Schweinfurt

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Schweinfurt
Wappn vo Schweinfurt
Schweinfurt
Deitschlandkartn, Position vo Schweinfurt heavoghom
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbeziak: Untafrankn
Landkroas: Kroasfreie Stod
Koordinatn: Koordinaten: 50° 3′ N, 10° 14′ O 50° 3′ N, 10° 14′ O
Hechn: 202–343 m ü. NN
Flächn: 35,71 km²
Eiwohna: 53.646 (31. Dez.. 2006)
Bevejkarungsdichtn: 1502 Eiw. pro km²
Sonstige Datn
Postleitzoi n: 97401–97424
Vorwoi: 09721
Kfz-Kennzeichn: SW
Gmoaschlissl: 09 6 62 000
Stadtgliedarung: 15 Stodei/Stodbeziak
Adress vo da
Stadtvawoitung
:
Markt 1
97421 Schweinfurt
Hoamseitn:
Politik
Obabuagamoastarin: Gudrun Grieser (CSU)
Rückertdenkmal und Rathaus

Schweinfurt is a kroasfreie Stod im bayerischen Regierungsbezirk Untafrankn und Vawoitungssitz vom gleichnamign Landkroas. Im Heilign Remischn Reich wor de Stod a freie Reichsstod (bis 1802). Schweinfurt is seitm letzten Joarzehnt vom 19. Joarhundert Industriestod und bis heit des Zentrum vo da eiropäischen Wäizlogaindustrie. Des Einzugsgebiet vo da Stod is des estliche Untafrankn (Region Main-Rhön). Sie is noch Wiazburg und Aschaffenburg de drittgresste Stod in Untafrankn und wirbt fia si mitm Motto Industrie und Kunst.

Eadkund[VE | Weakln]

Geografische Log[VE | Weakln]

Schweinfurt liegt in Untafrankn, an da Nordseitn vom Main in ebba 225 Metern Hächn. De Industrie- und Gewerbegebiete vo da Stod lieng im Westn und sidli vom Main im Hafen/Maintal, de Wohngebiete im Nordwestn (Bergl), Nordn (Haard, Hochfeld, Steinberg, Eselshöhe) und Nordostn (Deutschhof).

Stodgliedarung[VE | Weakln]

Gschicht[VE | Weakln]

