Niamberg

Aus Wikipedia
Wexln zua: Navigation, Suach
Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch gschrim worn.
Niamberg
Nürnberg
Wappn vo Niamberg
Niamberg
Deitschlandkartn, Position vo Niamberg heavoghom
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbeziak: Middlfrankn
Landkroas: Kroasfreie Stod
Koordinatn: Koordinaten: 49° 27′ N, 11° 5′ O 49° 27′ N, 11° 5′ O
Hechn: 302 m ü. NN
Flächn: 186,38 km²
Eiwohna: 501.615 (1. Apr.. 2006)
Bevejkarungsdichtn: 2691 Eiw. pro km²
Sonstige Datn
Postleitzoi n: 90001–90491
Vorwoi: na 0911, 09122, 09129
Kfz-Kennzeichn: N
Gmoaschlissl: 09 5 64 000
Stodgliedarung: 7 Stodbeziak
Adress vo da
Stodvawoitung
:
Rathausplatz 2
90403 Nürnberg
Hoamseitn:
Politik
Panorama vo da Niamberga Burg
Panorama vo da Niamberga Burg
Niamberg im Joa 1493
Blick vo Sankt Lorenz af Sankt Sebald und d'Burg
A Tei vo da Niamberga Stodmaua

Niamberg oda Nürnberg, (af Fränkisch Nämberch) is a Groußstod in Bayern. Es is as wirtschafdliche und kulturelle Zentrum und aa de gresste Stod vo Frankn. Mid oana hoim Million Einwohna is de zwoatgresste Stod vo Bayern. Zamma mid Fiath, Erlanga und Schwabach ergibt des oan Ballungsraum mid ungfea oana Million Einwohna.

Eadkund[VE | Weakln]

Niamberg liagt am Fluss Pegnitz, dea wo ungefea 80 Kilometa nordestli vo da Stod ofangt und nacha de Stod vo Ostn noch Westn af oana Läng vo zirka 14 Kilometa durchquerd. A poa Kilometa neadli vo Fiath fliasst a mid da Rednitz zsamm und wead zur Regnitz.

As Stodgebied vo Niamberg hod 186,6 Quadratkilometa. Im Westn gähd Niamberg praktisch iwagangslos ind Nochbastod Fiath iwa. Nerdli vo Niamberg is a fruchtboare Ebane, wo aa da Flughofn is. As Stodzentrum head im Nordn mid am Hige af, af dem wos aa de Burg mid iam Mauaring drauf is.

Ausdehnung vom Stodgebiet[VE | Weakln]

As Gebiet vo da Stod umfosst a Flächn vo 186,38 km². Im Westn is de Bebaung mit da Nachbastod Fiath und im Sidwestn mit Stoa zammagwochsn. Neadlich vo Niamberg liagts flache, fruchtboare Knoblauchsland, des zgleich aa de westliche Anflugschneisn fian Niamberga Flughafen buidt, sowia noch Nordostn hin da Seboida Reichswoid]], dea si an wenign Punktn af knapp iwa 400 m gähd.

De nerdliche Begrenzung vo da Oidstod buidt da Burgberg mit da Niamberga Burg und da Stodmaua, de won zun großn Tei dahoin is; a wengal estli, ebnfois af da Noadseitn vo da Pegnitz, erhebt si da parkartig gstoitate Rechenberg.

Nachbagmoana[VE | Weakln]

De Stod Niamberg grenzt an foigende Städt, Gemoandn und gmoafreie Gebiete (ogfonga im Norden, und am Uhrzoagasinn foigend):

Erlanga (kroasfreie Stod), Neunhofer Forst, Kraftshofer Forst und Erlenstegener Forst (Landkroas Erlanga-Hechstod), Schwaig b. Niamberg, Laufamholzer Forst, Zerzabelshofer Forst, Forsthof, Fischbach und Feicht (olle Landkroas Niamberg Land), Wendlstoa und Forst Kleinschwarzenlohe (Landkreis Roth), Schwabach (kreisfreie Stadt), Rohr (Landkreis Roth), Stein und Oberasbach (Landkroas Fiath) sowie Fiath (kroasfreie Stod).

An de Exklave Brunn, de wo zua Stod Niambert gheat, grenzn de gmoafrein Gebiete Brunn, Winkelhaid und Fischbach (olle im Landkroas Niamberga Land).

