Schwabach

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Disambig-dark.svg Dea Artikl do befasst si mit der Ståd Schwabach in Bayern. Fia andere Bedeutungen, schaug unta Schwabach (Begriffsklärung).
Schwabach
Wappn vo Schwabach
Schwabach
Deitschlandkartn, Position vo Schwabach heavoghom
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbeziak: Mittelfranken
Landkroas: Kreisfreie Ståd
Koordinatn: Koordinaten: 49° 20′ N, 11° 1′ O 49° 20′ N, 11° 1′ O
Hechn: 326 m ü. NN
Flächn: 40,80 km²
Eiwohna: 38.862 (31. Dez.. 2006)
Bevejkarungsdichtn: 953 Eiw. pro km²
Sonstige Datn
Postleitzoi n: 91101–91126 (oid: 8540)
Vorwoi: na 09122, 0911
Kfz-Kennzeichn: SC
Gmoaschlissl: 09 5 65 000
Adress vo da
Stadtvawoitung
:
Kenigsplatz 1
91126 Schwabach
Hoamseitn:
Politik
Buagamoasta: Matthias Thürauf (CSU)

Schwabach is de kloanste kroasfreie Stodt vo Bayern. Sie liegt im Regierungsbezirk Mittelfrankn im Städteviereck Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach und ghert zua Metropoiregion Niamberg

Inhoitsvazeichnis

Erdkunde [dro werkln]

De Ståd Schwabach liegt im Mittelfränkischen Becken. De Landschaft werd im Süden, Westn und Nordn geprägt vo den Wäldern, de zum groaßn Teil ois Bannwäida ausgwiesen san. Nåch Ostn bestimmt de Talaue vo da Rednitz de Landschaft. Des Rednitztal is in seiner Bedeutung bsunders gewürdigt: Es is seit 2004 Europäisches Natura 2000-FFH-Schutzgebiet. De Ståd selba liegt zu zwoa Seitn vo da Schwabach, de da in de Rednitz mündet. Des Stådzentrum liegt in am Kessel, umgem vo de andern Ortsteile. Im Nordn is de Ståd mit a bbar südliche Vororte vo Nürnberg zsammagewachsen. Im Westn, Südn und Ostn grenzt Schwabach an den Landkreis Roth. Bis 1972 war Schwabach Sitz vom gleichnamigen Landkreis Schwabach[1], vo dem de kreisfreie Ståd komplett umgem gwen is. De Oidståd gliadat si klar duach de teilweis no vorhandene ehemalige Stådmauer.

Stådgliadarung [dro werkln]

Gewachsene Stådteile:

  • Oidståd
  • südliche Vorståd
  • nördliche Vorståd (Nürnberger Tor)
  • Vogelherd
  • Eichwasen
  • Gartenheim

Eigmeindungen [dro werkln]

Folgende Ortsteile warn vormals eigenständige bzw. zu anderne Gmoandn ghörige Ortschaftn. In Klammern des Jåhr vo da Eigmeindung nåch Schwabach und aa de vorherige Gmoa.

  • Uigenau und Forsthof (1924, vo Kammerstein), (mit Staatswald Maisenlach 427,780 ha)
  • Limbach und Nasbach (1956, vo Penzendorf), 529,460 ha
  • Unterreichenbach (1960, eigenständig), 231,141 ha
  • Obermainbach (1972, vo Ottersdorf), 225,220 ha
  • Wolkersdorf mit Dietersdorf, Oberbaimbach, Unterbaimbach und Raubershof (1972, eigenständig) (mit Forstbezirk Brünst 1277,770 ha)
  • Penzendorf (1972, eigenständig), 302,680 ha
  • Schaftnach mit Schwarzach und Neuses-West (1978, vo Kloaschwarzenlohe), 229,780 ha

Sonstige Gebietszuwächse [dro werkln]

Außer de Eigmeindungen vo de heitign Ortsteile (schaug oom) kemman foigende weitere Gebiete zum Stådgebiet:

  • 1905: Teil da Gemarkung Penzendorf fia den Stådfriedhof, 7,092 ha
  • 1921: Teil da Gmoa Walpersdorf, fia de Siedlung Vogelherd, 5,104 ha
  • 1922: Teil da Gemarkung Penzendorf, Abrundung des Stådgebietes, 11,126 ha
  • 1924: Staatswald Maisenlach, (mit Uigenau und Forsthof 427,780 ha)
  • 1933: Teil da Gemarkung Penzendorf, fia den Stådfriedhof, 3,018 ha
  • 1970: Teil da Gmoa Walpersdorf, fia des Gewerbegebiet am Falbenholz, 25,121 ha
  • 1972: Forstbezirk Brünst (mit Wolkersdorf 1277,770 ha)

Gschicht [dro werkln]

Zeittofe [dro werkln]

750–500 v. Chr. Urnenfunde
600–700 erschte Hinweis auf Siedlung und Fluß
~ 800 Suapaha ghert zum Besitztum vom Kloasta St. Emmeran Rengschburg.
~ 850 Suabaha geht an des Kloasta Fulda über.
1117 urkundliche Erwähnung da villa suabach
1166 Suabach werd erneit vaschenkt (da Beschenkte: Zisterzienserkloster Ebrach im Steigerwoid) – da Mönchshof, heit a beliebte Boazn, bleibt bis 1797 im Besitz vom Kloasta.
1299 Schwabach foitan den Grafn Emicho vo Nassau.
1303 forum (Markt) Swabach – Bezeichnung ändert si.
1364 Swabach werd vo de Nassauer an de Burggrafn vo Nürnberg (Hohenzollern) verkauft. A Stådmauer werd errichtet.
1371 Swabach erhoit des Stådrecht.
1469–1495 De Stådkirche werd nei baut. Es handelt si um a gotische Staffelhallenkira mit am prächtigen Hoachaltar aus da Werkstatt vom Nürnberger Moasta Michael Wolgemuth, vermutlich unta Mitarbeit vom berühmten Hoizschnitza Veit Stoß.
~ 1470 Schwabach werd Haupt-, Münz- und Legståd vom Fiarstntum Ansbach. Bis 1795 wern da Münzen geprägt, zuletzt in dem heit no existenten herrschaftlichen Gebäude in da Münzgasse.
~ 1500 A Schwabacher Typenschneider håt vermutlich in Nürnberg de Schwabacher Schrift entwickelt. Sie is so populär, daß Luthers Bibelübersetzung in dera Schriftart druckt worn is. In da Zeit des Nationalsozialismus werd de Schrift verbotn.
1528 In Schwabach werd de Brandenburgisch-Nürnbergische Kirchenordnung beschlossen, de die Reformation in Nürnberg und im Fiarstntum Ansbach fixiert.
1529 De Schwabacher Artikel a da Grundlagen da Augschburger Konfession und des Protestantismus, wern im Schwabacher Gasthof Zum Goldenen Stern (der heit no steht) beraten.
1547 Im Gasthof Goldene Gans werd Kurfiarst Johann Friedrich vo Sachsen kurze Zeit gfangaghalten. Des Gebäude am Marktplatz hoaßt seitdem Fiarstnherberge.
1618–68 Evangelische Glaamsflüchtlinge (Exulanten) aus da Obapfoiz und Östareich lassn si in Schwabach nieder.
1632 Belagerung und Plünderung vo Schwabach duach wallensteinsche und kurboarische Truppn.
1633 Mit am Weißenburger Nadlermeister kommt a neies Gwerbe nåch Schwabach, des in de folgenden Jåhrhunderten bis heit vo groaßa Bedeutung fia de Ståd Sei werd: de Nadlerei.
1686 Französische Hugenotten findn ois Glaamsflüchtlinge Aufnahme in da Ståd. Sie gründen a Gobelinmanufaktur und bringen neie Gwerbe Wia z.B. de Strumpfwirkerei nåch Schwabach.
1687 De Hugenotten bauen si a eigens Gotteshaus, de „Franzosenkirch“.
1716 Mit da Schwabacher Kattunmanufaktur entsteht de erste moderne Fabrikanlage in Frankn.
1717 Da Schöne Brunnen auf dem Schwabacher Marktplatz werd duach Markgraf Wilhelm Friedrich eingweiht
1727 Da Mediziner und Botaniker Johann Gottfried Zinn werd in Schwabach geborn. Nåch eam werd spada a Bleame ghoaßn: de Zinnie.
1732 A gewaltige Überschwemmung vernichtet in da Innenståd Häuser und kost etla Menschenleben. De Wassastandsmarkierung is heit no an da Spitalkira zum seng.
1792 Schwabach werd vom letzten Markgrafen, Karl Alexander, mitsamt sein Fiarstntümern an Preißn verkafft.
1806 Infolge da Neuordnung in Eiropa, ausgelöst duach Napoléon, werd Schwabach dem neien Kinereich Bayern eiverleibt.
1849 Schwabach erhoit an Bahnhof an da neien Ludwig-Süd-Nord-Bahn (dafia werd de Pferdepostlinie eigstellt).
1862 Kreisståd fia den Landkreis Schwabach (bis 1972).
1936 Am 6. Oktober rückte de Nåchrichten-Abteilung 17 da Wehrmacht in eana Garnison in Schwabach ei und beziagt de nei gebaute Kasern in da Ståd. Im Laufe da Zeit foing weiterne Einheiten vo da Wehrmacht.
1941 Schwabach werd vo Bomben troffa.
1945 20. April: Ende vom zwoaten Weltkriag in Schwabach mit Besatzung duach US-Truppen. De Nåchrichtenkasern im Nordn vo da Ståd werd vo da US-Armee ois O’Brien Barracks weitergführt.
1953 Des Stådwappn werd in sei heitige Form geändert.
1972 Duach de Gebietsreform mit de Eigmeindungen werd Schwabach zua kloansten kreisfreien Ståd vo Bayern.
1975 A Partnerschaft mit der Ståd Les Sables-d'Olonne werd geschlossen.
1979 Schwabach erhoit de Europa-Nostra-Medaille.
1993 Nach'm Abzug da US-Armee entsteht duach de Nutzung da ehemaligen Kaserne a neier Stådteil mit Schuin, dem Stådmuseum, am Wirtschaftsförderungszentrum und aa Wohn- und Geschäftsareale.
1998 Partnerschaftsvereinbarung mit Kemer in da Türkei.
2002 Partnerschaftsvereinbarung mit Kalambaka in Griechenland
2005 Schwabach gewinnt beim Bundeswettbewerb Unsere Ståd blüht auf a Goldmedaille.
Golddach auf dem Rathaus

Friahgschichte [dro werkln]

Spätestens in da Hallstattzeit (750–500 v. Chr.) ham im Schwabacher Stådgebiet Leit glebt – des beweist da Fund vo a Urne mit de Überreste von a Brandbestattung. Da heitige Nam vo da Ståd leitet si vo dem gleichnamigen Bacherl her, des de Ståd duachfließt – Suapaha, des heißt Schwaben-Bach. So nannten de Franken rund tausend Jåhr nåch da Hallstattzeit des Flüsschen, weil sie an sein Ufern allem Anschein nåch schwäbische Siedler vorfanden.

Frühes Mittloita [dro werkln]

De Franken, de im 8. Jåhrhundert im Zug da fränkischen Landnahme vo Westn her nåch Franken kemman, errichtn überall auf eanam Weg ins unbekannte Gebiet Etappenorte, de da Verpflegung und Beherbergung vo Mensch und Tier, v. a. aba aa des duachziehenden Militärs, dienten: de sogenannten Kenigshöfe. Urzellen des heitign Schwabach warn somit im friahen Mittloita da erwähnte Kenigshof und aa nåchweislich drei sogenannte Urhöfe – da Strangshof, da Kappenzipfelhof und da Widemhof.

Hoachmittloita [dro werkln]

Aus den oom erwähnten vier Kristallisationspunkten wachst zerscht a Siedlung mit Dorfcharakter. De is im Jåhr 1117 erstmois ois suabach urkundlich erwähnt worn. Ab 1166 ghert des Dorf Schwabach zu de Besitzungen vom Zisterzienserkloasta Ebrach im Steigerwoid. Ma darf si de damalige Siedlung no recht kloa vorstelln: Sie umfasst vermutlich net mehr ois zehn Bauernhöf. Im Jåhr 1299 kriagt Schwabach an neien Herrn, den Grafn Emicho vo Nassau. Deshalb is des Wappn vom spadan niederländischen Kenigshaus Nassau-Oranien, a goidner Löwe im blauen Schuid, a Teil vom heitign Schwabacher Stådwappn. Unta nassauischer Herrschaft und Förderung erlebt da Ort an erschtn wirtschaftlichen Aufschwung; 1303 verleiht da Nassauer dem Dorf des Marktrecht. Da Ort, nunmehr umgem vo a rudimentären Befestigung aus Wall, Graben und Palisaden, håt iatz des Recht, Märkte abzuhalten – a wichtige Vorbedingung fia des Aufblühen vo Handwerk, Handel und Gewerbe. Im Jåhr 1364 is Schwabach an de Burggrafn vo Nürnberg und späteren Markgrafn vo Brandenburg-Ansbach aus dem Haus Hohenzollern verkafft worn. De zollerischen Herrn fördern eanane Neuerwerbung kräftig. In a Urkunde aus dem Jåhr 1371 is Schwabach zum erschtn Moi ois Ståd bezeichnet worn. Des erste Stådwappn zoagt nem de schwarz-weißen Hohenzollernquadrate zwoa kreizte Bierschöpfen – a Hinweis auf des wichtigste Gwerbe da frischbachan Ståd.

Spadmittloita [dro werkln]

Mit am gachn Aufstieg da Hohenzollern gewinnt aa de Ståd Schwabach an Bedeitung und is Sitz vo am markgräflichen Amtmo. Da wachsende Wohlstand spiaglt si in reger Bautätigkeit wieda. Ab 1375 is des Spital mit seiner Kira errichtet, spada dort aa a zwoate Bruck üba de Schwabach baut worn. As Lateinschui is entstandn. Seit ca. 1434 (bis 1795) warn in Schwabach aa a herrschaftliche Münze. 1469 is mit dem Bau vo a neien gotischen Stådkira oogfanga worn, de 1495 fertiggstellt war und wia de Vorgängerin de zwoa Heilign Johannes und Martin gweiht worn is. Da 71 Meter hoache Stådkirchturm guit heit no ois Wahrzeichen vo Schwabach. De Blattgoldauflagen im Inneren da Kira beweisen, daß damois scho des Handwerk da Goldschlägerei in da Ståd ausgeübt worn is, fia des Schwabach no heit berühmt is. 1528 is des neie Rathaus vor da Stådkirche fertiggstellt, des heit emfois Wahrzeichen da Ståd is, a Jåhr spada des Amtmannshaus schräg gengüber. Um de Zeit håt Schwabach an de 1500 Eiwohna üba 15 Jåhr und war a blühende, wohlhabende Kloaståd mit am selbstbewußtn und aufstrebenden Biargatum. Im 16. Jåhrhundert verhelft de Reformation dem kloana Schwabach zu ungeahnter Wichtigkeit. 1528 is da nåch Beratungen, an denen Osiander teilnimmt, de Brandenburgisch-Nürnbergische Kirchenordnung fixiert worn. Nur a Jåhr spada treffan si im heit no bestehenden Wirtshaus Zum Goldenen Stern am Marktplatz de führenden Theologen da protestantischen Fiarstnopposition und formuliern de Schwabacher Artikel, oane der Grundlagen da Augschburger Konfession und damit der gesamten evangelischen Glaamslehre.

Frühneuzeit [dro werkln]

An jähen Einschnitt in de wirtschaftliche Entwicklung vo Schwabach und seine Biarga stelln de blutigen Ereignisse vom Dreißigjährigen Kriages dar. Schwabach is duach de Truppen Wallenstein belagert und am 1. Juli 1632 eingenommen worn. Während da fünftägigen Plünderung zerstört de Soldateska an Großteil da Ståd. Später, so erzäin de Chroniken, is Schwabach so zerstört und menschenverlassen gwesen, daß auf den Straßn des Gras gwachsn is. Nach'm Kriag findn zerscht östareichische und oberpfälzische Glaamsflüchtlinge, dann ab 1686 Hugenotten aus Frankreich Aufnahme in da Ståd. Letztere derfan si in da Boxlohe a eigenes Kircherl, de Franzosenkirch, baun. A wichtiges Handwerk, des in spadara Zeit no greßte Bedeutung erlangen soi, kimmt 1633 in de Ståd: de Nadlerei. No heit håt Schwabach ois Nadlerståd an weltweiten Ruf. Aa de erste Fabrik fia Gold- und Silberdrahtzug siedelte si an – de Grundlagen fia de spätere Metallerståd Schwabach warn spätestens damois gelegt. Des 18. Jåhrhundert siegt Schwabach ois aufstrebende Industrie- und Gewerbeståd. Ois scheensts Schmuckstück vom Marktplatz laßt da Landesherr Wilhelm Friedrich den Scheena Brunnen errichten, der 1717 eigweiht worn is. Aber des Jåhrhundert war gleichzeitig aa a Zeit da Naturkatastrophen, Hungersnöt und Krankheiten: 1732 zerstört a schreckliche Überschwemmung vei Häuser in da Innenståd und bringt veieit an Doad. Mehrere Hochwasser und zwoa schlimme Krankheits- und Seuchenjahr folgn, de die Stådbevölkerung um a Viertel auf 5500 Eiwohna reduziern. Nachdem Karl Alexander, da letzte Markgraf vo Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth, im Jåhr 1791 sei Fiarstntümer an des Kinereich Preißn, de preißische Line da Hohenzollern, verkafft hat, kimmt aa Schwabach unta deren Verwaltung.

Neuzeit [dro werkln]

Doch de preißische Ära bliem is a Intermezzo – im Zug vo da Neuordnung vo Europa duach Napoleon gengan de fränkischen Provinzen vo Preißn im Jåhr 1806 an des neie Kinereich Bayern. De neie Regierung verleiht da Ståd im Jåhr 1818 de Kreisfreiheit, de mit a Unterbrechung bis heit beibehalten wern kinna håt. Mitte vom 19. Jåhrhundert ziagt endguitig de Moderne in da Ståd ei. 1849 is da Bahnhof baut und Schwabach håt damit Anschluss an des Eisenbahnnetz. 1864 san des Gaswerk errichtet und de öffentliche Straßnbeleuchtung vo Öl auf Gas umgstellt worn. Mit da Versorgung da Bevölkerung duach Leitungswasser is 1869 oogfanga worn. Des Maschinenzeitalter fangt oo: 1870 arbat de erste Nadelfabrik mit a Dampfmaschine. De Nadlerei und mit ihr de gesamte Metallindustrie nahmen vo da an an gachn Aufschwung. Schwabach werd zua Ståd da hundert Schlote.

20. Jåhrhundert [dro werkln]

Anfang vom 20. Jåhrhundert is Schwabach zu a Industrieståd erschtn Ranges worn. Üba 120 Goldschlägereien festign den Ruf da Ståd ois internationales Zentrum da Blattgoldverarbeitung. Schwabacher Grammophonnadeln warn in aller Welt auf den Plattentellern zum findn , und sogar in China wascht ma si mit de in Schwabach hergstellten exklusiven Seifen vo da ansässigen Hofseifenfabrik Ribot. Doch da Erste Weltkriag und de Weltwirtschaftskrise bringan de wirtschaftliche Blüte da Ståd zum Erliegn. Den zwoaten Weltkriag übersteht Schwabach so guat wia unzerstört, wenn aa de NS-Zeit, wia überall, eanane Wunden hinterlassn håt. Vo ermittelte 96 in Schwabach geborene bzw. da ansässige Judn san mindestens 47 im Holocaust ermordet worn. Nur oana kehrt nåch dem Kriag in sei Heimatståd zruck. Nach 1945 trang nem de einheimischen Schwabacher Tausende vo Flüchtling zum wirtschaftlichen Wiederaufbau bei. Nåch'm End vom sogenannten Wirtschaftswunder war de einheimische Industrie wieda so guat entwickelt, daß da Übergang zu innovativen Techniken bewältigt wern kinna håt. 1953 is a neies Stådwappn eigführt worn. Heit is Schwabach stolz auf a gelungene Oidstådsanierung, de im Jåhr 1979 mit der Verleihung da Europa-Nostra-Medaille gwürdigt worn is. A umsichtige Kommunalpolitik håt dazua geführt, daß Traditionspflege und zukunftsorientiertes Handeln in da Ståd Hand in Hand gehen. So bleibt de Gschichte in Schwabach anschaulich und lebendig, ohne daß de Ståd eanane wirtschaftliche Stellung in da Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach eingebüßt hätte. De Städtepartnerschaftn mit dem französischen Kurort Les Sables d'Olonne an da Atlantikküste, dem türkischen Touristenzentrum Kemer am Mittelmeer und aa da griechischen Ståd Kalambaka lassn de Schwabacher aa den Gedanken an a europäisches Miteinander net aus de Augen verlieren.

Politik [dro werkln]

Stådrat [dro werkln]

Schwabach war bis zum Jåhr 2008 – mit Ausnahme da Zeit vom Dritten Reich – in da Hand vo de Sozialdemokraten (SPD), de vo 1945 bis 2008 den Obabuargamoasta und aa bis 2002 de greßte Stådratsfraktion stelln. Seit de Kommunalwoin 2008 stellen de CSU 17 Stådratsmitgliada und de SPD 13. Bündnis 90/De Greana ham 6, Freie Wähler/Neutraler Block 3 und de FDP an Sitz.

Buargamoasta [dro werkln]

Aktuell [dro werkln]

  • Matthias Thürauf (CSU), Obabuargamoasta seit 2008
  • Dr. Roland Oeser (Bündnis 90/De Greana), 2. Buargamoasta seit 2008
  • Dr. Thomas Donhauser (Freie Wähler), 3. Buargamoasta seit 2008

Ehemalige [dro werkln]

  • Hans Hocheder (SPD), Obabuargamoasta 1945–1970
  • Hartwig Reimann (SPD), Obabuargamoasta 1970-2008
  • Kurt Kestler (SPD), 2. Buargamoasta 1972–1996
  • Hermann Stamm (CSU), Buargamoasta 1990–2002
  • Rosy Stengel (CSU), Buargamoastarin 2002-2008

Stådverwaltung [dro werkln]

De Stådverwaltung håt mehra Amtsgebäude im Stådgebiet, auf de foigende Referate verteilt san:

  • Interne Dienste und zentrale Steuerung (1)
  • Rechtsanglengheiten, Umwelt und Soziales (2)
  • Finanzen und Wirtschaft (3)
  • Stådplanung und Bauwesen (4)

De Referate wern vom Obabuargamoasta und den berufsmäßigen Stådräten Rainer Schmitt-Timmermanns (Stådrechtsrat), Richard Schwager (Stådkämmerer) und Voiker Arnold (Stådbaurat) geleitet.

Wappn [dro werkln]

Nia gnutztes Wappn, zoagt no de Hohenzollernfarben mit dem neien Pfälzer Löwen
Wappen schwabach 1371.gif

Schwabachs ersts Wappn zoagt im gspoitnen Schuid zwoa kreizte goidne Bierschöpfen auf roadm Grund vor dem hohenzollerischen Schwarz-Weiß. Es versinnbildlicht de Wichtigkeit vo da Bierbrauerei in da Ståd und aa de Stådherren, de hohenzollerischen Burggrafn vo Nürnberg. Es is da Ståd vom Nürnberger Burggrafn Friedrich V. verliehn worn und erscheint erstmois auf dem Siegel vo a Urkundn vom 9. August 1371.

Des zwoate Wappn, was auf vier Feldern den Burggrafenlöwen, de hohenzollerischen Farben und de Bierschöpfen zoagt, is 1480 vo Albrecht Achilles, Kurfiarst vo Brandenburg, valiehn worn. Ois Schwabach 1808 bairisch worn is, is des Wappn nur a wengerl verändert worn. Es zoagt statt da hohenzollerischen Farben schwarz und weiß iatz de bairischen weiß-blauen Rauten sowia, statt am Burggrafenlöwen, den Pfälzer Löwen.

1953 is des aktuelle Wappn eigführt worn. Ma beschliaßt, de Elemente vom marktgemeindlichen Siegel vo 1329 aufzunehma. So zoagt des rote Schuid an zinnengekrönten Turm auf am Rundbogen, begleitet vo zwoa Schuidern mit am Reichsadler und de Nassauer Löwen.

Städtepartnerschaftn [dro werkln]

Industrie und Handel [dro werkln]

Goldschlägerdenkmal

Berühmt is Schwabach fia sei Goldschläger und des vo eana produzierte und weltweit exportierte Blattgold. Da Buckingham Palace in London, Türme vo orthodoxen Kirchen in da Ukraine, Palastkuppeln in de Emiraten und vei andere sehenswerte Gebäude in aller Welt san mit Schwabacher Blattgold versehen. Da mit 14.000 Blatt Schwabacher Blattgold verzierte Goldene Saal im Rathaus is vo Kurt Severin und Max Friese gestaltet worn. Im Jåhr 2004 feiert Schwabach des Jubiläum 500 Jåhr Blattgold in Schwabach. Blattgold is no heit Bestandteil des dem Danziger Goldwasser nåchempfundenen Schwabacher Goldwasser, des a Gewürzlikör mit feinsten Blattgoldstückchen is. In friaran Jåhrhunderten bestimman vor oim Handwerker, Wia in ebba Bierbrauer und Goldschläger, und aa erste Industriebetriebe im Bereich Nadelherstellung und Drahtzieherei des wirtschaftliche Geschehen. Heit is fia de Ståd a breites, vor oim im Mittelstand oogsiedltes Spektrum an Produktions-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriem charakteristisch. Viele dera hochflexiblen Betriebe arbeiten in Marktnischen, in denen sie zum Teil bundesweit Marktführerschaft errungen ham. Schwabach håt a gesunde Wirtschaftsstruktur und sichere Arbatsplätze. Ah riessen Dominanz gäbs heid ah im Bäcker oder [Friseurhandwerk][1]. Is a loden lahr, kommt ana von denan zwoa nei. Des hat deshalb da saubre Dichte. Was früher wo a Goldschläger und Gastwirtschaft Stadt is jetzt im neua Zeitalter a Bäcker und Friseur Stodt.

Eiwohnaentwicklung [dro werkln]

ca. 1800: 3.000 Eiwohna
1840: 6.981 Eiwohna
1900: 9.385 Eiwohna
1925: 11.782 Eiwohna
1950: 19.376 Eiwohna
1985: 34.284 Eiwohna
1995: 38.757 Eiwohna
2005: 38.791 Eiwohna

Kunst und Kultur [dro werkln]

  • De Städtische Galerie im Biargahaus werd vom Künstlerbund Schwabach e. V. verwoit.
  • Im zweijährlichen Zyklus findt seit 1999 in Schwabach de Kunstausstellung Ortung statt.
  • Duach de Oidståd verlafft da Kunstwanderweg Goldene Meile.
  • Südlich vo Schwabach im Heidenberg liegt a 14 Kilometa langer Sagenwanderweg.
  • LesArt / Literaturtage Schwabach
  • Goldschläger-Nacht
  • ehemalige Synagoge und Laubhütte

Brunnen [dro werkln]

Auf dem 1717 eingweihten Brunnen am Marktplatz san de Portraits da markgräflichen Familie zum seng.

Stådmuseum [dro werkln]

Des in da ehemaligen Kaserne unterbrachte Museum besitzt a Sammlung üba des hoamische Handwerk, Zunft und Gewerbe. A eigene Abteilung buidt des vo Carl Wenglein, dem Gründer des Weltbundes fia Natur- und Vogelschutz, zsammagetragene Eiermuseum (mit seltenem Fabergé-Ei). A Spezialsammlung umfasst völkerkundliche Antiquitäten aus da ehemaligen deitschn Kolonie Ostafrika (Waffen, Schmuck, Textilien und afrikanische Gebrauchsgengstände). Seit 20. November 2005 präsentiert des Stådmuseum de weltweit greßte Spezialsammlung vo Spielwarn da Firma Fleischmann auf 800 m². A weitere Sektion befasst si mit der Gschichte da US Army in da Ståd vo 1945 bis 1992.

Regelmäßige Veranstaltungen [dro werkln]

  • Biargafest (Juli)
  • Wirtefest
  • Sommernachtsfest da Freiwilligen Feiawehr (Juni/Juli)
  • Lindenfest da KG „De Schwabanesen“
  • Weihnachtsmarkt
  • Faschingszug duach Schwabach
  • Friahlingsfest
  • Kirchweih ("Kärwa") (September)

Soziale Infrastruktur [dro werkln]

Schuin [dro werkln]

Gymnasien [dro werkln]

Real- und Wirtschafts- und Berufsschuin [dro werkln]

  • Staatliche Realschui
  • Städtische Wirtschaftsschui
  • Staatliche Berufsschui

Hauptschuin [dro werkln]

  • Johannes-Kern-Schule
  • Karl-Dehm-Schule

Grundschuin [dro werkln]

  • Christian-Maar-Schule
  • Luitpoldschui mit Dependance Unterreichenbach
  • Johannes-Helm-Schui mit Dependance Penzendorf
  • Zwieseltalschui Wolkersdorf

Förderschuin [dro werkln]

  • Sonderpädagogisches Förderzentrum
Blick auf des SFZ Schwabach
  • Hans-Peter Ruf-Schui da Lemshilfe Schwabach-Roth

Sonstige Schuin [dro werkln]

  • Adolph-von-Henselt-Musischui
  • Voikshochschui

Kindagärtn [dro werkln]

Im Stådgebiet gibt's 17 Kindagärtn verschiedener Träga.

Kranganhäusa [dro werkln]

Des in de letzten Jåhr grundlegend modernisierte und in de meisten Teilen nei errichtr Stådkrangahaus bietet 200 Planbetten und besitzt Fachabteilungen fia Innere Medizin, Unfall- und Allgemein-Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Anästhesiologie und de Belegabteilung Hals, Nase, Ohren. Es gewährleistet medizinische Versorgung auf hohem Niveau und zäit zu den modernsten Häusern in Mittelfranken. Dem Haus oogschloßn is a Berufsfachschui fia Krangapflege.