Urkundn vo de Klöster in Weißenburg im Elsass und Fulda, de in der Schweinfurter Gengad Land besitzn , bedeitn de Begründung da Gschichte vo Schweinfurt um des Johr 790. Um des Johr 1000 ham de (Mark-)Grafn vo Schweinfurt, damois des machtigste Adelsgeschlecht im Raum vom heitign Nordbayern, eanane Hauptburg auf da Peterstirn. Noch da Niederlage vom Grafn Heinrich vo Schweinfurt (Hezilo) duach Kine Heinrich II. im Johr 1003 (Schweinfurter Fehde) verliad des Geschlecht sei dominierende Position. Sowoi Graf Heinrich († 1017) ois aa sei Muatta Eila († 1015) findn im Bereich vom Burgklosters eanane letzte Ruhestätte. Des Erbe im Raum Schweinfurt kimmt greßtenteils an des Bisdum Eichstätt. 1263/65 geht des Kloasta in den Besitz vom Deitschen Orden üba. Im 12. Johrhundert war a Siedlungsverlagerung vo da untahoib da Peterstirn glenga Oidn Stätte (Heit Oidstodstraß) noch Westn, ummi zum Marienbach (heitige Innenstod). In dera Zeit vollziagt si de Entwicklung zua Reichsstod. Kaiser Friedrich II. und sei Bua Heinrich verleihn Schweinfurt as Markt- und Münzrecht. Aus dera Zeit stamman de äidestn Teile vo da Stodpfarrkira St. Johannis. Im Kampf um de Vorherrschaft in Mainfrankn zwischn de Henneberger und am Bischof vo Wiazburg is Schweinfurt zwischn 1240 und 1250 zeaschtört worn (Erschts Stodverderm). Kine Rudolf vo Habsburg (1273-1308) stellt dann de Rechte vom Reich wieda her. Seine Nochfoiga verpfändn de Stod an de Henneberger und an Wiazburga Bischof, woduach de Reichsfreiheit erneit in Gefahr grat. 1361/85 kinnan si de Biarga duach erhebliche Opfer selba aus dera Pfandschaft befrein und damit endguitig de Reichsfreiheit sichern. 1436/37 kafft da Rat vo da Stod des benachbarte Oberndorf und aa vom Deitschn Orden de Burg auf da Peterstirn und no dazua de Dörfer Zell und Weipoltshausen. Des kloane reichsstädtische Territorium werd 1620 no um Madenhausen ergänzt. 1554 is Schweinfurt im so ghoaßna Zweiten Markgrafenkriag erneut zeaschtört worn (Zwoats Stodverderm). Bis heit erhoitnes Zeignis fia den Wiederaufbau in dera Zeit is des Renaissance-Rathaus. De seit 1542 evangelische Reichsstod war vollständig vom katholischen Hochstift Wiazburg umgem. Bis zum End vom Alten Reiches war de Politik da Stod vom Selbstbehauptungswuin gengüba dem übamachtigen Nachbarn bestimmt. Duach den Reichsdeputationshauptschluß werd de Stod 1802 erstmois, 1814 erneut und ab iatz dann endguitig bayerisch. Dazwischn war vo 1810 bis 1814 de Zugehörigkeit zum Groaßherzogdum Würzburg. Mit am Bau vo de Eisenbahnlinien noch Meiningen und Bad Kissingen im Johr 1854 is Schweinfurt a Eisenbahnknotenpunkt worn. Seit uma 1890 werd de Entwicklung da Stod maßgeblich vo da Metall-Industrie bestimmt. Duach de Industrialisierung erlebt Schweinfurt zwischn 1840 (7.700 EW) und 1939 (49.000 EW) prozentual (635%) noch Nürnberg des greßte Bevoikerungswachsdum vo alle Städt in Frankn.[1] In de Johr 1943 bis 1945 fügn 15 greßere Fliagaoogriffe da Stod schwaare Schädn zua. Heftige Angriffe erfoign am 17. August mit 376 Bomba und am 14. Oktober 1943 mit 291 Bomba. Da greßte Angriff findt am 24. Feba 1944 im Rahmen da Big Week mit 1100 Bomba statt. Dabei wern aa vei Dörfer im Umland fast ganz zeaschtört. Insgesamt werfan de Fliaga an dem Dog 3600 Sprengbombn und 32.500 Brand- und Phosphorbombn ab.[2][3][4][5]

Chronologie[VE | Weakln]

Schweinfurt 1648
  • 791 Erste urkundliche Erwähnung ois Swinfurt
  • 1240/50 Erstes Stodverderm
  • 1254 Erste Erwähnung ois Reichsstod
  • 1437 Kaf vo da Deitsch-Ordensburg auf da Peterstirn
  • 1542 Ibatritt zum Protestantismus
  • 1554 zwoates Stodverderm im Markgräflerkriag
  • 1627-50 Während am Dreißigjährigen Kriag häufige Truppneiquartierungen
  • 1652 Gründung vo da Leopoldina
  • 1802 Verlust vo da Reichsunmiddelbarkeit, erstmoliga Ibagang an Bayern
  • 1810-1814: Zuaghörigkeit zum Großherzogdum Wiazburg
  • 1814 Endguitiger Ibagang an des Kinereich Bayern
  • 1814 Erfindung vom Schweinfurter Grean
  • 1852 Ooschluss an de Eisenbahn
  • 1872 Gründung vo da Firma Kugelfischer
  • 1883 Entwicklung da erschtn Kugelschleifmaschin duach Friedrich Fischer
  • 1890 Gründung vo da Firma Fries & Höpflinger (ab 1896 Deitsche Gußstahlkugelfabrik AG), spada SKF
  • ab 1890 Entwicklung zua Industriestod
  • 1895 Gründung vo da Firma Fichtel & Sachs
  • 1919 Eigmeindung vo Oberndorf; de Eiwohnazahl steigt auf üba 30.000
  • 1932 Eröffnung vom Ernst-Sachs-Bades
  • 1936 Eröffnung vom Willy-Sachs-Stadions
  • 1936 Errichtung a Garnison
  • 1943–1945 schwaare Kriagsschäden (Dritts Stodverderm)
  • 1953 erstmois mehr ois 50.000 Eiwohna
  • 1965 in Schweinfurt gibts ebenso vei Arbatsplätze wia de Stod Eiwohna hot (uma 55.000). Schweinfurt is noch Nürnberg, Augschburg und Minga da wichtigste Industriestandort in Bayern. FAG Kugelfischer, Fichtel & Sachs und SKF GmbH zäin zu den 100 greßten Industrieunternehma vo Deitschland.
  • 1966 Des "Theater da Stod Schweinfurt" werd eröffnet
  • 1971 Gründung vo da Abteilung Schweinfurt da Fachhochschui Wiazburg
  • 1982 Eröffnung des Leopoldina-Krangahauses
  • 1992/93 Krise vo de Groaßbetriebe, Verlust vo mehr ois 10.000 Arbatsplätze
  • 2000 Eröffnung vom Museum Georg Schäfer