Gschicht[VE | Weakln]

Vo dera Stod hod mas erschte Moi um 1050 in da Sigena-Urkundn vom Kaiser Heinrich III. gschriem. Dortn hod ma s nuorenberc (föisiga Berg) gnennd. Wei do da Kaiser an Sitz ghobt hod, wor de Niamberga Burg boid fias ganze Land wichti. Im Joar 1219 hod da Kaiser Friedrich II. Niamberg zu oana Frein Reichsstod gmocht, de wos si säim mid ihre oagna Instituionen regian kenna hod.

Im 15. und 16. Joarhundat hod si de Stod orndtli vagressan kinna, weis as Zentrum vo an bliaradn Handl mid ganz Europa worn is, bsondas mid Holland und Italien. Gleizeiti is s aa a wichtigs kulturelles Zentrum worn, mid so berihmte Kinstla ois wia im Dürer Albrecht (Mola), im Peter Henlein (Erfinda vo da Toschnuhr) und im Behaim Martin (Kartograf).

Probleme fia Niamberg hom ogfanga, wia Amerika entdeckt worn is und Niamberg zu de neichn Handlsweg koan Zuagang ghobt hod. Da Dreissgjaariga Kriag hod de Niamberga aa schwaar droffa, und davo hod si de Stod bis in 19. Joarhundat eini nimma dafanga. Do is dann nämli a stoarke Spuizeigindustrie afkumma.

Im 20. Joahundat hod Niamberg a wichtige Roin gspuid ois Vaostoitungssort vo de propagandistischn Reichsparteitog vo da NSDAP und oid Namensgeba fia de rassistischn und antisemitischn Niamberga Gsetz vo 1935. Nochan End vom Zwoatn Wäidkriag hom dortn aussadem de Niamberga Prozess geng nazionalsozialistische Kriagsvabrecha stodgfundn.

Politik[VE | Weakln]

Stodrod[VE | Weakln]

Ergebniss vo da Stodrodswoi 2008

Da 70-kepfige Stodrod is 2008 gwäid worn.

De Vateilung vo de Sitz: (noch Stimmenanteiln obsteigend):

Partei Sitz
SPD 32
CSU 23
Bündnis 90/Die Grünen 5
Linke Liste 3
Bürgerinitiative Ausländerstopp 2
FDP 2
Die Guten 1
Freie Wähler 1
ödp 1

SPD, CSU und Greane buidn je a Fraktion. FDP, Freie Wähler und ÖDP buidn zamm a Ausschussgmoachofd.

Buagamoasta[VE | Weakln]

Obabuagamoasta is seit 2002 da Ulrich Maly (SPD). Zwoata Burgamoasta is da Horst Förther (SPD), zuaständig fias Referat Spoat, Tiagoaten und Feiawehr. Dritta Burgamoasta is da Klemens Gsell (CSU), zuaständig fias Referat Schui.

Bei da Kommunalwoi am 2. Meaz 2008 is da Ulrich Maly im easchtn Woigang fia a weitare Amtsperiode bstätigt worn.

Bschäftigungsstruktur[VE | Weakln]

Wirtschaftszweig Sozial-
vasicharungs-
pflichtig
Bschäftigte
Otei an de
Gesamt-
Bschäftigtn
Land- und Forstwirtschafd, Fischarei 1.247 0,5 %
Bergbau; Gew. vo Stoana und Erdn 32 0,0 %
Vaorbatans Gwerbe 55.667 22,0 %
Energie- und Wossavasorgung 3.096 1,2 %
Baugwerb 7.675 3,0 %
Handl; Inst., Rep. von Kfz und Gebrauchsg. 38.081 15,1 %
Gastgwerbe 6.517 2,6 %
Vakea und Nochrichteniwamiddlung 21.774 8,6 %
Kredit- und Vasicherungsgwerb 15.488 6,1 %
Deanstleistunga fia Unternehmen, Immobilien 50.434 20,0 %
Effentl. Vawoitung u. ä. 15.628 6,2 %
Effent. und private Deanstleistunga (ohne Verw.) 36.788 14,6 %
Summe 252.469 100,0 %

Stodgebiet Niamberg; Bschäftigte im Juni 2005
Beleg: Amt fia Stadtforschung und Statistik der Stadt Nürnberg

Sengswiadigkeitn[VE | Weakln]

De Oidstod is in de Luftogriff im Zwoatn Wejdkriag ziemli zamma bombt worn, inzwischn hod ma owa vui wieda afbaud; bis heid gibts dortn vui künstlarisch und gschichtli intaressante Bautn:

  • De spädromanische Sankt-Sebald-Kirchn is zwischn 1230 und 1274 baud worn. Späda wor s ane vo de Hochbuagn vo de Protestantn in Niamberg. Drin findt ma oans vo de Haptwerk vom Vischer Beda im Öidan, des Sebaldusgrob.
  • In da gotischn Sankt-Lorenz-Kirchn findn si wichtige Weak vom Stoss Veit im Öidan.
  • Wiedaafbaud, owa no imma intaressant, is de Fraunkirchn, de am großn Moaktplotz liegt.
  • De Oidstod is umgem vo Stodmauern ausn 14. und 15. Joarhundat, de wos aus zwoa Ringe bestengan: an innan, dea wo ungefea ocht Meta hoch is, und an aissan, dea wo zirka 15 Meta hoch is und urspringli vo an Grom umgem wor, den wos s owa im 19. Joarhundat wieda zuagschitt hom. De Mauan hom aussadem um de 80 Wehrtiam.
  • In da Näh vo de Stodmauan is aa es Haus vom Dürer Albrecht, wos heid a Museum is.

Wirtschafd[VE | Weakln]

In da Nochgriagszeid hods in Niamberg an grossn wirtschoftlichn Afschwung gem, voa oim wengan Ausbau vo da grossn Industrie (Maschinenbau, Chemie, Metoi und so weida). De Spuizeigindustrie, de wos a grosse Tradition do hod, is aa a wichtige Gschäftszweig worn.

Freizeit[VE | Weakln]

Niamberga Spezialitätn[VE | Weakln]

Kulinarisch is Niamberg fia seine Rostbrodwirscht und seine Lebkoucha wäidbekannt. Beide Nam sa duach a eiropäische Vaordnung gschitzt. De Niamberga Brodwirscht wern entweda in oan Weggal („drei im Weggla“) oda mit Sauerkraut (z.B. „Sechs auf Kraut“), serviat.

Nacha wern no de Stodwuascht, da Ochsnmaisalot, de Breezn und s'Scheifele, a Schweinsschuitabrotn mit oana reschn Krustn ois typisch Niamberga Speisn ogsegn.

Vaostoitunga[VE | Weakln]

Wäidberühmt is vor oim da Niamberga Christkindlmoakt, der wos ogebli vom Luther Martin grindt worn is.

Spoat[VE | Weakln]

Da wichtigste Spoatvarein, is da 1. FC Niamberg, in ganz Deitschland und driba aussi ois da Club bekannt. Dees is da ehemoliga deitsche Rekordmoasta im Fuaßboi, wo seit 2009 wieda in da erschdn Liga spuit.

Partnastädt[VE | Weakln]

Niamberga Berihmtheidn[VE | Weakln]

Da bekanntaste Niamberga is da Mola Albrecht Dürer. Oba a Peasenlichkeitn wia da Martin Behaim (Erfinda vom easchtn Globus), Hans Sachs (Dichta), Peter Henlein (Erfinda vo da Toschnuhr), Johann Benjamin Erhard (Philosoph), Anton Koberger (Buachdrucka und -händla), Adam Kraft (Bildhauer), Georg Philipp Harsdörffer (Dichta), Johann Pachelbel (Komponist) und Theo Schöller (Unternehma) stamman aus Niamberg.

Literadua[VE | Weakln]

  • Eckart Dietzfelbinger, Gerhard Liedtke: Nürnberg - Ort der Massen. Das Reichsparteidogsgelände. Vorgeschichte und schwieriges Erbe., Christoph Links Verlag, ISBN 3-86153-322-7
  • Eugen Kusch: Nürnberg – Lebensbild einer Stadt. Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg 1989, ISBN 3-920701-79-8
  • Franz Schiermeier: Stadtatlas Nürnberg. Karten und Modelle von 1492 bis heute. Franz Schiermeier Verlag, Minga 2006, ISBN 978-3-9809147-7-2
  • Herbert Maas: Nürnberg – Geschichte und Geschichten. Edelmann, Nürnberg 2001, ISBN 3-87191-032-5
  • Martin Schieber: Nürnberg. Eine illustriade Geschichte der Stadt. Beck-Verlag, Minga 2000, ISBN 3-406-46126-3
  • Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Verlag W. Tümmels, Nürnberg, 2. verb. Aufl. 2000; auch online
  • Wolfgang Baumann et.al.: Der Nürnberg-Atlas, Köln 2007, ISBN 978-3-89705-533-9
  • Ralf Nestmeyer: Nürnberg, Fürth, Erlangen. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, 6. Auflage, Erlangen 2008, ISBN 978-3-89953-377-4

Im Netz[VE | Weakln]

WikiNews
Wikinews: Niamberg – Nochrichtn
 Commons: Niamberg – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien