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Woiperdinger

Aus Wikipedia
(Weidagloadt vo Wolpertinger)
Wolpertinger (frei noch Albrecht Dürer)

Da Woiperdinger oda Wolperdinger, aa Oibadrischl, is woi des berihmtaste Viech vo Bayern, obwoi es no koana gsegn hod. Auf jedn Foi gibts koanalei handfeste Beweise dafia, obwoi vei Leit des behauptn. Es gibt a koane Photos oda so. In Estareich haums des aa, do hoaßt des Viechzeig oba Raurackl.[1]

As Ausschaun vo de Woiperdinger zum beschreibn is ned gonz oafach, daweil es ganz verschiedene gibt. Im allgemeinen hod er zwoa oder via Haxn, Herner und oft a Fliagl. Ansonsten schaugt er fost aus wia a Hos. Es gibt ober a welche, de wo Fiischflossn hom oder Antnfiaß. Schwimma kennans ober trotzdem neda.

Da natialiche Lemsramm vo eam is da Woid, vaoanzelt kimmt er oba aa auf Fejda und Wiesn vor. Weira in Menschn scheicht, gibts eam heitzudog grod no im Boarischn Woid, in de Oipm und in menschenlaare Geganden. Durch de ausbroatende Besiedelung vo de Menschn und de vein Turistn is sei Bestand mittlerweil stark reduziert. Weira a nachtaktivs Viech is, ko ma eam am ehastn in da Finstan am Woidrand otreffa.

Es wead gsot, dass a vor oim vo Wurzln, Beern und andare Pflanzna lebt, oba aa vo Insektn, kloane Viecha oda in de Oipm sogor Gamsna frisst. Dass a Menschnbluad dringa daad, is oba ned wohr. Fia d Leit is a koa Gfoar.

Manchmoi gibds scho a Meglichkeit, an Woiperdinger zfanga, obwoi er so schei is. Wia ma des genau mocha muas, hod aba regionale Untaschiede. Ma muas olawai in da Nachd (wegn da Nachdaktivität) in die Berg neigeh, und an Kadoffesock mitnema und Kerzn. Manche song das ma ungefäa 3 oder 4 Semmeknedl nimmt, wei die frissd da Woipadinga nämli für sei Lem gean. Oiso, wemma vermuad, dass do a Woiperdinger sei kannt, dann steckt ma schnei die Semmeknedl in den Sock und leicht mit da Keazn in den Sock nei. Dann sicht da Woipadinga des bessa und denkt se: "uii do san ja Semmeknedl" und lafft in den Sock nei. Und dann macht ma den Sock schnei zua. In anderne Gegendn hot ma sowieso bloß bei Vollmond a Schaas und bracht a Jungfrau dabei. Es soi a Felle gem, wo ma an Woipadinga gfanga hod indem doss ma eam a Soiz aufn Schwanz gstrat hod. Wida a anderne Methode bracht an Sock, an Stock, a Keazn und an Spotn. Da Stock hoit den Sock mit da Keazn drin offn und wenn etzad da Woipadinga dahea kimmt, duad man mim Spotn in Sock nei.

Aba vui bringt des a neda, wei da Woipadinger nämlich ned in da Gefangenschaft lem ko. Und desweng gibt de Viechal a ned im Tiapark.

Im Oigmoanan is zan Sogn, doss ma ned vui woaß über an Woiperdinger. So ziemlich ois is ned ganz sicher und mancher behauptet sogar, dasss ibahapts koan Woiperdinger gibt.

Woiperdinger in da Kunst

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2005 hods im Deitschn Jogd- und Fischarei-Museum a Ausstellung vom Franz Eder gebm „Der Wolpertinger in der Kunst“. De Ausstellung is nacha vom Schnops-Hersteja Hieke kafft worn und is seithea z Zwiesel ois Dauaausstellung zan segn.

  • Alfons Schweiggert (Verf.), Kaut, Angelika (Fotos): Und es gibt sie doch! Die Wahrheit über die Wolpertinger, Pfaffenhofen/Ilm: Ludwig, 1988, broschiert, 56 Seiten, ISBN 3778733257
  • Alfons Schweiggert: Der Wolpertinger oder der gehörnte Hase. Eine ernsthafte Untersuchung eines bayerischen Phänomens, München 1994.
  • Paul Schallweg: Der Wolpertinger. ISBN 3475527952
  • Reginald Huber: Vom Adler bis zum Wolpertinger - Das bairische Bestiarium. Bayerland VA, ISBN 3892511888
  • Michael Heim: Der Wolpertinger lebt. Lipp, ISBN B0000BRIVD
  • Peter Kirein: Der Wolpertinger lebt. Lipp, ISBN 3874905012
  • S Wolpertinger Fanga (Das Wolpertinger-Fangen), 1995, von Schariwari
  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals [1] vom 23. August 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oesterreichisch.net Estareich-Lexikon
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