Ortsnam[VE | Weakln]

Seit 791 is da Nam Swinfurt bekannt. Da Nam änderte si vo Suinuurde üba Suinfurte, Swinvordi, Sweinvort und Sweinfurt am End zu Schweinfurt. Aa da lateinische Name Porcivadum entspricht dem Sinn a fia Säu gangbare Furt. A Heimatdichter reimte foigende Interpretation:

„Da Name Schweinfurt stammt genau
Da Chronik noch vonera Sau,
Un´"furt", dos stammt vom seicht´n Mee,
Da sen´de Säu nü groß un´ klee.“

Friedrich Rückert kommentiade den Nama seiner Geburtsstod:

„Hättest Mainfurt, hättest Weinfurt heißen können, weil du führest Wein, aba Schweinfurt, Schweinfurt sollt es sein.“

Wappn[VE | Weakln]

Im 15. Johrhundert war da Adler auf'm Wappn vo da Stod suibafarben auf schwarzm Hintagrund, im Johr 1608 wern de Farbn suiber auf violett erwähnt. Spada - zum seng aa auf de Rathausfassadn - is' a schwarzer Adler auf goldenem Hintergrund. Seit 1771 san de gengwärtigen Farbn suiber auf blau in Benutzung [6].

Politik[VE | Weakln]

In da Arbaterstod war de SPD vei Johrzehnte de stärkste politische Kraft auf lokaler Ebene. Lange Zeit verfügt sie üba a absolute Mehrheit im Stodrat und stellt vo 1920 bis 1933 und aa vo 1946 bis 1992 den Obabuargamoasta. Nach da schwaren Wirtschaftskrise am Beginn da 1990er Johr und dem Amtsantritt da Obabuargamoastarin Gudrun Grieser (CSU) im Johr 1992 verschiabt si des Machtzentrum im Stodrat hi zua CSU. Seit 1990 ziang vermehrt Vertreter vo de kleanan Parteien und Wählerlistn in de Stodrat ei. De CSU is davo weniger betroffen ois de SPD, de erhebliche Eibuaßn hinnehma muaß. De Zahl der im Stodrat vertretna Gruppierungen steigt 2008 auf neine oo. Den Stodrat vo Schweinfurt buildn 44 gwäite Vertreter (dazua kommt de/der hauptamtliche Obabuargamoasta /in). De ghern foigende Parteien und Wählergmoaschaften oo (Zoi da Sitz fia de Woiperiode 2008–2014):

Vom Stodrat gwäiter Buagamoasta und damit Stellvertreter da Obabuargamoasta in is Otto Wirth (CSU).

Gesellschaft und Soziales[VE | Weakln]

