Eschau (Untafrankn)

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Woppn Koartn
Wappen vo da Moakt Eschau
Eschau (Untafrankn)
Deutschlandkarte, Position vo da Moakt Eschau hervorgehoben
49.8202777777789.2572222222222171Koordinaten: 49° 49′ N, 9° 15′ O
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regiarungsbeziak: Untafrankn
Landkroas: Landkroas MiltenbergVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Häh: 171 m ü. NHN
Fläch: 38,12 km²
Eihwohna: 3762 (31. Dez. 2016)[1]
Dichtn: 99 Eihwohna je km²
Postloatzoi: 63863
Voawoi: 09374
Kfz-Kennzoachn: MIL, OBB
Gmoaschlissl: 09 6 76 123
Moaktgliedarung: 10 Ortstei
Adress vo da
Moaktvawoitung:
Rathausstr. 13
63863 Eschau
Hoamseitn: www.eschau.de
Buagamoasta: Michael Günther (SPD)
Log vo da Moakt Eschau im Landkroas Miltenberg
Karte


Eschau is a Moakt im untafränkischn Landkroas Miltenberg.

Geografie[VE | Weakln]

Geografische Log[VE | Weakln]

Eschau liegt im sidwestlichn Spessart on da Elsava in da Region Bayerischer Untermain. Da topografisch hechste Punkt vo da Gmoagemarkung befindt se mid 514 m i. NN westli vo Wildensee, da niedrigste liegt an da Elsava westli vo Eschau af 152 m i. NN.

Gmoagliedarung[VE | Weakln]

Hobbach, Spessart, Oide Kiach St. Johannes der Täufer

Zu Eschau ghean zehn Ortstei[2] auf de fimf Gemarkunga Eschau, Hobbach, Oberaulenbach, Sommerau und Wildensee:

Nochboagmoana[VE | Weakln]

Gmoa
Heimbuchenthal
Gmoa
Dammbach
Moakt
Elsenfeld
Compass card (de).svg Gmoa
Altenbuch
Moakt
Mönchberg
und
Gmoa
Collenberg
Stod
Stadtprozelten
und
Gmoa
Dorfprozelten

Nama[VE | Weakln]

Etymologie[VE | Weakln]

Da urspringliche Ortsnama bsteht aus'm middlhochdeitschn Woat ask, wos Esche bedeit. Es is duach a Kollektivsuffix -ahi obgleit, so doss se ois Eaklearung Eschengehöjz eagibt. Spada is's mid'm friahneihochdeitschn Grundwoat au (Wiesn) vaseng worn.[3] De gleiche Namanswurzl steckt aa im Fluss Aschaff und de noch iah bnenntn Orte.

Friahare Schreibweisn[VE | Weakln]

  • 1248 Escehe
  • 1261 Esche
  • 1379 Eschaw
  • 1403 Escha (auch Ascha)
  • 1510 Eschawe
  • 1594 Eschich
  • 1762 Eschau

Gschicht[VE | Weakln]

Eschau ("Eschich"), Sommerau ("Sumerau"), Hobbach ("Hohenbach") und Wildenstein in da Koatn vom Spessart vom Paul Pfinzing vo 1594 (Noadn is rechts)

Bodnfunde bezeing a scho jungstoazeidliche Bsiedlung vo da Region.

Im Joar 1862 is des Beziaksomt Obernburg buidt worn, af dessn Vawoitungsgebiet Eschau gleng is.

Eschau woar 1939 oane vo de 35 Gmoana im Landkroas Obernburg am Main (Kfz-Kennzeichn OBB). Mid da Aflesung vom Landkroas Obernburg is Eschau 1972 in an nei buidtn Landkroas Miltenberg (Kfz-Kennzeichn MIL) kemma.

Eihgmoanunga[VE | Weakln]

Am 1. Jenna 1978 is de bis dohi sejbstständige Gmoa Wildensee, de am 1. Aprui 1977 um Gebietstei vo da Gmoa Altenbuch mid domois uma 25 Eihwohna vagreßat worn is, in an Moakt Eschau eihgliedat worn. Am 1. Mai 1978 san de voamois sejbstständign Gmoana- mid jeweis eigna Gschicht - Hobbach und Sommerau (mid Oberaulenbach) dazua kemma.[4]

Eihwohnaentwicklung und -vateijung[VE | Weakln]

  • 1961: 3099 Eihwohna[4]
  • 1970: 3395 Eihwohna[4]
  • 1987: 3891 Eihwohna
  • 2000: 4145 Eihwohna
  • 2004: 4101 Eihwohna
  • 2005: 4087 Eihwohna
  • 2006: 4053 Eihwohna
  • 2007: 4028 Eihwohna
  • 2008: 4028 Eihwohna
  • 2011: 3850 Eihwohna
  • 2013: 3796 Eihwohna
  • 2015: 3778 Eihwohna

