Schariwari

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Der Artikl is im Dialekt Mingarisch gschrim worn.
Schariwari mit Suibaminzn vom 19. und Ofang 20. Jh.
Jogd- & Prunk-Schariwari mit u.a. Fuchsschnauzn, Hoibedlstoana, Greifvoglkroin, Gamskrickl und "Schergrowal" (Maiwurfspfotn). Oberbayern (eppa End vom 20. Jh.).

A Schariwari (aa Charivari) is a Schmuckkettn, de uaspringli nua vo de Mannsbuida zua Ledahosn trogn worn is. De Kettn is meist aus Suiba und dro henga oft Minzn, Grandeln undsoweida. Inzwischn trogn a Deandl und Weibaleit a Schwariwari zua Tracht. De Schmuckkettn is moast aus massivm Suiba oda sejtana vasuibat und dro henga Berlockn (Edlstoana, Gejdstickln (Minzn, Medaillen), Hornscheim (Grandeln), Kimmara (vakimmate Hirsch- oda Rehgweih), Viechpfotn, Daxbort, Zehnd vo jogdborn Viechan undsoweida.

Traditionej weads vo Monna am Hosntial vo da Ledahosn trogn. S Scharivari deant ois Schmuck oda ois Talisman fia a eafoigreiche Jogd und wor fia de Bauan a wertvois Statussymbol. Woarscheinle is s Schariwari aus ana Uhrnkettn entstandn, de wo am Knopfloch vo da Trochtnwestn festgmocht wor und wo vo Zeit za Zeit mit vaschiedanan Trophejn droghengt worn san. A Schariwari hod ma ned kaffa kina, sondan hextns vaschenga, s is vo Generation za Generation vaeabt worn. S gibt uaoide Schariwaris, wo an Wert vo iwa 10.000 € ham.

De Schariwaris san zua Zeit wieda in Mode kema und wead vo imma mea Trochtlan in ganz Bayern und driwa ausse eigfiat und wiedabelebt.

Etymologie[VE | Weakln]

Dees Wort is in napoleonischa Zeit in an boarischn Sprochraum kema. Es kimmt iwa s provenzalisch-franzesische charivari ausm middllateinischen: caribaria = Duacheinanda, vom griachisch karābaría = Kopfschmerz, Varucktheit, Kotznmusi[1]. Im Boarischn hods nem Schmuckkettn friara aa no Kotznmusi bedeidd.

Trivia[VE | Weakln]

Aus Kiachseeon bei Minga kimmt a Folkrockband de in Mundart singt und de se a Schariwari nennt.

Schau aa[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. Wiktionary: Charivari