De Arbatslosenquote in da Stod Schweinfurt sinkt in de letzten Johr vo fast 20 % in de Krisenjahr 1993/94 auf unta 8 % (Friahjahr 2008). Menschn, de damois mit Mitte 50 arbeitslos worn san, san heit Rentner. Inzwischn beklagt de Industrie an Mangel an guat ausbildete Fachkräft. Bei alle Aussagen üba de soziale Lage muaß berücksichtigt wern, daß de Familien vo jungen, besser verdienenden Industriebeschäftigten ibawiegend in de unmittelbar angrenzenden Vororten (z. B. Sennfeld, Gochsheim, Schwebheim, Bergrheinfeld, Niederwerrn, Dittelbrunn), de bereits zum Landkreis gehören, lem, während in da Stod vor oim Ältere und Geringverdiener wohnan. Des is da Hauptgrund, weshalb de Stod im Zukunftsatlas 2007 trotz aller wirtschaftlichen Dynamik im Bereich 'Soziales' deitschlandweit nur auf an hinteren Platz kimmt und de hechste Seniorenquote vazeichnet. In de 1990er Johr konn de Eiwohnazahl nur duach staatlich glenktn, massiven Zuazug aus Osteiropa annähernd stabil ghalten wern. Russlanddeitsche und ehemalige Gastarbeiter, vor oim Türken, stelln heit a Viertel vo da Bevölkerung. Des relativ niedrige Lohnniveau in da Arbatastod und de damit einhergehende geringe Kaufkrauft bedingan vergleichsweis niedrige Lemshaltungskosten. Da is aa da letzte groaße US-Standorte in Bayern. Insgesamt lem im Raum Schweinfurt, wenn sie net gerad auf am Auslandsaufenthalt (Irak) san, mehr ois 11.000 US-Biarga. De Stod Schweinfurt nimmt seit da Hartz-IV-Reform ois oana vo 69 zugelassene Trägan am Optionsmodell teil. De Stodverwaltung is dabei seit 2005 fia de Vamiddlung und Leistungsbewilligung fia Langzeitarbeitslose aus da Stod zuaständig. Dazua is de Stabsstelle Beschäftigung und Grundsicherung gründet worn[8][9].

Kultur und Sengaswiadigkeitn[VE | Weakln]

De Stod Schweinfurt vergibt alloi Jahr den Friedrich-Rückert-Preis da Stod Schweinfurt an herausragende Schriftsteller. In da seinerzeitigen Reichsstod Schweinfurt is 1652 de Deitsche Akademie da Naturforscher Leopoldina vo vier Ärzte gründet worn(benannt noch Kaiser Leopold I.), de heit den Sitz in Halle an da Saale hot. Des Leopoldina Krangahaus erinnert heit no an de Gründung. De Akademie verleiht de Carus-Medaille fia herausragende wissenschaftliche Tätigkeiten. Seit 1961 verleiht de Stod Schweinfurt den Trägan da Carus-Medaille den Carus-Preis.

Theater[VE | Weakln]

  • Theater da Stod Schweinfurt
  • Kulturwerkstatt Disharmonie
  • Hans Sachs Gruppe - Pfleg vom spodmiddloitalicen Fastnachtspui, vo da Literadua im Oigmoana und vom Renaissancetanz
  • Puppentheater ohne Namen

Museen[VE | Weakln]

Museum Georg Schäfer
Des Museum Georg Schäfer präsentiad de bedeitend ste Privatsammlung deitscha Malerei vom 20. Johrhundert .
Enthoit rund tausend illustriade Drucke, vornehmlich des 15. und 16. Johrhundert, drunta de nahezu vollständige Sammlung vo Dürer-Stichen in hochwertiger Qualität. A zwoata Sammlungsschwerpunkt san de Erstausgaben deitscha Literatur vo da Reformationszeit bis zum Realismus.

De Museen und Galerien da Stod Schweinfurt betreuen foigende Einrichtungen:

  • Galerie Oide Reichsvogtei: zeitgenössische Kunst in Franken; ab 2009 Kunsthalle Schweinfurt im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad.
  • Museum Altes Gymnasium: Schwerpunkte da heimatgeschichtlichen Sammlung san de Friahgschichte seit dem 9. Johrhundert, Darstellungen da Reichsstodzeit, vo de Biargakultur, des Zunftlebens und des Beginns da Industrialisierung
  • Halle Oids Rathaus (Wechselausstellungen)
  • Museum Gunnar-Wester-Haus zoagt Gengstände da Feuererzeugung und Beleuchtungskörper (Sammlung Graf Luxburg)
  • Naturkundliches Museum: Vogelsammlung da Brüder Schuler, Herbarium Emmert, Schmetterlinge
  • Künstlerhof Oberndorf

Musik[VE | Weakln]

  • Kulturhaus Stattbahnhof

Bauwerk[VE | Weakln]

Heiliggeistkirche in da Schultesstraß

Kirchen[VE | Weakln]

  • St.-Johannis-Kira (ev.)
  • St. Salvator-Kira (ev.)
  • Gustav-Adolf-Kira (ev.)
  • Auferstehungskirche (ev.) vo O.A.Gulbransson
  • St. Lukas-Kira (ev.)
  • Heilig-Geist-Kira (katholisch)
  • Kilianskirche (kath.) vo Hans Schädel mit Glasfenster vo Georg Moastamann
  • St. Anton (kath.)
  • St. Peter und Paul (kath.)
  • St. Michael (kath.)
  • Maria Hilf (kath.)
  • Christkönig (kath.)
  • St. Josef (kath.)

