Schweinfurt
| Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch (Cheamgau) gschrim worn. |
| Schweinfurt |
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| Basisdatn | ||
|---|---|---|
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbeziak: | Unterfranken | |
| Landkroas: | Kreisfreie Ståd | |
| Koordinatn: | Koordinaten: 50° 3′ N, 10° 14′ O 50° 3′ N, 10° 14′ O | |
| Hechn: | 202–343 m ü. NN | |
| Flächn: | 35,71 km² | |
| Eiwohna: | 53.646 (31. Dez.. 2006) | |
| Bevejkarungsdichtn: | 1502 Eiw. pro km² | |
| Sonstige Datn | ||
| Postleitzoi n: | 97401–97424 | |
| Vorwoi: | 09721 | |
| Kfz-Kennzeichn: | SW | |
| Gmoaschlissl: | 09 6 62 000 | |
| Stadtgliedarung: | 15 Stådteile/Stådbezirke | |
| Adress vo da Stadtvawoitung: |
Markt 1 97421 Schweinfurt |
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| Hoamseitn: | ||
| Politik | ||
| ObaBuargamoastarin: | Gudrun Grieser (CSU) | |
Schweinfurt is a kroasfreie Stodt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken und Vawoitungssitz vom gleichnamign Landkroas. Im Heilign Römischen Reich deitscha Nation war de Ståd freie Reichsståd (bis 1802). Schweinfurt is seit dem letzten Jåhrzehnt vom 19. Jåhrhundert Industrieståd und bis heit des Zentrum da europäischen Wälzlagerindustrie. Des Einzugsgebiet da Ståd is des östliche Untafrankn (Region Main-Rhön). Sie is nåch Wiazburg und Aschaffenburg de drittgreßte Ståd in Untafrankn und wirbt fia si mit dem Motto Industrie und Kunst.
Inhoitsvazeichnis |
Geographie[dro werkln]
Geographische Lagn[dro werkln]
Schweinfurt liegt in Untafrankn, an da Nordseitn vom Main in ebba 225 Metern Hechn. De Industrie- und Gewerbegebiete vo da Ståd lieng im Westn und südlich vom Main im Hafen/Maintal, de Wohngebiete im Nordwestn (Bergl), Nordn (Haard, Hochfeld, Steinberg, Eselshöhe) und Nordostn (Deutschhof).
Stådgliadarung[dro werkln]
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Gschicht[dro werkln]
Urkundn vo de Klöster in Weißenburg im Elsass und Fulda, de in der Schweinfurter Gengad Land besitzn , bedeitn de Begründung da Gschichte vo Schweinfurt um des Jåhr 790. Um des Jåhr 1000 ham de (Mark-)Grafn vo Schweinfurt, damois des machtigste Adelsgeschlecht im Raum vom heitign Nordbayern, eanane Hauptburg auf da Peterstirn. Nåch da Niederlage vom Grafn Heinrich vo Schweinfurt (Hezilo) duach Kine Heinrich II. im Jåhr 1003 (Schweinfurter Fehde) verliert des Geschlecht sei dominierende Position. Sowoi Graf Heinrich († 1017) ois aa sei Muatta Eila († 1015) findn im Bereich vom Burgklosters eanane letzte Ruhestätte. Des Erbe im Raum Schweinfurt kimmt greßtenteils an des Bistum Eichstätt. 1263/65 geht des Kloasta in den Besitz vom Deitschen Orden üba. Im 12. Jåhrhundert war a Siedlungsverlagerung vo da untahoib da Peterstirn glenga Oidn Stätte (Heit Oidstådstraß) nåch Westn, ummi zum Marienbach (heitige Innenståd). In dera Zeit vollziagt si de Entwicklung zua Reichsståd. Kaiser Friedrich II. und sei Bua Heinrich verleihn Schweinfurt as Markt- und Münzrecht. Aus dera Zeit stamman de äidestn Teile vo da Stådpfarrkira St. Johannis. Im Kampf um de Vorherrschaft in Mainfrankn zwischn de Henneberger und am Bischof vo Wiazburg is Schweinfurt zwischn 1240 und 1250 zerstört worn (Erschts Stådverderm). Kine Rudolf vo Habsburg (1273-1308) stellt dann de Rechte vom Reich wieda her. Seine Nåchfoiga verpfändn de Ståd an de Henneberger und an Wiazburga Bischof, woduach de Reichsfreiheit erneit in Gefahr grat. 1361/85 kinnan si de Biarga duach erhebliche Opfer selba aus dera Pfandschaft befrein und damit endguitig de Reichsfreiheit sichern. 