Kaufbeiren
| Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch gschrim worn. |
| Kaufbeiren |
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| Basisdatn | ||
|---|---|---|
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbeziak: | Schwaben | |
| Landkroas: | Kreisfreie Ståd | |
| Koordinatn: | Koordinaten: 47° 53′ N, 10° 37′ O 47° 53′ N, 10° 37′ O | |
| Hechn: | 681–860 m ü. NN | |
| Flächn: | 40,02 km² | |
| Eiwohna: | 43.750 (31. Aug.. 2007) | |
| Bevejkarungsdichtn: | 1093 Eiw. pro km² | |
| Sonstige Datn | ||
| Postleitzoi : | 87600 | |
| Vorwoi: | 08341 | |
| Kfz-Kennzeichn: | KF | |
| Gmoaschlissl: | 09 7 62 000 | |
| Stadtgliadarung: | 5 Stådteile | |
| Adress vo da Stadtvawoitung: |
Kaiser-Max-Straße 1 87600 Kaufbeuren |
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| Hoamseitn: | ||
| Politik | ||
| Obabuargamoasta: | Stefan Bosse | |
Kaufbeiren (amtli: Kaufbeuren) is a kroasfreie Stod im bayerischen Regierungsbezirk Schwobm. De Stod im Oigai is komplett vom Landkroas Oigai umgem.
Inhoitsvazeichnis |
[drå werkln] Erdkunde
Kaufbeiren liegt am Fluß Wertach im estlichen Oigai.
[drå werkln] Ortstei
- Kaufbeiren (Oidstod)
- Hirschzell
- Kemnat (Kloakemnat, Großkemnat)
- Neigablonz
- Obabeuren 47° 52′ 22″ N 10° 36′ 08″ O
[drå werkln] Gschicht
Kaufbeiren is aus am fränkischen Kenigshof entstandn, der um 740 ois Verwaltungssitz und militärisches Rückzugsgebiet in da Nachan vo da Grenz zum Herzogtum Bayern gründet worn is. De Herrn vo Beuren, de Gefolgsleit vo de Welfen warn, ham da geng End vom 11. Jåhrhundert ihren Adelssitz. De erste urkundliche Erwähnung vo Kaufbeiren war im Jåhr 1126. End vom 12. Jåhrhundert kimmt de Ståd unta de Herrschaft vo de Staufer. Vo 1286 bis 1803 war Kaufbeiren a freie Reichsståd. 1377 is de Ståd vom Herzog Friedrich vo Teck und 1388 vo de boarischn Herzög vergebens belagert worn. 1802 kimmt sie aba dann doch no an Bayern. Seit 1939 is in am nordöstlich vo Kaufbeiren glengen Woidgebiet a Fabrik da Dynamit AG, vormals Alfred Nobel u. Co, fia de Versorgung da deitschn Kriagswirtschaft mit Munition aufbaut worn. Dort san Zwangsarbeiter aus dem naheglengen Konzentrationslager Riederloh in Steinholz bei Mauerstetten, a Außenstelle vom KZ Dachau, eingesetzt. Nåch'm zwoaten Weltkriag is auf den Trümmern vo dem Gebiet da heitige Stådteil Neugablonz, gründet vo sudetendeitschn Vertriemen aus Gablonz an da Neiße.
[drå werkln] Beväikarung
[drå werkln] Beväikarungsstruktur
De Oitasvateilung innahoib da Beväikarung siegt foigendamoßn aus:
| unter 15 Jåhr | 15,4% |
| 15–18 Jåhr | 3,3% |
| 18–25 Jåhr | 7,9% |
| 25–35 Jåhr | 12,2% |
| 35–60 Jåhr | 33,6% |
| üba 60 Jåhr | 27,5% |
Da Anteil an Spätaussiedlern liegt mit ca. 12 % relativ hoch. Zusammen mit de Ausländern ham in da Ståd somit mehr ois 20 Prozent da Bevölkerung Migrationshintergrund.