Parks[VE | Weakln]

  • Wuidpark 'An den Eichen'
  • Wehranlagen
  • Chateau d'un-Park
  • Motherwell-Park
  • Seinäjoki-Park
  • Pfister-Park

Vereine[VE | Weakln]

Wirtschaft und Infrastruktur[VE | Weakln]

Das SKF-Hochhaus in Schweinfurt.

Schweinfurt is des industrielle Zentrum Unterfrankens, vom üba uma 48.000 Arbatsplätze verfügt (2006), es is umgem vo a weitgehend landwirtschaftlich geprägten Region. Hierher kemman täglich Pendler aus bis zu 40 km Entfernung. Noch a schwaren Krise am Beginn da 1990er Johr mit dem Verlust vo mehr ois 10.000 Arbatsplätz erlebt de örtliche Industrie seit da Johrtausendwende an neien Boom. Des Schweizer Forschungsinstitut Prognos setzt Schweinfurt im Zukunftsatlas 2007 im Bereich Dynamik beim Vergleich vo 439 deitschn Städt und Landkreisen auf Platz 1 (Zukunftsfähigkeit allgemein: Platz 19). Dank hoacha Gwerbesteiaeinnahmen kinnan in de letzten Johr groaße Investitionen getätigt wern (Konferenzzentrum, Kunsthalle, Oidstod-Sanierung, Silvana-Hallenbad, Stodbiacharei im Ebracher Hof) und dennoch de Schulden mehr ois halbiad wern (50 Millionen Euro Ende 2007). Da Rücklagen fast in gleicher Höhe vorhanden sind, war de Stod Ende 2007 praktisch schuldenfrei. In da erschtn Hälfte vom 19. Johrhundert war Schweinfurt a Zentrum da deitschn Farbenindustrie. Wilhelm Sattler exportiade des (hochgiftige) Schweinfurter Grün in alle Erdteile. Mit am Aufkommen da Anilin-Farben (BASF, Hoechst AG) verliad es aba ab 1860 an Bedeutung. A Farbenfabrik (Deifel) produziad bis heit in Schweinfurt. Geprägt werd de Stod seit uma 1890 vo da metallverarbatenden Industrie. Größte Arbatgeba san da Automobilzulieferer ZF Sachs AG (ehemals Fichtel & Sachs), de zwoa Wälzlagerhersteller Schaeffler KG (ehemals FAG Kugelfischer) und SKF (Svenska Kullagerfabriken) (vormals Vereinigte Kugellagerfabriken AG (VKF), Fries & Höpflinger) und aa de Bosch Rexroth Mechatronics GmbH (ehemals Deitsche Star) und Fresenius Medical Care. Um 1970 erreicht de Schweinfurter Industrie mit üba 30.000 Beschäftigten bei insgesamt 56.000 Arbatsplätz de Höhepunkt. Noch am Tiefststand im Johr 1997 mit nur no 17.000 Arbatnehmern warn Ende 2007 wieda üba 21.000 Leit in da Schweinfurter Industrie beschäftigt. Im Zweiten Weltkriag is de Stod aufgrund da Konzentration da kriagswichtigen Wälzlagerproduktion (Üba 60 % da Gesamtproduktion des Deitschen Reiches) wiedaholt des Ziel amerikanischer Bomberangriffe, duach de de Produktion zeitweise lahmgelegt worn is. Unta groaße Anstrengungen san de Fabriken repariad oda ersetzt und teilweis bunkerartig geng Bomben geschützt. Es san aba aa groaße Teile da Produktion in andere Standorte, u. a. Noch Eltmann, Ebern, Elfershausen und in de Baubetrieb Neustod verlegt. Ende 1944 warn in de Schweinfurter Betrieben mehr ois 10.000 Zwangsarbeiter beschäftigt. De Belegschaftszahlen da drei Großbetriebe lassn Entwicklung und Bedeutung da Schweinfurter Produktionsstätten fia de Kriagswirtschaft, Rüstung und Motorisierung vor dem und im zwoaten Weltkriag erkennen[10]:

  1932/33 1938/39 1944/45
Kugelfischer 2.800 8.000 11.700
VKF (SKF) 2.000 6.000 8.000
F & S 2.300 6.700 7.100

Vakea[VE | Weakln]

Schweinfurt is mit am Binnenhafen am Main, drei Autobahnen (A7, A70 und A71) und drei Bahnhöfen (Schweinfurt Hauptbahnhof, Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stod) da Deitschen Bahn AG ins Vakeasnetz eingebunden.

Schienenvakea[VE | Weakln]

Drei Nahvakeasstrecken, de teils an des Fernvakeasnetz anbinden, verlaffa duach Schweinfurt:

Drüba hinaus gibts zwoa weitere Bahnstrecken:

  • De Schweinfurt–Kitzingen is stillgelegt, is aba betriebsbereit und werd glengtlich fia den Giatavakea und Sonderzugfahrten gnutzt.
  • Waigolshausen–Gemünden; De elektrifiziade eingleisige Bahnstreckn zweigt in Waigolshausen vo da Kursbuchstrecke 810 ab. In Gemünden trifft sie auf de Hauptstrecken Wiazburg–Fulda und Wiazburg–Aschaffenburg und is damit a wichtige Umgehung des Bahnknotens Wiazburg. Sie werd ohne Ausnahm fia den Gütervakea gnutzt (schaug unta Werntalbahn).

Schweinfurt hot an Hauptbahnhof und zwoa Haltepunkte (Schweinfurt Mitte und Schweinfurt Stodbahnhof) und aa a Containerterminal.

Stodvakea[VE | Weakln]

Da innerstädtische Vakea werd duach 20 Omnibuslinien abgewickelt. Vo 1895 bis 1921 vakeat de Städtische Straßnbahn Schweinfurt. De Omnibusvakea Franken (OVF) benutzt de Stod ois Knotenpunkt in eanam Regionalbusnetz.

Autobahnen[VE | Weakln]

  • De A 7 verlafft in Nord-Süd-Richtung vo da dänischen zua östareichischen Grenze; Anschlußstei Schweinfurt/Niederwerrn und Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck (zur A 70)
  • De A 70 beginnt am Autobahndreieck Schweinfurt/Werneck (zur A 7) und verlafft üba Bamberg bis zum Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach (zur A 9)
  • De A 71 beginnt am Autobahndreieck Werntal (zur A 70) und verlafft üba des Autobahnkreiz Erfurt (zur A 4 zum Autobahndreieck Südharz (zur A 38). De Streckn zwischn Sömmerda und Autobahndreieck Südharz soll bis 2012 fertiggstellt sei.

Bundesstraßn[VE | Weakln]

Schweinfurt liegt an folgenden Bundesstraßn:

Flugplätze[VE | Weakln]

Medien[VE | Weakln]