Vateijung vo de 4213 Eihwohna aus'm Joar 2008 noch Joargongsklassn:

  • unta 6 Joar: 206
  • 06–14 Joar: 0365
  • 15–17 Joar: 0138
  • 18–24 Joar: 0384
  • 25–29 Joar: 0273
  • 30–49 Joar: 1252
  • 50–64 Joar: 0841
  • ab 65 Joar: 754

Religiona[VE | Weakln]

Da Ortstei Eschau mid sei Weiler Wildenstein und Unteraulenbach sowia da Ortstei Wildensee ghean iwawiegnd da evangelisch-lutherischn Konfession o. Im Ortstei Eschau is da Sitz vom evangelischn Pforromt und Pforra.

De Bewohna vo Sommerau mid Oberaulenbach und Hobbach ghean zmeist da remisch-katholischn Konfession o. Im Ortstei Sommerau is da Sitz vom katholischn Pforromt und Pforra.

Seit 28. Mai 2015 eainnat a Gedenktofl am Historischn Rodhaus on de wearnd da nationoisozialistischn Gwoitherrschoft deportiatn und eamoadetn jidischn Biaga.

Religionszuaghearigkeit in Eschau 1933 (980 Eihwohna): Protestantn 85,1 %; Katholikn 13,0 %; Judn (19 Eihwohna) 1,9 %

Religionszuaghearigkeit in Sommerau 1933 (430 Eihwohna): Katholikn 81,9 %; Protestantn 16,3 %; Judn (7 Eihwohna) 1,6 %

Vakeah[VE | Weakln]

Eschau liegt mid de Ortstei Sommerau und Hobbach on da "Ferienroute Alpen-Ostsee", on da Stootsstroß 2308 zwischn Obernburg (B Bundesstraße 469 number.svg) und Mespelbrunn bzw. Rohrbrunn (A 3). In estlicha Richtung, uma 9 km vo Eschau entfeant, liegt da Ortstei Wildensee. Seit'm Joar 2000 werd da Ortstei Eschau duach a Umgehungsstroß vom Duachgongsvakeah entlostt. A Foatsetzungsplanung fia Sommerau woart af iahre Realisierung.

Iwawiengd af da ehemolign Bohstreckn Obernburg-Elsenfeld–Heimbuchenthal valafft a Rodwondaweg duach Eschau. Bis zum Main bei Elsenfeld sans ocht Kilometa.

Literatua[VE | Weakln]

  • Felix Mader: Die Kunstdenkmäler von Bayern. Unterfranken XXIII. Bez.-Amt Obernburg. Verlag R. Oldenbourg, München 1925 (Unveränderter Nachdruck. ebenda 1981, ISBN 3-486-50477-0).
  • Gertraud Speth: Baudenkmäler in Eschau, Sommerau, Oberaulenbach und Hobbach. Zulassungsarbeit Universität Würzburg, 1976.
  • Johann Leonhard Schorr: Geschichte und Sagen von Eschau. Wailand'sche Druckerei, Aschaffenburg, Hrsg. J. L. Schorr, 1914.
  • Karl Appel: Eschauer Heimatbuch 1985 – 700 Jahre Markt Eschau. Hrsg. von Markt Eschau und Raiffeisenbank Eschau, Selbstverlag, 1985.
  • Otto Pfeifer: Historisches Häuserbuch von Sommerau. Hinckel-Druck, Wertheim, Hrsg. Markt Eschau, Selbstverlag, 2010.
  • Otto Pfeifer: Die Geschichte der Pfarrei und der Kirchen St. Laurentius Sommerau. Hinckel-Druck, Wertheim, Hrsg. Markt Eschau, Selbstverlag, 2012.
  • Baruch Zvi Ophir, Falk Wiesemann: Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918–1945. Verlag R. Oldenbourg, München 1979.
  • Peter Körner: Biographisches Handbuch der Juden in Stadt und Altkreis Aschaffenburg. Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg, Bd. 39, Aschaffenburg 1993, ISBN 3-87965-062-4.
  • Wolfgang Kraus, Hans-Christoph Dittscheid, Gury Schneider-Ludorff in Verbindung mit Meier Schwarz (Hrsg.): Mehr als Steine … Synagogen-Gedenkband Bayern. Teilband III/1: Unterfranken, Kunstverlag Josef Fink, ISBN 978-3-89870-449-6 (Band III/1)

Beleg[VE | Weakln]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111123/172235&attr=OBJ&val=1687
  3.  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0.
  4. 4,0 4,1 4,2  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 751.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Eschau – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
Normdatn: GND: 4091913-4 | VIAF: 240164918