Coburg

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Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch (Cheamgau) gschrim worn.
Coburg
Wappn vo Coburg
Coburg
Deitschlandkartn, Position vo Coburg heavoghom
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbeziak: Obafrankn
Landkroas: Kroasfreie Stod
Koordinatn: Koordinaten: 50° 16′ N, 10° 58′ O 50° 16′ N, 10° 58′ O
Hechn: 292 m ü. NN
Flächn: 48,30 km²
Eiwohna: 42.015 (30. Juni 2005)
Bevejkarungsdichtn: 870 Eiw. pro km²
Sonstige Datn
Postleitzoi : 96450
Vorwoi: 09561
Kfz-Kennzeichn: CO
Gmoaschlissl: 09 4 63 000
Stadtgliedarung: 12 Stodeile
Adress vo da
Stadtvawoitung
:
Markt 1
96450 Coburg
Hoamseitn:
Politik
Obabuagamoasta: Norbert Kastner (SPD)

Coburg is a kroasfreie Stod im bayrischen Regierungsbezirk Obafrankn und is gleichzeitig Sitz vom Landratsamt Coburg. De Hochschui- und Eiropastod im Nordn vo Bayern is a Obazentrum.

Bis 1918 war de Stod ois Residenzstod vo de Herzeg vo Sachsen-Coburg bekannt, heit is es duach de osässige Vasicherungsgruppn HUK-Coburg. Direkt iwa Coburg liegt de zwoatgreßte dahoidne Burg in Deitschland, de Veste Coburg, de aa ois „Fränkische Krone“ bezeichnet werd.

Da Leitspruch vo da Stod hoaßt: Werte und Wandel.

Schreibweis[VE | Weakln]

Gemäß am Präsidialerlass vo da Regierung vo Obafrankn vom 30. Oktober 1920 is de richtige Schreibweis vom Nama vo da Stod mit Coburg (und net Koburg) festgelegt worn.[1]

Geographie[VE | Weakln]

Judenbruck vo 1783

De Stod liegt zwischn am sidlichn Voaland vom Thüringer Woid, de Langa Berg, und dem Maindoi und werd vo da Itz duachflossn, in de innahoib vom Stodgebiet bei da Heiligkreuzkira da Lauterbach mindt. Der, in da Mehrheit aa nur ois Lauter bezeichnet, hot si im Stodeil Neuses mit'm Sulzbach vereinigt und werd in Coburg no vom Rottenbach gspeist. Zuasätzlich mindt in de Itz am Rand vo da Innenstod bei da Judnbruck der vo Cortendorf kemmade Hahnfluss, der 1967 verrohrt worn is. Bei am Einzugsgebiet da Itz oberhoib vo Coburg vo ungfehr 346 km² is bis zua Errichtung vom Houchwossarickhaltebeckn Froschgrundsee im Joa 1986 eftas zu greßane Iwaschwemmunga in da Stod kemma, bsundas im diafa glenga Bahnhofsviertel, ehemois a Iwaschwemmungsgebiet da Itz. Besserne Sicherheit geng Hochwossa – 2003 is letztmois de Itz in Coburg iwa de Ufa tretn – werd owa erscht des Houchwossarickhaltebeckn Goldbergsee fia den Sulzbach und de Lauter bringa, des bis 2009 fertiggstellt sei soi. De nachstn Groußstädt san Erfurt, in ebba 80 km Luftlinie nördli, Wiazburg, in ebba 90 km sidwestli und Niamberg, in ebba 90 km sidli. De Hächnlage vom Moaktplotz is 296 m üba NN, de vo da Veste 451 m üba NN.

Stodgliadarung[VE | Weakln]

Coburg is in 13 Stodeile gliadat. De Flächn und Einwohnazahlen vo 2002 san in da Tabelle zsammagstellt.

Stodeile und Umgebung vo Coburg
Stodeil Fläche km² Einwohner Dichte EW/km²
Coburg (Kernstdd) 13,91 27.120 1.950
Beiersdorf 7,31 1.421 194
Bertelsdorf und Glend 4,00 1.407 352
Cortendorf 1,65 1.349 818
Creidlitz 2,30 1.732 753
Ketschendorf 1,79 1.517 847
Lützelbuch und Löbelstein 1,00 458 458
Neu- und Neershof 2,51 232 92
Neuses 2,74 1.720 628
Rögen 3,05 384 126
Scheuerfeld 4,83 2.425 502
Seidmannsdorf 1,98 682 344
Wüstenahorn 1,23 2.002 1.628
Insgsamt 48,3 42.449 878

Zwoa Drittel vo da Bevökarung wohna in da Kernstod im Itzdoi. Bsundas de äußern Stodeile Rögen und aa Nei- und Neershof ham no an stork däaflichn Charakter.

Nachbargmoana[VE | Weakln]

Folgende Gmoana vom Landkreis Coburg grenzn an de Stod Coburg, sie wern im Uhrzoagasinn, oogfanga im Nordn, gnennt. Des san Lautertal, Dörfles-Esbach, Rödental, Ebersdorf bei Coburg, Grub am Forst, Niederfüllbach, Untersiemau, Ahorn, Weitramsdorf und Meta.

Klima[VE | Weakln]

Des Klima vo Coburg is duach de Mittellog zwischn dem obern Maindoi im Sidn und dem Thüringer Woid im Nordn kennzeichnet. Zusätzlich werds duach a Tallage beeinflusst. Währends im Summa ois verhoitnismäßig warm bezeichnet wern konn, guit dies fia de Winter aufgrund da Nachan zum Thüringer Woid weniger. De Joaresmittltemparatur liegt bei in ebba 8 °C, wobei de mittlere Temparatur im Jenna −1,4 °C und im Juli 17,2 °C betragt. Dabei gibts im Mittel pro Joa finf hoaße Dog, 36 Sommerdoge und 28 Eistoge. Es foin im Joa, relativ gleichmäßig iwa de Monate verteilt, duachschnittlich in ebba 747 mm Niedaschlog. Maximal gibts im Juni mit 82 mm und im Dezemba mit 73 mm. Niedaschlog üba 1,0 mm findt im Schnitt alle drei Dog statt, wobei ois maximaler Niedaschlog 57,6 mm innahoib vo 24 Stundn gmessen worn is.

Gschicht[VE | Weakln]

Erstmois urkundlich erwähnt worn is Coburg 1056 in a Schenkungsurkundn vom Land um Coburg vo da Poinkenigin Richeza an den Erzbischof Anno vo Köln. 1331 kriagt Coburg des Stodrecht und des Recht da eigna Grichtsboakeit vo Kaiser Ludwig dem Bayern valiehn. 22 Joa spada, im Joa 1353, erbt Markgraf Friedrich III. vo Meißen und somit des Haus Wettin vo dem Henneberger Grafn Heinrich de Herrschaft Coburg (Pflege Coburg). Im Stodwappn is 1430 da Heilige Mauritius. 1485 ghert Coburg nouch da Leipziger Teilung zum Land vo de Ernestiner. Wei de sächsischn Kurfiarstn de Reformation untastitzn, werd de selbige scho 1524 in Coburg eigführt. Im Joa 1530 verweilt Martin Luther a hoibs Joa auf da Vestn Coburg, weil er am Reichstag zu Augschburg weng der geng eam verhängtn Acht net teilnehma kinna hot.

Herzog Casimir

Zwischen 1586 und 1633 war Coburg erstmois Residenz und Haptstod vom selbständign, eigenstaatlichn Herzogtum Sachsen-Coburg. In dera Phase entstengan in Coburg unta Herzog Johann Casimir a baar Renaissancebauten, de heit no des Stodbuidl prägn. Noch a Periode vo 1680 bis 1699 unta Herzog Albrecht is Coburg 1735 wieda Residenzstod, desmoi da Herzög vo Sachsen-Coburg-Saalfeld und ab 1826 vo Sachsen-Coburg und Gotha. Anfang vom 19. Joahundat is unta Herzog Ernst I. des Residenzschloss Ehrenburg nei gstaltet worn. Da Schloßplotz kriagt mit dem neien Hoftheata, de Arkaden und dem erweitertn Hofgortn sei heitigs Ausseng. Wichtig fia de Stodentwicklung wor des Joa 1858 mit dem erschtn Eisenbahnanschluss mit der Werrabahn. De Eisenbahnverbindung fiahrt unta andam dazua, dass in de folgenden 60 Joa Kaiser, Zaren, Kinen und Fiarschtn oft zum Bsuach vo eanana Verwandtschaft noch Coburg kemma san. Unta da Regentschoft und dem Patronat vom liberaln Herzog Ernst II. is de Stod um 1860 Zentrum da in Vaeine organisiertn deitschn Nationalbewegung worn. Am 14. November 1918 endt mit am Ricktritt vo Herzog Carl Eduard de Monarchie. In da erschtn freien Voiksabstimmung in Deitschland votiern 1919 üba 88 Prozent da Wähler geng den Zsammaschluss vom Freistaat Coburg mit dem Land Thüringen. Somit kimmt Coburg im foigendn Joa zum Freistaat Bayern. Ab 1922 entwickelt si Coburg zu a Houchburg vom Nationalsozialismus. Schon 1929 kriagt de NSDAP zum erschtn Moi in a deitschn Stod bei de Stodroudswoin de absolute Mehrheit. Coburg verleiht 1932 ois erschte deitsche Stod Adolf Hitler de Ehrnbiargawürde.

