Apaschnoizn

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Pass ban Rupertigau-Preisschnoizn 2005 z Loig ba Soizburg

S Apaschnoizn oda Aperschnalzen (boarisch: aper = schneefrei) is da bayerisch-soizburgische Brauch vom Goaßlschnoizn. Dees is a rhytmisches Schnoizn und Knoin mit ana bis za 4 Meta langan Peitschn mit an kuazn Griff (da Goaßl) in ana kloan Gruppm (Pass), mit 7, 9 oda 11 Leidln.

Da Duschara vom Schnoizn entsteht duachs Schwinga vo da Goaßl, de wo duach a blitzschneje Richtungsendarung am End vo da Goaßl an Knoi eazeigt. Mitm lautn Knoi hod ma in Winta austreibm woin. Es gibt aa Gegendn, wo da Knoi mit da Goaßl am Bodn eazeigt wead, um so de Fruchtborkeitsgeista z weckn.

Tradition[VE | Weakln]

S Apaschnoizn wead traditionej vom Stephanidog (26. Dezemba) bis zan Foschingsdeansdog duachgfiat. Normalaweis weads Ende Jenna/Ofang Feba gmocht. In Brauch gibts in easchta Linie im bayerischn Rupertiwinke und im ogrenzandn Soizburga Flochgau. Es gibt oba aa Gruppm in Obaestareich[1] und in Tirol.[2] Wei da Brauch in de Foschingszeit foit, weads aa oft ois Foschingsschnoizn bezeichnet.

De gresste Vaostoitung is seit 1954 s Rupertigau-Preisschnoizn. Do nehma jeds Joar weit iba 100 Passn tei. Es wead traditionej jeds dritte Joar im Soizburgischn austrogn, sunst af da bayerischn Seitn.

Da bayerische Ort Soidorf is da Sitz vo da bayerisch-soizburgischen Schnalzervereinigung Rupertiwinkel, de wo 1957 do grindd worn is und de wo Apaschnoizn vaostoit. Deswegn gibt a s grosse Preisschnoizn seit 1954 olle zehn Joar z Soidorf.

In de oberbayrischn Gmoana findn vorm gross Preisschoizn oanzlne kloane Preisschnoizn stott. Do wean de Gmoamoasta im Schnoizen eamittlt.

Oblaf[VE | Weakln]

Ban Apaschnoizn stejd si de Pass, oiso de Gruppn vo Schnoiza, moast neine in a Reih af, de oanzejna Standplätz san mid Soggleim afgschidd, damit de Schnoiza an bessan Stand hom. Da easchde is da "Aufdraara", dea wo as Kommando gibt : "aufdraad - oane - zwo - dahi gehds". Wen a "aufraad" sogd, fangan olle zan Goaßldraan o. Afd nochn 3. Draara fangas oisamt as Schnoizn o. Da zwoate und da dritte Schnoiza miassn dabei schaugn, dass an Takt guad vorgem, de weidan miassn an Takt findn und da letzte hint is da "Draufschnoiza", dea wo am laudan schnoizn muass und dea is a normal dea, dea wo des meara Schmoiz hod. Ban Apaschnoizn im Rupertigau mocht a jede Pass zwoa Duachgäng. Ban easchtn muass ganz gleichmassi "duschn" ban zwoatn Durchgang aft "synchron". Jeda Goaßlschnoiza duad 9 Duschara normal ba jedn Durchgang. De Preisrichta miassn aloas vo da "Musi" hea de Punkt vagem. Dabei zejd da Takt und aa wia schee und laud das de Duschara gwen san. Noch de Punkte wean de Plotz vogem. Oa grossa Fehla ban Schnoizn is z.B. wen da Takt ned bassd oda wen ma oanzejne Duschara ned hean ko. Des ko z.B. sei wen si d Goaßl grod "fickd" (si reibt) stods das gscheid schnoizt.

Galerie[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. OÖ.Brauchtumskalender
  2. Aperschnalzen auf brauchtumsseiten.de
  • Teiweis vo da deitschn Wikipedia ibanumma.

Literatua[VE | Weakln]

  • Andrea Euler-Rolle: Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus. Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis. Landesverlag, 1993. ISBN 978-3852145914
  • Festschrift, 50 Jahre Rupertigau-Preisschnalzen 1954-2004 (PDF 3,5MB)

Im Netz[VE | Weakln]