschechei.

Emfalls 1997 is in Paris d'Grundakte mit Russland vereinbart worn, de a Beendigung vo da Gegnerschaft vo NATO und Russland vorsiacht. Intern wird beschlossn, d'NATO vo ana militärischn zu ana meist politischn Organisation umzwandeln.

Zu de „neien Idean“ zählt a de 1992 vereibarte Breitschaft vo da NATO zu de „Out of area“-Eisätze. Na da Ermächtigung durchn UN-Sicherheitsrat han etz a Eisätz außerhalb vom NATO-Territorium mögli, zum Beispiel i Jugoslawien oda Afghanistan.

Damit is da Umbau vo da NATO mim Ziel vo ana schnelln Eingriffsfähigkeit in de Krisengebiete, größerna Flexibilität und da Abkehr vom bipolarn Bedrohungsdenken i Verbindung mit ana Korrektur in de Führungsebenn und de institutionellen Aufbauten notwendig. Als Antwort gilt d'Gründung vo ana Reaktionstruppn, da NATO Response Force (NRF) mit Land-, Luft- und Seestreitkräfte für schnelle Eisätze.

D'Folgn vo dem Beschluss hand d'aktiven Kriegseinsätze vo da NATO mit de Luftangriffe gecha Jugoslawien wärbm Kosovo-Krieg. Da Vorgang wird kritisiert, wei weder is a Mitgliedstaat vo da NATO ogriffen worn no hods a Ermächtigung vom UN-Sicherheitsrat gem.

Entwicklung seit 1999[VE | Weakln]

Terroranschläg in de USA am 11. Septemba 2001[VE | Weakln]

Unmittelba na de Terroranschläg am 11. September 2001 in de USA setzt d'NATO erstmals in ihrana Gschicht an Artikl 5 vom NATO-Vertrag, a d'Washingtoner Verträge gnannt, vorläifig in Kraft, am 1. Oktoba 2001 vollständig. Artikl 5 siagt in Absprach mit de Regierungn vo de NATO-Mitgliedsstaatn d'Wiederherstellung und Wahrung vo da Sicherheit vom nordatlantischn Gebiet vor, und a bewaffneta Angriff af an Bündnispartna, in dem Fall d'USA, wird als Angriff gecha jedn vo de Bündnispartna gsehn.

Am 4. Oktober 2001 hom d NATO-Staatn a Reih vo Maßnahmn vaeinbord, um d USA in ihrm Kampf gegan internationaln Terrorismus zu untastützn. Dazu hom gherd: da Austausch vo nachrichtndienstliche Informationn, uneigschränkte Überflugrechte und Zugang zu Häfn und Flugplätz im Beitrittsgebiet durch d US-Streitkräfte und d Entsendung vo am ständigen Flottenverband vo da NATO im östlichn Mittelmeer (Operation Active Endeavour). Obwohl d Mitgliada im Angriff afs World Trade Center no an bwaffnetn Angriff sehn, der an Bündnisfall nach Artikel 5 ausglöst hod, iss hinsichtli vo de Konsequenzn bei de Regierungn vo de NATO-Mitgliadsstaatn zu teilweis völlig untaschiedliche Einschätzungn kemma.

Da gstignen Gfahr durchn intanationaln Terrorismus seitm 11. Septemba 2001 hot d NATO bisher no wenig entgengzusetzn. Traditionell vasteht si d Organisation als a Bündnis vo Staatn gega d Angriffe vo andane Staatn. Damit weadsschwierig, de Terrorangriff - vo wenige extremistische Personn, de ohne offizielle Kriagserklärung vo am angreifndn Land tätig wern - einzuordnn.

Krise Irak[VE | Weakln]

Konferenz vo de Verteidigungsminista in Nizza, 2005

D USA hom an Irak schwerwigenda Vastöß gecha UN-Auflagn beschuidigt. Da Außenministar Colin Powell hot vasucht, vorm UN-Sicherheitsrat mit Satellitnafnahmn, Tonbandafnahmn und andre Dokumente a Wiedaafnahma vo vabotne Waffnprogramme zu bweisn. D Ausführungn vom Powell ho, aba ned greicht, um an Sicherheitsrat vo da Notwendigkeit vo am Kriegseinsatz zu übazeing.

D USA und Großbritannien hom vasuacht, bei de Vereintn Nationn d Ermächtigung für an Angriff afn Irak einzufordern. Des is vo Deitschland, im UN-Sichaheitsrat vatretna NATO-Mitgliedstaat, Russland und Frankreich abglehnt worn. (Erklärung: 1.) Daraufhin is a Koalition vo de Willign gschmiedt worn, um trotzdessn a Untastützung af breita Basis als Kriegslegitimierung darstelln zu kenna.