De Stod hot den Zwoatn Wötkriag relativ unzeaschtert iwastandn und is am 11. April 1945 vo da 11. US-Panzerdivision besetzt worn. De Voiksobstimmung vo 1919 mit dem Anschluss an Bayern zoagt iatz unerwartete Folgn. Coburg is Teil da Amerikanischen Besatzungszone, während des thüringische Hinterland zua Sowjetischen Besatzungszone ghert und bis 1989 duach de Zonengrenz bzw. ab 1949 innerdeitsche Grenz vo Coburg obgschnittn bliem is. Coburg wor somit im Zonenrandgebiet. Im Joa 1950 verlegt de Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter vo Deitschland a. G., Erfurt, de heitige Versicherungsgruppn HUK-Coburg, ihren Sitz noch Coburg. Sie is mit iwa 4100 Mitarbata greßta Arbatgeba und Gwerbesteiazohler vo Coburg, was de hechstn gemeindlichn Steuereinnahmen bezong auf de Eiwohnazahl in Deitschland zua Folge htt. Obwoi koa Residenzstod mehr, hot de Bedeitung vo Coburg fia de Region, insbesondere duach de Vaeinigung mit Bayern und duach de Wiedervereinigung vo Deitschland, wieda zuagnumma. De Stod is Obazentrum mit wichtiger Infrastruktur wia Landestheater, Landesbibliothek, Klinikum und vei verschiednartige Schuin, drunta vier Gymnasien. Seit 30. Mai 2005 fiahrt Coburg den Beinama Eiropastod. Da Titl, der vom Eiroparat verliehn worn is, bezeichnet Städt, de si dem Gedankn da eiropäischen Verständigung bsunders verschriem ham.

Religion[VE | Weakln]

Da Coburger Raum ghert seit da Christianisierung vo Frankn und Thüringen, woi erstmois um 768, bis zua Eifihrung vo da Reformation 1524 zum Bistum Würzburg. Danoch wor de Stod iwa vei Joahundate a fast ohne Ausnahm protestantische Stod. Vorherrschnd wor des lutherische Bekenntnis. 1910 worn iwa 96 Prozent da Bevö ikarung Mitglied vo da evangelischn Landeskirch. Oberhapt da Landeskirch wor da jeweilige Herzog vo Sachsen-Coburg ois „summus episcopus“. Der hot unta andam de Kirchenregierunga ernennt. De geistliche Leitung ham de Superintendentn mit Sitz in Coburg ghabt. Noch da Vaeinigung vo Coburg mit Bayern schliaßt si 1921 de Evangelische Landeskirche Coburg da Evangelischen-Lutherischen Landeskirch vo Bayern oo. Innerhoib dera Landeskirch is Coburg Sitz vom mit iwa 82.000 Mitglieda greßten Dekanat in Bayern.

Heitige Religionszuagehörigkeit in Coburg
Religion (Konfession) Anteil
Evangelisch 60 %
Katholisch 22 %
Sonstige 18 %

Römisch-katholische Gmoagliada ziang erscht im 18. Joahundat wieda in de Stod. Eana is' ab 1802 dalabt, Gottesdienste abzumhaltn, zerscht in am Zimma in da Ketschengasse 1, ab 1806 in da Nikolaus-Kapelln. 1860 kriang de in ebba 600 Katholiken unta da Protektion vo Prinz August vo Sachsen-Coburg-Koháry den Kirchnneibau St. Augustin ois eigene Kira. Ab 1826 is de Kirchngmeinde da Erzdiözese Bamberg zuateilt worn, 1920 dann endguitig. Nem den zwoa groußn Kiran gibts heit aa Gmoa, de zu de Freikirchen ghern, drunta de Evangelisch-Freikirchliche Gmoa (Baptisten), de Adventgemeinde (Siebenten-Tags-Adventisten) und de Christengmoaschaft. Weida san a Neuapostolische Gmoa, a Altkatholische Kirchengemeinde, de Kira Jesu Christi da Heilign da letzten Tage und de Zeign Jehovas in Coburg vatretn. Schon 1321 is de villa Judaeorum (jüdische Vorstod) erstmois vamerkt. A jidische Gmoa mit Synagoge gibts seit da Deportation 1941 nimma. Im Joa 2006 bestengan drei Gebetshäuser muslimischer Gmoa in Coburg.

Eigmeindunga[VE | Weakln]

1934 san Ketschendorf, Wüstenahorn, Cortendorf und Neuses eigmeindet worn, woduach Coburg wieda Garnisonsstandort worn is (dafia war a Eiwohnazahl vo 30.000 noatwendig). De siebziger Joa warn duach a größere Zahl vo Eigmeindunga kennzeichnet. 1972 warn des am Joaresanfang Lützelbuch, Löbelstein, Rögen und Seidmannsdorf und aa in Joaresmitte no Beiersdorf (bekannt fia des Schloß Callenberg), Creidlitz und Scheuerfeld. Obgrundet san de Eigmeindunga 1976 mit Neu- und Neershof, Neudörfles und 1977 mit Bertelsdorf und Glend worn. De Fläche da Stod hot si damit seit 1900 vo 11,4 auf iwa 48 Quadratkilometa mehr ois vervierfacht.

Eiwohnaentwicklung[VE | Weakln]

Entwicklung da Bevöikerung Coburgs

Im Joa 1480 ham in da Stod 2000 Eiwohna glebt. Erst im Lauf vom 19. Joahundat nimmt de Eíwohnazahl stärker zua und erreicht 1843 10.000. Vo 1864 bis 1875 wachst de Stod um fast 4000 Eiwohna auf 14.570, was am Wachstum vo 37 Prozent entspricht. Anfang 1900 betragt de Anzoi vo de Biarga 20.460. Trotz am Rickgang vo da Eiwohnazahl um in ebba 10 Prozent noch dem Easchtn Wödkriag ham 1927 iwa 25.000 Leid in da Stod glebt. Duach de erschtn Eigmeindunga 1934 ergibt si a Sprung um uma 10 Prozent auf 29.000 Eiwohna; da Höchststand wor am End 1946 mit 50.000 Eiwohna erreicht, davo uma 15.000 Flichtling. Seit dem End vom 20. Joahundat (42.800) hot si de Eiwohnazahl net vei vaändert und betragt, allerdings mit leicht fallender Tendenz, ummara 42.000.

Politik[VE | Weakln]

Stodwappn

Wappn[VE | Weakln]

Seit 1430 is auf dem Coburger Stodwappn – in Goid a noch rechts gwendets Mohrenhapt mit roade Lippn und am goidnen Ohrring – da Heilige Mauritius abbildt. Mauritius werd in da Ikonographie ois „Mauretanier“, oiso ois Mohr mit dunkla Hautfarb dargstellt. Er is da Schutzpatron da Stod. In da Zeit vom Nationalsozialismus is ab 1934 in dem Wappn da Mohr geng a Schwert mit Hakenkreuz im Knauf austauscht worn.

Stodroud[VE | Weakln]

Da Stodroud vo Coburg bsteht aus'm Obabuargamoasta und da vo da Gmoaordnung gsetzlich vorgschriemen Anzoi vo 40 Stodroudsmitgliada. Da Obabuargamoasta werd direkt gwäit und wia da Stodroud auf de Dauer vo sechs Joa beruafa. Seit da Kommunalwoi vom 2. März 2008 stellt de SPD 16 Stodrät und de CSU is mit 10 Stodrät vatretn. Am 13. April 2007 gem siem Stodrät da CSU-Fraktion bekannt, sie aufgrund uniwawindborer, innerfraktioneller Differenzn zum Verlassn und a eigne Fraktion zum Grindn. De neie Wählervaeiningung Christlich-Soziale Biarga stellt noch da letztn Woi vier Stodrät. Danem san no sechs kleanere Gruppierunga vatretn. Des san mit drei Stodrät Bündnis 90/De Greana und mit je zwoa Mandate de Freie Wählergmoaschaft Coburg und aa de FDP. Oan Stodroud stelln de ÖDP und aa de neien Gruppierunga „JUnge COburger“ und „Biarga beweng Coburg“.

Erste Buagamoasta, Obabuargamoasta seit 1900[VE | Weakln]

  • 1897–1924: Gustav Hirschfeld
  • 1924–1931: Erich Unverfähr
  • 1931–1934 Franz Schwede, NSDAP
  • 1934–1937: Otto Schmidt, NSDAP
  • 1937–1938: Wilhelm Rehlein, NSDAP
  • 1938–1945: August Greim, NSDAP
  • 1945, kommissarisch: Alfred Sauerteig, NSDAP
  • 1945, kommissarisch: Eugen Bornhauser
  • 1945–1948: Ludwig Meyer
  • 1948–1970: Walter Langer, FDP
  • 1970–1978: Wolfgang Stammberger, SPD
  • 1978–1990: Karl-Heinz Höhn, parteilos
  • seit 1990: Norbert Kastner, SPD (1990 mit 31 Johr jüngsta OB vo Deitschland)

Städtepartnaschoftn[VE | Weakln]

Coburg hot sechs Partnerschoftn mit Ortschaftn in Westeiropa und Nordamerika. Schon im Joa 1951 is Garden City im Bundesstaat New York de erschte Partnerstod, nochdem de dazua de Initiative zwengs da Vöikaverständigung ergriffen ghabt ham. Bis zua zwoaten Partnaschoft dauerts dann iwa 20 Joa. Sie is 1972 im Rahmen vo da Aussöhnung da Vöika mit Oudenaarde in Bäigien. Erschte Partnaschaoftsbestrebunga mit der Stod Niort in Frankreich warn im Joa 1971 vagems, am End aba drei Joa spada erfolgreich. 1977 is Gais in Sidtiroul, was seit 1972 a Patenschoft mit dem spadan Ortsteil Lützelbuch ghabt hot, Partnarstod und de Isle of Wight (Vereinigts Kenigreich) foigt 1983. De jingste Partnaschoft is 1997 mit dem kanadischn Namensvetta Cobourg (Ontario) eiganga worn, nochdem Coburg scho 1972 de erschtn Vorschläge dazua gemocht ghabt hot.