Überörtliche Behörden [dro werkln]

  • Amtsgricht Schwabach
  • Finanzamt Schwabach
  • Regionalabteilung Nord des Bay. Landesamts fia Vermessung und Geoinformation
  • Vermessungsamt Schwabach mit Außenstelle in Weißenburg
  • Kriminalpolizeiinspektion Schwabach
  • Wassaschutzpolizei -Zentralstelle Bayern- Teil vom Polizeipräsidiums Nürnberg
  • Geschäftsstelle Schwabach da Arbatsagentur Nürnberg

Sport [dro werkln]

Vereine [dro werkln]

  • SC 04 Schwabach
  • TV 1848 Schwabach
  • DJK Schwabach
  • Schwimmverein Schwabach
  • SV Eintracht Penzendorf
  • SV Unterreichenbach
  • TSV Wolkersdorf
  • Fischereiverein Schwabach e. V.
  • Freiwillige Feiawehr Schwabach e. V.
  • Fliegervereinigung Schwabach
  • KG De Schwabanesen e. V.
  • Tanzsportzentrum Schwabach e. V.
  • Musikverein Schwabacher Blasmusik e. V.
  • Volleyballclub Schwabach e. V.
  • Privilegierte Feuerschützengesellschaft Schwabach vo 1411
  • BdP Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Stamm Artus
  • Tennis-Club Rot-Weiss Schwabach
  • Tierschutzverein Schwabach e. V.
  • DAV Sektion Schwabach e.V.
St. Jakobus, Unterreichenbach

Kirchen [dro werkln]

Vakehr [dro werkln]

  • Schwabach håt mit seim Bahnhof an da Bahnstreckn Nürnberg-Augschburg-Minga a Anbindung an den Fernverkehr.
  • De S-Bahn Linie 3 verkehrt im 20-Minuten-Takt zwischn Nürnberg und Roth. Ihr steht nem dem Bahnhof Schwabach da Haltepunkt Schwabach Limbach zua Verfügung.
  • De Ståd Schwabach håt Stådbuslinien fia de Schwabacher Innenståd und aa a Linie nåch Nürnberg-Röthenbach, dort besteht Anschluss an de U-Bahn. Am Wochenende verkehrt stündlich a NightLiner vo Nürnberg aus.
  • De Autobahn A 6 duachquert des Stådgebiet im Süden, da gibt's de zwoa Anschlußstein Schwabach-West und Schwabach-Süd.
  • De Bundesstraß 2 duachquert Schwabach.
  • De Bundesstraß 466 beginnt in Schwabach.
  • Da Rhein-Main-Donau-Kanal berührt de östliche Stådgrenz, de Staatshäfen Nürnberg und sei Zweigstelle Roth san in wenige Autominuten zum erreicha.
  • 10 km südlich vo Schwabach liegt da Flugplatz Schwabach.

Presse [dro werkln]

In Schwabach san bis 2006 de Lokalnachrichten gedruckt worn, de drauf in Nürnberg mit de restlichen Teilen da Nürnberger Nåchrichten (NN) vervollständigt und ois Schwabacher Tagblatt (ST) angeboten worn san. Seit dem Doad vom Verleger und dem drauf folgenden Aufkauf des ST duach de NN werd de gesamte Zeitung in Nürnberg gedruckt; de Redaktion is weiterhin in Schwabach. Nem dem Schwabacher Tagblattl gibt's mehra kommerzielle Informations- und Anzeigenblätter.

Persönlichkeitn [dro werkln]

Ehrnbiarga [dro werkln]

Es kinnan maximal finf lebende Leit gleichzeitig Ehrnbiarga da Ståd sei. Zur Zeit tragt koa Person de Würde. Ehemalige, bereits verstorbene Leit, welchen de Würde verliehen worn is, san:

Buam und Dechta vo da Ståd [dro werkln]

Künstler [dro werkln]

Politika [dro werkln]

Sportler [dro werkln]

Wissenschaftler [dro werkln]

Sonstiges [dro werkln]

Da spätgotische Buidhaua Adam Kraft is am 21. Jenna 1509 in Schwabach beigesetzt worn. 1797 übanacht Johann Wolfgang vo Goethe im Gasthof „Zum weißen Lamm“. Unweit im Gasthaus Goldener Stern san de Schwabacher Artikel verfasst worn. Um des Jåhr 1470 is de Schriftart „Schwabacher“, a Variante da gebrochenen Schriften entstandn.

Referenzen [dro werkln]

Oanzlnåchweis [dro werkln]

  1. Verwaltungsgschichte vo Schwabach

Drucksocha [dro werkln]

  • CD-ROM: Goldschlägerståd Schwabach, Verlag imbiss-media, 1. Auflage 2004, ISBN 3-938451-01-7
  • Kurt Pilz: De Stådkirche St. Johannes und St. Martinus in Schwabach: Ihre Gschichte und eanane Kunstwerke. ISBN 3-922575-00-5
  • Häusergschichte da Oidståd Schwabach

Externe Links [dro werkln]

 Commons: Schwabach – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
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