In Schweinfurt untahoit da Bayerische Rundfunk (BR) a Korrespondentenbüro, sei Leiter Norbert Steiche is, der de Planungsregion Main-Rhön mit regionalen Informationen in da Sendung "Mitdogs in Mainfrankn (Monda bis Freida: 11:59 bis 12:57 Uhr) auf da UKW-Frequenz 98,3 MHz (Bayern 1) versorgt. Weitere Berichte aus da Region wern noch Bedarf vo Schweinfurt bzw. dem Sender Kreuzberg üba des Regionalstudio in Wiazburg, noch Minga zu den Studios vo Bayern 2 (93,1 MHz), Bayern 3 (96,3 MHz), Bayern 4 Klassik (107,9 MHz) und B 5 aktuell (105,3 MHz) geliefert. Weida besteht dort de private Schweinfurter Rundfunk GmbH & Co. Studiobetriebs-KG, de seit 1991 des Hörfunkprogramm Radio Primaton (100,5 MHz) und regionale Berichte fia de Region Main-Rhön sendet. Zwei regionale Fernsehanbieter versorgen Schweinfurt und de Region Main-Rhön mit Lokalfernsehen: TV Touring, da net nur im regionalen Kabelnetz, sondern aa üba an digitalen Satellitentransponder (Franken SAT) auf ASTRA (19,2° Ost) zu empfangen is, und TV1 Schweinfurt, da allawei pfinzdogs auf den Frequenzen vo TV Touring Sei Programm ausstrahlt. Ois Rundfunksender da amerikanischen Streitkräfte sendet des American Forces Network (AFN) aus Wiazburg vo am kloana, geng Erde isoliaden, abgespannten Stahlfachwerkmast auf dem Areal da US-Streitkräfte (Senderstandort: 9° 58' 53" östliche Länge, 49° 47' 32" nördliche Breite), Middlwellenfrequenz 1143 kHz und da UKW-Frequenz 104,9 MHz. Ois Dogeszeitungen erscheinan des Schweinfurter Tagblatt und de kleanere (katholische) Voikszeitung, oi zwoa vertriem duach de Main-Post-Verlagsgruppn (gehört zua Verlagsgruppn Holtzbrinck) mit Sitz in Wiazburg-Heuchelhof. Am Migga und Sunda erscheint des Anzeigenblattl 'Schweinfurter Anzoaga', am Pfinzda da 'Schweinfurter Markt' und am Sunda 'Main Sonntag'. Zweimal pro Johr (Mai und November) erscheint fia Studierende da Universität Wiazburg und da Fachhochschui Wiazburg-Schweinfurt de hochschuiigene Zeitschrift BLICK, de vor oim üba Themen aus da Forschung informiert. Bis Juli 2006 is de Hoschschulzeitung Julius kostenlos verteilt, aba is des Projekt noch zwoa Johr, unta Protest da Studierenden, aus finanziellen Gründen eigstellt worn. Weida gibts des groschenheft, des mit a IVW-geprüften Auflage monatlich erscheint. Fia den Leser is' kostenlos und liegt an zahlreichen Auslagestellen in und um de Stod aus. Es is Mitglied im Bewegungsmelderverbund. Es informiad üba sämtliche Veranstaltungen aus de Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik usw. fia de Stod und den Landkreis Schweinfurt.

Öffentliche Eirichtunga[VE | Weakln]

  • Sport- und Freizeitbad Silvana
  • Stodbiacharei
  • Musischui
  • Willy-Sachs-Stadion (15.000 Zuschauer)
  • Kunsteisbahn Icedome (3.500 Zuschauer)
  • Erholungsanlage Wehranlagen
  • Badesee am Schweinfurter Kreuz
  • Wuidpark an den Eichen

Buidung[VE | Weakln]

  • Hauptschuin
  • Förderschuin
  • Berufsschuin
  • Berufsfachschuin
    • Staatliche Berufsfachschui fia Hauswirtschaft
    • Staatliche Berufsfachschui fia Kinderpflege
    • Staatliche Berufsfachschui fia Sozialpflege
    • Berufsfachschui fia Oidnpflege vom Landkreis Schweinfurt
  • Wirtschaftsschuin
    • Private Wirtschaftsschui O. Pelzl
    • Private Wirtschaftsschui Müller
  • Fachhochschui Wiazburg-Schweinfurt Hochschui fia angewandte Wissenschaften

Persönlichkeitn[VE | Weakln]

Buam und Dechta vo da Stod[VE | Weakln]

Persönlichkeiten, de vor Ort wirken bzw. wirkten[VE | Weakln]

Schaug aa[VE | Weakln]

Qejn[VE | Weakln]

  1. Werner Bätzing, De Bevölkerungsentwicklung in de Regierungsbezirke Ober-, Middl- und Unterfrankn im Zeitraum 1840-1999, in: Johrbuch fia fränkische Landesforschung 61 (2001), S. 196.
  2. Schweinfurter Tagblatt vom 23. Feba 1984
  3. Sonderbeilag vom Schweinfurter Tagblatt vom 16. März 1985
  4. Operation Double Strike
  5. Big Week
  6. http://www.ngw.nl/int/dld/s/schweinf.htm
  7. http://www.schweinfurtserver.de/wahl/
  8. Homepage da Stod Schweinfurt
  9. Homepage Projekt FünfzigPLUSArbat
  10. Schweinfurter Tagblattl vom 11. Feba 1984


 Commons: Schweinfurt – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
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