1436/37 kafft da Rat vo da Ståd des benachbarte Oberndorf und aa vom Deitschn Orden de Burg auf da Peterstirn und no dazua de Dörfer Zell und Weipoltshausen. Des kloane reichsstädtische Territorium werd 1620 no um Madenhausen ergänzt. 1554 is Schweinfurt im so ghoaßna Zweiten Markgrafenkriag erneut zerstört worn (Zwoats Stådverderm). Bis heit erhoitnes Zeignis fia den Wiederaufbau in dera Zeit is des Renaissance-Rathaus. De seit 1542 evangelische Reichsståd war vollständig vom katholischen Hochstift Wiazburg umgem. Bis zum End vom Alten Reiches war de Politik da Ståd vom Selbstbehauptungswuin gengüba dem übamachtigen Nachbarn bestimmt. Duach den Reichsdeputationshauptschluß werd de Ståd 1802 erstmois, 1814 erneut und ab iatz dann endguitig bayerisch. Dazwischn war vo 1810 bis 1814 de Zugehörigkeit zum Groaßherzogtum Würzburg. Mit am Bau vo de Eisenbahnlinien nåch Meiningen und Bad Kissingen im Jåhr 1854 is Schweinfurt a Eisenbahnknotenpunkt worn. Seit ca. 1890 werd de Entwicklung da Ståd maßgeblich vo da Metall-Industrie bestimmt. Duach de Industrialisierung erlebt Schweinfurt zwischn 1840 (7.700 EW) und 1939 (49.000 EW) prozentual (635%) nåch Nürnberg des greßte Bevoikerungswachstum vo alle Städt in Frankn.[1] In de Jåhr 1943 bis 1945 fügn 15 greßere Fliagaoogriffe da Ståd schwaare Schädn zua. Heftige Angriffe erfoign am 17. August mit 376 Bomba und am 14. Oktober 1943 mit 291 Bomba. Da greßte Angriff findt am 24. Feba 1944 im Rahmen da Big Week mit 1100 Bomba statt. Dabei wern aa vei Dörfer im Umland fast ganz zerstört. Insgesamt werfan de Fliaga an dem Tag 3600 Sprengbombn und 32.500 Brand- und Phosphorbombn ab.[2] [3] [4] [5]
Chronologie[dro werkln]
- 791 Erste urkundliche Erwähnung ois Swinfurt
- 1240/50 Erstes Stådverderm
- 1254 Erste Erwähnung ois Reichsståd
- 1437 Kaf vo da Deitsch-Ordensburg auf da Peterstirn
- 1542 Übertritt zum Protestantismus
- 1554 zwoates Stådverderm im Markgräflerkriag
- 1627-50 Während am Dreißigjährigen Kriag häufige Truppneiquartierungen
- 1652 Gründung vo da Leopoldina
- 1802 Verlust da Reichsunmittelbarkeit, erstmaliger Übergang an Bayern
- 1810-1814: Zuaghörigkeit zum Großherzogtum Wiazburg
- 1814 Endguitiger Übergang an des Kinereich Bayern
- 1814 Erfindung vom Schweinfurter Grean
- 1852 Ooschluss an de Eisenbahn
- 1872 Gründung vo da Firma Kugelfischer
- 1883 Entwicklung da erschtn Kugelschleifmaschin duach Friedrich Fischer
- 1890 Gründung vo da Firma Fries & Höpflinger (ab 1896 Deitsche Gußstahlkugelfabrik AG), spada SKF
- ab 1890 Entwicklung zua Industrieståd
- 1895 Gründung vo da Firma Fichtel & Sachs
- 1919 Eigmeindung vo Oberndorf; de Eiwohnazahl steigt auf üba 30.000
- 1932 Eröffnung vom Ernst-Sachs-Bades
- 1936 Eröffnung vom Willy-Sachs-Stadions
- 1936 Errichtung a Garnison
- 1943–1945 schwaare Kriagsschäden (Dritts Stådverderm)
- 1953 erstmois mehr ois 50.000 Eiwohna
- 1965 in Schweinfurt gibt's ebenso vei Arbatsplätze wia de Ståd Eiwohna håt (ca. 55.000). Schweinfurt is nåch Nürnberg, Augschburg und Minga da wichtigste Industriestandort in Bayern. FAG Kugelfischer, Fichtel & Sachs und SKF GmbH zäin zu den 100 greßten Industrieunternehma vo Deitschland.