Im Rahmn vo da Vorbereitung vo de Plän vo de USA zur Invasion vom Irak iss darafhin innahalb vo da NATO zu ana schwern Krisn kemma: Bei da Frag, ob da Türkei präventiv Abwehrsysteme (deitsche Patriot-Luftabwehrraketen) breit gstellt wern sulltn, damit sie si, im Fall vo am Angriff afn Irak, gega eventuelle Gegnogriffe verteiding ko, hom Frankreich und Belgien a Veto eiglegt. Deitschland hod se dem Veto späta ogschlossn (des alladings erst nach Fristablauf; rein formal btrachtet is as deitsche Veto daher ungültig, politisch wars deshalb aba ned weniga brisant). Des hot zu ana Vastärkung vo de vorher scho vorhandnen transatlantischn Vastimmungn zwischn de Lända und Russland af da oan Seitn und de USA und Großbritannien af da andan Seitn gführd. Unklar is, ob si der Riss durchs Bündnis af seine langfristige Perspektive nach 2008 (also nach Ablauf vo da zweitn Amtszeit vom George W. Bush) als aus Sicht vo de USA relevantes Militärbündnis no auswirkt.

Im Rahmen vo da Osterweiterung is d Einladung vo de Lända Estland, Lettland, Litauen, da Slowakei, Slowenien, Bulgarien und Rumänien erfoigt. Am 2. April 2004 san de Staatn da NATO beitretn.

Am 1. April sand de Lända Albanien und Kroazien zua da NATO zuregstoßn.

NATO-Raketnabwehrprogramm[VE | Weakln]

Im Juli 2006 hod da NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer Planungn zu am europaweitn Raketenabwehrprogramm bkannt gem. Bsundas Großbritannien, Polen und d Tschechei arbeitn in dem Breich scho aktiv mit de USA zsamm. Am 18. September 2006 hod d NATO an erstn Vatrag an d US-amerikanische Science Applications International Corporation (SAIC) zur Entwicklung vo am regionaln Raketnabwehrprogramm vagem: Active Layered Theater Ballistic Missile Defense (ALTBMD). An dem Rüstungskonsortium um SAIC bteilign si nem da US-amerikanischen Raytheon a europäische Rüstungsunternehmn: Thales Group (Frankreich), IABG und Diehl BGT Defence (Deutschland) QinetiQ (Großbritannien), TNO (Niederlande), DATAMAT (Italien) und EADS Asterism.

As Raketnabwehrsystem in Poin und in da Tschechei sull bis 2012 rund 1,6 Milliardn US-Dollar kostn und nach US-Angabn vor mögliche Raketnangriffe vo Staatn wia am Iran und Nordkorea schützn. Da russische Präsident Putin sieht den Afbau vo de Raketnabwehrsysteme vo de USA als Aufrüstung gega Russland.

Nukleardoktrin[VE | Weakln]

Afm NATO-Gipfeltreffn im April 1999 in Washington hom d Staats- und Regierungschefs vo da NATO as neie strategische Konzept vo dem Bündnis ogsengt. Darin hoaßts zur Nukleardoktrin, dass as Bündnis a geignete Zsammensetzung vo nukleare und konventionelle Streitkräfte beibhaltn werd. De sand in Europa stationiert. In dem Dokument wird ned erwähnt, dass d NATO weitahin draf bsteht, d Option afn Ersteinsatz vo Atomwaffn beizubhaltn. Währndm Kaltn Kriag hot d NATO argumentiert, dass Atomwaffn zur Gegnwehr gega an übawältigndn konventionelln Angriff erfordalich sei kanntn. Außadem is d NATO offnsichtli unta Druck, a neie Option zu übernehmen, de af nationala Ebene scho vo de USA, am Vereinigten Königreich und Frankreich vaankat worn is, nämli atomar zu antworten, wenn "Schurkenstaatn", de keine Atomwaffn hom, ihre "vitaln Intressn" irgendwo in da Welt durchn Einsatz vo chemische oda biologische Angriffe valetzn.

Ausblick[VE | Weakln]

Während scho weitane Beitrittskandidatn mit Albanien, Kroatien und Mazedonien breitstehn, stellt si d grundsätzliche Frang nach da Zukunft vo da NATO. D Vereinigten Staaten sehen in da Organisation in ersta Linie a militärischs Bündnis, mit dem seina Hilf d finanzielln und logistischn Anforderungn an am Kriag af d Mitgliada vateilt wern kinnan. A großa Teil vo de europäischn Verbündetn - alle voran Deitschland und Frankreich - wolln d NATO mehr zu ana zivilpolitischn Einrichtung umfunktioniern.

As strategische Konzept[VE | Weakln]

  • Afrechtahaltung und Stärkung vo da transatlantischn Bindung
  • Untastützung vo da Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
  • Konfliktverhütung und Krisenbwältigung
  • Partnaschaft, Zsammenarbeit und Dialog
  • Erweitarung
  • Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtvabreitung[2]

Deitschland in da NATO[VE | Weakln]

Seitm Beitritt vo da Bundesrepublik Deutschland zur NATO im Jahre 1955 ham si Afgam und Bteiligung erhebli gwandlt. In de Jahre bis zur Wiedervereinigung war D Bundeswehr als Bündnisarmee konzipiert. Fürn Einsatzfall hods keine nationaln Führungsstrukturn gem; d deitschn Vabände san im Bündnisfall de NATO-Befehlshaber untastondn. A bor Verbände, vor allem ausm Breich vo da Luftwaffe und da Bundesmarine, warn da NATO scho im Frieden direkt unterstellt und san jederzeit von ihr operativ gfiahrt worn.

In da Zeit bis 1990 is d Aufgab vo da Bundeswehr ausschließli in da Verteidigung vom eigenn Staatsgebiet statuiert worn. Des hot se geändert, wia Deitschland im Zuge vo da Wiedervereinigung seine volle Souveränität erlangt hot. Seit Anfang vo de 90er Jahr erfolgt d Teilnahm vo deitsche Soldatn an so genonnte friedenssichernde und friedenserhaltnde Missionn, de in Zsammenarbeit mit de andan Verbündetn durchgführt worn han. A Bundeswehreinsätze außahalb vom Bündnisgebiet (Out-of-Area-Einsätze) wern etz durchgführt:

Innenpolitisch umstritten war, ob d Zustimmung vo da Bundesregierung zum strategischn Konzept vo 1999 de Zustimmung vom Bundestag braucht hät. Des wär dann da Fall gwen, wenns sa se beim Konzept 1999 um a Änderung vom Nordatlantikpaktvertrag ghandelt hät. Des hot as Bundesvafassungsgricht (Urteil vom 22. November 2001) in am von da PDS-Fraktion angstrengtn Organstreitverfahren im Wesentlichn mit da Bgründung vaneint, dass da Vatragswortlaut unantast bleibt, insbesondere da Verteidigungsauftrag weitahin bestehe und si d Out-of-Area-Einsätze im Rahmen vo da im NATO-Vertrag bschriebnen Afgabe vo da Friedenssicherung unta Beachtung vom Völkerrecht halten sullen.

Seit 1955 han unter andam folgende Deitsche in zentrale Führungspositionen da NATO brufen:

  • Da Manfred Wörner war 1988–1993 NATO-Generalsekretär
  • Da General Adolf Heusinger war 1961–1964 Vorsitzenda vom NATO-Militärausschuss
  • Da General Johannes Steinhoff war 1971–1974 Vorsitzenda vom NATO-Militärausschuss
  • Da General Wolfgang Altenburg war 1985–1989 Vorsitzenda vom NATO-Militärausschuss
  • Da General Klaus Naumann, 1996–1999 Vorsitzenda vom NATO-Militärausschuss
  • Da General Harald Kujat, 2002–2005 Vorsitzenda vom NATO-Militärausschuss

Mit 122 Millionen Euro trägt Deitschland üba 18 Prozent vom NATO-Militärhaushalt bei und is damit nach de USA und no vor Frankreich und Großbritannien da zweitgreaßte Beitragszahla. Amtssprachn sand derzeit trotzdem nur Englisch und Französisch.

D NATO wird in ihra Arbeit offiziell vo nationale Atlantische Gesellschaften untastützt, de vor allm im Breich vo da Öffentlichkeitsarbat für sie tätig sand. In Deitschland is des d Deutsche Atlantische Gesellschaft.

Schau aa[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. Nato.int: Der Beitritt Deutschlands zur NATO – 50 Jahre danach, abgerufen am 8. August 2009.
  2. nato.int

Literadua[VE | Weakln]

  • Ulrich B. Keilmann: D NATO-Infrastruktur unta besondana Berücksichtigung da Schiedsinstanz (Board of Arbitration). Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Dissertation 1997.
  • Sascha Thamm: Institutionelle Reaktionen da NATO af d Krisn vo dem Bündniss. Von da Gründung bis zum NATO-Doppelbeschluss. Osnabrück: Der Andere Verlag 2002. ISBN.
  • Johannes Varwick, Wichard Woyke (Hrsg.): D Zukunft da NATO. Transatlantische Sicherheit im Wandel. 2. Aufl., Opladen: Leske + Budrich 2000. ISBN 3-8100-2905-X.
  • Johannes Varwick (Hrsg.): D Bziehungn zwischen NATO und EU. Partnerschaft, Konkurrenz, Rivalität?. Leverkusen: Barbara Budrich 2005. ISBN.
  • Heiko Reiter: »D neie Sicherheitsarchitektur da NATO«. Vom Verteidigungsbündnis zur Interessengemeinschaft, in: KJ 2007, S. 124 bis 143.

Im Netz[VE | Weakln]

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