[drå werkln] Bevölkerungsentwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr verliert Kaufbeiren 2005 insgesamt 335 Eiwohna. Laut statistischem Jåhrbuch glebt ham Ende 2005 nur no 43.845 Leit in da Wertachståd, 2004 warn es no 44.180 gewesen. Ois einziger Stådteil wachst Oberbeuren: vo 3.718 auf 3.780 Eiwohna. A Grund fia den Rückgang da Kaufbeurer Bevölkerung derfat de niedrige Geburtenrate sein: 2005 erblickten nur no 344 Kaufbeurer des Liacht da Welt, während es 2004 no 387 warn. Allerdings starben mit 484 Leit aa 56 weniger ois im Vorjahr. Des heißt, es miaßn wesentlich mehr Kaufbeurer weggezogen Sei ois Neubürger hinzu kemma san. Betroffen san alle Ortsteile bis auf Oberbeuren. Dort glebt ham 2005 insgesamt 62 Leit mehr ois a Jåhr zuvor. In Kaufbeiren warn es 202, in Neugablonz 167, in Hirschzell 20 und in Kemnat acht weniger. Nåch Wia vor in da Mehrzahl san de Frauen (22.822) gengüba den Männern (21.023). Kaum verändert håt si de Zahl da Ausländer: Sie sinkt ganz leicht vo 3.860 auf 3.854.
[drå werkln] Religion
De Eiwohna vo Kaufbeiren san heit mehrheitlich katholischen Glaams. Im Zug vo de Reformation war Kaufbeiren aba a evangelische Freie Reichsståd worn, was bis heit sein Ausdruck in a starken evangelischen Minderheit findt (Evangelisches Hauptpfarramt in da Innenståd; seit 1955 eigenes Pfarramt im Stådteil Neugablonz). Weida existiert a muslimische Minderheit türkischer und kurdischer Abstammung, de in Kaufbeiren a sunnitische Moschee bsuacha kinnan. Weiter gibt's foigende kirchliche Gmoandn: Evangelisch-freikirchliche, Freie evangelische, Adventistische und aa a russischsprachige Baptistengemeinde, a Altkatholische Gmoa und de Kira Jesu Christi da Heilign da Letzten Tage. In da Oidståd vo Kaufbeiren is vom Crescentiakloster a Franziskanerinnen-Kloasta.
[drå werkln] Politik
[drå werkln] Stådrat
Da Stådrat håt 40 Mitglieda. Bei da Kommunalwoi vom 2. März 2008 ergibt si foigende Sitzverteilung:
| Partei/Gruppierung | Sitz[1] |
|---|---|
| Christlich-Soziale Union (CSU) | 19 |
| Freie Wählergmoaschaft | 5 |
| Kaufbeurer Initiative e.V. | 5 |
| Sozialdemokratische Partei vo Deitschland (SPD) | 4 |
| Bündnis 90/De Greana | 3 |
| Wähler-Initiative | 1 |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 3 |
[drå werkln] Städtepartnerschaftn und Patenschaften
Städtepartnerschaft mit Ferrara, Italien (seit 1991)
Städtepartnerschaft mit Szombathely, Ungarn (seit 1992)- Im Jåhr 1954 is aufgrund a Anregung vom Deitschen Städtetages a Patenschaft fia de Ståd Gablonz an da Neiße übanumma, de 1981 auf den ganzen Landkreis erweitert worn is. Seit Jänner 2004 beteiligt si de Stodt Kaufbeiren an da Stiftung „Zentrum geng Vertreibungen“, um künftige Patin dera Stiftung zu sei.
[drå werkln] Kuitua und Sengswirdigkeitn
- Rathaus (nach Pläne vo Georg vo Hauberrisser, baut 1879 bis 1881)
- Kloasta Kaufbeiren (1150 gründet)
- Historische Oidstod mit teiweis dahoitna, historischa Stodmauer (ko bei Stodfihrunga aa beganga wern)
- Fünfknopfturm (Wahrzeichen vo da Stod)
- Hexenturm
- Gerberturm
- Pulverturm
- Münzturm
- Sywollnturm
- Zollhäuschen
- Stodtheata Kaufbeiren
- kunsthaus Kaufbeiren
[drå werkln] Kirchen
- remisch-katholische St.-Blasius-Kirche
- De remisch-katholische Stodpfarrkirche St. Martin[1] geht auf an romanischen Vorgängerbau vom 13. Jåhrhundert zruck. Da Umbau im gotischen Stil war 1438 bis 1443.
- De evangelische Dreifaltigkeitskirche[2] geht auf des vo Kaiser Maximilian im Jåhr 1504 erworbne Stådquartier zruck. Es is im Jåhr 1604 zua Kira umbaut worn.
[drå werkln] Museen
- Stådmuseum
- Feiawehrmuseum
- Puppentheater-Museum
- Isergebirgs-Museum Neugablonz
[drå werkln] Sport
Kaufbeiren is bekannt fia sei Eishockeymannschaft, den ESV Kaufbeiren, de wo 1994 Gründungsmitglied vo da Deitschen Eishockey-Liga war und scho in de Vorjahr oftmois erstklassig gspuit håt.
[drå werkln] Freizeit
- Jordan Badepark inkl. Hallen- und Freibad
- Freibad Neugablonz
- Corona-Kinoplex Multiplex-Kino
- All-Kart Karthalle
[drå werkln] Wirtschaft und Infrastruktur
Aus dem mittelalterlichen Textilhandwerk und -handel entwickelt si in da erschtn Hälfte vom 19. Jåhrhundert de vo Christoph Friedrich Heinzelmann (1786–1847) und andern Mitgliedan eingesessener Kaufmannsfamilien im Jåhr 1839 gründte und 2005 insolvente mechanische Baumwollspinnerei und -weberei Momm. Danem buidt des traditionelle Braugewerbe in Kaufbeiren an regionalen Wirtschaftsfaktor. Vo de zeitweilig 16 in Kaufbeiren ansässigen Brauereien existiert heit allerdings nur no de Aktienbrauerei. Bis zum Ende vom Kalten Kriag war aa drt zwischn 1933 und 1935 eingrichte Fliagahorst im Stådteil Oberbeuren vo wirtschaftliche Bedeutung. Seit de 1980er Jåhr dient er ois Schuiungszentrum vo da Luftwaffe. Aus da ehemaligen Schreibmaschinenfertigung da Firma Alpina, de vo Olympia aufkafft worn is, entwickelt si in de 1970er und 1980er Jåhr a mittelständische Elektronikindustrie in da Automations-, Mess- und Regeltechnik. Weitere groaße Arbatgeba ghern zum öffentlichen Dienst oda zum Baugewerbe. Im Stådteil Neugablonz existiert vo 1939 an a Fabrik da Dynamit AG und dann ab 1945 Glas-, Metall- und Schmuckindustrie.
[drå werkln] Verkehrsanbindung
[drå werkln] Straßnnetz
Kaufbeiren is an zwoa Bundesstraßn oogschlossen: de B 12 führt mit direktem Anschluss an Kaufbeiren vorbei und de B 16 führt duach Kaufbeiren. De nächstliegende Autobahn A 96 is ca. 15 km vo Kaufbeiren entfernt; de Zuführung erfoigt üba de ausgebaute B 12. De A 7 (Flensburg–Füssen) is vo Kaufbeiren aus in ebba in 30 Autominuten erreichbar.
[drå werkln] Schienenverkehr
Kaufbeiren liegt an da Allgaibahn (KBS 970), de zwischn Minga und Lindau verkehrt. De Streckn is net elektrifiziert. Im Fernverkehr da Deitschen Bahn halten täglich zwoa InterCity-Züge in Kaufbeiren. Ois Ersatz fia den gestrichenen InterRegio da DB hoit iatz da Arriva-Länderbahn-Express, kurz „Alex“, in Kaufbeiren, da zwischn Minga und Oberstdorf bzw. Lindau verkehrt. Aufgrund da Lage im erweiterten Einzugsbereich vo Minga und Augschburg gibt's vei Pendler. Bis 1972 zweigte in Kaufbeiren de Nebenbahn Kaufbeiren–Schongau nåch Schongau vo da Allgaibahn ab. De Bahnstreckn is mittlerweile zruckgebaut und auf weiten Teilen duach an Radlweg ersetzt.
[drå werkln] Luftverkehr
Südlich vo Kaufbeiren gibt's an ehemaligen Militärflugplatz, da inzwischn zivil gnutzt werd.
[drå werkln] Schuin
[drå werkln] Grund- und Hauptschuin
- Adalbert-Stifter-Voiksschui (Grundschui)
- Beethoven-Voiksschui (Grund- und Teilhauptschui)
- Gustav-Leutelt-Voiksschui (Grund- und Hauptschui)
- Jörg-Lederer-Voiksschui (Teilhauptschui II)
- Voiksschui Hirschzell (Grundschui)
- Voiksschui Oberbeuren (Grund- und Teilhauptschui I)
- Konradin-Voiksschui (Grundschui)
- Schrader-Voiksschui (Grund- und Teilhauptschui I)
[drå werkln] Ferderschuin
- Josef-Landes-Schui (Sonderpädagogisches Ferderzentrum)
- Ludwig-Reinhard-Schui (Stootl. Schui zua individuellen Lemsbewejtigung)
[drå werkln] Weidafihrende Schuin
- Sophie-La-Roche-Realschui (ehemois Stootliche Realschui)
- Marien-Realschui fia Deandl
- Jakob-Brucker-Gymnasium
- Marien-Gymnasium fia Deandl
- Staatl. Fachoberschui (FOS)
- Staatl. Berufsoberschui (BOS)
- Private Wirtschaftsschui Frenzel e.V.
[drå werkln] Berufs- und Berufsfachschuin
- Staatl. Berufsschui (Fachbereiche Wirtschaft u. Verwaltung, Elektro-, Hoiz-, Metall- und Farbtechnik)
- Staatl. Berufsfachschui fia Hauswirtschaft
- Staatl. Berufsfachschui fia Kindapflege
- Staatl. Berufsfachschui fia Glas und Schmuck
- Berufsfachschui fia Krankenpflege
- Berufsfachschui fia Krankenpflege vom Bezirk Schwaben am Bezirkskrangahaus
- Fachschui fia Oidnpflege
- Staatl. Technikerschui fia Agrarwirtschaft
[drå werkln] Sonstige Schuin
- Voikshochschui
- Städt. Sing- und Musischui
[drå werkln] Beherden
- Agentur fia Arbat Kaufbeiren
- Finanzamt Kaufbeiren
- Landwirtschaftsamt Kaufbeiren
- Polizeiinspektion und Kriminalpolizeistation Kaufbeiren
- Technische Schui vo da Luftwaffe 1
- Technisches Huifswerk
- Staatlichs Hochbauamt Kempten
- Amtsgricht Kaufbeiren
[drå werkln] Berihmtheitn
[drå werkln] Buam und Dechta vo da Stod
- Hans Magnus Enzensberger (* 11. Novemba 1929 z Kaufbeiren) is a bayerischa Dichta, Schriftsteja, Ibasetza und Redakteur.
- Ludwig Ganghofer (* 7. Juli 1855 in Kaufbeiren, † 24. Juli 1920 z Tegernsee) war a bayerischa Schriftsteja, dea wo duach sei Hoamatromane bekannt worn is.
- Loy Hering (* 1484/85 in Kaufbeiren; † 1. Juni 1564 z Eichstätt) war a Buidhaua vo da Renaissance.
- Daniel Hopfer da Ältere (* um 1470 in Kaufbeiren; † 1536 z Augschburg) war Waffenätza, Radiera und Hoizschneida. Sei kunstgschichtliche Bedeitung kriagt a ois Erfinda vo da Ätzradierung.
- Rudolf Michael Kuppelmayr (* 1843 in Kaufbeiren; † 1918 z Minga) war a bayerischa Mola.
- Jörg Lederer (* um 1470 in Füssen oda Kaufbeiren – † um 1550 z Kaufbeiren), Buidschnitza.
- Maria Crescentia Höss (* 20. Oktober 1682 in Kaufbeiren, † 5. April 1744 Kaufbeiren), Mystikerin, Theologin und Äbtissin im Franziskanerinnen-Kloasta Kaufbeiren. 1900 selig-, 2001 heiliggesprocha.
- Walter Riester (* 27. Septemba 1943 in Kaufbeiren), ehemoliga deitscha Bundesminister fia Arbat und Sozialordnung (in seiner Amtszeit is de sog. „Riester-Rente“ gschaffen worn).
- De Eishockeyspuia Sebastian Furchner, Didi Hegen, Alexander Sulzer, Stefan Ustorf und Erich Weishaupt san in Kaufbeiren geboren.
- Hans Liebherr (* 1. April 1915 in Kaufbeiren; † 7. Oktoba 1993 in Bulle FR/Schweiz) war Mauramoasta, Erfinda vom mobiln Turmdrehkran und Firmengrinda vom Baumaschinenkonzern Liebherr.
- Wolfgang Gessenharter (* 1942 in Kaufbeiren), Politikwissenschaftla, Soziologe und Theologe.
- Kunz vo da Rosen (* um 1470, † 1519), da lustige Rat vom Kaisa Maximilian
[drå werkln] Vaostoitunga
S Dänzelfest is a Stodfest, des wo olle Joar im Juli vor de Summaferien stodfindd. Es guit ois ejtastes Kindafest in Bayern.
Danem gibts aa no den Aufbruch-Umbruch, a Kaufbeirer Faschingsvaostoitung.
[drå werkln] Beleg
[drå werkln] Im Netz
| Commons: Kaufbeiren – Buidl, Videos und/oda Audiodatein |
- Hoamseitn vo Kaufbeiren
- Tourismus vo Kaufbeiren
- Kaufbeiren: Woppmgschicht vom Haus vo da Bayrischn Geschicht
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