Kirchberg

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Kiaberg (amtlich: Kirchberg i. Woid) is a Gmoa im nidaboarischn Landkroas Reng.

Geografie[VE | Weakln]

Geografische Lage[VE | Weakln]

De Gmoa liegt in da Region Doana-Woid inmittn vom Boarischn Woid. De heachste Erhebung der Gmoa is da Fürbeag bei Roadorf mit 880 Meta, de Ortschaft Kiaberg liegt auf ana Hechn vo 736 Meta. De Ortschaft Kiarberg im Woid befindt se etwa eif Kilometa südlich vo da Kroasstod Regn, 23 Kilometa nordöstlich vo Degndorf, 26 Kilometa westlich vo Grofanau sowie 21 Kilometa vo der A 3, Ausfahrt Hengersberg entfernt. Da nächstlengne Bahnhof vo da Boarischn Woidbahn mit reglmäßign Verbindunga (Stundntakt) befindt se in Regn. Bei da Furthmühle vereininga se da Kühboch (im Obalauf a Höllmannsriada Boch gnannt) und da Hackenboch zur Rinchnacha Ohe, am Nebenfluss vom Schwarzn Reng.

Gmoagliederung[VE | Weakln]

Kiaberg im Woid hod 29 Ortsteile:

Berneck, Dornhof, Dösingariad, Ebertsriad, Furthmühle, Gfradert, Hangaleithn, Hintberg, Höllmannsriad, Hoilzmui, Koaltnbrunn, Kiaberg im Woid, Kloaloitznriad, Laflitz, Mittabichl, Obernoglboch, Ottenbeag, Roadorf, Reichertsriad, Schleeberg, Schönbrunn, Sommasbeag, Stodlhof, Untermitterdorf, Unternoglboch, Unterneimais, Voglmuih, Wolfau, Zell Danebn bestehnan de Einödn Büchlmoa, Doika, Danzasäg, Fischermuih, Hammermui und Steinfurthmui, de jedoch alle koane offizielln Ortsteile san. De Gmoa Kiaberg im Woid is aufgliedat in de Gemarkunga Kiaberg (entspricht der Oadgmoa Kiaberg), Roadorf (entspricht der Oadgmoa Roadorf) sowia Reichartsriad und Zell (entsprechan der Oadgmoa Zell).

Gschicht[VE | Weakln]

Bis zum 19. Joahrhundert[VE | Weakln]

Scho um des Joahr 1000 is auf dem Bearg a Burg gstandn, de im Joahr 1040 mit de umliegadn Güta a Edler namens Konrad Salikus dem Kloasta Niedaoida gschenkt hot. 1066 bestätigte Kaiser Heinrich IV. de Schenkung. 1144 is mit Huilf vo am frommen Mo namens Wilhem an da Stej vo da Burg a Kirch zu Ehren vom hl. Godehard erbaut worn. In ara Urkundn vom 12. Juli 1146 is erstmois a Pfarrkirch in Kiaberg erwähnt und Kloastabesitz mit dem Gotthardsbearg an a Gemeinschaft vo Briada übereignet worn. Papst Eugen III. hot 1148 dem Kloaster Niedaoida dessan Besitz um den Gotthardbearg bestätigt. Um 1200 ist der Nam Chirchperch an Stej vo Gotthardperch gebreichlich worn. 1204 is de Pfarrei samt da Filiale Marienbearg (Kiachdorf im Woid) der Propstei Rinchnach inkorporiert worn. Um 1250 hot des Kloaster Niedaoida an Amthof in Kiarberg errichtn lassn, wohie de Siedla ihre Steiern in Form vo Naturalien ham entrichten miassn. 1254 hot der Abt Hermann vo Niedaoida bereits 13 Güta und drei Muihln zoilt. 1304 is de Inkorporation vo da Pfarrei Kiaberg aufghom worn, Marienbearg (Kiarchdorf) dageng is dem Kloaster Richnach zuateilt bliem. 1525 erfoilgte de Erhebung zur Hofmark. 1622 hot des Kloaster Niedaoia des Braurecht in Kiarberg erhoitn. Im Dreißgjaarign Kriag is es 1634 zu am Schwedneifoi kema, spada hot de Pest in Kiarberg gwütet. 1703 is da Amthof nei erbaut worn. Während des Eastareichischn Erbfoigekriags is da Ort am 7. Januar 1743 vo ana ungarischn Freikompanie plündert worn. Am Weihnachtsdog 1744 is de Kirch bis aufm Turm niederbrennt. Da Gottesdienst is is in de 1744 erbaude Hauskapelln vom Amthof verlegt worn. 1745 hot da Neibau vo da Pfarrkirch, de 1747 im Innern nei gstaltet worn is, begonna. Noch da Säkularisation 1803 is da Amthof an Wolfgang Leopold vo Kiesling (oda Kißling) vakaft worn. Ois de Hauskapelln verfoin is, is da Altar um 1830 in de Pfarrhofshauskapelln kema, de noch dem Vakauf vom Amthof errichtet worn is. 1848 is da Pfarrhof wega na Brandstiftung niedabrennt. 1855 is Kiarberg aus 19 Heisern bstandn, vo dene da Amthof und da Pfarrhof de bedeitensten warn. 1855/1856 hot ma de Kirch noch Westn valängert. Am 29. Mai 1863 san bei am Großbrand zweif Haiser und des neu errichtete Institut vo de Englischn Frailein vernichtet worn.

Religiona[VE | Weakln]

Eingemeindungen[VE | Weakln]

Am 1. Januar 1976 is de bis dohi sebstständige Gmoa Zell mit ca. 900 Einwohner im Zuge vo der Gmoagebietsreform eigliedert worn. Am 1. Mai 1978 is Roadorf mit ca. 1150 Einwohner dazukema.

Politik[VE | Weakln]

Gmoarat[VE | Weakln]

Da Gemeinedera hot 16 Mitglieder: - CSU: 7 Sitze bei 46,36 % vo de Stimmen - SPD: 5 Sitze bei 29,13 % vo de Stimmen -Freie Listn: 2 Sitz bei 13,39 % vo de Stimmen - Kiaberg und Umland: 2 Sitze bei 11,12 % vo de Stimmen (Stand: Kommunoiwoi vom 16. März 2014)

Buagamoasta[VE | Weakln]

Buagamoasta is seit dem 1. Mai 1996 Alois Wenig vo da CSU. 2014 is er mit 61,77 % vo de Stimmen wiedagweilt worn.

Biagaentscheid[VE | Weakln]

Am 17. August 2003 und am 28. März 2004 fand jeweils a Bürgaentscheid statt um de Frog ob a neie Schui am Ortsrand baut wern soi oder de oide Schui in da Ortschaft saniert werd. Bei beide Bürgerentscheide entschied se a knappe Mehrheit vo de Wähla fia de Sanierung und gega den Neibau. Trotzdem hot da Gemeinderat am 30. Juni 2005 noch Ablauf vo da einjahrign Bindungsfrist vo de Bürgerentscheide den Neibau vo da Schui mit 9 zu 8 Stimmen beschlossn. Da Neibau is 2007 voizogn worn.

Wappn[VE | Weakln]

Blasonierung: In Goid üba grenem Dreibearg a schräga, gestümmeta roda Ast und de schräglinks glegde rode Krümme vo am Abstab.

Ortspartnerschaftn[VE | Weakln]

Seit 1994 besteht a Partnaschaft mit da italienischn Gmoa Bagnolo di Po. Grund fia de Entscheidung war da gemeinsame Ortspatron, da Godehard vo Hildesheim.

Kuitur und Sehenswirdigkeitn[VE | Weakln]

Bauwerk[VE | Weakln]