- 1966 Des "Theater da Ståd Schweinfurt" werd eröffnet
- 1971 Gründung vo da Abteilung Schweinfurt da Fachhochschui Wiazburg
- 1982 Eröffnung des Leopoldina-Krangahauses
- 1992/93 Krise vo de Groaßbetriebe, Verlust vo mehr ois 10.000 Arbatsplätze
- 2000 Eröffnung vom Museum Georg Schäfer
Ortsnam[dro werkln]
Seit 791 is da Nam Swinfurt bekannt. Da Nam änderte si vo Suinuurde üba Suinfurte, Swinvordi, Sweinvort und Sweinfurt am End zu Schweinfurt. Aa da lateinische Name Porcivadum entspricht dem Sinn a fia Säu gangbare Furt. A Heimatdichter reimte foigende Interpretation:
- „Da Name Schweinfurt stammt genau
- Da Chronik nåch vonera Sau,
- Un´"furt", dos stammt vom seicht´n Mee,
- Da sen´die Säu nü groß un´ klee.“
Friedrich Rückert kommentierte den Nama seiner Geburtsståd:
- „Hättest Mainfurt, hättest Weinfurt heißen können, weil du führest Wein, aba Schweinfurt, Schweinfurt sollt es sein.“
Wappn[dro werkln]
Im 15. Jåhrhundert war da Adler auf'm Wappn vo da Ståd suibafarben auf schwarzm Hintagrund, im Jåhr 1608 wern de Farbn suiber auf violett erwähnt. Spada - zum seng aa auf de Rathausfassadn - is' a schwarzer Adler auf goldenem Hintergrund. Seit 1771 san de gengwärtigen Farbn suiber auf blau in Benutzung [6].
Politik[dro werkln]
In da Arbaterståd war de SPD vei Jåhrzehnte de stärkste politische Kraft auf lokaler Ebene. Lange Zeit verfügt sie üba a absolute Mehrheit im Stådrat und stellt vo 1920 bis 1933 und aa vo 1946 bis 1992 den Obabuargamoasta. Nach da schwaren Wirtschaftskrise am Beginn da 1990er Jåhr und dem Amtsantritt da Obabuargamoastarin Gudrun Grieser (CSU) im Jåhr 1992 verschiabt si des Machtzentrum im Stådrat hi zua CSU. Seit 1990 ziang vermehrt Vertreter vo de kleanan Parteien und Wählerlistn in de Stådrat ei. De CSU is davo weniger betroffen ois de SPD, de erhebliche Eibuaßn hinnehma muaß. De Zahl der im Stådrat vertretna Gruppierungen steigt 2008 auf neine oo. Den Stådrat vo Schweinfurt buildn 44 gwäite Vertreter (dazua kommt die/der hauptamtliche Obabuargamoasta /in). De ghern foigende Parteien und Wählergmoaschaften oo (Zoi da Sitz fia de Woiperiode 2008–2014):
- CSU 18
- SPD 9
- Schweinfurter Liste 4
- De Linke 4
- Pro Schweinfurt 3
- FBU 2
- Bündnis 90/De Greana 2
- De Republikaner 1
- FDP und Freie Biarga 1 [7]
Vom Stådrat gwäiter Buargamoasta und damit Stellvertreter da Obabuargamoasta in is Otto Wirth (CSU).
Gesellschaft und Soziales[dro werkln]
De Arbatslosenquote in da Ståd Schweinfurt sinkt in de letzten Jåhr vo fast 20 % in de Krisenjahr 1993/94 auf unta 8 % (Friahjahr 2008). Menschn, de damois mit Mitte 50 arbeitslos worn san, san heit Rentner. Inzwischn beklagt de Industrie an Mangel an guat ausbildete Fachkräft. Bei alle Aussagen üba de soziale Lage muaß berücksichtigt wern, daß de Familien vo jungen, besser verdienenden Industriebeschäftigten überwiegend in de unmittelbar angrenzenden Vororten (z. B. Sennfeld, Gochsheim, Schwebheim, Bergrheinfeld, Niederwerrn, Dittelbrunn), de bereits zum Landkreis gehören, lem, während in da Ståd vor oim Ältere und Geringverdiener wohnan. Des is da Hauptgrund, weshalb de Ståd im Zukunftsatlas 2007 trotz aller wirtschaftlichen Dynamik im Bereich 'Soziales' deitschlandweit nur auf an hinteren Platz kimmt und de hechste Seniorenquote vazeichnet. In de 1990er Jåhr konn de Eiwohnazahl nur duach staatlich glenktn, massiven Zuazug aus Osteiropa annähernd stabil ghalten wern. Russlanddeitsche und ehemalige Gastarbeiter, vor oim Türken, stelln heit a Viertel vo da Bevölkerung. Des relativ niedrige Lohnniveau in da Arbataståd und de damit einhergehende geringe Kaufkrauft bedingan vergleichsweis niedrige Lemshaltungskosten. Da is aa da letzte groaße US-Standorte in Bayern. Insgesamt lem im Raum Schweinfurt, wenn sie net gerad auf am Auslandsaufenthalt (Irak) san, mehr ois 11.000 US-Biarga. De Ståd Schweinfurt nimmt seit da Hartz-IV-Reform ois oana vo 69 zugelassene Trägan am Optionsmodell teil. De Stådverwaltung is dabei seit 2005 fia de Vermittlung und Leistungsbewilligung fia Langzeitarbeitslose aus da Ståd zuaständig. Dazua is de Stabsstelle Beschäftigung und Grundsicherung gründet worn[8][9].
Kultur und Sengaswürdigkeitn[dro werkln]
De Ståd Schweinfurt vergibt alloi Jahr den Friedrich-Rückert-Preis da Ståd Schweinfurt an herausragende Schriftsteller. In da seinerzeitigen Reichsståd Schweinfurt is 1652 de Deitsche Akademie da Naturforscher Leopoldina vo vier Ärzte gründet worn(benannt nåch Kaiser Leopold I.), de heit den Sitz in Halle an da Saale håt. Des Leopoldina Krangahaus erinnert heit no an de Gründung. De Akademie verleiht de Carus-Medaille fia herausragende wissenschaftliche Tätigkeiten. Seit 1961 verleiht de Ståd Schweinfurt den Trägan da Carus-Medaille den Carus-Preis.
Theater[dro werkln]
- Theater da Ståd Schweinfurt
- Kulturwerkstatt Disharmonie
- Hans Sachs Gruppe - Pflege des spätmittelalterlichen Fastnachtspuis, da Literatur im Allgemeinen und vom Renaissancetanz
- Puppentheater ohne Namen
Museen[dro werkln]
- Des Museum Georg Schäfer präsentiert de bedeitend ste Privatsammlung deitscha Malerei vom 20. Jåhrhundert .
- Enthoit rund tausend illustrierte Drucke, vornehmlich des 15. und 16. Jåhrhundert, drunta de nahezu vollständige Sammlung vo Dürer-Stichen in hochwertiger Qualität. A zwoata Sammlungsschwerpunkt san de Erstausgaben deitscha Literatur vo da Reformationszeit bis zum Realismus.
De Museen und Galerien da Ståd Schweinfurt betreuen foigende Einrichtungen:
- Galerie Oide Reichsvogtei: zeitgenössische Kunst in Franken; ab 2009 Kunsthalle Schweinfurt im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad.
- Museum Altes Gymnasium: Schwerpunkte da heimatgeschichtlichen Sammlung san de Friahgschichte seit dem 9. Jåhrhundert, Darstellungen da Reichsstådzeit, vo de Biargakultur, des Zunftlebens und des Beginns da Industrialisierung
- Halle Oids Rathaus (Wechselausstellungen)
- Museum Gunnar-Wester-Haus zoagt Gengstände da Feuererzeugung und Beleuchtungskörper (Sammlung Graf Luxburg)
- Naturkundliches Museum: Vogelsammlung da Brüder Schuler, Herbarium Emmert, Schmetterlinge
- Künstlerhof Oberndorf
Musik[dro werkln]
- Kulturhaus Stattbahnhof
Bauwerk[dro werkln]
- Museum Georg Schäfer vo Voiker Staab
- Renaissance-Rathaus
- Altes Gymnasium
- Ebracher Hof
- Schrotturm
- Zeughaus
- Historische Oidståd
- Historische Stådmauer
Kirchen[dro werkln]
- St.-Johannis-Kira (ev.)
- St. Salvator-Kira (ev.)
- Gustav-Adolf-Kira (ev.)
- Auferstehungskirche (ev.) vo O.A.Gulbransson
- St. Lukas-Kira (ev.)
- Heilig-Geist-Kira (katholisch)
- Kilianskirche (kath.) vo Hans Schädel mit Glasfenster vo Georg Moastamann
- St. Anton (kath.)
- St. Peter und Paul (kath.)
- St. Michael (kath.)
- Maria Hilf (kath.)
- Christkönig (kath.)
- St. Josef (kath.)
Parks[dro werkln]
- Wuidpark 'An den Eichen'
- Wehranlagen
- Chateau d'un-Park
- Motherwell-Park
- Seinäjoki-Park
- Pfister-Park
Vereine[dro werkln]
- 1. FC Schweinfurt 05
- 1. Radlfahrer-Vereinigung 1892 Schweinfurt e. V. (Radball)
- ERV Schweinfurt "Mighty Dogs" (Eishockey)
- Freie Turner Schweinfurt (FTS)
- TV Jahn
- SC 1900 Schweinfurt
- Schweinfurter Ruder-Club Franken v. 1882 e.V. www.schweinfurterruderclub.de
Wirtschaft und Infrastruktur[dro werkln]
Schweinfurt is des industrielle Zentrum Unterfrankens, vom üba ca. 48.000 Arbatsplätze verfügt (2006), es is umgem vo a weitgehend landwirtschaftlich geprägten Region. Hierher kemman täglich Pendler aus bis zu 40 km Entfernung. Nåch a schwaren Krise am Beginn da 1990er Jåhr mit dem Verlust vo mehr ois 10.000 Arbatsplätz erlebt de örtliche Industrie seit da Jåhrtausendwende an neien Boom. Des Schweizer Forschungsinstitut Prognos setzt Schweinfurt im Zukunftsatlas 2007 im Bereich Dynamik beim Vergleich vo 439 deitschn Städt und Landkreisen auf Platz 1 (Zukunftsfähigkeit allgemein: Platz 19). Dank hoacha Gwerbesteiaeinnahmen kinnan in de letzten Jåhr groaße Investitionen getätigt wern (Konferenzzentrum, Kunsthalle, Oidståd-Sanierung, Silvana-Hallenbad, Stådbiacharei im Ebracher Hof) und dennoch de Schulden mehr ois halbiert wern (50 Millionen Euro Ende 2007). Da Rücklagen fast in gleicher Höhe vorhanden sind, war de Ståd Ende 2007 praktisch schuldenfrei. In da erschtn Hälfte vom 19. Jåhrhundert war Schweinfurt a Zentrum da deitschn Farbenindustrie. Wilhelm Sattler exportierte des (hochgiftige) Schweinfurter Grün in alle Erdteile. Mit am Aufkommen da Anilin-Farben (BASF, Hoechst AG) verliert es aba ab 1860 an Bedeutung. A Farbenfabrik (Deifel) produziert bis heit in Schweinfurt. Geprägt werd de Ståd seit ca. 1890 vo da metallverarbatenden Industrie. Größte Arbatgeba san da Automobilzulieferer ZF Sachs AG (ehemals Fichtel & Sachs), de zwoa Wälzlagerhersteller Schaeffler KG (ehemals FAG Kugelfischer) und SKF (Svenska Kullagerfabriken) (vormals Vereinigte Kugellagerfabriken AG (VKF), Fries & Höpflinger) und aa de Bosch Rexroth Mechatronics GmbH (ehemals Deitsche Star) und Fresenius Medical Care. Um 1970 erreicht de Schweinfurter Industrie mit üba 30.000 Beschäftigten bei insgesamt 56.000 Arbatsplätz de Höhepunkt. Nåch am Tiefststand im Jåhr 1997 mit nur no 17.000 Arbatnehmern warn Ende 2007 wieda üba 21.000 Leit in da Schweinfurter Industrie beschäftigt. Im Zweiten Weltkriag is de Ståd aufgrund da Konzentration da kriagswichtigen Wälzlagerproduktion (Üba 60 % da Gesamtproduktion des Deitschen Reiches) wiedaholt des Ziel amerikanischer Bomberangriffe, duach de die Produktion zeitweise lahmgelegt worn is. Unta groaße Anstrengungen san de Fabriken repariert oda ersetzt und teilweis bunkerartig geng Bomben geschützt. Es san aba aa groaße Teile da Produktion in andere Standorte, u. a. Nåch Eltmann, Ebern, Elfershausen und in de Baubetrieb Neuståd verlegt. Ende 1944 warn in de Schweinfurter Betrieben mehr ois 10.000 Zwangsarbeiter beschäftigt. De Belegschaftszahlen da drei Großbetriebe lassn Entwicklung und Bedeutung da Schweinfurter Produktionsstätten fia de Kriagswirtschaft, Rüstung und Motorisierung vor dem und im zwoaten Weltkriag erkennen[10]:
| 1932/33 | 1938/39 | 1944/45 | |
|---|---|---|---|
| Kugelfischer | 2.800 | 8.000 | 11.700 |
| VKF (SKF) | 2.000 | 6.000 | 8.000 |
| F & S | 2.300 | 6.700 | 7.100 |
Vakehr[dro werkln]
Schweinfurt is mit am Binnenhafen am Main, drei Autobahnen (A7, A70 und A71) und drei Bahnhöfen (Schweinfurt Hauptbahnhof, Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Ståd) da Deitschen Bahn AG ins Vakehrsnetz eingebunden.
Schienenvakehr[dro werkln]
Drei Nahvakehrsstrecken, de teils an des Fernvakehrsnetz anbinden, verlaffa duach Schweinfurt:
- Schweinfurt–Bad Kissingen–Gemünden (Fränkische Saaletalbahn)
- Wiazburg–Schweinfurt–Bamberg (Bahnstreckn Wiazburg–Bamberg)
- Schweinfurt–Münnerståd–Mellrichståd Bahnhof–Erfurt bzw. Meiningen (Bahnstreckn Erfurt–Schweinfurt)
Drüba hinaus gibt's zwoa weitere Bahnstrecken:
- De Schweinfurt–Kitzingen is stillgelegt, is aba betriebsbereit und werd glengtlich fia den Giatavakehr und Sonderzugfahrten gnutzt.
- Waigolshausen–Gemünden; De elektrifizierte eingleisige Bahnstreckn zweigt in Waigolshausen vo da Kursbuchstrecke 810 ab. In Gemünden trifft sie auf de Hauptstrecken Wiazburg–Fulda und Wiazburg–Aschaffenburg und is damit a wichtige Umgehung des Bahnknotens Wiazburg. Sie werd ohne Ausnahm fia den Gütervakehr gnutzt (schaug unta Werntalbahn).
Schweinfurt håt an Hauptbahnhof und zwoa Haltepunkte (Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stådbahnhof) und aa a Containerterminal.
Stådvakehr[dro werkln]
Da innerstädtische Vakehr werd duach 20 Omnibuslinien abgewickelt. Vo 1895 bis 1921 vakehrt de Städtische Straßnbahn Schweinfurt. De Omnibusvakehr Franken (OVF) benutzt de Ståd ois Knotenpunkt in eanam Regionalbusnetz.
Autobahnen[dro werkln]
- De A 7 verlafft in Nord-Süd-Richtung vo da dänischen zua östareichischen Grenze; Anschlußstei Schweinfurt/Niederwerrn und Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck (zur A 70)
- De A 70 beginnt am Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck (zur A 7) und verlafft üba Bamberg bis zum Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach (zur A 9)
- De A 71 beginnt am Autobahndreieck Werntal (zur A 70) und verlafft üba des Autobahnkreiz Erfurt (zur A 4 zum Autobahndreieck Südharz (zur A 38). De Streckn zwischn Sömmerda und Autobahndreieck Südharz soll bis 2012 fertiggstellt sei.
Bundesstraßn[dro werkln]
Schweinfurt liegt an folgenden Bundesstraßn:
- B 19 (Eisenach–Ulm)
- B 26 (Riedbach–Bamberg)
- B 286 (Enzlar–Bad Brucknau)
- B 303 (A 7, Anschlußstei Schweinfurt/Niederwerrn–Schirnding)
Flugplätze[dro werkln]
- Da Flugplatz Schweinfurt-Süd håt a Graspistn; er dient in ersta Linie zum Starten und Landen da Motor- und Segelfliaga vom Aeroclub Schweinfurt e. V. und aa ois Vakehrsanbindung fia Geschäftsfliaga und -hubschrauber.