Kuitua und Sengaswiadigkeitn[VE | Weakln]

Theata und Kinos[VE | Weakln]

Des Gebäide vom Landestheater Coburg is in de 1840ern vo Herzog Ernst II. ois Hoaftheater erbaut worn. A nahezua identisch' Theater is zeidgleich in Gotha errichtet worn, werd olladings im Zwoatn Wödkriag zastört. Heit zäit des Landestheater zu de scheenstn Bautn in Coburg und passt si ins Gesamtensemble vom Schloßplatz ei. Des mehrteilige klassizistische Bauwerk hot u. a. an Spiaglsaal und an scheena Zuschauaraum. Aufgrund da Mitfinanzierung (40 %) duach den Freistaat Bayern ko es aa ois dritts bayerisches Staatstheater bezeichnet wern. Es is a kloans Drei-Sparten-Theater (Oper/Operette, Schauspui, Ballett) und hot im Groußn Haus 550 Plätz und in da Reithalle 99 Sitzplätz.

De Stod hot zwischn 1920 und 1975 bis zu sechs Lichtspuihäusa (Kali, Central, Passage, Union-Theater, Burgtheater, Casino). Heit gibts nur no des Kino Utopolis, des mit nein Säle oans da modernstn in da Region is und mit a Bar, am Restaurant und am Musik-Club beliebter Treffpunkt in da Stod is. Es is 2001 an Stelle vom oidn Union-Theater vo 1919 eröffnet worn am Jugendstilkino mit ehemois 600 Sitzplätz. Oane da Auflagn fia den Neibau vom Kinocenter wor de Beibehoitung vo da groußzigign Freitreppnanlage.

Lokale Medien[VE | Weakln]

Coburg hot, obwoi es net recht grouß is, zwoa Dogeszeidunga. Des san des 1886 gründte Coburger Tageblatt, wos seit 2003 ois Regionalausgabe da Zeidung „Fränkischer Tag“ aus Bamberg erscheint, und de 1946 grindte Neie Presse, de seit 1986 mehrheitlich zua Mediengruppn Süddeitscha Verlag ghert. De zwoa lokaln Radiosender hoaßn Radio 1 und Radio Galaxy Coburg, wobei letzterer a Ablega vom jugendorientiertn Radio Galaxy Bayern is. TV-Oberfranken mit Sitz in Hof is ois lokaler Fernsehsenda vorhandn. Ois lokaler Internet-TV-Sender agiert ITV-Coburg, der nahezu oi Dog Beiträge ins Netz stellt. Des weitern gibts no diverse Internetmagazine und Weblogs.

Bauwerk[VE | Weakln]

Coburg hot a sehr guat erhoitne Oidstod, de duach de teilweis erhoitne Stodmaua mit Judn-, Ketschn- und Spitaltor begrenzt is. De Stod is reich an sehenswertn Bauwerkn, Brunnen, Gedächtnisstättn und historische Ensembles.

Veste Coburg
Veste
Ehrenburg und Schloßplatz
Rathaus
Stodhaus am Marktplatz

An erschta Stelle is de Veste Coburg zu nenna, de 170 Meta iwa da Stod liegt und zu den greßten und am besten erhoitnen Burganlagen Deitschland ghert. Sie is 1225 erstmalig urkundlich erwähnt, im 17. Joahundat mit am dreifochn Mauerring zua Landesfestung ausbaut und beherbergt heit de ehemolign herzoglichn Kunstsammlungen.

Schlossplatz und Schloss Ehrenburg

Am Fuaß vom Festungsberg liegt da Schlossplotz, in dem seina Mittn a Denkmal vo Herzog Ernst I. steht. Da Plotz is 1830 bis 1837 gstaltet worn. Er werd umfasst vom Schloß Ehrenburg (am ehemaligen Residenzschloß), de Arkaden mit Hofgortn und aa am Palais Edinburgh und am Landestheater. Den Grundstoa fia Schloss Ehrenburg legt 1543 Herzog Johann Ernst vo Sachsen. Vo 1623–1627 erweitat Herzog Johann Casimir sei Residenz zu am Renaissanceschloss. Im Westfligel is de 1701 fertiggstellt barocke Schlosskira integriert. Im 19. Joahundat verleiht Herzog Ernst I. dem Schloss mit a Fassade im Stil da englischn Neigotik sei heitigs Ausseng. De Ehrenburg beherbergt de Landesbibliothek Coburg und is ois Museum ausbaut worn.

Rathaus und Stodhaus

Benachbart zum Schlossplatz liegt da Morktplotz, eigrahmt vo Rathaus und Stodhaus. In seiner Mittn steht des Prinz-Albert-Denkmal, a Gschenk vo da Königin Victoria an de Heimatstod vo ihrm verstorma Mo. Da feierlichn Enthüllung vo dem Denkmoi wohnt de Queen am 26. August 1865 während ihrm finftn Bsuach in Coburg bei. Zwischn 2004 und 2005 woa a Neigstoitung vom Platz mit Grean, neier Beleichtung und Wossafontänen rund um des Prinz-Albert-Denkmal. Des Rathaus mit dem zwoagschossign Coburger Erker und am 27 m langen und aa 13 Meta breitn grouße Ratssaal erricht ab 1577 da Baumoasta Hans Schlachter, 1750 und 1903 san größere Umbautn duachgfiat worn. Des gengiwa glenge Stodhaus lasst Herzog Johann Casimir 1601 errichtn. De ehemolige herzogliche Cantzley is a Gebäide da Spätrenaissance mit a reichverziertn Fassade und veifarbige Wandmalerein. Nennenswert is aa de Hofapothekn aus'm Joa 1543, a spadgotischa Stoabau mit am kloana Chor und a Madonna mit Kind an a Fassadeneckn.

Kiran

De Morizkira in da Coburger Innenstod is de äideste Kira vo Coburg. Sie is vo 1320 bis 1586 errichtet und is heit de Haptkira da evangelischn Stodgmoa. Da äideste Teil da Kira, da Ostchor, stammt aus'm Joa 1330. Des Westportal mit de zwoa ungleichen Türm is um 1420 baut worn. Wiederum in ebba hundert Johr spada war de Aufrichtung vom eigentlichn Kirchngebäide, am Kirchnschiff. In da Osterwoche 1530 predigt Martin Luther in da Kira. De katholische Stodpfarrkira St. Augustin steht hinter dem Landestheata. Es is a neigotisches Gotteshaus mit a Fiarstngruft, was noch Entwirfen vo Vincenz Fischer-Birnbaum zwischn 1855 und 1860 errichtet worn is. De Salvatorkirch liegt unweit da Morizkira a bissal vasteckt an da Untern Anlag. Es is a evangelisch-lutherische Friedhofskira vom 1494 anglegtn Salvatorfriedhofs. De Kira, a Saalbau mit dreiseitig gschlossenem Chor, is vo 1660 bis 1662 baut worn.

Nikolauskapelln (ehemalige Synagoge)
St. Augustin
Hahnmühle

Außadem is de am sidlichn Oidstodrand glenge St.-Nikolauskapelln erwähnenswert. Sie is 1473 ois Siechenkapelln fia Leprakranke erbaut und is im Besitz vo da Stod. Sie war ab 1529 Kapelln da evangelischn, ab 1806 da katholischn Gmoa und vo 1873 bis 1932 jidische Synagoge. Es woa vamutlich de oanzige christliche Kira vo Deitschland, de in a Synagoge umgwandelt worn is. Des Nutzungsrecht is da jidischn Gmoa duach den Eigentimer, de Stod, mit End vom Joa 1932 kindigt worn. Ab 1946 war sie de Kapelln da freikirchlichn Gmoa und is seit 1962 Kapelln da altkatholischn Gmoa.[2] Nördli vor de ehemalign Stodore is an da Itz gleng de Heiligkreizkira. Da Chor da evangelisch-lutherischn Pfarrkira is im gotischen Stil in de Joa 1401 bis 1407 erbaut, des Langhaus ab 1413. In de Joa 1735 bis 1739 is de Kira zu a Saalkira mit am barockn Innenraum umgstaltet worn. Aus dera Zeit stamman aa de Stuckdeckn und da Orgelprospekt.

Weitere Bauwerk in da Innenstod

Nem da Morizkira steht des Gymnasium Casimirianum; des Renaissance-Gebäude is 1605 eigweicht worn. Aa des Zeughaus in da Herrngasse zwischn Schlossplatz und Mrktplotz stammt aus dera Zeit; es is 1621 ois Waffenloga errichtet worn. Spada is' im Stil da Spätrenaissance erweitert worn und hot wechselnde Aufgaben erfuit. Heit dients ois Staatsarchiv. Denkmalgschützte Fochwerkgebäide san de Hahnmuih vo 1317 und aa des Münzmoastahaus. Letztigs war a ehemaliga Hof vom Gschlecht da Münzmoasta, ghoaßn vo Rosenau, de 1288 urkundlich erwähnt worn san. Des Haus bsteht seit 1333 und is oans da äidestn Fachwerkheisa vo Deitschland.

Schlösser

Aufgrund vo seina langa Gschichte ois Residenzstod san in Coburg nem dem Schloss Ehrenburg no a Veizoi vo kloana Schlösser. In da Nochborschoft zum Landestheater liegt des Bürglaß-Schlößerl. Des ghert friara Friedrich Josias vo Sachsen-Coburg-Saalfeld; heit is da drin s Coburger Standesamt. Nordöstli davo steht am Rittersteich des Rosenauschlößerl, a Fochwerkgebäide mit Teile aus'm Joa 1435. Auf da Ernsthöhe oberhalb da Callenberger Straße erhebt si seit 1840 Schloß Hohenfels. Es is zeit- und stilgleich mit dem Landestheata vo seim Baumoasta errichtet worn. In den eigmeindetn Vororte san weitere Schlössa gleng: Im Stodeil Ketschendorf steht inmitten vo am ausgedehntn Park des neigotische Schloß Ketschendorf vo da Baronin vo Stolzenau aus dem Anfang vom 20. Joarhundat. Des Schloss zäit zu den vollkommenen Bauten vom neigotischn Girtl vo Coburg. Es is seit 1956 de Coburger Jugendherberge. Schloß Falkenegg, obahoib vom Coburger Stodeil Neuses gleng, ghert zu de romantischn Bautn vom Historizismus im oogfangana 19. Joahundat. Falkenegg umfasst aa an kloana, verwunschena Bergpark mit am Obelisken zum Andenkn an Moritz August vo Thümmel. Schloß Callenberg im Stodeil Beiersdorf is 1122 erstmois urkundlich erwähnt worn und war ab 1825 Sommerresidenz vo de Coburger Herzög. De dreiflüglige Schlossanlag is a bedeitendes Beispui fia de Neigotik in Bayern. Seit 1998 beherbergt des Schloss de private Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz, ab 2004 werd des Deitsche Schützenmuseum aufbaut. Schloß Neuhof aus'm 14. Joahundat steht in Neu- und Neershof, dem östlichsten Coburger Stodeil. Generalfeldmarschall Graf Albrecht vo Roon woa 1873 bis 1879 prominenter Eigentüma vo dem vo am englischn Landschaftspark umgema Schloss. Schloß Eichhof steht, urkundlich erstmois 1440 erwähnt, im Coburger Stodeil Scheuerfeld und seim Ortsteil Dörfles. Es ghert bis 1979 dem Haus Coburg und werd heit no ois Hofguat bewirtschaft. Neudörfles in da Neustoder Stroß stammt in seine Urspring emfois aus'm 15. Johundat und stellt heit a denkmalgschützetes Ensemble mit Herrnhaus und dem zwoatgreßten Privatpark in Coburg dar.

Neigotischer Bebaungsring
Ernstplatz
Lichtensteinturm, Casimirstr.

Werd unta da Regentschaft vo Herzog Johann Casimir mit seim „Hausarchitektn“ Peter Sengelaub des Coburger Stodbuidl duach Renaissance-Baudenkmäler entscheidend prägt, wia zum Beispui duach des ehemalige Regierungsgebäude, heit Stodhaus, des Zeughaus und des Gymnasium Casimirianum, so greifn in da erschtn wesentlichn Neibau-Epoche vom 19. Joahundat Baumoasta wia Julius Martinet ois Hommage an des englische Kenigshaus, des damois no „Saxe-Coburg and Gotha“ ghoaßn hot, oan fia damalige Verhoitnisse „revolutionärn“, am gründazeitlichn Historismus zuazumrechnendn Baustil auf, nämlich de Neogotik. Des griechische Affix „neo“ weist darauf hi, dass es si dabei – im Zug vom im 18. Joahundat vo England kemmadn „Gothic Revival“- um de „Neiauflage“ vo oana de Gotik nochahmendn Stilrichtung (Merkmale unta andam de Spitzboong, Fialen) handelt. In seltna städtebaulicher Qualität wendt ma in Coburg den Baustil oo. De Ehrenburg verrat noch ihra neigotischn Fassadengstoitung duach Karl Friedrich Schinkel de „architektonische Verwandtschaft“ mit dem weltweit bekanntestn neigotischn Baudenkmal, dem Palace of Westminster in London. Da in Coburg entstandne neigotische Bebaungsring guit ois a städtebaulichs Juwel, des ois a Coburger Sonderentwicklung in de Baugschichte einganga is und in Architekturkreise ois „oanzigartig auf'm eiropäischen Kontinent“ apostrophiert werd. In Coburg zeichnet a nahezu gschlossenes Ensemble vo neigotischn Bauwerk zum groußn Teil den Verlauf da oanstign ringförmigen Stodmauer noch. Dass de oidn Stodmauerreste a baar neigotische Biargahäusa spada ois Fundament dienan, stellt a weitere Bsundaheit dar. Da spezielle Reiz vo da Coburger Neigotik bsteht aba da drin, dass si des Coburger Ensemble net wia in andern Städt nur auf a baare Oanzeldenkmäla oda a kloans Stodareal beschränkt; veimehr umschliaßn de neigotischn Straßnzige glei am Girtl (vom Ernstplatz üba Albertsplatz, Ausleifa im Bereich Ketschentor, Untere/Obere Anlage, Schlossplatz, Schwarze Allee bis zua Rosenauer Straß mit Ausläufer in de Bahnhofstraß) iwa insgesamt fast zwoa Kilometa den greßtn Teil da Oidstod. Dabei gewährt da neigotische Promenadenring ohne Ausnahm an Blick auf parallel verlaffade Grünanlagn (an Stell vom friaran Stodgroom) oda auf baambstandene Plätz (Albertsplatz, Ernstplatz, Schloßplatz und Rittersteich). Dem sunst eher kloagliedrign Coburger Oidstodbuidl werd duach des „überdimensionierte“ völlig intakte, oanzigartige Neigotik-Ensemble a städtebaulich unverwechselbarer groußzügiga Charakter valiehn. So is da neigotische Bebaungsring in Coburg fia internationale Fachkreis a mustergültigs Ooschaungsobjekt worn, wei si vagleichbore neigotische Ensembles in a soichan Gschlossenheit aa im Ursprungsland Groußbritannien kaam findn lassn.

Sonnenhaus Alexandrinenstr.
Jugendstilbauten

Coburg ghert zu de Orte vo Deitschland mit am bedeitsamen Bestand an Jugendstilbautn. Dazua zäin insbesondere des Sonnenhaus vo Otto Leheis aus'm Johr 1902, de Heilig-Kreiz-Schui am Schleifanger und des Ernst-Alexandrinen-Voiksbad vo Max Böhme aus dem Joa 1906, des Eichmüller’sche Haus in da Judngassn vo Paul Schaarschmidt aus dem Joa 1903 und aa des Wohn- und Gschäftshaus in da Bahnhofsstraß 10/12 vo August Berger aus dem Joa 1910.

Parks[VE | Weakln]

Da Hoafgartn, der zwischn Schlossplatz und Festungsberg liegt, is 1680 duach Herzog Albrecht ois groußa Herrengortn im niederländischn Stil ooglegt worn. Sei heitige Gstalt ois englischa Landschaftspark, mit a Veizahl hoamischa wia aa seltena Baamartn, kriagt er mit da Erweiterung bis zua Veste 1857 unta Herzog Ernst II. Heit hot da Park aufgrund seiner zentraln Lage a wichtige Erholungsfunktion fia de Bevoikerung und is gleichzeitig de Frischluftschneisn vo da Stod. Im Stil vo am Landschaftsgortn is aa da Friedhof am Glockenberg gstaltet worn. De Untane Anlage, a Greananlage mit dem aufglassena Salvatorfriedhof, de bei da Einebnung da östlichn Wallgräbn Anfang des 18. Joahundat entstandn is, verbindt den Hoafgortn mit dem Roasngartn am Kongresshaus. Da Rosengortn wor oamoi de außahoib da Stod liegende Zollbauernwiese. Auf dem Gelände is 1929 de Deitsche Roasnschau mit fast 200.000 Bsuachan veranstaltet worn. Da am End da achtziger Joa umgstaltete Gortn hot unta andam um 70 vaschiedene Sorten vo Roasn und Volieren fia exotische Vegl. Außerdem is im Roasngartn da Sinflutbrunn vom Coburger Künstler Ferdinand Lepcke aufgstellt. Weiterne kloane Anlagn san de Josiasanlage am Bürglaßschlößerl und aa a Weg entlang da Itz. In de äußern Stodeile san insbesondere da Rückert-Park im Stodeil Neuses und aa da Schlosspark vom Ketschendorfer Schloß und de Hans-Blümlein-Anlage im Lehengraben (Ortsteil Creidlitz) erwähnenswert.

Museen[VE | Weakln]

Kunstsammlungen in da Veste Coburg[VE | Weakln]

Bedeutendstes Museum vo Coburg san de Kunstsammlungen da Veste Coburg, hervorgana aus de Sammlungen da Coburger Herzög. Kunst und Kunsthandwerk aus nein Joahundate kinnan dort besichtigt wern. Es san unta andam 26 Gmälde vo Lucas Cranach dem Älteren, a grouße Sammlung vo Rüstunga, Kriagswaffn und Jagdwaffn und aa a außergwöhnliche Glossammlung ausgstellt.

Naturkundemuseum[VE | Weakln]

Naturkundemuseum

Des Naturkundemuseum geht auf des 1844 gründte „Herzogliche Kunst- und Naturaliencabinet“ zruck und kriagt 1914 im Hoafgortn sei heitigs Domizil. Unta andam san auf 4800 m² Fläche Exponate zu de Themen Mineralogie, Geologie, Paläontologie, Archäologie, Völkerkunde und Evolution ausgstellt.

Weiterne Museen[VE | Weakln]

No zum nenna san des Puppn-Museum nem da Ehrenburg mit a groußn Anzoi vo Künstlerpuppn, des Friedrich-Rückert-Museum im Stodeil Neuses und aa des Grabungsmuseum Kirchhof, was nem St. Moriz unta dem Ämtergebäude liegt und de Ausgrabunga vo a ehemalign Benediktiner-Propstei mit Keramikgengständ zoagt. Im Pavillon vom Kunstverein Coburg am Hoafgortn findn seit 1986 Wechselausstellungen mit Kunst aus da Gengwart statt. Da Kunstvaein is oana da äidestn in Deitschland und mit iwa 1300 Mitglieda da greßte in Bayern. Im Schloß Callenberg im Stodeil Beiersdorf wern aa seit 1998 duach de „Sammlung Herzoglicher Kunstbesitz“ Mobiliar, Gemälde, Porzellan und kunstgewerbliche Gengstände aus vier Joahundaten zoagt. A außergwöhnlichs Uhrenkabinett ko besichtigt wern. Ab 2004 is da des Deitsche Schützenmuseum beheimatet.

Aquarium[VE | Weakln]

Im Coburger Stodeil Neuses liegt des privat betrieme „Sea Star Aquarium“. In 55 Aquarien ko ma auf 650 m² Ausstellungsfläche iwa 650 Fischartn, davo alloa 17 verschiedene Haiartn seng.

Sport[VE | Weakln]

Nem Fuaßboi, was in 16 Vaeine angebotn werd, und mit dem DVV Coburg seit 2007 wieda in da Landesliga vertretn is, hot traditionell da Schiaßsport a bsundare Bedeutung in Coburg. Da gibts vier Vaeine. De Schützengsellschoft Coburg 1354 is mit a Luftgewehrmannschaft in da 1. Bundesliga vatretn und hot 2008 de deitsche Moastaschaft gwunna. Zu de a bissal ungwöhnlichern Sportarten ghert da Gardetanz, den de Tanzsportgarde Coburger Mohr e. V. seit vei Joa erfolgreich in ganz Deitschland vertritt. Noch vier Deitschen Moastatiteln und vei Oberfränkischn-, Fränkischn- und Siddeitschn Moastatiteln veranstaltet de Tanzsportgarde im Joa 2006 de Siddeitschn Moastaschaftn, allerdings net in Coburg, sondern aufgrund da zu kloana Angersporthalle in Bayreuth. Vei Anhänga hot aa da HSC 2000 Coburg, dem sei 1. Herrenmannschaft ab 2007 in da 2. Handball-Bundesliga spuit und bei seine Hoamspui bei a maximaln Kapazität vo 1200 in da Angersporthalle praktisch allawei ausverkauft is. Aa Orientierungslauf gewinnt in Coburg allawei mehr an Bedeitung, so is 2005 erstmois in Coburg a Deitsche Mannschaftsmoastachaft und a Bundesranglistenlauf ausgrichtet worn.

Regelmäßige Veranstaltungen[VE | Weakln]

In Coburg findt oi Joa des greßte Samba-Festival außahoib vo Brasilien statt, des seit 1992 alle Joa im Juli an drei Dog scho rund 200.000[3] Bsuacha ooziagt. Iwa 80 Sambagruppn mit mehra ois 2200 Sambistas aus acht Nationen sorng beispuisweis vom 7. bis zum 9. Juli 2006 auf nein Bühnen in da Innenstod fia Stimmung. Im August findt aa auf dem Schlossplatz oi Joa vo da HUK-COBURG gsponserte „Open-Air-Sommer“ mit mehra Konzerte vo verschiedene Musikrichtungen, Gruppn und Solisten statt. So tretn 2007 unta andam de Pop-Rock-Sängerin Pink und de Reggae/Dancehall/Hip-Hop-Gruppe Seeed auf. Aber aa de Oper „De Zauberflöte“ werd aufgfiaht. Danem is Coburg da Tagungsort vom Coburger Convent (CC), vo am Verband vo Studentenverbindunga, de oi Joa zu Pfingstn eanan Kongress mit Tagungen, Festkommers, Fackelzug und Sportveranstaltungen ausrichtn.

„Vogelschiaßn“
Coburger Weihnachtsmarkt 2003

Mehrmois oi Joa wern klassische Konzerte in da St.-Moriz-Kira duach den Coburger Bachchor veranstalt'. Außerdem werd Ende Juli des Schloßplatzfest, des si ois „Greßte Party in Nordbayern“ bezeichnet, zwischn Ehrenburg und Landestheater gefeiert. Auf da Freifläche Anger findn im Friahjoa des Friahlingsfest und aa Anfang August des Voglschiaßn (Schützenfest) statt. Des werd duach de Schützengesellschaft Coburg 1354 e. V. vaanstalt' und hot an hohen Bsuachagrad. Nem dem Weihnachtsmarkt im Dezemba findn no weiterne traditionelle Märkte statt. Da Coburger Flohmarkt, der si zwoamoi im Joa iwa des gsamte Innenstodgebiet erstreckt, dauert vom Samstagamd bis Sunntag. Erstmois is im Joa 2006 da Coburger Kloßmarkt veranstaltet. Außerdem findn alle zwoa bis drei Joa de Johann-Strauß-Musiktage und da Internationale Gsangswettbewerb Alexander Girardi in Coburg statt. Damit mecht de Stod an den Walzakenig erinnern, der 1887 Coburger Biarga worn is. De letztn Musiktag san vom 19. Juni bis 2. Juli 2006 veranstaltet. Seit 2002 findt im Juli auf da Veste aa de „Zeitreise“, oane da greßten deitschn „Living History“-Veranstaltungen, in Zusammenarbeit mit de Kunstsammlungen statt. Mehr ois 100 Darstella zoang thematisch Ausschnitte aus dem Lem vagangner Zeitn mit historischer Genauigkeit und ergänzn so des „Ausstellungstück“ Veste und de Exponate da Kunstsammlungen und fülln sie mit Lem.

Kulinarische Spezialitäten[VE | Weakln]

  • Des bekannteste Schmankerl aus Coburg is de Coburger Bratwurst, des Coburger Nationalgricht schlechthi. A Bsundaheit is dabei de Art wia ma s gruijt, wozu ma weder Hoiz no Hoizkoihn, sondern guat trocknete Kiefernzapfn, im Coburger Voiksmund aa „Kühle“ ghoaßn, heagnomma wern. An offna Bratwurststand gibts s ganze Joa iwa unta togs aufm Morktplotz. De Läng vo da Bratwurst soll da Läng vom Marschallstab entsprecha, den de Figur vom Stodheilign Mauritius auf dem Rathausgiebel in da Hand hoit.
  • De Coburger Schmätzchen wern aus am Honigdoag noch iwaliefertem Familienrezept vo da ehemalign Hofbäckerei und Lebkuchenmanufaktur Wilhelm Feyler hergstellt. Sie enthoitn Nüss, Mandeln, Orangeat, Zitronat und feine Gwürze. De Coburger Goldschmätzchen erhoitn noch dem Bacha an feinen Schokoladniwazug und wern vo Hand mit am Tupfn echtem Blattgold krönt. Sie schmeckan zu Tee, Kaffä und Wein. De Platzerl wern allawei no am Gregoriustag noch oida Tradition an de Coburger Grundschuikinda vateilt.
  • A weitere Spezialität san de Coburger Klöß. Des san Kartoffelklöß je zua Hälfte aus rohe (wia de Thüringer) und aus kochten Kartoffeln (wia de Fränkischen), wobei aa a Mischverhoitnis vo 1/3 roh zu 2/3 gekocht üblich is. Im Innern enthalt im Regelfall jeda Kloß gröste Weißbrotwirfl („Bröckla“).
  • Da Hof-Likör werd in da Hofapothekn noch am geheimen Rezept hergstellt.

Wirtschafd und Infrastruktur[VE | Weakln]

Coburg war in da Vergangenheit robust gengiwa wirtschafdliche Schwankungen vom Umland. Obwoi de Stod joazehntelang duach de Zonenrandlage während da deitschn Teilung benachteiligt gwen is, is sie heit oans da wirtschafdlichen Obazentren in Nordbayern. Des hot de Stod vor oim ihrer reichn Mischung verschiedena Betriebsgreßn aus unterschiedlichstn Branchen zum Verdanken. Coburg is – vor oim aufgrund da hoachen Gwerbesteiazahlungen da Vasicherungsgruppn HUK-Coburg – gmessn an de Einnahmen aus Gewerbe-, Grund- und Einkommenssteuer pro Eiwohna oane da drei reichstn Kommunen vo ganz Deitschland.

Statistische Daten da Wirtschafd[VE | Weakln]

De folgenden Daten stamman aus de Industriekennzahln vom Kammerbeziak da IHK zu Coburg und dem Bayerischen Landesamt fia Statistik mit am Stand 31. Dezember 2002 beziehungsweise 30. Juni 2003:

  • 176 Betriebe ham 24.020 Beschäftigte, de an Gesamtumsatz vo 2.870 Millionen € mit a Exportquote vo 37,0 % erwirtschafdn.
  • Insgsamt warn im zuaständign Bereich 28.023 Arbatnehmer beschäftigt und 2.592 Leit arbatslos gmeldt.

Ungfähr 46 % da Erwerbstätigen san im Dienstleistungssektor, 35 % im produzierenden Gwerbe und 19 % im Bereich Handel und Vakea bschäftigt. Rund 18.000 Leit pendeln jedn Dog in de Stod zua Arbat, was de im Verhoitnis zu anderne bayerischn Städt trotzdem relativ hoache Arbatslosenquote erklärt. In de Behördn und öffentlichn Institutionen san zirka 3.000 Arbatsplätze vorhandn.

Ansässige Firmen[VE | Weakln]

HUK-Coburg: Verwaltungsgebäude Bahnhofsplatz

Bekanntestes Unternehma und greßta Arbatgeba in Coburg is de Vasicherungsgruppn HUK-Coburg. De uma 4600 vor Ort bschäftigtn Oogstelltn der seit 1950 in da Stod ansässigen Vasicherung san auf an Verwoitungskomplex in da Innenstod am Bahnhof und an zwoaten greßan auf da Bertelsdorfer Höhe an da Anschlussstei Coburg da A 73 vateilt. Danem is des produzierende Gwerbe mit de im folgendn gnenntn greßten Unternehma s wichtigste Standbein da Wirtschafd in Coburg. Des Familienunternehma Brose produziert seit 1919 in da Stod. Es is a bedeitender Zulieferer fia de Automobilindustrie und hot vor Ort zirka 2500[4] Mitarbata, de in zwoa Werke arbatn, de im Sidn da Stod lieng. De KAESER Kompressoren GmbH, 1919 vo Carl Kaeser in Coburg grindt, ghert zu de führendn Anbietern vo Kompressoren und Produkte da Drucklufttechnik. Vo de insgesamt 3000 Bschäftigtn arbatn uma 1600 im Stodeil Neus. Stark vatretn is in Coburg da Werkzeigmaschinenbau mit de Firmen Waldrich Coburg, Kapp und Lasco. Im Groußwerkzeigmaschinenbau is Woidrich Coburg Hersteller vo Präzisionsbearbeitungszentren und -maschinen, hot iwa 620 Mitarbata und is 1920 vo Adolf Woidrich grindt worn. Dem sei Schwiagasohn Bernhard Kapp legt 1953 den Grundstoa fia sei eigne Firma, de heit in Coburg mit uma 500 Beschäftigte Schleifmaschinen zua Woach- und Hartfeinbearbeitung vo Verzahnungen und Profiln produziert. Lasco is scho 1863 ois Eisengiaßerei und Maschinenfabrik Langenstein & Schemann, Ernsthütte Coburg grindt worn und fertigt mit 300 Mitarbata Fertigungsanlagn fia Umformaufgaben. No a Schwerpunkt is mit de Firmen Gaudlitz, Hermann Koch und Ros de kunststoffvaarbeitende Industrie. Gaudlitz is 1937 grindt worn und produziert heit mit zirka 400 Beschäftigten hoachpräzise Formteile aus duro- und thermoplastische Rohstoffe. Des Unternehma Hermann Koch gibts seit 1914 in Coburg. Mit 280 Mitarbata wern Kunststoffverpackungen entwickelt und hergstellt. De Firma Ros, 1926 grindt, is heit mit rund 150 Beschäftigten in Coburg im Formenbau und Spritzguss tätig und hot si auf komplexe Bauteile fia de Automobil- und Elektroindustrie spezialisiert. Aa des seltene Handwerk da Gebildsticker is in Coburg seit iwa 150 Joa vatretn. De Firma Fahnen Koch GmbH Coburg, de 1857 vo Christian Heinrich Arnold grindt worn is, zäit zu den äidestn Fahnenfabrikn in Eiropa. Des Familienunternehma fertigt heit no „handgestickte“ Vereinsfahnen in Coburg. Des Unternehma umspannt mit seine zirka 30 Mitarbata den gesamtn Bereich da Textilveredlung in gestickter oda gedruckter Form.

Gewerbegebiet Lauterer Höhe und Neies Innenstodkonzept[VE | Weakln]

De Lauterer Höhe[VE | Weakln]

Joarelange Auseinandersetzunga, Diskussionen und aa zwoa Biargaentscheide bringt a im Nordn da Stüd an da Bundesautobahn 73 glenges, 17 Hektar groußes und erschlossenes Gewerbegebiet, dem sei Fläche teils aus Lautertal eigmeindet worn is. De Stod plant dort Ende da 1990er Joa a 48.000 m² groußes Einkaufs- und Freizeitzentrum mit Vaanstaltungsarena fia iwa 5000 Leid, woduach vei Geschäftsleid da Innenstod a Abwanderung da Käufer an den Stodrand befürchtn. Deshalb kimmts im Joa 2000 zum Biargaentscheid, bei dem mit a knappn Mehrheit vo 27 Stimmen Differenz geng den Bebaungsplan entschiedn worn is. In den folgendn Joa werd de Bebaung des Geländes nei plant, unta andam mit a neien Multifunktionshalle. Bis Herbst 2006 san zerscht a Filiale a Schnellimbisskettn, a Tankstelle und a Autohaus realisiert. Weitere Fach- und Einkaufsmärkte san im November 2007 eröffnet worn. Obwoi des Gesamtprojekt – momentan san nur Einkaufs- und Fachmärkte ohne innenstodrelevantes Sortiment mit 14.000 m² Verkaufsfläche genehmigt – net dem friaran vo 1999 entspricht, zeichnet si de Entwicklung weitgehend noch dem friaran Konzept ab, so a baar Kritiker. Sie seng da drin a dem Biargaentscheid entgenggsetzte Politik.

Neies Innenstodkonzept[VE | Weakln]

Im Herbst 2006 präsentiert da Untanehma Michael Stoschek mit anderne Coburger Gschäftsleit des selba entwickelte Neie Innenstodkonzept (NIK). Es siegt im Wesentlichen vor, Coburg ois Kongressort attraktiver zu machen. Dazua sollen de geplante Multifunktionshalle statt auf da Lauterer Höhe auf dem innenstodnahen Schützenanger baut und a Tagungshotel errichtet und aa des bestehende Kongresshaus Rosengarten ausbaut wern. Da Anger werd bisher ois Park- und Festplatz gnutzt und is mit a Dreifach-Turnhalle und aa Sportanlagen bebaut. De Sportstätten solln laut NIK in de Nordn da Stod verlegt wern. Kritiker des Konzeptes führten unta andam a höhere Lärmbelästigung, mehr Verkehr, a net ins historische Stodbuidl passende Arena und de weite Entfernung da neien Sportstätten zu den Schulen ois Hauptargumente oo. Im Dezember 2006 woit da Stodrat zua Umsetzung des NIK mit am Ratsbegehren de Biarga üba den Multifunktionshallen-Standort entscheiden lassn. Zeitgleich starteten de NIK-Initiatoren a Biargabegehren mit gleichem Inhalt, worauf des Ratsbegehren zruckgezogen worn is. A baar Wochen vor dem Biargaentscheid im April 2007 stelln da Obabuargamoasta Norbert Kastner und de Coburger SPD eigene Planungen namens AHA-Konzept (AHA = Arena + Halle am Anger) vor. In dem Konzept war geplant, de Multifunktionshalle auf de Lauterer Höhe zu bauen, gleichzeitig aba a neie Dreifachturnhalle mit kleinerem Kultur- und Kongresssaal und Hotel auf dem Schützenanger zum errichtn. Da greßte Teil da Sportstätten waar auf dem Anger verbliem. Mit rund 52 Prozent vo de Stimma votiern de Biarga beim Biargaentscheid fia den Schützenanger ois Standort da Multifunktionshalle. Während de NIK-Initiatoren gmoant ham, daß de Biarga mit eanam „Ja“ aa ihren Willen zua Umsetzung da restlichen NIK-Planungen ausdrückn, muaß iatz da Stodrat entscheiden, ob de Maßnahmen ausgführt wern. Da erste Schritt war im Oktober 2007 de Ausschreibung vo am städtebaulichen Wettbewerb „Coburgs neier Süden“, dem sei Ergebnis Ende April 2008 vorgstellt worn is[5]. Im nächsten Schritt folgt a Realisierungswettbewerb.

Vakea[VE | Weakln]

Bahnstrecken im Coburger Land

Öffentlicher Leitnahverkehr[VE | Weakln]

Da öffentliche Leitnahverkehr werd in Coburg duach de Verkehrsgmoaschaft Coburg (VGC), an Zsammaschluß da SÜC Bus und Aquaria GmbH (SÜC) und vom Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF), betrieben. Im Stodgebiet gibts zehn Stodbuslinien mit zsamma in ebba 100 Kilometan Strecknlänge, de tagsÜba im Halbstunden-Takt betriem wern. Des Umland werd mit elf Linien bedient, de im Regelfall den Coburger Bahnhof oolaffa. Zuasätzlich existiert de Bahnstreckn Coburg–Bad Rodach, a vo da Deitschen Bahn AG betriebene Nebenbahn, de alle zwoa Stundn verkehrt (Kursbuchstrecke 831).

ZUP und ZOB Coburg

Zentraler Umsteigeplatz (ZUP) is seit Dezember 2007 da Theataplatz. De Rendezvouzhaltestelle, de aa a Dynamisches Fahrgastinformationssystem erhoitn soll, is fia elf Busse ausglegt und werd nur vo Linien da SÜC oogfahrn. Im Herbst 2007 war am Bahnhof Baubeginn vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) mit zwölf Halteplätz und aa drei Warteplätz. De Fertigstellung is fia Ende 2008 vorgseng. Da wern vor oim de Busse vom Omnibusverkehr Franken GmbH haltn.

Öffentlicher Leitfernverkehr[VE | Weakln]

Coburger Bahnhof

In da Vergangenheit hot da Schienenvakea a greßere Bedeutung ghabt. So existiert vo 1858 bis 1945 mit der Werrabahn vo Coburg üba Meiningen noch Eisenach a duachgehende Ost-West-Verbindung üba de thüringische Landesgrenze ummi mit 15 Zugverbindungen am Tag im Johr 1939. Zusätzlich warns vo 1900 bis 1984 mit der Itzgrundbahn a Nebenbahn noch Rossach und aa vo 1901 bis 1945 de duachgehende Steinachtalbahn üba EbersdorfSonnefeldFürth am Berg (bis 1975) noch Neustod bei Coburg. Seit 1945 werd da öffentliche Personenfernverkehr nur no üba de Eisenbahnstreckne noch Lichtenfels abgwickelt. Auf dem Strecknteil da Werrabahn und da Fortsetzung, da Bahnstreckn Coburg–Sonneberg, verkehren abwechselnd alle zwoa Stundn Regionalbahnen und Regionalexpresszüg da Deitschen Bahn AG (Kursbuchstrecke 820). De fahrn in da Regel üba Bamberg noch Nürnberg, andernfalls muaß ma in Lichtenfels in RB-und RE-Verbindungen noch Bayreuth, Hof, Saalfeld bzw. Würzburg oda in de Züg da ICE-Linie noch Minga bzw. Berlin umsteing. Es is allerdings im Johr 2008 unklar, in welchem Umfang da Bahnhof – insbesondere duach den Anschluss an de Neibaustreckn – neie Zugverbindungen erhoitn werd. Im Johr 2006 warn noch Auskunft da Bundesregierung nein ICE-Zugpaare pro Tag mit Halt in Coburg vorgseng. Des Verkehrsministerium hat im März 2008 den Hauptgeschäftsführern da IHK zu Coburg und da IHK Südthüringen in am Schreiben mitteit, daß de Inbetriebnahme da Neibaustreckn Ende 2017 vorgseng war.[6] Es is allerdings im Johr 2008 unklar, in welchem Umfang da Bahnhof – insbesondere duach den Anschluss an de Neibaustreckn – neie Zugverbindungen erhoitn werd. Im Johr 2006 warn noch Auskunft da Bundesregierung nein ICE-Zugpaare pro Tag mit Halt in Coburg vorgseng. Des Verkehrsministerium hat im März 2008 den Hauptgeschäftsführern da IHK zu Coburg und da IHK Südthüringen in am Schreiben mitteit, daß de Inbetriebnahme da Neibaustreckn Ende 2017 vorgseng war.[6]

Straßnverkehr[VE | Weakln]

Des Stodzentrum is zum groaßn Teil a Fuaßgängerzone. Fia den innerstädtischen Straßnverkehr gibts zentrumsnah de Parkhäuser Mauer, Post und Zinkenwehr und aa zum kostenlosen Parken, sofern koane Veranstaltungen drauf stattfinden, den Groaßparkplatz Anger und a baar kleanere Parkplätze. Radwege san in Coburg kaum vorhanden. Da Fernstraßnverkehr werd geprägt duach de Bundesstraßn B 4, de ois Nord-Süd-Achse den Nürnberger Raum mit Thüringen und de B 303, de ois West-Ost-Achse Schweinfurt mit Tschechien verbindet. Während erstere de Stod parallel duachquert, tangiert de B 303 nur den Stodkern. Aufgrund da Grenzlage war dies bis 1990 ausreichend, da kaum Duachgangsverkehr zu bewältigen gwen is. Seitdem ham de Verkehrsströme duach Coburg stark zuagnumma, wesweng im Rahmen vom Verkehrsprojekt Deitsche Einheit de Verlängerung da Bundesautobahn A 73 Nürnberg-Lichtenfels üba Coburg noch Suhl beschloßn worn is. Da Abschnitt zwischn Ebersdorf-Rödental üba Coburg noch Eisfeld is scho in Betrieb, de duachgehende Befahrbarkeit soll ab dem 5. September 2008 möglich sei.

Luftverkehr[VE | Weakln]

Auf da Brandensteinsebene 1961

Da Verkehrslandeplatz Coburg-Brandensteinsebene (ICAO-Code: EDQC) is ois Flugstützpunkt Coburg im Johr 1913 eröffnet worn. Er is im Eigentum da Stod. Betreiberschaft und Halterschaft lieng seit 2001 beim Aero Club Coburg e. V. Des Weitern existiert im Südn vo Coburg da Sonderlandeplatz Coburg-Steinrücken (ICAO-Code: EDQY). Er hot a Gras-Landepiste mit a Länge vo 700 m und a Tragfähigkeit vo bis zu zwoa Tonnen. Besitzer und Betreiber vom Flugplatz auf dem Steinrücken is de Flugtechnische Arbatsgmoaschaft Coburg e. V. Wei ma in Zukunft vo europäischen Sicherheitsvorschriften zum Starten und Landen vo Flugzeig mit am maximalen Gewicht vo 5,7 Tonnen ausgeht, unta denen de Brandensteinsebene nimma betriem wern kinnad, werd a Aus- oda Neibau vo am Verkehrslandeplatz angestrebt. Im Feba 2007 is deshoib a Raumordnungsverfahren eigleitet worn. De nächstgreßan internationalen Flughäfen san in Nürnberg im Südn und Erfurt im Nordn, oi zwoa uma 90 km vo Coburg entfernt.

Institutionen und Einrichtungen[VE | Weakln]

Nem den Behörden da Stodverwaltung san foigende Institutionen und Einrichtungen in Coburg erwähnenswert:

  • De Coburger Landesstiftung verwalt' de herzoglichen Kulturgüter, de 1919 da Freistaat Coburg duach den Abfindungsvertrag mit Herzog Carl Eduard erhoitn hot. Des san de Veste mit de Kunstsammlungen und des Naturkundemuseum. Seit 1941 is de Stiftung aa ois Außenstelle da Bayerischen Verwaltung da staatlichen Schlösser, Gärten und Seen tätig.
  • Des Klinikum, was auf des 1862 gründte Landeskrangahaus Coburg zruckgeht, des 1903 an sein heitign Standort im Stodeil Ketschendorf verlegt worn is. Es is heit Akademisches Lehrkrangahaus da Universität Würzburg und a Haus da Schwerpunktversorgung Versorgungsstufe III und hot 522 Betten bei uma 900 Mitarbeitern.
  • De Einrichtung vo am Landgricht is Coburg bei da Vereinigung mit Bayern zuagesagt worn. Es is am 1. April 1921 eröffnet worn. Da zugehörige Grichtsbezirk umfasste de coburgischen Amtsgrichtsbezirke Coburg, Neustod, Rodach und Sonnefeld und aa de bayerischen Kronach und Lichtenfels. Des Landgricht is im Gebäude vom Herzoglichen Staatsministerium, mit dem Sitzungssaal vom Coburger Landtag, am Ketschentor untabracht worn. 1945 is des zeaschtört und 1957 ois neies Justizgebäude eigweicht worn.
  • Des Amtsgricht Coburg is seit dem Johr 2000 ois Zentrales Mahngricht fia alle automatisierten gerichtlichen Mahnverfahren in Bayern zuständig.
  • Danem is zu nenna des Forst- und Domänenamt, des Gewerbeaufsichtsamt, de Handwerkskammer und de Industrie- und Handelskammer. De IHK is nur zuaständig fia de Stod und den Landkreis Coburg und somit de kloanste in Deitschland. De Institutionen gibts vor oim no aufgrund da 1920 vo Bayern geman Bestandszusage.
  • Des Landratsamt vom Landkreis Coburg is in da Stod oogsiedlt.
  • De Deitsche Johann Strauß Gesellschaft hot ihren Vereinssitz in Coburg.

Buidungseinrichtungen[VE | Weakln]

Bibliotheken und Archive[VE | Weakln]

De Landesbibliothek Coburg is 1919 in da Nochfolge vo da seit 1547 bestehenden Hof- und Staatsbibliothek vom Herzogtum Sachsen-Coburg gründet und in Schloß Ehrenburg untabracht worn. Es is a wissenschaftliche Regionalbibliothek mit üba 400.000 Bände, wovo uma 85.000 Bände zum Oidbestand vom 17. bis 19. Johrhundert ghern. Danem gibts in da Herrngasse de Stodbiacharei, hervorganga aus da Voiksbibliothek vom Coburger Kunst- und Gewerbeverein vo 1874. Im Staatsarchiv, was im Zeughaus sein Sitz hot , san üba 300.000 Archivalieneinheiten üba Coburg und den Landkreis und aa den Freistaat und des Herzogtum Sachsen-Coburg und sei Vorläufer gelagert. Zusätzlich san im Stodarchiv in da Steingasse 18.000 Akteneinheiten bis ins 13. Johrhundert reichend, vorhanden.