De St.-Gothard-Kirch: 1008 ois Burg erbaut, 1144 duch den Abt Konrad I. zur Kirch mit gotischem Gewölb verändert, 1744 obbrennt und oschliaßnd wiedaaufbaut, 1856 zur heitign Greaß erweitert. De Freskn vo K. A. Perlinger vo 1790 san vo dem Mingara Kunstmala Josef Wittmann - Maler des Neubarocks - 1931 freiglegt und acht neie Fresken gmoilt worn: Sündnfoi, Salomon und de Kiniin vo Saba, Vertreibung aus dem Paradies, Opfa Kains, Eherne Schlange, Moses empfängt Gesetzestafel, Albertus Magnus und Petrus Canisius. 2006 is a umfassende Renovierung erfoilgt. Amthof: 1250 im Auftrag vom Kloaster Niedaoida erbaut, zwischen 1170 und 1739 obgrissn und nei aufbaut, de dovo heit noc stehendn Teile beherrschn no imma des Aussehn vo da Dorfmittn, er werd heit ois Pension und Gasthaus gnutzt. Handwerker-Säule: 2008 am Amthofploatz ois Erinnerung an de im Dorf ausgstorbnen Handwerke Hangaleithner Taferl: De Kapelln zur Schmerzhaftn Muatta Gottes is 1822 erbaut worn. Da Erbaua vo dera Kapelln war der in Hangaleithn geborne Andreas Kapfenberger, an den a in da Kappeln obrochte Stoatofe erinnert. De Kapelln is an ara Stejn errichte worn, an der einst a Marterl oder a Taferl (a Tofe mit Buidl und Inschrift zur Erinnerung oda a Heilignbuidl) gstandn hot. No heit werd de Kappeln doher ais Taferlkappeln oder Hangaleithner Taferl bezeichnet. Unweit vo der Kapelln führte a der vo Gunther im Joahr 1009 oglegte Weg, vo Niedaoida bis noch Böhmen, vorbei. St.-Gotthard-Kappelln: 1820 erbaut, 2008 ummfassnd durch den Boarischn Woid-Varein renoviert, erreichbar über an Fuißweg vo da Kirch aus Gipflkreiz vom Plattnstoa bei Roadorf

Naturdenkmäler[VE | Weakln]

De Todtenau, a gschütztes Hochmoorgebiet bei Dösingariad

Regelmäßige Veranstaltunga[VE | Weakln]

Gotthardfest: 1. Wochaend im Juli vo Freidog bis Mondog (Sonndog Kiarwafest mit Marktständ) Fischerfest: 1. Sonndog im August bei Sommersbearg Hallenfest vo da Feierwehr Kiarberg i. Woid: 1. Sonndog im Spetemba im Feierwehrhaus Kiarberg im Woid Woifauslassn: 10. Novemba am Amthofploatz Negaboi: Beliabte Veranstoiltung in Roadorf - ursprünglicha Name "Jugend danzt für Afrika" - seit 30 Joahr Rahmen des Fasching

Bsonders[VE | Weakln]

Haus der Bienen mit Natur- und Bienenlehrpfad: Des Info-Zentrum mit echte Bienen und 14 Info-Tofeln am Wanderweg mit rund 30 Minutn Gehzeit erklärn de Welt vo de Bienen

Wirtschaft und Infrastruktur[VE | Weakln]

Ansässige Unternehmen[VE | Weakln]

Mesutronic: a Heasteja vo Metalldetektorn mit rund 200 Mitarbeita (Stand 2018), und a de Firma Jander GmbH & Co. KG, tätig im Bereich vo da Kunststoffvaarbeitung und am Werkzeigbau mit ca. 140 Mitarbeita (Stand 2009), san im Ort ansässig.

Bildung[VE | Weakln]

St. Gotthard Grund- und Mittlschui St. Gotthard Kindergartn

Persönlichkeitn[VE | Weakln]

Ferdinand Neumaier (Komponist) (1890-1969): Komponist vuier berühmta Volkliada vom Boarischn Woid (z.B. Mir san vom Woid dahoam) und da Waidlermess Max Binder (1911-2010), 1945-1960 Bürgamoasta, 1948-1960 Mitglied im Kroasdog, 1954-1970 Mitlied im Landdog, 1960-1972 Landrat, 1963-1990 Vorsitzenda vom Zweckvaband Wassavasorgung Boarischer Woid (in der Funktion fedaführend beim Bau vo da Trinkwassadoisperre Frauenau) Susanne Kiermayer (*1968): Erfoilgreiche Sportschützin beim Wurfscheibnschiaßn, Gewinnerin vo ana Suibamedaille bei de Olympischn Sommerspiele 1996 in Atlanta