- Da Flugplatz Haßfurt-Schweinfurt im ca. 25 Kilometa entfernten Haßfurt, werd ois Vakehrslandeplatz aa vo greßan Fliaga oogflong.
Medien[dro werkln]
In Schweinfurt untahoit da Bayerische Rundfunk (BR) a Korrespondentenbüro, sei Leiter Norbert Steiche is, der de Planungsregion Main-Rhön mit regionalen Informationen in da Sendung "Mittags in Mainfrankn (Montag bis Freitag: 11:59 bis 12:57 Uhr) auf da UKW-Frequenz 98,3 MHz (Bayern 1) versorgt. Weitere Berichte aus da Region wern nåch Bedarf vo Schweinfurt bzw. dem Sender Kreuzberg üba des Regionalstudio in Wiazburg, nåch Minga zu den Studios vo Bayern 2 (93,1 MHz), Bayern 3 (96,3 MHz), Bayern 4 Klassik (107,9 MHz) und B 5 aktuell (105,3 MHz) geliefert. Weida besteht dort de private Schweinfurter Rundfunk GmbH & Co. Studiobetriebs-KG, de seit 1991 des Hörfunkprogramm Radio Primaton (100,5 MHz) und regionale Berichte fia de Region Main-Rhön sendet. Zwei regionale Fernsehanbieter versorgen Schweinfurt und de Region Main-Rhön mit Lokalfernsehen: TV Touring, da net nur im regionalen Kabelnetz, sondern aa üba an digitalen Satellitentransponder (Franken SAT) auf ASTRA (19,2° Ost) zu empfangen is, und TV1 Schweinfurt, da allawei donnerstags auf den Frequenzen vo TV Touring Sei Programm ausstrahlt. Ois Rundfunksender da amerikanischen Streitkräfte sendet des American Forces Network (AFN) aus Wiazburg vo am kloana, geng Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast auf dem Areal da US-Streitkräfte (Senderstandort: 9° 58' 53" östliche Länge, 49° 47' 32" nördliche Breite), Mittelwellenfrequenz 1143 kHz und da UKW-Frequenz 104,9 MHz. Ois Tageszeitungen erscheinan des Schweinfurter Tagblatt und de kleanere (katholische) Voikszeitung, oi zwoa vertriem duach de Main-Post-Verlagsgruppn (gehört zua Verlagsgruppn Holtzbrinck) mit Sitz in Wiazburg-Heuchelhof. Am Mittwoch und Sonntag erscheint des Anzeigenblattl 'Schweinfurter Anzoaga', am Donnerstag da 'Schweinfurter Markt' und am Sonntag 'Main Sonntag'. Zweimal pro Jåhr (Mai und November) erscheint fia Studierende da Universität Wiazburg und da Fachhochschui Wiazburg-Schweinfurt de hochschuiigene Zeitschrift BLICK, de vor oim üba Themen aus da Forschung informiert. Bis Juli 2006 is de Hoschschulzeitung Julius kostenlos verteilt, aba is des Projekt nåch zwoa Jåhr, unta Protest da Studierenden, aus finanziellen Gründen eigstellt worn. Weida gibt's des groschenheft, des mit a IVW-geprüften Auflage monatlich erscheint. Fia den Leser is' kostenlos und liegt an zahlreichen Auslagestellen in und um de Ståd aus. Es is Mitglied im Bewegungsmelderverbund. Es informiert üba sämtliche Veranstaltungen aus de Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik usw. fia de Ståd und den Landkreis Schweinfurt.