Hochschuin[VE | Weakln]

De Hochschui Coburg is in ihrer heitign Form 1971 entstandn. Sie führt de Tradition auf de Handwerkerschui zruck, de 1812 duach den herzoglich-sächsischen Architekten Friedrich Streib in Coburg gründet worn is. Ende da 1950er is de damalige Ingenieurschui fia Hoch- und Tiefbau duach de zwoa neien Abteilungen Maschinenbau und Elektrotechnik zum Polytechnikum erweitert worn. Des heitige Fächerangebot is sehr vielseitig und umfasst de vier Bereiche Technik, Bauen/Gestalten/Design, Wirtschaft und Sozialwesen. 2006 warn uma 3000 Studenten an da Fachhochschui eingschriem. Da Campus liegt üba da Stod auf am Berg gengüba da Veste Coburg. 1894 is mit dem Technischen Verein, der si spada in „Landsmannschaft Franco-Borussia zu Coburg“ umnannte, de erste Coburger Studentenverbindung gründet worn. Ihr foing de Technische Vereinigung Coburgia, de Oide Brünner Burschenschaft Suevia, de Katholische Studentenverbindung Thuringia und de Ingenieur-Verbindung Hildburgia. De Fachhochschui Schloß Hohenfels, a staatlich anerkannte private Hochschui fia Fachtherapien im Gesundheitswesen, is 2004 vom Klinikum Coburg und da Medau-Schui, unterstützt vo da FH Coburg, gründet worn. An da Hochschui kinnan seit 2005 de Bachelorstudiengänge Physiotherapie und Logopädie studiert wern.

Schulen[VE | Weakln]

Aufgrund seiner Funktion ois Oberzentrum gibts in Coburg fia uma 11.000 Schuikinda 25 öffentliche und 16 private Schuin. De Stod bezeichnet si selba aa ois Schuistod. So san fia de Stod und des Umland vier Gymnasien vorhanden. Des san in da Innenstod des Albertinum, a musisches und sprachliches Gymnasium, und mit 400-jähriger Tradition des Casimirianum, a humanistisches, neisprachliches und europäisches Gymnasium. Am Glockenberg lieng de zwoa andern Schuin, des Alexandrinum, a naturwissenschaftlich-technologisches, sprachliches und aa wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Gymnasium und vom Ernestinum (gegr. 1848), a mathematisch-naturwissenschaftliches, wirtschaftswissenschaftliches und eiropäisch' Gymnasium. Nem da Regiomontanus-Schui, a Staatlichen Fachoberschui und Berufsoberschui, san in da Stod aa zwoa Berufsschuin, dreizehn Berufsfachschuin (fia Wirtschaft, Hauswirtschaft, Kinderpflege, Kranken- und Kindakrankenpflege), a Landwirtschaftsschui und a Wirtschaftsschui oogsiedlt. Zwei Realschuin und aa zwölf Grund- und Hauptschuin runden des Angebot staatlicher Schuin ab. Schuin mit privater Trägaschaft san de Medau-Schui, a Fachschui fia Gymnastik, Physiotherapie und Logopädie, de Rudolf-Steiner-Schui, a Waldorfschui, und aa de ASCO Sprachenschui Coburg (staatlich anerkannte Berufsfachschui fia Fremdsprachenberufe) und de Musischui. Außerdem unterhoitn de Stod und da Landkreis a Voikshochschui. De „Sing- und Musischui im Landkreis Coburg“ is aufgrund unzureichende finanzielle Mittel abgeschafft worn.

Friedrich Rückerts Dichterhaus auf dem Goldberg bei Neuses

Persönlichkeitn[VE | Weakln]

Ehrnbiaga[VE | Weakln]

Zu de Persönlichkeiten, de mit Coburg in Verbindung bracht wern, zäit Martin Luther, der im Johr 1530 a halbats Johr auf da Vestn verweilt is, weil er am Reichstag in Augschburg weng da üba eam verhängten Acht net teilnehma kinna hot. Weiterhin is insbesondere da Dichta, Übersetzar und Orientalist Friedrich Rückert erwähnenswert, der vo 1848 bis zu seim Doad im Johr 1866 im Coburger Stodeil Neuses glebt und dort sei Grab gfundn hat. Aa da Kapellmoasta und Komponist Johann Strauß (Sohn), der 1887 Biarga vo Coburg worn is, is mit dem Nama da Stod eng vabundn.

Sonstiges[VE | Weakln]

Coburg is aa da Nam vo vei Orte in da „Neien Welt“, de in da Mehrheit vo Auswanderer aus da Region gründet worn san (schaug aa Coburg (Begriffsklärung)).

Coburg-Insel[VE | Weakln]

De Coburg-Insel liegt in da Baffin Bay im Territorium Nunavut im nördlichen Kanada; sie is noch dem deitschn Prinzn Leopold vo Sachsen-Coburg benannt, der mit Prinzessin Charlotte, da Tochter König Georg IV. vo England verheiratet gwen is.

Schiff Coburg[VE | Weakln]

Unta dem Nama „Coburg“ fahrn verschiedene Schiff. Es warn unta andam a Postdampfer vom Norddeitschn Lloyd, der 1910 sei Jungfernreise ghabt hot und 1917 vo da brasilianischen Regierung beschlagnahmt worn is. Ab 1938 hoaßn a Motorschiff vom Norddeitschn Lloyd und a Fischtrawler aus Geestemünde „Coburg“. Im Zwoaten Weltkriag is da Trawler zua Wetterbeobachtung eigesetzt und geht 1944 im Packeis verlorn. Des Motorschiff versenkt si selba 1941 im Indischen Ozean. Ab 1953 tragt a Motorschiff (ex MS „Hamburg“) da Hapag, da erste Nochkriagsneubau, den Nama da Stod. Unta dem Nama „Coburg“ fahrt drüba hinaus vo 1968 bis 1991 bei da Bundesmarine a Versorgungsschiff (A1412) da Lüneburg-Klasse, aa Trossschiff ghoaßn.

Fliaga Coburg[VE | Weakln]

1968 und 1981 is Coburg Patenstod a Boeing 737 da Lufthansa. Seit 1994 fliagt bei da Lufthansa unta da Registriernummer D-AIRD a Airbus A321-131, der auf den Nama „Coburg“ dafft worn is.

Triebzug Coburg[VE | Weakln]

A Triebzug da Baureihe 411 (1115) da Deitschen Bahn tragt seit 2003 den Nama vo da Stod.

Coburger Marsch[VE | Weakln]

Da Komponist Johann Michael Haydn widmet dem Prinzen Friedrich Josias vo Sachsen-Coburg-Saalfeld an Präsentiermarsch, da heit unta dem Nama Coburger-Marsch bekannt is.

Sender Coburg[VE | Weakln]

Bis zirka 1990 war in da Nachan vo Coburg auf dem zua Gmoa Lautertal ghörigen Lauterberg a Sender fia des DECCA-Funknavigationssystem. Auf'm Stodgebiet is da Sender Coburg-Eckardtsberg vom Bayerischen Rundfunk.

Literadua[VE | Weakln]

  • Heinz Pellender: Chronik der Stadt und der Veste Coburg da Herrn und Herrscher üba Coburg und des Coburger Land. 7. Aufl. Coburg: Fiedler-Verlag, 1989, ISBN 3-923434-08-1
  • Harald Sandner: Coburg im 20. Jahrhundert. De Chronik üba de Stadt Coburg und des Haus Sachsen-Coburg und Gotha vom 1. Jenna 1900 bis zum 31. Dezember 1999 – vo da „guten oidn Zeit“ bis zua Schwelle des 21. Jahrhundert. Geng des Vergessen. Verlagsanstalt Neue Presse, Coburg 2002, ISBN 3-00-006732-9
  • Peter Morsbach, Otto Titz: Stod Coburg. Ensembles-Baudenkmäler-Archäologische Denkmäler. Denkmäler in Bayern. Band IV.48. Karl M. Lipp Verlag, Minga 2006, ISBN 3-87490-590-X
  • Hellmut Worch: Coburg: De fränkische Krone, Stadt und Land. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1977, ISBN 3-7995-1063-X
  • Werner A. Widmann: Des is Coburg. Seewald Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-512-00663-9

Beleg[VE | Weakln]

  1. Harald Sandner: Coburg im 20. Jahrhundert. Die Chronik üba die Stadt Coburg und das Haus Sachsen-Coburg und Gotha vom 1. Jenna 1900 bis zum 31. Dezember 1999. Verlagsanstalt Neie Presse, Coburg 2002, ISBN 3-00-006732-9, S. 74
  2. www.sanktnikolauscoburg.de/gschichte.htm
  3. Nürnberger Nochrichtn 16. Juli 2007
  4. Brose Homepage
  5. Neue Presse 26. April 2008
  6. 6,0 6,1 ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt. In: Unsere Wirtschaft, De Zeitschrift da Industrie- und Handelskammer zu Coburg, 63. Johrgang, Heft 6, Juni 2008

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Coburg – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien
Spruch: Coburg – Zitat af Boarisch
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