Öffentliche Eirichtunga[dro werkln]
- Sport- und Freizeitbad Silvana
- Stådbiacharei
- Musischui
- Willy-Sachs-Stadion (15.000 Zuschauer)
- Kunsteisbahn Icedome (3.500 Zuschauer)
- Erholungsanlage Wehranlagen
- Badesee am Schweinfurter Kreuz
- Wuidpark an den Eichen
Buidung[dro werkln]
- Gymnasien
- Bayernkolleg Schweinfurt
- Friedrich-Fischer-Schule
- Staatliche Fachoberschui
- Staatliche Berufsoberschui
- Realschuin
- Wilhelm-Sattler-Realschui
- Walther-Rathenau-Realschui
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Persönlichkeitn[dro werkln]
Buam und Dechta vo da Ståd[dro werkln]
- Heinrich vo Schweinfurt ghoaßn Hezilo (* Mitte vom 10. Jåhrhundert; † 18. September 1017), Markgraf vo Schweinfurt,
- Judith vo Schweinfurt (* in ebba 1003) Herzogin vo Böhmen
- Johannes Cuspinian (* 1473; † 1529), Humanist, Dichter und kaiserlicher Diplomat
- Jacob Haylmann (* 1475; † 1525 in Annaberg), Baumoasta, er vollendet de St.-Annenkirche in Annaberg
- Heinrich Salmuth (* 2. März 1522; † 20. März 1576) , Theologe
- Johann Lorenz Bausch(* 30. September 1605; † 17. November 1665), Medizina
- Johann Lorenz Bach (* 10. September 1695; † 14. Dezember 1773), Komponist
- Johann Elias Bach (* 12. Feba 1705; † 30. November 1755), Komponist
- Margarethe Geiger (* 1783; † 4. September 1809 in Wean), Malarin, Zeichnerin, Grafikerin
- Friedrich Rückert (* 16. Mai 1788; † 31. Jenna 1866), Orientalist, Dichter
- Philipp Moritz Fischer(* 1812; † 1890), Erfinda, Konstrukteur
- Carl Christian Giegler alias Giegler Pascha (* 1844; †1921), Telegrapheningenieur und Gouverneur des Sudan
- Theodor Fischer (* 28. Mai 1862; † 25. Dezember 1938 in Minga), bedeitender Architekt und Stådplana
- Erich Toenniessen (* 13. November 1883; † 1958), Internist
- Willy Sachs(* 23. Juli 1896; † 19. November 1958), Industriella, SS-Mo und Sturmbannführa
- Georg Schäfer (* 7. August 1896; † 27. Jenna 1975) Unternehma
- Karl Astel (* 26. Feba 1898;, † 4. April 1945 in Jena), Rassenhygienika
- Otto Koch (* 20. Feba 1902; † 3. Jenna 1948 in Weimar/Buchenwald, Obabuargamoasta vo Weimar im Drittn Reich
- Erhart Kästner (* 13. März 1904; † 3. Feba 1974 in Staufen im Breisgau), Schriftstella und Bibliothekar
- Giselher Wirsing (* 15. April 1907; † 23. Mai 1975 in Stuttgart), Journalist
- Heini Dittmar (* 30. März 1911; † 28. April 1960), Segelfliaga
- Albin Kitzinger (* 1. Feba 1912; † 6. August 1970), Fuaßboinationalspuia
- Andreas "Ander" Kupfer (* 7. Mai 1914; † 30. April 2001), Fuaßboinationalspuia
- Hubert Glaser (* 23. Dezember 1928; Historika)
- Paul Maar (* 13. Dezember 1937), Kindabuachautor
- Gerhard Haase-Hindenberg (* 14. Mai 1953), Schauspuia, Regisseur, Publizist und Buachautor
- Stefan Marquard (* 20. Juni 1964), Spitznkoch
- Tommy Jaud (* 16. Juli 1970); Drahbuachautor, deitscha Schriftstella
- Sebastian Kenig (16. Juli 1984), VIVA-Moderator
Persönlichkeiten, de vor Ort wirken bzw. wirkten[dro werkln]
- Gustav Gunsenheimer, Komponist und Chorleiter, Träga vom Bundesverdienstkreiz
- Wilhelm Höpflinger, Kugellagerfabrikant und Erfinder
- Ernst Sachs, Industrieller, Erfinder vo da Torpedo-Fahrradnabn
- Wilhelm Sattler, Unternehmer, Kunststammler
Siehe aa[dro werkln]
Qejn[dro werkln]
- ↑ Werner Bätzing, De Bevölkerungsentwicklung in de Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfrankn im Zeitraum 1840-1999, in: Jåhrbuch fia fränkische Landesforschung 61 (2001), S. 196.
- ↑ Schweinfurter Tagblattl vom 23. Feba 1984
- ↑ Sonderbeilag vom Schweinfurter Tagblatt vom 16. März 1985
- ↑ Operation Double Strike
- ↑ Big Week
- ↑ http://www.ngw.nl/int/dld/s/schweinf.htm
- ↑ http://www.schweinfurtserver.de/wahl/
- ↑ Homepage da Ståd Schweinfurt
- ↑ Homepage Projekt FünfzigPLUSArbat
- ↑ Schweinfurter Tagblattl vom 11. Feba 1984
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